Oberlenker u. Hydrauliköl F2L 612

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    • Oberlenker u. Hydrauliköl F2L 612

      Hi,
      wir haben zu Hause einen Deutz F2L 612.
      1. Ich möchte gerne einen Oberlenker anbringen. Wo wird dieser angebracht? Ich glaube er wird am oberen Bolzen, mit dem die Anhängekupplung festgemacht ist, angebracht. Ist das richtig?

      2. Hydrauliköl: Wo kann man dies kontrollieren, wo nachfüllen und welches Öl muss verwendet werden?
      Die Hydraulik ist seit ca. 15 Jahren nicht mehr unter Last benutzt worden und soll nun wieder benutzt werden.
    • Zunächst wäre es schön zu wissen, von welchem Schleppertyp die Rede ist; Auskunft erteilt das Typenschild.

      Dann wird in der Bosch-Hydraulik Motoröl verwendet, z.B. 15W40.

      Schließlich kontrolliert man beim Bosch-Kraftheber den Ölstand mittels des kleinen Peilstabs hinten rechts auf dem Plastikdeckel des Kraftheberblocks.

      Da Du aber leider den Schleppertyp nicht angegeben hast, könnte es auch sein, daß Du z.B. eine ATE-Anlage montiert hast, und da wäre alles ganz anders.

      Ach so: Der Oberlenker wird bei allen Deutz mit dem Motor F2L 612 in der Tat von einem Bolzen der Anhängerkupplung gehalten. In welchem Loch, weiter oben oder weiter unten, der eingesteckt werden muß, hängt vom Anbaugerät ab. Auf jeden Fall mußt Du ein Hilfsmittel schaffen, damit der Oberlenker auf diesem Bolzen nicht seitlich verrutschen kann. Das können zwei Rohrabschnitte, die über den Bolzen geschoben werden, sein, das kann aber auch eine Tragbrücke sein. Je nach Baujahr und Ausführung kann man dafür auch das Zugmaul selber verwenden - zumindest theoretisch; ich bin damit aber noch nicht glücklich geworden, so daß ich überall die erwähnten Rohrabschnitte einsetze.

      Gruß
      Michael
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      • Kopie von Oelfilter.jpg

        1.58 MB, 3,072×2,304, viewed 1,531 times

      Post was edited 1 time, last by Lasca34 ().

    • Das heißt F2L 612/54-I ( römisch eins ), aber bei dem Typ genügt F2L 612/54, weil die römische Eins redundant ist: es gab keine andere Variante :) .

      Hat Deine Kraftheberanlage Ähnlichkeit mit jener, die ich oben im Bild gezeigt habe? Dann wäre es die Bosch-Anlage.

      Gruß
      Michael
    • Hallo,
      zu dieser Hydraulik.
      Habe die gleiche Anlage an meinem 612er.
      Die Hubarme auf der Achse haben ein Spiel - Bewegung von Rechts nach Links - im Hyraulikblock von ein paar Millimetern.
      Wieviel Spiel hat dein Trecker?
      Was ist da an Spiel noch hinnehmbar?
      :rolleyes:
      Donaven
      Back to the roots - Schaun mer mal....
    • Spiel in der Hubarmwelle

      Original von Donaven
      Hallo,
      zu dieser Hydraulik.
      Habe die gleiche Anlage an meinem 612er.
      Die Hubarme auf der Achse haben ein Spiel - Bewegung von Rechts nach Links - im Hyraulikblock von ein paar Millimetern.
      Wieviel Spiel hat dein Trecker?
      Was ist da an Spiel noch hinnehmbar?
      :rolleyes:
      Donaven


      Hallo Donaven,

      wenn Du das axiale Spiel in der Hubwelle meist, dann sollte das so klein wie möglich sein. Da sonst die Wellendichringe zur Hubwelle hin nicht mehr richtig abdichten und Öl austritt.

      Ich habe meine vor ein paar Tagen erst erneuert(Wellendichtringe) und gesehen, das die Hubarmwelle nur ganz wenig auf beiden Seiten über die Wellendichtring-Staublippe heraussteht.

      Also am besten Hubarme abnehmen und die Hubarmwelle mit Scheiben zwischen den Hubarmen und dem Gehäuse ausdistanzieren! Max Spiel so ca. 1mm sonst kann es zu Undichtigkeiten kommen.

      Gruß

      Michael
    • Hallo,

      ich mach mal dieses alte Thema kurz wieder auf. Bevor ich nämlich irgendwo drangehe muss ich erst ganz genau wissen wie es geht. Kennt ihr ja schon von mir.

      Also die Hydraulik meines 612ers lässt ein wenig nach, hebt z.B. mein Mähwerk nicht mehr richtig an. Ich vermute also, dass ein wenig Öl fehlt.

      Auf dem Bild von Michael/Lasca ist die Öffnung für den Peilstab wie bei meinen. Ich vermute mal, dass der "dicke Knopf" auch zur Entlüftung genutzt wird? Drehe ich den einfach auf? Fülle ich da auch das Öl nach? Wie sollte die Stellung der Hydraulik sein wenn ich da aufmache? Oben oder unten?

      Michael schreibt auch von 15W40. Gibt es das als Motoröl und als Hydrauliköl, oder als ein Öl für beides?

      Ein paar Tage sind wir ja nun schon wieder zu Hause. Ziemlich fertig; die letzten 3 Wochen immer über 4000 Höhenmetern. Das kostet unheimlich viel Kraft. Da merkt man schon dass man nicht mehr 35 ist :( :( :( :( ;) .

      LG, Peter
    • Hallo Peter,

      in Hydraulikanlagen von Deutzschleppern gehört Motorenöl. Einfaches, mineralisches 15W-40 ist genau richtig, günstig und leicht zu bekommen.

      Wenn die Hydraulik nachläßt, liegt das meist nicht am fehlenden Öl, sondern an einem defekten Nutring oder defekten Steuerventil. Der Hubzylinder läßt dann Öl zurück in den Block laufen und dann sackt die Hydraulik ab. Da in der Regel der Mähwerkszylinder über den Blockkolben betätigt wird, ist das eben auch beim Mähwerk so - sollte an der Heckhydraulik dann aber auch auftreten.

      Gehe ich richtig in der Annahme, daß Du die Heckhydraulik erst anheben mußt, um das Mähwerk auch zu heben. Dann wäre in der Tat erst mal die Ölmenge zu messen, denn das Mähwerk wird erst angehoben, wenn der Hubkolben im Block die Heckhydraulik ganz angehoben hat.

      Der Peilstab ist auch Entlüftung. Um richtig zu messen, muß die Hydraulik abgesenkt sein. Einfüllen kann man da, aber eigentlich sollte man das über den Filter machen und das dauert dann je nach Menge Stunden

      Frage zur Hydraulik F2l612 18 PS

      Äh, ich bin bei Dir jetzt vom Boschblock ausgegangen. Es gab ja auch die ATE-Hydraulik.

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Obrschwob wrote:

      Gehe ich richtig in der Annahme, daß Du die Heckhydraulik erst anheben mußt, um das Mähwerk auch zu heben. Dann wäre in der Tat erst mal die Ölmenge zu messen, denn das Mähwerk wird erst angehoben, wenn der Hubkolben im Block die Heckhydraulik ganz angehoben hat.
      Genau so ist es. Auch nach 2 1/2 Monaten Stillstand ist die Hydraulik stabil und nicht einen Zentimeter abgesackt.

      Obrschwob wrote:

      Äh, ich bin bei Dir jetzt vom Boschblock ausgegangen
      Richtig

      Obrschwob wrote:

      aber eigentlich sollte man das über den Filter machen und das dauert dann je nach Menge Stunden
      Warum?

      Mal wieder vielen Dank an Dich! Deine Antwortem finde ich immer richtig gut.

      LG, Peter
    • Petersnr1 wrote:


      Obrschwob wrote:

      aber eigentlich sollte man das über den Filter machen und das dauert dann je nach Menge Stunden
      Warum?
      Mal wieder vielen Dank an Dich! Deine Antwortem finde ich immer richtig gut.

      LG, Peter
      Das hat im Prinzip historische Gründe: Die Öle waren damals noch nicht so sauber wie heute. Das Öl muß so sauber wie möglich in die Anlage, um Schäden an der Pumpe vorzubeugen. Der Boschblock hat zudem nur einen Rücklauffilter, was für die Pumpe jetzt nicht so toll ist im Gegensatz zu einem Saugfilter.
      Man kann das heute schon auch mal an der Entlüftung einfüllen, aber es kann schon auch mal sein, daß Schlieren etc. aus dem Kanisterboden mitkommen, weil der Kanisterinhalt ja beim Anzapfen abgesetzte Feststoffe wieder aufmischt, die man da nicht haben möchte.
      Je größer die Menge, umso größer wird auch die Verunreinigung - relativ gesehen. Vermutlich fehlt bei Dir ja nur ein halber Liter.

      Danke für das Lob, aber ich weiß auch nicht alles. :/

      Schönen Sonntag!
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
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      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Hallo Martin,

      ich muss noch mal nachhaken. Bei meinem Hydraulikblock ist die Entlütung vorne links (Fahrtrichtung). Kann es sein, dass der Deckel bei mir einfach nur falsch aufgeschraubt wurde? Ist das relevant ausser das man wegen der Sitzschwinge schlecht rankommt? Ich hatte den Trecker vor einiger Zeit in der Werkstatt wo Undichtigkeiten am Block beseitigt wurden. Da haben die mir auch gesagt, dass der Deckel des Blocks aus Bakalit sei und es schweirig war den wieder dicht zu verschrauben weil die Bohrungen nicht mehr recht greifen würden. ??? Ist so ein Deckel noch zu bekommen? Wenn er mir vielleicht kaputt geht? Gibt es da Nachbauten aus Alu oder so?

      Vielen Dank und herzl. Gruße, Peter
    • Moin Peter,

      es kann durchaus sein, dass der Deckel falsch draufg esetzt wurde. wenn nun die Entlüftung mit dem Sitz kollidiert, sollte der Deckel gedreht werden. Dieser müsste meines Wissens aus Metall sein.

      Den einzigen Bakelit- Deckel den ich an der Hydraulik kenne, ist der schwarze Deckel des Hydraulikölfilters. Bakelit ist ein Kunststoff (Duroplast) und wird nach Jahren sehr spröder. Er kann dann leicht brechen bei größerer Belastung. Ersatzteile gibt es hier denke ich nur als Gebrauchtteile

      MfG Kai
    • Hallo Peter,

      es ist Bakelit! Die Position der Entlüftung am Block 1/53A1 oder A2 ist normalerweise in Fahrtrichtung hinten rechts. Man kann den Deckel so oder so montieren. Als Dichtung gehört eine Korkplatte rein plus Dichtmasse. Die muß man sich aber selber passend schneiden. Meine Entlüftung ist mit Meßstab. Den kann man aber auch (aus Kunststoff) nachkaufen bei Hytec-Hydraulik. Andere, außen gleich aussehende Boschblöcke haben hinten rechts den Rücklauf, weshalb die Entlüftung anders positioniert ist. Ich kann die bloß im Moment nicht darstellen - Bilder sind im Geschäft dazu - hab auch mal Wochenende. ;) Im Forum hier hatte ich zu der Kork-Dichtung mal was geschrieben. Mit den 4 Bohrungen im Deckel muß man recht zart umgehen.

      Kork:
      shop.delegro.nl/Kolben-Zylinde…51a46k0j3653t0ji5n1khhlg4

      Meßstab:
      hytec-hydraulik.de/aggregate/tankshop.htm#03 (etwas weiter unten)



      Kai:
      Ich vermute, Du meinst eine andere Hydraulik als Peter.


      Griaßle

      Martin
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    • Moin, Moin,

      ich muss noch einmal nachfragen. Kann man den Deckel aus Bakelit noch irgendwo kaufen? Ich möchte einen "neuen" draufmachen weil mir mein LaMa gesagt hat, das sie den vorhandenen nur mit Mühe wieder verbauen konnten und der original nicht mehr zu bekommen sei. Bakelit ist ja ein sehr empfindliches Material, der Deckel ist ja auch schon 60 Jahre alt und entsprechend mürbe. Kann ich irgendwo vielleicht einen Nachbau, vielleicht aus Metall bekommen? Wenn ich einen gebrauchten finde wird der ja auch schon ziemlich alt sein.

      Und: Gibt es eigentlich einen einsichtigen Grund warum der aus Bakelit gemacht wurde?

      Danke Euch und viele Grüße, Peter

      NS: Oel hab ich über den Filter nachgefüllt, jetzt hebt sich der Mähbalken wieder. ;)
    • Hallo Peter,

      ich kenne bislang keine Nachbauten. Bakelit war damals ein guter Kunststoff, der im Verhältnis leicht hergestellt werden konnte. Wenn man sowas nachbaut kommen eigentlich - aus meiner Sicht - verschiedene Materialien in Betracht:
      • Aluminium, weil wärmeabführend, aber evtl. mit anderem Ausdehnungsverhalten als der Gußblock und somit möglicherweise schwerer abzudichten wegen Verzug,
      • HDPE-Platte weil stabil, ölfest, leicht zu bearbeiten, aber evtl. nicht temperaturfest genug - es wird zumindest sehr weich im Bereich ab ca. 105°C und hat dann Verzug, der nicht zurückgeht
      • Pertinaxplatte, weil zu Bakelit sehr ähnlich bzgl. Bearbeitung und Verhalten, aber Frage der Ölfestheit, Quellverhalten bei Wasserzutritt durch Regen, Farbe meist braun, unterschiedliche Plattendicken.
      • PU-Nachguß in 80 shore(A) eines Original-Bakelitdeckels mit den besten Eigenschaften überhaupt, ausreichend elastisch bei Wärmeverzug, bruchfest, formstabil, farblich in vielen Varianten gießbar, aber Gips- oder Silikon-Form muß erstellt werden, Form mehrfach verwendbar, PU nicht ganz billig, unverrottbar, evtl.fraglich bzgl. Gewindeschnitt für Block-Entlüftung
      • Nylon, ganz ähnlich wie PU, aber schon als Platte zu bekommen, hochfest und langlebig, Gewinde gut schneidbar
      Auf jeden Fallmuß ein Nachbau über die 4 Schrauben in den Ecken die Platte dicht am Gußblock halten können, weshalb ich wahrscheinlich Alu oder Pertinax als Deckelmaterial verwenden würde. Der PU-Nachguß muß recht hart sein, damit er sich zwischen den Schrauben durch das Dichtmaterial (bei Bakelit Kork) nicht wölbt, hätte aber die originale Oberfläche des Bakeltitdeckels samt Logo. Die heutigen Dichtmittel bieten hier aber genügend Auswahl.

      Ist wie gesagt meine Meinung, die auch infrage gestellt werden kann vom Einen oder Anderen... Soll auch nur ein Gedankenanstoß sein.

      Griaßle
      Martin
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      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Hallo,

      mal eine kurze Rückmeldung zum "Gewese" mit der Abdeckplatte.

      Die Platte ist heile geblieben und wieder drauf und dicht. Nur mit der Entlüftungsschraube hab ich ein kleines Problem weil das Gewinde in der Platte vernudelt ist. Die Schraube greift nicht.

      Einfach verkleben oder Dichtungsband (geht das bei Ölkontakt?) rumwickeln? Oder nix machen?


      Lieber Michael, für Dich sind meine zugegeben manchmal schlichten Fragen vielleicht nicht relevant. Ist dann auch i. O.. Ich aber bin mit meinem Trecker hier bei Null angefangen weiß nun schon eine ganze Menge, habe auch schon viel selber machen können...und das nur, weil auch meine einfachen Fragen hier immer jemanden finden die diese beantworten. So oder so. Und ich kann dann aus den Antworten das für mich heraussuchen was ich umsetzen kann.

      In dem Sinne,

      herzlich

      Peter