D5005 F4L812 Kurbelwellendichtringe erneuern

    • D5005 F4L812 Kurbelwellendichtringe erneuern

      Hallo,
      bei der Erneuerung der Doppelkupplung an meinem D5005 mit F4L812 Motor habe ich auch die Radialwellendichtringean der Kurbelwelle erneuert.

      Hinweis:
      Die Befestigungsschraube (M24x2x110-10K) der Keilriemenscheibe hat Linksgewinde.

      Hat die Bohrung für die Aufnahme des Wellendichtringes keine ausreichende Anfasung auf der Montageseite, wird beim Einpressen der elastomere Außenmantel des Wellendichtringes beschädigt bzw. der gesamte Wellendichtring deformiert.

      Mit einer z. B. Halbrundfeile oder einem Fingerschleifer kann man die erforderliche Anfasung (siehe Anhang) nachträglich ausreichend herstellen.

      Für das Einpressen des vorderen Wellendichtrings in die Bohrung des Aluminium-Stirnraddeckels habe ich mir aus vorhandenen Materialien, 1 x Axialrillen-kugellager 25x42x11mm, 1 x Holzverbinderscheibe Ø 24x98x6 mm u. 2 x Holzverbinderscheiben 24x80x6 mm unter Verwendung der Befestigungsschraube ein Hilfsmittel/Werkzeug (siehe Anhang) hergestellt.

      passender Radialwellendichtring vorne:
      Fabr.: Elring, Art-Nr.: 494402, Freudenberg, Bauform: BAUMSLX7, Werkstoff: 75 FKM 585, Abmessung: 65 x 85 x 10 mm

      Die Dicht- und Schutzlippe des Wellendichtringes und die Dichtfläche der Welle sind vor der Montage ausreichend mit Lagerfett zu bestreichen.

      Für die Montage des hinteren Wellendichtringes habe ich nach der Demontage der Schwungscheibe denGehäusedeckel aus Aluminium mit dem Wellendichtring demontiert, da keine Anfasung in der Aufnahmebohrung vorhanden war. Meine Vermutung, der Wellendichtring wurde bei der Erstmontage von der Rückseite her eingepresst. Die notwendige Anfasung wurde hergestellt. An den Dichtflächen des Motorblocks und des Gehäusedeckels wurden die vorhandenen Dichtungsreste entfernt. Auf die Dichtflächen am Motorblock wurde die Dichtungsmasse Dirko HT Fabr. Elring ausreichend aufgetragen. Der Gehäusedeckel wurde ohne Wellendichtring montiert. Eine einfache Montage und damit keine Undichtigkeit im Bereich der Ölwanne und dem Gehäusedeckel entsteht. Danach wurde der Wellendichtring mit einem angefertigten Druckring (siehe Anhang) mittels zwei Gewindestehbolzen (Sechskantschraube M 12 x 100 mm durchgehendem Gewinde mit Absetzung auf M10x1 x 20 mmund Sechskantmutter M12) in die Bohrung eingepresst.

      Bei dem ersten Einsatz des Druckringes musste ich feststellen, dass keine der 10 Gewindebohrungen ( M10x1 mm) für die Befestigung der Schwungscheibe um 180° versetzt angeordnet sind. Eine Bohrung in dem Druckring musste daher nachgearbeitet werde. Da auch der Fotoapparat an diesem Tag vergessen wurde, sind leider keine Bilder vorhanden.

      passender Radialwellendichtring hinten:
      Fabr. Elring, Art-Nr.: 33376, Freudenberg, Bauform: BAUMSLX7, Werkstoff: 75 FKM 585, Abmessung: 115 x 140 x 16 mm

      Gruß aus Nordhessen an alle Schrauber

      Klaus
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