Error Code 82 / 79

    • Error Code 82 / 79

      Servus zusammen,

      nachdem jetzt das Problem mit dem Regler gelöst ist und der Traktor wieder rennt wie ein junger Hund kommt jetzt ein neues Problem auf mich zu.

      Der Traktor schaltet willkürlich in den Leerlauf und gibt die Fehlermeldung "LU" für Line interruption mit der '"82" bei Forwärtsfahrt und "79" bei Rückwärtsfahrt.

      Anfangs war es damit abgetan den Motor einmal kurz auszumachen und dann ohne Fehler wieder weitermachen konnte.
      Mittlerweile aber kommt es immer öfter und hält sich auch oft hartnäckig. Dazu muss der Motor nicht mal laufen, es reicht auch mit eingeschalteter Zündung und Powershuttlebetätigung.

      Der Fehler 82 besagt ja in Verbindung mit LU dass es eine Kabelunterbrechung oder eine Ventilproblem ist.
      Gibt es irgendwelche prägnanten Steckverbindungen die man zuerst Begutachten sollte, bzw. welcher Stecker unterm Ganghebel ist mit den besagten Kabeln belegt.
      Den Bajonettstecker am Getriebe habe ich bereits mehrmals ab, saubergemacht und angesteckt.

      Nachdem es ja in beide Richtungen vorkommt vermute ich mal dass es ein Kontaktproblem ist.

      Irgendwelche Tips?

      Es handelt sich um einen Agrotron 105 Mk2.

      Grüße
      Thomas
    • Du müsstest mal die Versorgungsspannung der Ventile prüfen (VSP1).

      Kann auch Wasser in den Kompaktstecker vom Getriebekabelbaum gelaufen sein? Diese Kompaktstecker befinden sich rechts hinten unter der Kabine und haben ebenfalls einen Bajonettveschluss.
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      Mfg Michael


      D 3006 / D 6206 / D 8006 / Dolmar 6100
    • Ok, den einen erreichbaren Stecker hatte ich gelöst und "kontrolliert", war unauffällig. Den zweiten kann ich ohne Rad abnehmen nicht lösen. Habe den einen Stecker jetzt mit Kontaktspray behandelt und kann nur hoffen dass es evtl. was gebracht hat.

      Die ganzen Stecker am Ganghebel habe ich ebenso abgezogen und in Ordnung gebracht. Ein kleines rotes Kabel war abgetrennt, war aber leider nicht die Ursache für den Fehler.
      Die Kabel zum Shuttlehebel habe ich auf Unterbrechungen getestet, ziehen, wackeln usw.

      Das fatale an der Sache ist dass der Fehler nicht immer ist. Wie soll ich die Versorgungsspannung denn testen?
      Haben die beiden Ventile eine gemeinsame Versorgung? Wäre es sinnvoll diesen dann mit einem Multimeter im Fahrbetrieb zu kontrollieren?

      Im Moment kann ich leider nichts zerlegen da ich morgen und übermorgen mit Ihm den ganzen Tag HD-Ballen und Rundballen pressen muss.
      Ich will jetzt nichts verschlimmern.... daher.
      Zur Not muss ich dann halt mit dem Unimog pressen.

      Vielen Dank schon mal für Deine Hilfe.
    • Hallo

      Fahr doch mal zu deinem freundlichen und lass den Fehlerspeicher auslesen. Ist zusätzlich noch der Fehler 15 vorhanden, dann ist die Sicherungsplatine defekt. Hatte das schon an einem unserer Agrotron. Der hat den Fehler 15 auch nicht angezeigt, war aber trotzdem abgespeichert. Da konnte es passieren, dass ich für eine Strecke von 500m bis zu 10 Neustarts machen musste, danch lief er dann fast den ganzen Tag störungsfrei. Platine (zum Wucherpreis) gewechselt, seitdem läuft er Störungsfrei.

      MfG
    • AT140 wrote:

      Hallo

      Fahr doch mal zu deinem freundlichen und lass den Fehlerspeicher auslesen. Ist zusätzlich noch der Fehler 15 vorhanden, dann ist die Sicherungsplatine defekt. Hatte das schon an einem unserer Agrotron. Der hat den Fehler 15 auch nicht angezeigt, war aber trotzdem abgespeichert. Da konnte es passieren, dass ich für eine Strecke von 500m bis zu 10 Neustarts machen musste, danch lief er dann fast den ganzen Tag störungsfrei. Platine (zum Wucherpreis) gewechselt, seitdem läuft er Störungsfrei.

      MfG

      Hallo,

      der Fehler 15 hat weder etwas mit einer defekten Platine noch mit der hier geschilderten symptomatik zu tun!
      Fehler 15 gibt an dass die Lade Kontrolleuchte abgeklemmt war oder ist. Sprich, jemand hatte oder hat das Infocenter abgesteckt und dabei die Zündung eingeschaltet.


      Aber bei den Fehlern 79/82 KANN eine defekte Platine trotzdem die Ursache sein.

      Denn Die Getriebesteuerbox wir von der Platine auf mehreren Pins mit Spannung versorgt. Und die Box widerum gibt die Versorgungsspannungen (VSP1 und VSP2) für die Magnetventile aus.
      Und wenn die Box nicht richtig versorgt wird kann der Rest auch nicht anständig funktionieren.
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      Mfg Michael


      D 3006 / D 6206 / D 8006 / Dolmar 6100
    • Kleiner Zwischenbericht:

      Er steht jetzt komplett. Fehler kommt nahezu immer.
      Am ersten Tag hat er noch fast reibungslos für knapp 1500 HD-Ballen und ein paar Rundballen funktioniert.

      Am nächsten Tag, gestern, war Mittags Schluß mit lustig. Er hatte zu viele Unterbrechungen drinnen, also Unimogsauna rausgeholt und die
      Rundballen mit diesem fertig gepresst.

      Fehler kommt sobald sich der Traktor in Bewegung setzen will. Solange ich die Kupplung getreten halte hält er teilweise durch, ein paar mal Richtungswechsel und dann kurze Fahrmöglichkeit.
      Sobald ich die Zapfwelle (bei eingelegter Fahrtrichtung) einschalte kommt der Fehler sofort.
      Anfangs dachte ich immer dass der Fehler nach einem "Links-Blinken" kommt, habe ich aber verworfen da mir dies doch recht unwahrscheinlich vorkam.

      War heute beim "Freundlichen" und habe ihn um einen Besuch mit dem Werkstattwagen gebeten. Nächste Woche kommt er und bringt auch gleich eine Platine mit.

      Apropos Platine, diese hatte ich ausgebaut und zumindest augenscheinlich Untersucht. Da war scheinbar schon mal was Faul, der Vorbesitzer hatte ein Kabel vom roten Kabel des 9-poligen Stecker (auf der Platine neben Scheibenwischerrelais) zur Sicherung F35 hin "oberirdisch" verlegt.
      Vermutlich also schon Bruch der Platine.
      Unten beim Getriebesteuergerät habe ich dann etliche Schrauben und !Relaise! gefunden. Die sind ihm wohl ab und zu mal aus den Finger gerutscht......

      Ich werde auf alle Fälle berichten wie es nächste Woche weiter gegangen ist.

      Bis dann
      Thomas
    • Nachdem der "Freundliche" (so wie Ihr Ihn immer nennt), bislang noch nicht da war und mir die Sache keine Ruhe gelassen hat habe ich heute erneut die Platine untersucht.
      Nach viel Messen und unter-die-Lupe-nehmen konnte ich einen erhöhten Widerstand an der 100A Hauptsicherung feststellen, zwar Durchgang, aber eben nicht so wie es sein sollte.
      Optisch absolut unauffällig und keinerlei Verdächtigkeiten.
      Also rausgebaut und dabei festgestellt das diese Sicherung Kontaktprobleme durch Oxidationsbelag hat. Alles Sauber gemacht, Kontaktspray und kurzzeitig mit einer Brücke verbunden. Die Sicherung ist beim lösen regelrecht zerfallen, daher eine Drahtbrücke.

      Keine Fehlermeldung mehr, einwandfreier Betrieb möglich. Habe es jetzt etliche Kilometer und über schlechte Feldwege probiert.
      Alles unauffällig..... hoffentlich bleibt das auch so ;)

      Werde morgen gleich mal den Servicemenschen abbestellen und eine neue Sicherung bei meinem Normalhändler holen.

      Vielen Dank für eure Tips und vielleicht konnte ich mit meiner Suche einem anderen helfen etwas Geld zu sparen.

      Grüße
      Thomas