F2L612/6N rußt bei Lastwechsel

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    • F2L612/6N rußt bei Lastwechsel

      Guten Tag an alle Forumsmitglieder.

      Ich bin neu im Forum und habe eine Frage zu meinem 18 PS F2L612/6.
      Ich habe den Traktor seit April. Mittlerweile ist er zugelassen. Ich werde den Traktor auch nicht durchrestaurieren, sondern fahrbereit und technisch auf Stand halten. Nach dem Umbau auf Stiftglühkerzen springt er auch sehr gut an. Der Motor hat auch ausreichend Leistung, fährt locker im 5.Gang berghoch über einen Acker, neigt allerdings zum Rußen.

      Er rußt nicht nur unter Last sondern bei jedem Lastwechsel. Hat der Motor dann seine Drehzahl erreicht, läuft er rußfrei. Er kann gerne unter Last etwas rußen, dass spricht für Leistung, aber bei jeder kleinen Bewegung des Gaspedals antwortet er mit einer kräftigen Rußfahne. Auch beim Starten, egal ob warm oder kalt, hüllt er den Fahrer in eine Qualmwolke.
      Es gibt jetzt für mich 2 Möglichkeiten:
      1. Er rußt wegen Luftmangel: Dann würde er aber bei maximaler Drehzahl immer rußen, oder?
      2. Zuviel Brennstoff. Ich vermute, dass ein Vorbesitzer die Einspritzmenge erhöht hat, um die Leistung zu erhöhen.

      Ich habe schon einige Zeit im Forum gesucht, kann aber zum Thema "Verringerung der Einspritzmenge" nichts finden. Offensichtlich muss man zur Verstellung den kompletten Seitendeckel mit den Einspritzpumpen demontieren. Da ich nicht so der Fachmann bin, scheue ich davor zurück. Im Werkstatthandbuch finde ich nur Hinweise zur Einstellung auf dem Prüfstand.
      Es kommt mir auch gar nicht auf die Topeinstellung an. Er sollte aber schon etwas weniger rußen. Auf ein paar ExtraPS kann ich verzichten.
      Hat jemand einem Rat für mich? ?( ?(


      Gruß

      PS: Vor dem Deutz hatte ich einen wassergekühlten Fendt mit 15 PS, dessen gerissener Kopf mir den Verstand geraubt hat.
    • Servus Namenloser Ex Fendt Fahrer,

      erstmal willkommen hier im Forum und Glückwunsch zum Wechsel auf Deutz.
      Zum Thema Einspritzpumpen bzw. Pumpenplatte am 612 / 712er Motor verweise ich gerne auf die Beiträge von Mitglied @Obrschwob. Sieh Dir die mal an, Martin hat da Prima Dokumentationen erstellt.
      Aber Grundsätzlich kann ein Düsenwechsel, wie ihn Markus vorgeschlagen hat, nicht schaden. Aber bitte nicht nur wechseln, sondern auch vorher abdrücken bzw. prüfen lassen. Macht eigentlich jeder Lama.
      Und die Dichtringe auch mit erneuern.
      Ansonsten bleibt mir nur, Dir viel Spaß mit dem Deutz und hier im Forum zu wünschen.
      Übrigens: Bilder vom Schlepper kommen hier immer gut an.

      Schönen Gruß aus Bayern vom
      Reini
      Gott gebe mir:
      - GELASSENHEIT, hinzunehmen, was nicht zu ändern ist,
      - MUT, zu ändern was ich ändern kann, und
      - WEISHEIT, zwischen beidem zu unterscheiden
    • Hallo Replay,

      müsste der Deutz bei verschlissenen Einspritzdüsen nicht immer rußen bzw. eine schlechte Leistung haben?
      Meiner rußt nur bei Drehzahländerung.
      Ich habe gerade mal gegoogelt. Kosten ca. 30€/Stck Bosch DNOSD 211 :125 bar
      Alle Laie werden ich wohl am Umbau scheitern, da im Handbuch etwas vom Einstellen des Abspritzdrucks und "schnarren" steht....
      Bis hierher schon mal Danke.

      Gruß
      Heino
    • Vor dem Wechsel hatten alle Trecker volle Leistung,
      nur das sie beim Gasgeben oder Bergrauf fahren gequalmt haben,
      das qualmen hat sich nach dem Wechsel stark verringert oder war sogar weg.
      Natürlich kann ich dir das bei deinem Trecker nich versprechen aber ausprobieren solltest du es wenn sonst alles in Ordnung ist.
      Ja man muß die ESD einstellen,
      sowas kann man nur mit einem Prüfgerät, habe mir eins von EBay geholt,
      weil ich mehrere Oldtimer Trecker habe und da hat sich das gelohnt ansonsten sollte das der Lama aber können.
      Bitte nicht einfach tauschen und einbauen ohne einstellen hat das keinen Sinn

      Gruß Markus
    • Danke Markus,

      dann werde ich es in nächster Zeit mal angehen und spätestens vor dem nächsten TÜV-Termin neue Einspritzdüsen einbauen lassen. Das hört sich alles schlüssig an. Der Motor erscheint sonst ok, bläst fast nichts über die Kurbelgehäuseentlüftung ab. Und da Fußbleche und Kupplungspedal ziemlich verschlissen sind, dürfte der Motor auch schon ein paar Stunden runter haben.

      Gruß aus dem Münsterland
      Heino

      PS: Ich werde noch ein Foto ergänzen. Es stimmt. Wer kostenlos einen guten Rat möchte, sollte sich auch Mühe geben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ExFendtG15 ()

    • Hallo Heino,

      ich habe ein ähnliches Problem bei meinem D30S F2L712. Neue Düsen haben nicht geholfen und das Reduzieren der Einspritzmenge leider auch nicht. Bin also auch noch auf der Suche.
      Meine Nächsten Schritte wären Förderbeginn noch mal genau kontrollieren (grob passte er) und gegebenfalls die Pumpenplatte zum Einstellen (leider habe ich nur Anbieter gefunden, die Platten nur komplett überholen und einstellen) weg schicken.
      Kompression hatte ich auch geprüft.

      Ein ähnliches Thema:
      deutzforum.de/index.php?thread…&postID=493509#post493509

      Grüße
      Martin

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von MartinBD ()

    • Hallo,

      mein F2L 612er rußt auch.
      Da ich keine Vorstellung habe, wie viel Deiner tatsächlich rußt, sage ich an dieser Stelle, dass es normal ist, wenn er rußt. Die Motoren früher haben immer eine Fahne hinter sich hergezogen. Ich habe noch einen Mercur mit F6L 614 Motor, der zieht auch eine Ölfahne hinter sich her, wenn der Motor keine ordentliche Betriebstemperatur mehr hat.
      Auch bei dem ist die Leistung in Ordnung.

      Ich will nicht ausschließen, das bei Deinem irgendetwas nicht stimmt, aber ein gewisser Rußfaktor ist immer dabei. Bist Du Dir sicher, dass nicht noch Reste aus dem Auspuff weggebrannt werden?

      Grüße

      Richard