Dichtmittel gegen Ölverlust

    • Dichtmittel gegen Ölverlust

      Das Getriebe meines F2L 612 leckt ganz schwach an der unteren Gehäusenaht. Jeden Tag hängt ein Tropfen dran, auch wenn der Schlepper nicht bewegt wird. Der Aufwand der Komplettzerlegung erscheint mir etwas zu hoch.
      Ich habe bei ATU ein "Getriebeleckölstop" von Liqui Moly in der Tube gesehen. Soll ähnlich funktionieren wie Leckölstop für Motoren. Problem pro Liter Getriebeöl wird eine Tube zum Preis von 10,20 € benötigt. Im Getriebe sind 12 Liter Öl drin.
      Hat jemand mit Erfolg so etwas schon einmal verwendet? Gibt es andere Alternativen dazu (evtl. wie Kaffeesatz im Kühler)?
      Gruß Reiner
    • RE: Dichtmittel gegen Ölverlust

      Moin Reiner,
      meine persönliche Meinung ist, das viele dieser Wundermittel in erster Linie dem Hersteller helfen und mal eben 122 Teuronen ausgeben, um den Verlust von einem Tropfen Getriebeöl zu bekämpfen...Vielleicht ist einfach nur das Gehäuse verspannt, weil Schrauben nicht in der richtigen Reihenfolge oder mit unterschiedlichen Drehmomenten angezogen wurden. Ich habe in einer Oldtimerzeitschrift mal einen Artikel gelesen über ein historisches Rennmotorrad, dessen Motor auch hier und da mal sabberte an den Nähten: Die haben einfach den Bereich entfettet und dann Sekundenkleber aufgetragen. Kann man ja mal versuchen, kostet auch kaum was.
    • Hallo,

      mir wurde mal gesagt das ein Deutz nicht mit Öl leckt sondern nur sein Revier markiert. 8)

      Ansonsten gebe ich mein Vorredner recht, diese „Wundermittel“ helfen meist nur dem Hersteller.

      Mit freundlichen Grüßen

      Pille
      Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur!
    • RE: Dichtmittel gegen Ölverlust

      Hallo,
      diese Leckdichtmittel helfen in der Regel nur bei Wellendichtringen. Diese quellen etwas auf und dichten dadurch wieder etwas besser. Bei Flächendichtungen, vor allem wenn sie aus Papier sind, helfen sie überhaupt nicht. Das Geld würde ich mir sparen. Es gibt von Dirko eine Dichtmasse welche von aussen auf die Leckstelle aufgetragen wird und so gut klebt, das sie geringe Leckagen wieder abdichtet. Das würde ich eher probieren.
      Gruß, Achim
    • Hallo,

      habe bei meinem 13006 am Getriebe auch einen kleinen Deckel an derSeite von aussen mit Dirko abgedichtet. Vorher halt gut mit Bremsenreiniger entfetten. Und siehe da es ist Dicht.

      Als ich dieses Vorhaben in der Werkstatt der BayWa erwähnt habe, haben die mich ausgelacht. Von außen Dichten funktioniert nie, haben die gesagt.

      Grüße

      Thomas
      Kinder und Haustiere aus dem Ansaugbereich des Motors fernhalten. Hier läuft ein Deutz BF6L912
    • man sollte erst mal nachsehen,ob dort auch alle Schrauben,die die Gehäusehälften zusammenhalten auch fest angezogen sind.
      Wenn das der Fall ist,kann man es ruhig mit Dirco oder anderen Mitteln von aussen dichten.Wenn das Dichtmittel schnell trocknet,braucht man das Getriebeöl nicht abzulassen.wenn es stark tropft sollte man es ablassen und einige Tage warten,bis die undichte Stelle abgetrocknet ist.Sonst läuft wärend des abtrocknen der Dichtmasse immer wieder was nach und wird dann auch nicht dicht.
      :) Gruß vom Wilfried






      Mein Deutz ölt nicht,er setzt nur seine Marken!

    • Hallo,

      ich habe die kleinen Tropfstellen mit UHU Plus Schnellfest (5 min Abbindezeit) abgedichtet.
      Stelle vorher angeschliffen ,mit Bremsenreiniger gesäubert und entfettet dann den Epoxidkleber aufgetragen. Ist nach dem Lackieren nicht mehr zu sehen und, seit dem markiert der Schlepper seinen Stellplatz nicht mehr.

      Ist aber bestimmt kein Wundermittel.

      Gruß
      EW
      Haben ist besser als brauchen!
    • Die Schrauben sind fest. Da die beiden Getriebehälften vor 50 Jahren bei der Erstmontage nur mit Dichtmittel abgedichtet wurden, kann es ja durchaus sein, dass sich bei einem der Vorbesitzer die Gehäuseschrauben mal gelockert hatten und durch die minimale Bewegung des Gehäuses im Betrieb die Undichtigkeit entstanden ist. Der Vorschlag mit dem "UHU-Plus Schnellfest" halte ich für praktikabel. Die undichte Stelle ist ziemlich weit hinten an der tiefsten Stelle des Getriebes. Hier kommt man gut dran. Ich denke wenn ich das Öl ablasse und mit dem Dremel einen 1 mm breiten und 3 oder 4 mm tiefen Schlitz, zwischen die Gehäusehälften schleife, dann kann man den Spalt optimal mit dem UHU wieder zuspachteln und überlackieren.
      Wenns geklappt hat berichte ich darüber.
      Gruß Reiner
    • Gestern habe ich die "Aussenabdichtung" an meinem Deutzgetriebe vorgenommen. Mit einer 1mm starken Trennscheibe über ca. 10 cm Länge und 3 mm Tiefe, direkt zwischen den Dichtflächen eingeschnitten. Die Klebestelle dann mit Nitroverdünnung entfettet und mit UHU Plus Schnellfest (Rote Tuben) zugespachtelt. Es scheint ein neuer Kleber von UHU zu sein denn der härtet schon nach 2 Minuten!!! aus. Der Kleber kostet im OBI 8,29 €.
      Ich hoffe man kann auf den Bildern wegen der Verkleinerung was erkennen. Der Kleber selbst ist farblos.
      Sollte sich erneut eine Undichtigkeit an dieser Stelle bilden werde ich darüber berichten.
      Images
      • Gehäusenaht eingeschliffen 1.jpg

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      • Gehäusenaht geklebt 1.jpg

        95.79 kB, 750×561, viewed 5,277 times
      Gruß Reiner
    • Ich wollte ja schon immer eine Info schreiben wie lange diese Art der Abdichtung dichtgehalten hat.
      Aber wie es so ist , wenn alles dicht ist dann denkt man nicht mehr daran.

      Bis heute ist an dieser Stelle noch alles trocken. Allerdings besitze ich den Deutz nicht mehr, sondern ein Verwandter hat ihn mir abgekauft. Aber er kommt einmal im Jahr zur Wartung zu mir. Betriebsstunden bekommt der Motor seit 2010 auch keine mehr max. 50 im Jahr, da er nur für Ausfahrten benutzt wird.
      Gruß Reiner