Deutz Fahr KH 40 D Kreiselheuer

    • Deutz Fahr KH 40 D Kreiselheuer

      Hallo,

      stell mich mal fix vor - ich bin Joachim, hab nen Zetor 5011 (weshalb ich u.a. das Zetor-Forum betreibe) und eben seit ein paar Tagen einen Deutz Fahr KH 40 D Kreiselheuer der mir ein paar Sorgenfalten auf die Stirn treibt.

      Hier mal ein paar Fotos vom Kreiselheuer KH 40 D - der Komplette Zetor 5011 vorm KH 40 D ist der Traktor von einem Bekannten, meiner ist zur Zeit die "Baustelle" auf dem anderen Foto. ;)

      Was ich mich frage - wieviel Spiel in den Sperrbolzen ist "normal" und was ist verschlissen, also wieviel dürfen die Ausleger nach vorn und hinten "wackeln" können ohne das ich Ärger zu befürchten hab, wegen der Gelenke zb.?

      Wo bekommt man eventuell noch Teile für die Klappgelenke her, also zB. den Sperrbolzen, den Kugelkopfbolzen (Foto) oder das Blechformteil, was mit 2 großen Schrauben am Auslger angeschraubt ist und mit einem Langloch den Ausleger "hält"?

      Generell würden mich Erfahrungen bezüglich der Klappgelenke und der Klauenkupplungen interessieren - der KH 40 D ist noch Neuland für mich, bisher hatte ich allein einen Fortschritt E211 im Einsatz: zetor-forum.de/forum/threads/f…andsetzung.669/#post-4034
      Wäre schön wenn ihr mir weiter helfen könntet - Deutz Fahr konnte oder wollte es nicht, dort hat man mich an Kuhn weiter verwiesen... ?(
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      Gruß
    • Ich benutze diesen Wender seit ca. 15 Jahren und bin ganz zufrieden damit.
      Mittlerweile habe ich den zweiten, der erste war doch recht ausgeschlagen.
      Keine Ahnung, ob es noch Teile gibt, nur die Zinken gibt es problemlos zu kaufen, und die Bolzen, die in die Klauenkupplungen eingreifen, vielleicht sogar die Klauenkörper, das weiß ich nicht.

      Was mir bei Deinem Wender auffällt, ist, dass anstelle der kurzen Drahtseile (die die äußeren Kreisel tragen) hier jemand sehr stark durchhängende Ketten montiert hat.
      Das geht natürlich auch zu Lasten der Übertragungsteile. Wenn da wenigstens so Spannelemente mit drin wären....

      Etwas Bewegung ist bei der Arbeit schon in den Gelenken, das ist normal, aber wie viel ? Wenn ich sagen würde 5 cm am äußeren Ende, so kommt der Wert aus der Erinnerung, ich habe dieses Jahr noch kein Heu gemacht und habe vorher nie so genau drauf geachtet.

      Gruß, Uwe

      Post was edited 1 time, last by ackerschiene ().

    • Hallo Uwe,

      Die Bolzen und die Klauenkörper bekommt man noch recht problemlos als Nachbauteile und vereinzelt auch noch als Original Deutz-Fahr ET - dann aber doppelt so teuer. ;)
      Teilweise könnten auch Teile älterer Kuhn Kreiselwender passen - gerade bei den Klauenkupplungen bin ich mir relativ sicher - nur kosten die auch das doppelte. :D ;)

      Die Drahtseile hab ich im ETK gesehen. Beim Spender, den es dazu gab sind die noch dran. Dort sind die Klappscharniere aber wirklich übel ausgeschlagen. Ich überlege derzeit mir die Sperrbolzen der Verriegelung nachfertigen zu lassen, aber im Übermaß um etwas Spiel heraus zu bekommen.
      Wenn das nicht genug bringt hab ich da noch so ne Umbau-Lösung im Hinterkopf, die ich schon paar mal bei einzelnen Maschinen gesehen habe...

      Hier mal meine "Seilersatzlösung" aus dem was schon vom Vorbesitzer umgebaut wurde und paar Neuteilen. So kann es sich nicht mehr selbst aushaken und ich kann die geforderten 2mm Luft am Langloch einstellen. Kosten 2x rund 9 Euro für die Spanner plus 4 Euro für die Schäkel, die auch hätten kleiner sein dürfen ;)...
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      Gruß
    • Hallo und:

      gleich noch ein paar Fragen...

      Das zentrale Verteilergetriebe wird mit Getriebefließfett versorgt, alles klar - wie werden aber die 2 angeflanschten Kreiselgetriebe geschmiert? Bei den an den Auslegern sind jeweils Schmiernippel dran, nicht aber an den 2 inneren Kreiseln. Oder sind die 2 Nippel an den Auslegerkreiseln nur für die Wellen der Räder?
      Aus der Bedienungsanleitung werde ich dahingehend nicht so recht schlau... vielleicht kann mir da jemand bitte was zu sagen?

      Dann gab es für diesen Wender auch das Schwadgetriebe - das gab es auch bei deutlich jüngeren Wendern noch. Hat jemand eines zu verkaufen? Auch reparaturbedürftig? Wenn nein, hat jemand vielleicht Deteilfotos vom Schwadgetriebe und dessen Befestigung am Wendergetriebe/-Rahmen?

      Ich überlege die Auslegergelenke ähnlich wie auf den angehängten Fotos zu "verstärken" bzw. das Spiel zu minimieren (zusätzlich zu stärkeren Sperrbolzen). Was haltet ihr davon? Oder gibt es andere Lösungen die Auslegerklappgelenke wieder spielfreier zu bekommen?
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      Gruß
    • Hallo,

      habe ein ähnliches Problem mit einem neueren KH400DN. Habe auch schon über so eine Lösung nachgedacht.

      Ich würde jetzt erstmal bei mir versuchen, ein Drahtseil an den beiden Schutzbügeln zu montieren, die dann in der Arbeitseinstellung gespannt werden. Vielleicht klappt das, ist aber schon eine günstige Lösung.

      Grüsse
    • Naja... ich würde ggf. sogar komplett neue Klappgelenke selber bauen, ähnlich den späteren könnte das gehen.
      Werd nun aber den Ersteinsatz abwarten und dann schaun wir mal.


      Interessant wäre weiterhin die Frage der Schmierung der einzelnen Kreisel beim 4-Stern Wender/Kreiselheuer. Die Bedienungsanleitung macht einen da leider auch nicht schlauer... :(

      Aktuell schauts so aus: Klauenkupplungen (und Bolzen) gewechselt, Farbe drauf (RAL 2002 und RAL 1015) das hab ich für den Zetor sowie so da und ne Zeit lang muss Deutz-Fahr das RAL 2002 ja auch gehabt haben damals :) )
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      Gruß
    • Fertig... (fast)

      Das Schlagen der Arme hab ich wie folgt in den Griff bekommen:
      - beide Klauenkupplungen erneuert um dort das Spiel zu reduzieren
      - Bleche mit Langloch aufgearbeitet und wohl erstmals seit langem nach Vorschrift ordentlich eingestellt
      - feste Kettenlänge umgebaut auf Kette mit Spanner

      Nun läuft er wieder gut rund, für sein Alter. 2 Arme schlugen zunächst noch aneinander - es lag aber nicht an einem falsch montiertem Kegelrad o.ä. sondern schlicht an 2 verbogenen Armen. Einer nach unten und der gegenüberlaufende nach oben und schon schlägts aneinander. Wir haben das schnell mit unserer Biegevorrichtung für die Kreiselarme wieder gerichtet und siehe da:

      Zetor 5011 mit Deutz-Fahr KH 40 D

      Schade das es von hier doch nur so magere Unterstützung gab. :(

      Ein paar Fotos noch, zum Abschluss:
      1 - Vorher
      2 - Nacher
      3 - eingeklappt
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      Gruß
    • Die Resonanz kann man nicht erzwingen,
      ich vermute, Du warst auch eher an kompetenten Beiträgen interessiert, als an irgendwelchem Gewäsch, deshalb konnte zumindest ich Dir nichts weiter schreiben, weil ich es eben nicht besser wusste. Ich wusste auch nicht, dass man bei den Langelöchern was einstellen muss.
      Wenn hier sonst keiner mehr mit so altem Gerät arbeitet, dann ist das eben so.
      Mit dem Ergebnis kannst Du aber hochzufrieden sein....

      Gruß, Uwe

      Post was edited 1 time, last by ackerschiene ().

    • Hallo Uwe,

      du hast völlig Recht - auf Gewäsch war ich nicht aus. :) Ich dachte halt nur, weil die Wender doch noch so oft gebraucht verkauft werden, muss es ja auch noch Anwender geben. Ich habs ja am Ende hin bekommen - das zählt.

      Es gibt(gab) Beilegbleche, mit denen man das Höhenspiel Blech/Zapfen drastisch reduzieren kann. Die kommen zwischen Blech und Stahlgussteil an der vorderen Befestigungsschraube.
      Mangels neuen Blechen hab ich die alten Langlöcher aufgearbeitet (aufgeschweißt und dann passend ausgefräst).

      Im Winter ändere ich diesen blöden Verschleißpunkt komplett - dann muss man da unten am Langloch keine Angst mehr haben und jeder kann das wieder reparieren. So schlecht ist der kleine leichte Wende ja nicht. Aber er hat halt ein paar Schwachpunkte... ;)

      Bei Bedarf stell ich die Infos/Zeichnungen dann auch gern wieder zur Verfügung hier. Die Wender sind günstigst zu haben und im Grunde leicht repariert.

      Gruß
      Gruß
    • So - erste Heusaison mit meinem "neuen" Deutz-Fahr KH 40 D war erfolgreich. Das Wenden hat mit dem Neuerwerb richtig Spass gemacht, zumal man fix (zu fix) fertig wurde. ;)

      Fotos:
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      • DSC_0259 (Mittel).jpg

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      Gruß
    • 2016, dritte Heusaison für den KH 40 D:


      Warntafeln gabs auch endlich - war mir auf der Straße zu riskant ohne:



      Und als Ersatz für meinen DDR Bandrechen E 211, den ich nun wegen Flächenzuwachs abgegeben habe, kommt in Kürze ein Deutz-Fahr KS 85 DN zugelaufen - na mal sehen was das damit dann wird, ob der auch erst eine Grundinstandsetzung brauch oder ob ich diesmal umhin komme... :D ;)
      Gruß
    • 4 Jahre später und der Deutz-Fahr KS 85 DN Kreiselschwader hat reichlich Federn lassen müssen und ich wohl Scheine am Ende... :(

      Diagnosen:
      - Achsträger stark verzogen, mehrfach gerissen
      - Herzbolzen im Anbauturm stark eingelaufen und dessen Lagerrung stark ausgekaut

      Aber - weil er ne prima Arbeit leistet, bekommt er eine 2 Chance. :)

      1. Achsträger neu herrichten (Richten, verstärken, umbauen)

      Links, alt, gerissen und verbogen - Rechts verbesserte Ausführung, hier noch nur geheftet


      reparierter/umgebauter Achsträger, hier schon mit den neuen Ballon-Rädern


      2. Ballonreifen statt der schmalen

      Alt Serie: 3.50-8 (1,9 bar) und Neu Serien Option 16x6.50-8 (0,9 bar) ... was ein Unterschied! :D ;)


      3. Anbauturm reparieren, verbessern

      Herzbolzen und Lageraugen im Turm ordentlich verschlissen - kein Wunder, wo man hier kaum zum schmieren ran kommt und bei der Urwaldlagerung. :(


      Ich hab dann eine durchgehende Hülse in die aufgefrästen (um sie rund zu bekommen) Lageraugen eingesetzt und mit Schmiernippeln versehen. Der Herzbolzen wurde mangels Ersatzteilen neu gedreht, der alte aber aufgehoben, kann man ja mal noch aufschweißen und abdrehen... Die obere Lasche ist die vom alten Herzbolzen, die war noch gut wurde heraus getrennt und für den neuen Bolzen wieder verwendet.
      So verteilt sich die Last am Herzbolzen auf eine erheblich größere Fläche und dazu ist es endlich abschmierbar.
      Axialspiel wird noch durch Beilegscheiben (45x30x0,2 (oder 0,5 oder 1,0)) ausgeglichen. Damit sollte ich nun eine Zeit lang Ruhe haben. :)

      4. Tastrad nachrüsten
      Jetzt warte ich noch auf die passenden Schrauben für den Achsträger (4x M12x140 8.8) und 2 Stahlplatten für den neu zu bauenden Tastradträger

      für das Pöttinger Tastrad.




      ... und dann kanns nächste Woche hoffentlich wieder ins Heu gehen.
      Gruß
    • Hallo ,

      da hast du viel Zeit und Mühe
      reingesteckt .
      Interessant sind die kleinen
      Verbesserungen .

      Bilder vom ersten Einsatz
      wären schön .

      Gruß Eckard
      Meine Schlepper :
      Deutz D15 ( 712 ) , Deutz D40L / 40.2 ( 812 ) , Deutz 4005
      und zwei Standmotoren Type F1l712 .
    • So, wieder im groben alles zusammen. Das Tastrad fehlt noch, und den Schutz am Anbauturm habe ich bewusst weggelassen um den erstmal besser unter Kontrolle zu haben.
      Das Axialspiel des Herzbolzens wurde per Beilegscheiben auf unter 0,9 mm reduziert und der Luftdruck der Ballonreifen beträgt 1,3 Bar. Die in der Bedienungsanleitung empfohlenen 0,9 waren mir erstmal zu wenig, mal sehen.
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      Gruß