Sticky Deutz F1L514/51 Lenkspiel beheben

    • Hallo erstmal,
      ich bin ganz neu hier und habe mir vor kurzem einen f1l514/50 der auf einem f1m414/46 aufgebaut ist.(BJ.49) Das Forum hier ist super Klasse und ich habe mir schon einiges an Anregungen holen können.
      Ich habe, wie in diesen Thread beschrieben meine Lenkung auseinander genommen, weil sie auch recht schwergängig im Stand war. Manchmal kam sie mir schon fast verhakt vor. Man musste dann wieder ein wenig rollen und man kam über diesen punkt hinweg. Sie hat dan richtig geknarscht.
      Verblüfft hat mich jetzt, wie die Schnecke bei mir eingebaut war.
      Kronenmutter- Scheibe-Schnecke- zwei ganz dünne Scheiben- 12,5mm dicker Ring.


      Was ist das für ein Ring? Kann da jemand was zu sagen? Soll ich es mal ohne diesen 12mm ring einbauen?
      Ich bin dankbar für jede Hilfe.
      hobbyan
    • Hallo Hobbyan,
      diesen Ring habe ich an der Stelle noch nicht gesehen. Du musst ihn aber einbauen, sonst hat die Lenksäule zuviel Axialspiel. Ist bei deinem Schlepper das Lenksäulenrohr gekürzt worden, damit diese Scheibe reinpasst.
      Die Lenkung ist im Stand kaum zu drehen, das ist normal. Stelle den Exender nicht zu stramm, du solltest am Lenkrad mindestens eine handbreit Spiel haben.

      MfG

      H.-A.
    • Hallo,

      ein Blick in die ET-Liste wirft die Frage auf, ob es der "Nilos"-Ring sein könnte. Pos. 23736. (??)

      Die zwei dünnen Scheiben und dann der stärkere könnten jedoch auch auf einen "Eigenversuch" in der Vergangenheit schliessen....

      Die Kronenmutter wie du schreibst, ist bei Betrachtung deines Bildes, KEINE Kronenmutter so wie sie sein soll, sondern eine durchbohrte normale Mutter . Eine Kronenmutter schaut deutlich anders aus.
      Da ist gebastelt worden....

      Gruss Andreas
      Images
      • 089.jpg

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      Suche eine passable Motorhaube für meinen F1L514/50

      Post was edited 1 time, last by Pumpe ().

    • Das mit der Kronenmutter ist echt komisch. Mir ist aber auch aufgefallen, dass die Zeichnung von dir sich (ich nehme an f1540/51) von meiner (f1514/50) unterscheidet. Da ist tatsächlich etwas von einer Scheibe zu sehen.
      Ausserdem würde mich noch interessieren, ob die Schnecke symetrisch ist und es egal ist wie rum ich sie drauf stecke. Ich habe mir das nicht gemerkt, erkenne aber keinen Unterschied.
      Auch das mit der Körner Markierung habe ich vergessen und weiss natürlich nicht welche Stellung die Welle hatte. :( In der Zeichnung steht auch was von Anschlagring. Irgendwie gab es bei mir keinen Anschlag. Im Schraubstock konnte ich das Lenkrad und somit die Schnecke unendlich drehen. Daher verstehe ich das auch nicht mir der richtigen Stellung der Welle, weil dann hätte ich mir ja auch die Stellung der Schnecke merken müssen.
      Für Denkanstösse bin ich dankbar.
      MfG hobbyan
    • Servus miteinander,

      sieht so aus, als wäre die Lenkung von /50 auf /51 tatsächlich leicht geändert worden.
      Der im Foto von @hobbyan zu sehende Ring scheint die Scheibe 21816 zu sein.

      Diese wurde scheinbar beim /51 gegen ein Rillenkugellager getauscht.

      Bei den beiden dünnen Scheiben im Bild könnte sich um den Nilos-Ring und den Zwischenring handeln.

      Mir scheint als wären hier aus zwei Lenkungen eine gebaut worden. Wahrscheinlich wurde die Lenksäule/-spindel von einem /51 mit ein wenig plastischer Chirurgie in den /50 von hobbyan verpflanzt.

      Bei meinem F2L612/54 sieht das Bild der Lenkung in der ET-Liste so aus wie das von @Pumpe Andreas eingestellte, nur die Nummern unterscheiden sich. Sie beginnen bei mir alle mit einer 1 im Gegensatz zur 2 in Andreas' Liste.

      Grüße vom
      Reini
      Bevor i mi d'rüber aufreg', is's ma liaba Wurscht.
    • Ich habe jetzt wieder alles zusammengebaut. Es funktioniert so einigermassen.
      Bei mir handelt es sich wirklich um eine aus beiden Versionen zusammen gebastelte Variante.Auf lange sich muss ich wohl Ausschau nach einer anderen Lenkung halten. Wobei ich nicht glaube sowas irgendwann zu finden :(
      Die vom f1m414 ist überigend Baugleich mit meiner.
      www.findoldtractors.com/library/DeutzF1M414/afbeeldingen/html/deutz-seite_80-81.shtml
    • Hallo hobbyan,

      das war auch mein erster Gedanke. Wenns funktioniert, lass es doch so. Sonst gibst Du am Ende viel Geld aus für Teile, die auch nicht besser sind.
      Nach meiner Erfahrung hat diese Lenkung meist ordentlich Spiel und geht immer schwer im Stillstand.

      Gruß Reinhard
    • Hallo zusammen,

      ich habe ebenfalls versucht bei unserem F1L514/51 Baujahr 1951 das hohe Lenkspiel zu beheben. Also Lenkrad ausgebaut, Welle samt Exzenter raus und dann noch das ganze alte Fett raus. Danach habe ich noch das Spiel der Schnecke auf der Welle durch Anziehen der Mutter verringert und mit neuem Fett alles zusammengebaut. Leider habe ich mir die ursprüngliche Stellung nicht markiert und jetzt geht die Lenkung ziemlich schwer und quietscht auch teilweise. Ich hab jetzt schon sämtliche Problemlösungen, die in diesem und in den anderen Beiträgen beschrieben werden, ausprobiert, aber es ist nicht viel besser geworden. In aufgebocktem Zustand geht die Lenkung ganz leicht und an der Vorderachse ist auch alles in Ordnung. Hat vielleicht jemand von euch noch einen Vorschlag, was ich noch versuchen könnte?

      Im Anhang sind noch ein paar Bilder von der ausgebauten Lenkung. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

      MfG Manuel
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      • IMAG1014.jpg

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    • Servus Manuel,

      herzlichen Glückwunsch zur markierungslos zerlegten Lenkung.
      Mach dir wenigstens jetzt Markierungen an Lenksäule und Excenterhülse, damit du systematisch auch wirklich alle Möglichkeiten der Verstellung tatsächlich auprobieren kannst.
      Mit belasteter VA und im Stand wird diese Lenkung nie ganz leicht gehen. Aber haken und quietschen sollte sie auch nicht.

      Es gibt Hinweise, dass die Lenkung bei komplett mit Fett geflutetem Gehäuse noch ein Stück leichtgängiger wird.

      Bei meinem F2L612/54 hab ich damals vor dem zerlegen Markierungen gesetzt um nach sehr vielen Nachstellversuchen festzustellen, dass die Lenkung in der alten, vorher markierten Stellung am besten funktioniert.


      Grüße vom
      Reini
      Bevor i mi d'rüber aufreg', is's ma liaba Wurscht.
    • Vielen Dank schon mal für deine Vorschläge Reini, ich werd es auf jeden Fall in den nächsten Wochen nochmal probieren.

      Aber mal rein zum besseren Verständnis:
      Warum ist die Stellung von Schnecke zu Welle überhaupt wichtig? Das sollte doch bei einem Schneckengetriebe egal sein. Die Exzenterposition ist mir dabei schon klar.

      Mfg Manuel
    • Hallo Manuel,
      die Lenkung von 11er und 15er braucht mindestens eine handbreit Spiel am Lenkrad, sonst klemmen sie. Wie Reini schreibt ist es hilfreich, das ganze Lenkgehäuse mit Fett zu fluten, dann geht sie etwas leichter. Im Stand geht diese Lenkung immer schwer. Sind deine Achsschenkel richtig geschmiert mit Fettaustrit oben und unten, und haben nicht zuviel Spiel im Achsschenkel. Axialspiel in der Lenksäule darf nicht vorhanden sein. Setz dir einen Schmiernippel ans Lenkgehäuse und pumpe es voll Fett, bis es an der Lenksäule oben raus kommt. Stelle die Lenkung auf mindestens eine Handbreit Spiel ein und berichte wie er sich fährt.

      MfG

      H.-A.
    • Hallo Hans,

      am Wochenende werde ich deine Tipps mal umsetzen und nochmal probieren, ob ich vielleicht endlich Erfolg habe. Außerdem bekommen die Achsschenkel noch neue Kegelrollenlager und dann wird natürlich alles richtig abgeschmiert ;) . Die Achsschenkel und auch die Buchsen sind noch top in Schuss.

      Also vielen Dank schon mal und ich werde dann berichten.

      Mfg Manuel
    • Hallo Manuel;

      Manu F1L514 wrote:

      die Achsschenkel noch neue Kegelrollenlager und dann wird natürlich alles richtig abgeschmiert . .
      Ich schalte grad mal den "Klugscheisser Modus " ein.
      =Du solltes schon die neuen Lager vor dem Einbau gut einfetten!!!! und nicht erst nach dem Einbau mit der Fettpresse abschmieren!
      Schalte den Modus nun grad wieder aus!

      Gruss- Michael