Automatische Hydraulikabschaltung

    • Automatische Hydraulikabschaltung

      Hallo Deutzgemeinde,

      bei meinem D30 fehlt das Gestänge welches die automatische Abschaltung der 3-Punkt-Hydraulik gewährleistet.
      Würde nun gern die Verbindungsstange nachrüsten bzw. nachbauen.
      Kann jemand hier Bilder hochladen, damit ich weiß wie die Stange ausschaut?

      Vielen Dank im Voraus.
      Operative Hektik ersetzt geistige Windstille!
    • RE: Automatische Hydraulikabschaltung

      hallo,

      das gestänge würde mich auch interessieren. im prinzip is es ja nur ein
      flachstahl mit langloch drinne und zwei klemmschrauben.
      hätte ich das teil noch dran, dann hätte ich mit der am dreipunkt angehängten
      gitterbox die rücklichter zerdepppert ;(

      gruß aus dem hochwald
    • Guten Morgen.
      Ich habe an der Hubwelle am Steuerzapfen ein Flachmaterial 5x15 befestigt und nach vorne ein Langloch in das Flachmaterial gefräst. Im Langloch ist ein Nutenstein mit Knebel, damit wird der Steuerhebel automatisch zurückgestellt. Den Steuerzapfen an der Hubwelle kann man ja etwas einstellen ( Damit wird die Hubwellenverbindung ja auch axial gesichert ). Funktioniert problemlos.
      Grüße
      Benno
    • @ Tüftler: genau das gleiche ist mir auch passiert: Gitterbox zu weit angehoben und zack musste das Rücklicht dran glauben...

      Könntet ihr denn evtl. mal Bilder vom Rückführgestänge einstellen?

      Vielen Dank,

      Stenz
      Operative Hektik ersetzt geistige Windstille!
    • Weil ich des öfteren nach den Abmessungen dieses Rückführgestänges gefragt werde, habe ich das heute mal an meinem Schlepper gemessen.

      Nach dem Anklicken des Bildes wird es vollständig dargestellt.
      Gruß
      Kurt

      "Bei 99% aller Probleme ist die umfassende Beschreibung des Problems bereits mehr als die Hälfte der Lösung desselben."
    • Hallo Kurt. Darf ich Dich als "Rückführgestänge-Experten" was fragen: meine Hydraulik ist momentan zwecks ordentlicher Abdichtung komplett weg. Es ist der Deutz-Bosch-Kraftheber an meinem D25.1S. Nun wollte ich Dich fragen, wie müssen denn die Hubarme und dieses Rückführgestänge richtigerweise eingestellt werden.

      Zu den Hubarmen: habe gelesen, dass die - wenn vollständig abgesenkt - kurz vor dem Bodenblech zum Stehen kommen sollten. Ist das so richtig?

      Zum Rückführgestänge: wann soll dieses denn eingreifen? Beim Heben oder beim Senken? Und braucht es das überhaupt? Wenn ja, wie müsste ich das korrekt einstellen?

      Danke!
    • Hallo soehri,
      bei einem Original Boschblock von einem D25.1 funktioniert die Abschaltung anders wie bei einem D30 Block.
      Wird der Hub nicht begrenzt platzt der Block. Dein Block ist ja momentan ohne Öl da kannst du auf der Werkbank mal schauen was passiert wenn die Arme zu weit drehen.
      Bei Dir ist der selbe Block verbaut wie beim F2L612/5, D25, F1L612 usw. (Vorgänger Modelle vom D30).
      Bitte bemühe hierzu auch die Suche ist schon oft beschrieben worden.

      Gruß
      Norbert
    • Danke Michael und Norbert. OK - das heisst, auf jeden Fall gegen oben hin begrenzen! Norbert, ich muss mir mal angucken, was da genau passiert, wenn die Hubarme zu hoch gehen... Habe hier im Forum schon einmal intensiv danach gesucht. Habe aber keinen anderen passenden Thread als dieser hier gefunden. Liegt vielleicht am Deutz-Durcheinander mit den Namen (F2L612, D25, ...) ;)

      Gruss, Sascha
    • Na ja hebe einfach mal die Arme des Blockes an, dann wirst du sehen das der Kurbelhebel (so nenne ich den mal) hinten an den Block anschlägt, passiert das im normalem Betrieb wird der Block gesprengt.
      Ich habe hier so ein gesprengtes Muster liegen.
      Die Stellung der Arme muss genau eingehalten werden, man kann diese ja auf der Welle verdrehen (Verzahnung).
      Also genau aufpassen das da nichts aneinander schlägt und die Bewegung gestoppt wird.
      Evt. steht in deiner Nähe ein Exemplar wo du mal schauen kannst.
      Dies Blöcke sind ja bekanntlich auf sehr vielen Traktoren dieser Zeit verbaut worden.

      Gruß Norbert
    • Danke Norbert! Ich habe das Teil ja bei mir in der Garage liegen. Muss es nur mal ordentlich angucken. "Lustig" dünkt mich, dass ich den Kraftheber schon in Betrieb hatte OHNE Rückführgestänge und den bis oben hin (bis es nicht mehr weiter ging) habe heben lassen. Das einzige, was dann passiert (beim oberen Anschlag): man hörte die Pumpe stärker "arbeiten" - der Motor ging also ein wenig zurück in der Drehzahl. Was bei mir aber auch ist: die Rastwelle hat keine Funktion. Ich kann diesen Hebel also einstellen, wie ich will. Die Arme heben und senken sich immer gleich... Gibt es da vielleicht einen Zusammenhang?

      Gruss, Sascha
    • Hallo Norbert, Michael und all die anderen Kenner.

      Habe mir das Teil heute mal zu Gemüte geführt. Muss ein paar Sachen berichten :) Norbert, was Du beschreibst mit dem Anschlag am Gehäuse bei der oberen Stellung der Hubarme leuchtet mir nun ein. Habe das mal getestet und fotografiert. Zumindest hat es meinen Block bis jetzt nicht gesprengt - da bin ich ziemlich froh. Trotzdem sieht man ein paar Spuren des Anschlags... Werde das Rückführgestänge also sicher entsprechend einstellen!


      Ich meine, auch für den unteren Totpunkt müsste ein Anschlag eingestellt werden (oder eben, die Hubarme liegen auf dem Trittblech auf). Denn auch die tiefste Stellung wird nur durch einen Anschlag am Gehäuse (auf der gegenüberliegenden Seite - Richtung Kolben) beschränkt. Und ich denke, auch das ist - ähnlich dem oberen Totpunkt - nicht sinnvoll...


      Habe heute den kleinen O-Ring gewechselt an der "Rastwelle". Mann, war das eine Fummelei. Die Hubarme sind ja frisch abgedichtet und mussten darum samt Welle drin bleiben. Habe es aber trotz Wurstfinger mit "unheimlichen" Methoden geschafft, diesen O-Ring zu wechseln ;) Leider erkenne ich die Wirkung dieses Hebels (Welle) nicht!?! Wenn er unten ist, läuft die ganze Mechanik einfach "durch" - hat also keinen Kontakt mit dem Hebemechanismus. Und wenn die Rastwelle ober ist, wird sich vom einfahrenden Kolben (eher Pleuel?) einfach wieder nach unten gedrückt... Kann mir jemand sagen, wie diese Rastwelle funktionieren soll? Oder ist bei mir der Hebel falsch auf der Welle?

      Danke Euch allen! FG, Sascha
    • Hallo Sascha,

      nach meiner Kenntnis ist der Klemmhebel um 180° verdreht auf der Welle! Die Inbusschrauben müssen ober herausschauen und die Gewindebohrung nach unten zeigen. Die Bohrung für das Hydraulikpleuel im Klemmhebel ist deshalb exzentrisch gesetzt. Das ist bei Deinem nicht so montiert.

      Funktion der Rastwelle:
      Ist der Hebel unten, also in Hohe des Ablaßschräubchens, dann hat die Welle keine Funktion, weil der Rastwellenausschnitt die Bewegung des Klemmhebels freigibt. Ist der Hebel nach oben geklappt - so ca 70° - bis es halt nicht mehr geht (Raster außen am Block), dann sperrt die Rastwelle den Klemmhebel und verhindert so das Absenken der vorher angehobenen Hydraulik. Mehr ist das nicht.

      Die Hubwelle muß also mal wieder raus....nach links, samt Gleitlager....und Dichtring.... :/

      Griaßle
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      • bosch_Hydraulik.jpg

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      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Danke Martin! Diese verkehrte Montage hat aber keinerlei Auswirkung, oder? Habe nämlich wirklich nicht im Sinn, das Ganze nochmals auseinander zu nehmen. Ist ja frisch abgedichtet; möchte es daher lieber dabei sein lassen...

      Das mit der Rastwelle habe ich nun begriffen - alles klar. Glaube kaum, dass ich diese Funktion jemals brauchen werde. Wenn die ganze Hydraulik "instand" ist, sollten die Arme ja auch ohne Rastwelle längere Zeit oben bleiben.

      FG, Sascha
    • Sascha,
      sSchau einfach, wo und ob der Klemmhebel oder das Pleuel irgendwo anschlagen. Das darf nicht sein. Wenn das nicht passiert dürfte allenfalls die Kinematik ein wenig ungünstigere Bedingungen haben, sprich die Hebelgesetzte verändern sich etwas. Ein einwandfreier Block hält die Arme natürlich längere Zeit oben, denn das ist eher eine Frage der Dichtheit des Steuerventils und des Nutringes auf dem Kolben. Die Rastwelle war/ist wohl als Transportsicherung gedacht, mehr nicht.
      Anbei noch ein Bild, wie das im gesperrten Zustand ausieht. Die exzentrische Bohrung des Klemmhebels zeigt, wie weit unten das Pleuel sitzen muß.

      Schönen Feiertag!
      Griaßle
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      • rastwelle_sperrt_klemmhebel.JPG

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    • Nein das geht aufgrund der Länge der Welle nicht. Eine Seite wird wohl raus müssen - samt Lagerschale, also links laut Handbuch. Den Klemmhebel kann man ja leider nicht aufklappen. Der Verschiebeweg der Welle reicht nicht aus um auch noch den Klemmhebel dazwischen rauszubekommen. Leider ist auch der Lagerdurchmesser kleiner als die Verzahung auf der Welle, sodaß ein Lager immer mitwandert, ob man nun möchte oder nicht. Die Konstrukteure haben sich da nicht viel bei gedacht - an Wartung denkt ja erst mal keiner bei der Konstruktion, auch wenn die Konstruktion bzgl. Momentenverlauf in der Welle korrekt ist.

      Griaßle
      Obrschwob
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    • Hallo Martin
      Habe mit grad den alten Thread hier durchgelesen... Grund: hatte mal schwer in meiner Heckschaufel und siehe da: die Schaufel wird bis zu einem gewissen Punkt angehoben, dann auf etwa halber Höhe jedoch nicht mehr weiter. Die Pumpe arbeitet dann einfach "leer", es geht nicht mehr weiter in die Höhe... Meinst Du, das könnte an der "ungünstigen Kinematik" liegen, wie Du weiter oben schreibst...? Danke!