Theoretischer Tandemkipper Rahmenbau

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    • Theoretischer Tandemkipper Rahmenbau

      Guten Tag

      Ich bin zurzeit am probieren und am überlegen wie man theoretisch einen Fahrzeugrahmen für einen 20 tonnen Tandemkipper mit 2 tonnen Stützlast konstruiert.
      ich habe Fusion 360 und dort am bisschen am zeichnen dort kann man auch lasten simulieren, leider habe ich so gut wie keine Ahnung wie und wo man Kräfte ansetzt und auch in welche Richtung diese wirken.
      Ich hoffe mir kann einer erklären wie und wo man diese kräfte ansetzt und welche Dimensionierung die Rahmenrohre haben müssen um die Kräfte aufzunehmen.
      leider findet man im Internet nicht wirklich etwas brauchbares

      MFG Deutz-Fahr-Fan



    • Gesamtgewicht: 20 t
      Maß Brückenmitte zur Zugöse = 4,097 meter
      Maß Brückenmitte zur mitte der Achsen (Schwerpunkt Vormaß ) = 0,5 meter

      Achslast für beide Achsen = 20t : 4,597m x 4,097m = 17,83t
      Stützlast = 20t : 4,597m x 0,5m = 2,17t


      also müssten doch an der Hinteren hälfte vom Rahmen 8,92t = 89200N anliegen und am vorderen Rahmen 11,08t = 110800N

      mir ist klar das die 20t normal das Gesamtgewicht sind und man eigentlich das Leergewicht berücksichtigen müsste. ich denke das man dies für die Aufgabe nicht unbedingt einbeziehen muss aber lasse mich gerne eines besseren belehren.

      Post was edited 4 times, last by Deutz-Fahr-Fan ().

    • Servus, Deutz-Fahr-Fan

      ich bin gerade über die Berechnung eines Fahrzeugrahmens für einen Camping-Wohnanhänger gestolpert.

      Ich würde der Einfachheit halber, die zwei Achsen zu einer zusammenfassen, dann bist du bei der Berechnung des Biegemoments auch schon auf der sicheren Seite.
      Die Last wird bei Anhängern anscheinend als Streckenlast angenommen.

      Ich hab's mir jetzt nicht komplett durchgelesen, aber vielleicht hilft dir das ja weiter.

      Berechnung Fahrzeugrahmen

      LG,
      Markus
    • Moin,

      das ist schon ein etwas spezielleres Thema, für sowas studieren Ingenieure nicht grundlos :D

      Wichtig bei der Verwendung solcher numerischen Verfahren, sei es FEM, CFD, etc., ist es die Eingaben und Ergebnisse beurteilen zu können.

      Die Fahrzeugbauer, die ich so kenne, arbeiten auf Basis großer Erfahrungsschätze, sodass eine detaillierte Berechnung i.d.R. nicht stattfindet.


      Wie fängt man an?
      - Welche Kräfte wirken überhaupt? Zugkraft, Stützkraft, Ladung (Längs- und Querkraft), Eigengewicht, Beschleunigungskräfte, etc.
      - In welche Richtung wirken die Kräfte? (ergibt sich häufig schon aus der Überlegung der Kräfte)
      - Was ist für ein Fahrzeug sonst noch wichtig? Bsp.: Schwerpunkt, ab welcher Querneigung kippt er bei Beladung um...

      Man muss die Kräfte sinnvoll am Modell antragen, sodass es realen Betriebsbedingungen nahekommt.
      Zur numerischen Methoden gibt es gute Fachliteratur. Du solltest mal recherchieren ob es für dein Vorhaben passende VDI-Richtlinien oder Normen gibt.

      Gruß
      Maximilian
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    • wird beim bau vom TÜV eine berechnung somit quasi garnicht gefordert?

      mir geht es nur reinmal theoretisch um eine solche Geschichte um vll einfach mal etwas ein bisschen abzuschätzen zu können auch auf andere Bereiche das Fachwissen zu können zum bsp bau einer Holzhalle dort wirken auch statische kräfte auf Träger dort braucht auch die dicke bestimmen.

      kann mir jemand erklären wie man solche kräfte ansetzt.Muss man die Kräfte punktuell oder als Druck ansetzten oder wie macht man das. wenn zb der Träger hinten und vorne aufliegt und von oben ein Belastung kommt.
    • Hallo,
      das Gewicht der Kipperwanne (Eigengewicht plus Zuladung) als Streckenlast ansetzen. Den Mittelpunkt der Tandemachse und die Stützlast wirken als Punktlast dagegen. Vereinfacht kann das Aufbaugewicht auch als Punktlast in der Wannenmitte angesetzt werden. Stützlast + Achslast muss zusammen das Gesamtgewicht ergeben.

      Das wäre für mich der erste, ganz ganz grobe Ansatz.

      Grundlagen der technischen Mechanik/ Statik.

      Gruß Holger
    • Ja eine Abschätzung ist mit einer statischen Überschlagsrechnung durchaus möglich.
      Ein statischer Nachweis ist aber ohne ausreichenden Sicherheitsfaktor nicht in der Praxis zu gebrauchen.

      Zu den Kräften:

      Man unterscheidet im Groben:

      - Punktlasten (Bsp: Auflager, Seilkraft, etc.)
      - Streckenlasten/Linienlasten (Bsp.: Eigengewicht eines Trägers)
      - Flächenlasten (Bsp. Druck, oder eine Schneedecke auf einem Dach)

      Anbei als Beispiel ein Bild eines Trägers der an beiden Seiten aufliegt. Die Auflagerkräfte werden als Punktlasten am Auflagerpunkt angesetzt.
      Das Eigengewicht wird als Linienlast aufgetragen, die sich zu einer Resultierenden Kraft (orange) zusammenfassen lässt.

      Ob die Bildung einer resultierenden Kraft sinnvoll ist gilt vorher zu beurteilen.

      Ich kann dazu z.B. das Buch Technische Mechanik 1 von Gross, Hauger empfehlen.

      Es komplett als Erklärung hier niederzuschreiben, ist leider zu umfangreich.

      Gruß
      Maximilian
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    • danke für die super antworten.
      werde mir das buch auf jeden fall kaufen danke für den tipp.
      in meine Simulationsprogramm kann ich Abhängigkeiten und Kräfte definieren.
      eigentlich hebt bzw wirkt die kraft dann von unten so wie ich das gelesen und verstanden haben.
      also könnte ich vorne die zugöse und die schwerpunkt mitte als Abhängigkeit definieren und die Kraft von oben in der Mitte der ladefläche wirken lassen.
      sehe ich das richtig
    • Guten Morgen,
      du hast 3 Kräfte:
      - das Anhängergewicht, wirkt im Kipperschwerpunkt senkrecht nach unten
      - die Stützlast, wirkt an der Anhängung senkrecht nach oben
      - die Achslast, wirkt in der Mitte des Achsaggregates senkrecht nach oben

      Darf man fragen was du eigentlich vor hast? Was wir hier diskutieren ist 1. Semester Maschinenbau, also absolute Grundlagen.

      Gruß Holger