Unterlenker durchgebrochen

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    • Unterlenker durchgebrochen

      Moin zusammen,

      bei unserem guten Stück ist heute der Unterlenker durchgebrochen.
      War wohl schon ein älterer Riss vorhanden und der hat jetzt entgültig
      aufgegeben.

      Meine Frage ist ob man das (auch belastbar) wieder schweissen kann
      oder ob ich einen neuen brauche. Ich tendiere eher zu neu. Hätte sonst
      bei jedem etwas schwereren Gerät ein flaues Gefühl im Magen.

      Sollte jemand noch einen passenden rumliegen haben, könnte er/sie
      mir ja mal ne PM schicken.

      Danke im Voraus

      anbei (hoffentlich) noch ein paar Bilder vom Bruch

      Gruss aus dem Norden.
      Heiko
      Bilder
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      • unterlenker4.jpg

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    • RE: Unterlenker durchgebrochen

      Hallo Deutz 3005,

      da der Unterlenker genau im Bereich der stärksten Biegebelastung gebrochen ist empfehle ich dir den Austausch. Eine Schweißung an dieser Stelle wird wieder brechen wegen der Materialversprödung. Solltest du doch reparieren wollen empfehle ich dir ein komplettes Flacheisen zu nehmen und die Gelenkaugen anzuschweißen evtl mit KB Elektrode und Vorwärmung. Die Löcher kann man anschließen wieder reinbohren, dann sind sie auch nicht ausgeschlagen.

      Gruß
      orlando
    • RE: Unterlenker durchgebrochen

      Hallo,
      @ Orlando:
      Und genau deine Variante ist die schlechtere. Unterlenker sind kein normaler St.37 oder so und somit ist der meiste Flachstahl zu weich. Unterlenker sind eigentlich gut schweißbar, nur sollte es ein Fachmann machen. Übrigens, Fanghaken werden auch angeschweißt, nur sollte man spezielle Elektroden nehmen. Also warum solte man einen gebrochenen Unterlenker nicht auch verschweißen.
      Gruß, Achim
    • Moin
      @Achim
      Weißt du was das für ein Stahl ist ? Würd mich mal interressieren.

      Gruß Jürgen
      Gott bewahre uns vor Eis und Schnee und vorm Schlepper IHC. :D

      Deutz 5006 Allrad mit Frontlader Bj74. Deutz D30 Bj63. Unimog 406 Bj70. Nissan Pick up, Suzuki sj 413, VwT3 Campingbus, Vw Buggy, Ktm Lc4,
    • Moin zusammen,

      erstmal danke für die Antworten. Da ich kein Fachmann bin werde
      ich ihn jetzt wohl in einer Lama-Werkstatt schweissen lassen.

      Noch ne Frage, kann man bereits vorhandene Risse irgendwie erkennen?
      Das ganze hat mir einen ganzschönen Schrecken eingejagt. Vor
      zwei Wochen haben wir mit dem Trecker noch gefräst. Wäre der
      Unterlenker dabei gebrochen, wäre es teuer geworden weil die Fräse
      nur geliehen war.

      Wenn der 2. Unterlenker auch einen Schaden hat, könnte man den
      ja gleich mit schweissen lassen.

      Gruss aus dem Norden
      Heiko

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Deutz3005 ()

    • Hallo,
      @ Jürgen:
      Leider weiß ich nicht was genau für ein Stahl es ist. Ich habe mal einen Unterlenker bei einer Schweisserei schweißen lassen und nutze seitdem dieselbe Elektrode. Ich werde mal da nachfragen was für ein Stahl es war. Auf jeden Fall kein ST37 oder ähnliches.
      Gruß, Achim
    • Auf jeden Fall muss man dieses Material auch mit dem 0815 - Schutzgasgerät schweißen können .
      Wenn z.B bei einem 90er Jahre-Schlepper die Fanghaken erneuert wurden , kam dabei immer der normale Schweißappart zum einsatz .
      Eventuell nur harter ( abgeschreckter ) ST 37 wegen biegebelastung ?(

      Im obrigen Fall würde ich auch ne verstärkung machen , vielleicht passendes U-Profil " herumlegen "

      nobi
      Ein Deutz fährt mit Diesel und nicht mit TÜV !
      Bin ich ölig , bin ich fröhlich !
    • @ nobi
      Sicher kannste das mit Schutzgas schweißen bei den Fanghaken hast du mehr Fläche zum schweißen und dort ist die Belastung nicht so hoch. In diesen Fall hast du nicht soviel Material zum schweißen ich würde es auch mit spezielle Elektroden machen. Elektroden Schweißnähte sind zugfester das hält dann auch.

      Gruß Jürgen
      Gott bewahre uns vor Eis und Schnee und vorm Schlepper IHC. :D

      Deutz 5006 Allrad mit Frontlader Bj74. Deutz D30 Bj63. Unimog 406 Bj70. Nissan Pick up, Suzuki sj 413, VwT3 Campingbus, Vw Buggy, Ktm Lc4,
    • @ölhand

      das Anschweißen von Gelenkaugen oder das Schweissen von einem an der Stelle der max. Biegespannung gebrochenen Unterlenker ist schon ein kleiner Unterschied. Grundsätzlich gebe ich dir Recht, dass man keinen Wald- und Wiesenstahl nehmen sollte sondern z.B. einen St52-3 oder einen Feinkornstahl.
      Der Unterlenker ist ein dynamisch beanspruchtes Bauteil, dem muss Rechnung getragen werden. Dazu werden entsprechenden Elektroden mit basischer Umhüllung genommen (KB Elektrode) und das Grundmaterial wird vorgewärmt. Damit erhält man eine Verbindung die den dynamischen Belastungen gewachsen ist. Bei der Schweißung mittels Schutzgas sollte neben der Vorwärmung ebenfalls ein enstprechendes Schweißgut nehmen z.B. SG3 Draht.
      Die Vorwärmung der Bauteile auf 150-200°C und langsames Abkühlen nach der Schweißung sind wesentlicher Faktor bei der Qualität der Schweißverbindung.

      Gruß orlando
    • Hallo
      Ich würde mir einen entsprechenden Flachstahl (ich tippe mal auf 50x20mm) in ST52 besorgen und entweder die alten Augen oder neue vom Zubehörhandel (Fehlig, Westfalia oder so) wieder anschweißen.
      Bei der Gelegenheit könntst gleich Automatik-Kuppler benutzen wenn du gleich beide Seiten erneuerst.
      Dann must du noch die Löcher bohren (lassen).

      Mark
    • Hallo Mädels :D,

      Ich muß dieses alte Thema nochmal aufmachen, da mir gestern im Wald beim Poltern eines Fichtenstammes der linke Unterlenker gebrochen ist.

      Es schaut genauso aus, wie auf den Bildern. Das Ding ist aufgrund der Kerbwirkung, die von der Bohrung ausgeht, schön von dort aus gebrochen. Auf der Außenseite war von beiden Hälften ein ungefähr 2cm breiter Keil ausgebrochen.
      Um meine Winde und mein Werkzeug nach Hause zu bringen, hab ich bei mir in der Werkstatt auf der Innenseite noch einen Keil rausgeflext und die beiden Teile dann schnell mit SG2-Draht verschweißt. Dabei ist mir aufgefallen, daß zum einen der Stahl sehr fein war(Feinkornstahl?) und zum andern sind Blasen aus der Glut aufgestiegen.
      Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Reparatur für die Ewigkeit ist, gestern hat sie die Rückfahrt aber überstanden.

      Schweißen/verstärken oder neu, was soll ich machen?
      Habt ihr Erfahrung mit geschweißten, reparierten Lenkern?
      Wenn ich Neue mache, verträgt mein 4506 Bj.77 statt der Kat.I auch eine Kat.II, oder ist das zuviel für die kleinen Aufnahmen an den Achstrichtern?
      Gruß,
      Christian

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hamsti ()

    • Original von hamsti
      Schweißen/verstärken oder neu, was soll ich machen?
      Habt ihr Erfahrung mit geschweißten, reparierten Lenkern?


      Also bei meinem ist der rechte Unterlenker auch an selbiger Stelle ohne Verstärkung geschweisst. Das muss aber noch vom Vorbesitzer gemacht worden sein. Ich kann nur sagen: Bis jetzt hält es (1600 Std bei mir) und ich häng da auch ein bischen was ran.

      Gruss Nils
    • Hallo


      Orginal von orlando

      das Anschweißen von Gelenkaugen oder das Schweissen von einem an der Stelle der max. Biegespannung gebrochenen Unterlenker ist schon ein kleiner Unterschied. Grundsätzlich gebe ich dir Recht, dass man keinen Wald- und Wiesenstahl nehmen sollte sondern z.B. einen St52-3 oder einen Feinkornstahl. Der Unterlenker ist ein dynamisch beanspruchtes Bauteil, dem muss Rechnung getragen werden. Dazu werden entsprechenden Elektroden mit basischer Umhüllung genommen (KB Elektrode) und das Grundmaterial wird vorgewärmt. Damit erhält man eine Verbindung die den dynamischen Belastungen gewachsen ist. Bei der Schweißung mittels Schutzgas sollte neben der Vorwärmung ebenfalls ein enstprechendes Schweißgut nehmen z.B. SG3 Draht. Die Vorwärmung der Bauteile auf 150-200°C und langsames Abkühlen nach der Schweißung sind wesentlicher Faktor bei der Qualität der Schweißverbindung.


      Stimmt aber gerade bei der Wahl der Elektroden oder des Schweißdrahts werden die meisten Fehler gemacht. Denn mit den Universalelektroden und dem Schweißdraht vom Baumarkt oder Versandhandel ohne genau Bezeichnung sollte man solche Teil nicht schweißen.
      Habe es aber auch schon in Werkstätten erlebt daß wenn dort solche Teile geschweißt werden zuwenig angefast wird, eine 6-8 mm Fase reich bei einer Materialstärke von 20mm und mehr nicht.

      m.f.G.Harald
      wer will kann die Rechtschreibfehler bei Ebay versteigern
    • bei meinem 6806 hab ich auch mit verstärkungen an den Unterlenkern gearbeitet ,mit Spezialelektroden geht da schon,aber da er auch an der Bohrung gebrochen war,bekam er obendrauf wieder einen Riss! Na denn mal nach neue erkundigt,wäre bald vom Hocker gefallen,sollte eine Seite 450Euronen+Steuer kosten,nee oo nee....................Gott sei Dank hatte mein regionaler Schmied einen alten David Brown zum Ausschlachten auf seinem Hof stehn,beim vorbeigehen dachte ich ,die könnten passen,Länge fast identisch,und auch die Bohrungen,ausser der geschwungene Bogen im Bereich der Anhängung war nicht da,eben schnur gerade Unterlenker,,,,arbeite aber seit 4 Jahren damit ,kein Problem,un die Dinger haben 30Euro zusammen gekostet,,,,,ist halt wirklich schlimm mit den Ersatzteilpreisen für die alten Deutzer Mfg Hermann...................
    • Verdammich,

      habe gerade gemerkt, dass ich noch gar keine Rückmeldung gegeben hab.
      Asche auf mein Haupt.

      So wie angekündigt hab ich den Unterlenker beim Lama schweissen lassen.
      Wurde noch zusätlich ein Flacheisen obendrauf geschweisst, welches
      allerdings zu hoch für den "Unterlenkerhalter" war. Aber was nicht passt...
      (Flex). :rolleyes:

      Bilder werden nachgeliefert wenn ich wieder ne Digicam hab.

      Nochmals danke und Entschuldigung für die verspätete Meldung.

      Gruss aus dem Norden
      Heiko

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Deutz3005 ()

    • Feststellung der Stahlsorte

      Hallo,

      Vorab:
      (Nobi hat im oberen Teil vom harten (abgeschreckten Stahl) St37 wegen Biegebelastung
      geschrieben).
      St 37 kann man wegen des zu niedrigen Kohlenstoffgehaltes nicht härten.
      Die Härte des Stahles nennt man auch Martensit, und entsteht durch die
      Abkühlgeschwindigkeit. Voraussetzung, es ist genug Kohlenstoff vorhanden.

      Vorgang: Durch die schnelle Abkühlung verbleibt der Kohlenstoff zwischen den Gittern.
      Der Gitteraufbau wird verspannt, und der Werkstoff wird hart.
      Der Vorgang kann durch Tiefkühlung erweitert werden.
      Dieses nennt man Martensitbildung und verleiht dem Stahl eine gewisse Härte.



      Einfache Feststellung der Stahlsorte nach der Funkenprobe.
      Prüfstück und Vergleichsstab (Stahlsorte bekannt) an mittelkörnige , harte Schleifscheibe
      (D 250 mm, n=1400 U/min schwach andrücken.
      Farbe der Lichterscheinung und Form der Strahlen lassen erkennen ob der Stahl identisch
      mit der Probe sind.
      Bei der Prüfung sind Tageslicht und Lampenlicht zu vermeiden.


      Der Bruch enstand warscheinlich durch eine Kerbwirkung durch Rostnarben.


      Viele Grüße Passer Montanus

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von passer montanus ()