Angetriebene Vorderachse Agrostar Differentialgetriebe Reparatur

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    • Angetriebene Vorderachse Agrostar Differentialgetriebe Reparatur

      Guten Abend Deutzfreunde,

      da ich in den nächsten Tagen relativ viel Zeit haben werde, will ich mich endlich mal um ein Problem, welches mich schon lange verfolgt, kümmern.

      Es geht um die Vorderachse meines Agrostar 4.61 Bj.92. Seit einigen Jahren tritt immer häufiger ein Knacken und Radieren der Vorderräder bei Kurvenfahrt auf. Dazu kommt noch, dass der Schlepper in dieser Situation, trotz eingeschlagener Lenkung, geradeaus fährt. Nach kurzer Recherche im Forum fand ich heraus dass es sehr warscheinlich das Differential (wenn ich richtig liege Optitrac) ist. Der Deutzhändler bestätigte uns diese Diagnose damals. Da das Problem damals allerdings noch relativ selten auftrat, riet man uns zu diesm Zeitpunkt von einer Reparatur aus Kostengründen ab. Da das Problem in letzter Zeit aber immer öfter auftritt haben wir uns entschlossen, die Winterzeit für eine Reparatur zu nutzen. Das Differentialgetriebe im ganzen haben wir vorhin schon ausgebaut indem wir die rechte Achsseite abgeflanscht haben. Nun wollte ich mich sicherheitshalber nochmal informieren ob beim zerlegen des Ausgleichsgetriebes auf irgendwas zu achten ist. (Soweit ich in der ET-Liste sehen konnte sind dort Federn etc verbaut) Hat jemand ein paar Tipps oder evtl sogar einen Auszug aus einem Handbuch für mich? Kann man das Getriebe überhaupt ohne weiteres zerlegen und wieder zusammenbauen oder spricht etwas dagegen(Spaltmaße o.ä)? Ich habe auch schon im Forum nach Informationen gesucht und bin bezüglich des Aufbaus und der Fehlerdiagnose fündig geworden. Allerdings konnte ich zum Reparaturvorgang selbst noch nichts finden.

      Die Achse ist von Sige und das Typenschild zeigt folgende Daten:
      Tipo 030 KN 10
      R.Tr.i 12
      Serie 05-90
      N° Matr. 000112

      Ich bedanke mich schonmal im Vorraus für eure Hilfe und wünsche euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2019

      Mfg Flassi96
    • Moin,

      bei der Sige 4180 wird im Reparaturhandbuch beschrieben, dass die beiden Hälften zunächst mit einer langen Schraube/ Gewindestange fixiert werden, dann werden erst die Gehäuseschrauben gelöst. Anschließend kann nach und nach die Schraube gelöst werden, um die Federn vorsichtig zu entspannen. Ich würde auch so verfahren, da umherfliegende Federn von dem Kaliber wohl keine Freude sind.

      MfG Kai
    • Hallo,
      habe die Reparatur im Sommer am Agrostar 6.11 gemacht.
      In einer guten Stunde bist du eigentlich durch.
      Das Sperrdifferential "springt" erst auseinander wenn auch die Hohlspannstifte rausgetrieben wurden. Angst braucht man da keine haben. Man kann die Federn von Hand zusammendrücken, also so stark sind diese nicht.
      Öl ablassen, Schlepper aufbocken, Rad runter, Spurstange demontieren, Achsrohr abnehmen, Diffential raus und zerlegen(Position vom Tellerrad makieren), neue Klauenkupplung rein und alles wieder zusammen bauen.
      Ich habe schon probiert das Sperrdifferntial instandzusetzen bin jedoch aufgrund von Zeitmangel zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen. Aber solange der Verschleiss nicht zu fortgeschritten ist müsste das schon machbar sein.
      Man bekommt die Klauenkupplung sicher auch günstiger direkt bei Eaton. Jedoch konnte mit der Bezeichnung von der Klauenkupplung keiner etwas anfangen.

      Grüße Robin
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    • RobinD4506-S schrieb:

      Hallo,
      habe die Reparatur im Sommer am Agrostar 6.11 gemacht.
      In einer guten Stunde bist du eigentlich durch.
      Das Sperrdifferential "springt" erst auseinander wenn auch die Hohlspannstifte rausgetrieben wurden. Angst braucht man da keine haben. Man kann die Federn von Hand zusammendrücken, also so stark sind diese nicht.
      Öl ablassen, Schlepper aufbocken, Rad runter, Spurstange demontieren, Achsrohr abnehmen, Diffential raus und zerlegen(Position vom Tellerrad makieren), neue Klauenkupplung rein und alles wieder zusammen bauen.
      Ich habe schon probiert das Sperrdifferntial instandzusetzen bin jedoch aufgrund von Zeitmangel zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen. Aber solange der Verschleiss nicht zu fortgeschritten ist müsste das schon machbar sein.
      Man bekommt die Klauenkupplung sicher auch günstiger direkt bei Eaton. Jedoch konnte mit der Bezeichnung von der Klauenkupplung keiner etwas anfangen.

      Grüße Robin
      Danke für die Beschreibung.
      Ich habe das Getriebe gestern soweit zerlegt und werde morgen mit den Teilen mal zum Deutzhändler
      Ich werde die Kegelrollenlager warscheinlich auch direkt neu machen. Der Deutz soll mir ja noch einige Jahre erhalten bleiben und wenn ich die Achse jetzt einmal offen habe, betrachte ich das als sinnvoll.

      Meintest du die Position vom Tellerrad am Differentialgehäuse makieren? Weil die Position in der Achse (Position Antriebskegelrad zu Tellerrad) dürfte ja egal sein oder?

      Kai6.05 schrieb:

      Moin,

      bei der Sige 4180 wird im Reparaturhandbuch beschrieben, dass die beiden Hälften zunächst mit einer langen Schraube/ Gewindestange fixiert werden, dann werden erst die Gehäuseschrauben gelöst. Anschließend kann nach und nach die Schraube gelöst werden, um die Federn vorsichtig zu entspannen. Ich würde auch so verfahren, da umherfliegende Federn von dem Kaliber wohl keine Freude sind.

      MfG Kai
      Danke für den Tipp. Hat super funktioniert und mir die arbeit erleichtert :)
      Die Federn sind zwar schwächer als ich erwartet habe, aber es ist trotzdem ein guter Weg herumfliegende Teile zu vermeiden :D
      Jetzt weiß ich wenigstens auch wie alles wieder zusammen kommt ^^

      Grüße Flassi96