Grund zum Feiern - Hambacher Forst

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    • Grund zum Feiern - Hambacher Forst

      Moin,
      wir haben einen Grund zum feiern.
      Der Hambacher Forst wird vorerst nicht abgeholzt. Es gibt einen Stopp bei den Rodungen.
      Genaueres ist überall in den Medien zu erfahren.
      Herzlichen Glückwunsch an alle, die sich in dieser Angelegenheit engagiert haben.

      Endlich, in letzter Sekunde!!

      Gruß Felix

      verschoben

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Raini750 () aus folgendem Grund: falscher Bereich

    • Hallo Felix,

      ich bin mir nicht so sicher mit dem Jubel!

      Ich finde auch, dass wir Wald erhalten sollten, wo immer das möglich ist. Der Hambacher Forst mag hier ein Beispiel sein, aber ich finde, kein besonders Gutes!

      Zur Sicherheit habe ich mal Frau Google gefragt, die mich informiert hat, dass der sog. Flächenverbrauch, also die Umnutzung von Wald- und Ackerfläche zu Baufläche, versiegelter Fläche und industrieller Fläche in Deutschland zwischen 50-100 ha PRO TAG beträgt. Also, alle 2 Tage einen Hambacher Forst!

      RWE ist ein Energieversorger, der sich die Aufgabe stellt, alle Verbraucher mit kostengünstiger Energie im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zu versorgen. Dazu gehört neben Wind-, Wasser-, Photovoltaik-Energie, sicher auch fossile Träger (Gas, Öl, Kohle) und z.Zt. noch Atomenergie.
      Nach meinem Wissen hat RWE alle gesetzlichen und gesellschaftlichen Vorgaben bei der geplanten Nutzung der Braunkohle eingehalten. Die Protestler sind teils "Ihrem Gewissen gefolgt", teils Mitläufer, teils aufgehetzt worden - um einen nach Gesetzeslage illegale (wenn auch emotional verständlichen) Aktionen und Proteste durchzuführen.
      Aber sie haben - in diesem Fall - Erfolg gehabt. OK.

      Für mich ist das allerdings eine klassische Zielverfehlung. Denn was ist die Konsequenz:
      Pro:
      - 100 ha Wald temporär gerettet (1-2 Tage Flächenverbrauch!)
      Kontra:
      - Das Vertrauen in vorhandene Genehmigungen wird massiv verletzt. Energieversorger werden sich in Zukunft dreimal überlegen, in Deutschland etwas zu investieren, wenn vorhandene Genehmigungen keinen Bestand haben.
      - Die RWE wird sich voraussichtlich von einigen Dutzend Mitarbeiter trennen müssen.
      - Die notwendige Energie wird anderweitig zugekauft werden müssen. D.h. in dieser Lage meistens, Atomenergie aus Osteuropa (billig, niedrige Sicherheitsstandards)
      - Oder - vielleicht einmal so ausgedrückt: Export von Arbeitsplätzen und Finanzen in Länder mit billigeren, da niedrigeren Standards (Lebensstandard wie auch Sicherheitsstandards) bei gleichzeitigem erheblichen Mehrverbrauch von Energie (Transportverluste).

      Also, ich bin mir nicht so sicher mit dem Jubel.

      Grüße
      Ralf
      Gruß von RB7862
      F2L514, D50.1S, D6807
    • Moin zusammen,

      zu Feiern gibt es leider noch nichts, aber ich hoffe das stellt sich auch noch ein. Ich nehme es auf jedenfall sehr positiv auf das die Rodung
      erstmal gestoppt ist und dass erst einmal nachgewiesen werden muss ob die erweiterung des Kohletagebaus überhaupt notwendig ist.

      Der Grund für diese Meinung ist folgender:
      Leider ist es zur Zeit normal sein Unternehmen in der Werbung und in der öffentlichen Wahrnehmung als innovativ und besonders Umweltbewust
      darzustellen um dann im Hintergrund genau so weiter zu machen wie die letzten Jahrzehnte. Es hilft es nämlich überhaupt nichts dass man eine
      Heizung übers Handy ein- und ausschalten kann (so ein schwachsinn) so lange sich bei Energieerzeugung auf fossile Energieträger gesetzt wird.

      Industrie und Handel werden zunehment dreister in ihrer Handlungsweise. Wie sich unteranderem auch im Dieselskandal zeigt. Jeder Ottonormalbürger
      wäre nach so einem Betrug in den Bau gewandert. Für die Autoindustrie wird aber aller vorraussicht nach mit den Umtauschprämien ein Subventionsprojekt
      gestartet. Um dem ganzen dann noch die Krone aufzusetzen wird dann noch damit gedroht Arbeitskräfte zu entlassen falls nicht in ihrem Sinne entschieden
      wird.

      Deswegen ist für mich der Stopp der Rodungen erstmal was positives. Hier geht es nämlich nur darum Geld zu schäffeln ganz egal um welchen Preis.

      Viele Grüße
      Steffen
    • Auch ich finde keinen Grund die Straftäter im Hambacher Forst zu bejubeln.

      Ich gebe @RB7862 in allen Punkten recht.

      Dazu kommt noch, dass wir alle (Steuerzahler) die ganzen Straftaten der selbsternannten Waldschützer und die damit verbundenen Einsätze der Ordnungskräfte bezahlen müssen.
      Wichtiges Sicherheitspersonal wird Monate in einem Wäldchen vorgehalten, in dem die ach so ehrenwerten "Umweltschützer" Nägel in Bäume hauen, sägen und bohren, Brücken ohne jegliche Fachkompetenz errichten,
      durch die Menschen brechen und zu Tode kommen. Tag und Nacht brummen und tuckern in dem ach so schützenswerten Wald die Notstromaggregate, wild gewachsene Flora und Fauna wird zertrampelt, zerfahren, zerzeltet und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen wird auch noch wild in den Wald geschixxen! Es lebe der Umweltschutz!
      Von der nicht mehr vorhandenen, vormals intakten Tierwelt dort will ich jetzt gar nicht reden.

      Alle diese selbsternannten "Umweltschützer" gehören vor Gericht. Jedem einzelnen gehört der Prozess gemacht. Zivilrechtlich sollte RWE gegen jeden einzelnen Besetzer ebenfalls vorgehen.
      Diese Chaoten sollten jeder Ihre Hütte unter Aufsicht selbst abbauen und auf eigene Kosten entsorgen müssen, inklusive ihres Mülls und ihrer Kaxke!

      Wer tiefer schaut, wird feststellen, dass RWE für jeden Baum, der bisher gefällt wurde und für jeden Baum, der noch gefällt wird, eine Ersatzpflanzung und entsprechende Renaturierung nach Nutzung durchführen muss und
      auch immer durchgeführt hat.

      Eine Frage in die Runde: Würde sich irgendjemand von Euch von Wildfremden ein Baumhaus auf seinem Eigentum errichten lassen, ihn dort über Jahre wohnen und den Garten zukaxken lassen und das am Schluss bejubelnswert finden?

      Sorry, für soviel Borniertheit habe ich kein Verständnis.

      Amen.
    • Hallo

      Von den Kosten die, die Räumung bisher verursacht hat hat hier auch noch niemand gesprochen. Diese sollten dem Besetzerpack in Rechnung gestellt werden, auch wenn Sie bis ans Lebensende abstottern müssen. Solche haben aber sowieso meistens nix, denen kann man nix nehmen. Eine gigantische Geldvernichtung.
      Ich hätte mit der Motorsäge geräumt. Aber sowas darf man ja nicht sagen.
      Und das allerbeste ist, dass dieses Pack schon wieder die Baumhäuser aufbaut.

      MfG
    • Moin

      Dass es vielen „Protestlern“ am Tagebau Hambach offensichtlich gar nicht um den Wald (Hambi!) geht, sieht man inzwischen daran, dass die - obwohl die Rodung vorerst gestoppt ist - jetzt schon wieder neue „Baumhäuser“ in einen Wald bauen, der ihnen nicht einmal gehört (sondern der RWE AG).

      Nach meiner Auffassung sind Baumhäuser nicht „Wald-typisch“ und stören neben der Flora (Pflanzenwelt) auch die Fauna (Tierwelt). Abgesehen davon begeben sie die „Waldbesetzer“ selbst in vermeidbare Gefahren, hinterlassen (nachweislich!) Berge von Müll im „Hambi“ und leben zum größten Teil auf Kosten der Allgemeinheit.

      Ich weiß nicht, ob das der richtige Weg ist, gegen Braunkohlen-Tagebaue zu protestieren.

      Ich bin auch dafür, dass die Braunkohle-Kraftwerke so bald wie möglich abgeschaltet werden, aber zurzeit ist es eben noch nicht so weit. Oder habt Ihr lieber (Schrott-) Kernkraftwerke wie beispielsweise „Tihange“ hier bei uns an der Belgischen Grenze? Die sind zwar nicht schmutzig, dafür aber gefährlich und heizen die Maas gehörig auf.

      *

      Noch ein paar Anmerkungen zum Thema Umweltsch(m)utz im Allgemeinen:
      - Was ist mit den Abgasen und Feinstäuben, die von den Schiffen auf Flüssen und Ozeanen mehr oder weniger ungefiltert/unbehandelt in die Luft geblasen werden?
      - Was ist mit dem Luftverkehr, bei dem viele tausend Tonnen von Schadstoffen in die Welt gepustet werden? *)
      - Was ist mit den Kraftwerken, die mit Steinkohle (aus China importiert!) betrieben werden.
      - Was ist mit den Gas-Kraftwerken, die zwar nicht so dreckig sind, uns aber abhängig von anderen Staaten macht?
      - Was ist mit all den alten LKW und den vielen Dieselloks der Bahn, die noch keine Abgasreinigung haben.
      - Was ist mit den alten Traktoren und Mähdreschern in der Landwirtschaft, die noch keine "Ad Blue" Abgas-Reinigung haben?
      Und zu guter Letzt:
      - Was ist mit "unseren" Diesel-Motoren in den Oldtimern? Die sind mit Sicherheit nicht „sauber“ - Aber Hand aufs Herz, die pusten den „Dreck“ ja sichtbar in die Umwelt und die „Feinstäube“ sind so grob, dass wir sie abhusten können. :)
      -Was ist mit der Autoindustrie und der Politik? Da wird der Dieselmotor zurzeit zum Umweltsünder Nr. 1 gekürt weil er (zu viel) Nox und Feinstäube ausstößt und die Dieselfahrer von der Autoindustrie einzigartig betrogen wurden und werden und das mit finanzieller Unterstützung vieler Politiker. Die Benziner sind doch genauso dreckig - eben nur anders (Co2). Aber darüber wird wohlweißlich nicht diskutiert, weil es ja (angeblich) keine Alternativen gibt.
      - Was ist mit mir? Ich/Wir fahren einen TOYOTA Auris-Hybrid, aber auch einen 14-Jahre alten OPEL-Meriva Diesel (Euro 4) [voraussichtlich bis der TÜV uns scheidet].

      *

      So jetzt fallt über mich her!

      MfG aus dem westlichsten Kreis in Deutschland
      HLL

      *) Bestes Beispiel für Umweltverschmutzung aus meiner unmittelbaren räumlichen Nähe: Nato-AWACS-Verband mit 16 ‚E-3A‘-Flugzeugen (umgerüstete Boeing 707-320) mit Triebwerken aus den 1970er Jahren, die noch nicht einmal vollgetankt starten dürfen und deswegen eine zweite Maschine (Boeing KC-135E) hinterher startet um die E-3A in der Luft (voll) aufzutanken! X(
      Mit Brille und Buch aufs Klo gehen,
      reicht nicht zum Klugscheißen! :P
    • Solange über den Hambacher Bretterwald geschrieben und berichtet wird ist ja ein "Glück" nichts von Diesel"skandal" und Emsländer Moorbrand zu lesen oder zu hören.

      So manches mal habe ich das Gefühl jemand versucht mit den einen Thema vom anderen Thema abzulenken.

      Und bald kommt ein neues Thema und das alte kommt in Vergessenheit.

      Oder es wird so berichtet wie es Schmeckt und es der Komfortzone passt.
      Etliche male lass ich von Nitratbelastungen durch die Landwirtschaft auf der Titelseite. Das auf einmal eine Studie belegte das Kläranlagen auch ein nicht zu unterschätzender Faktor sind lass man aber nur ganz hinten Versteckt in der Zeitung.
      Es tut halt weniger weh ein paar Landwirte zu kritisieren als jeden der auf der heiligen Schüssel sitzt.

      Als Kind wurde mir beigebracht kein Baumhaus in den Kälberhof (Kleine umbaute Obstwiese) zu bauen da das die Bäume schädigt. Opas Aussage dazu war auch dermassen scharf ausgedrückt das es mir nie in den Sinn kam da auch nur einen Baum zu beschädigen. Vielleicht hätte eine solche Aussage diesen Baum Besetzern damals auch gut getan.

      Ich frage mich nur was dieses Besetzervolk beruflich macht oder ob das alles "Volkskostenverusacher" sind.

      Mfg.
    • Moin,

      ich wollte hier eigentlich nichts schreiben, möchte es aber in kurzer Form doch tun.

      RWE hat das Recht den Wald abzuholzen, ob das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt.
      Wenn nun alles über den haufen geworfen wird, muss ich Christian Lindner zitieren der sagte: "Man zweifelt am Rechtsstaat".

      Den Wald schützen zu wollen (nicht den Hambacher sondern zukünftige, auf Kohlerevieren stehende Wälder) geht nur wenn wir alle, ob Grüne oder AFD´ler oder sonstiger pol. Gesinnung folgendes tun:

      - Strom SPAREN!
      - Die Stromproduktion radikal umstricken!

      Sonst muss erstmal so weitergemacht werden wie bisher, was soll man auch kurzfristig Anderes tun!
      Dazu kommt, dass die Bevölkerung auch das marode Kraftwerk Tihange abgeschaltet sehen möchte, was sich auch wieder auf den europäischen Strommarkt auswirkt,
      denn schließlich "fehlt ja dann was".

      Jeder plärrt wenn der Strom ausfällt, weil Gefriertruhe, Radiowecker, Heizung, Tv, Melkautomaten, Entmistungsroboter, Stallheizung und Beleuchtung, etc etc nicht mehr funktionieren. (Elektroauto laden käme da auch dazu ;) ).
      Zum Glück passiert das in Deutschland relativ selten, und das nur weil die "bösen großen Konzerne" mit ungeheurer Manpower und techn. Aufwand dieses System stabil halten!

      Strom nehmen gerne, aber dann dem Lieferanten auf dem Weg durch die Hintertür eins Reinwürgen...

      Weiterhin ist es ja nicht so, dass das Holz welches im Hambacher Forst anfällt nun bei den nächsten Sonnwendfeuern einfach "verblödelt" wird.
      Nein, es wird genauso dem Rohstoffmarkt zugeführt wie alles andere Holz, welches abgeholzt werden muss um den Bedarf zu decken.
      Somit ist es nicht verschwendet, sonder dafür können evtl 100Ha anderer Wald stehen bleiben.


      Ich finde alles zusammengenommen türmt sich da ziemlich viel, denn:

      Stromtrassen will keiner
      Braunkohle will keiner
      AKW´s will niemand
      Windräder stören die Landschaft, dazu kommt Eiswurf, Schattenwurm und Lärm --> will keiner
      Solarflächen stören auch die Landschaft

      Also was tun?

      Man kann nicht gegen alles Demonstrieren, wenngleich der Gedanke den Wald zu schützen absolut richtig und gut ist.
      Aber irgendeinen Tod wird man wohl sterben müssen, denn wir alle nutzen Strom ohne darüber nachzudenken!

      Alle die den großen Aufschrei für die Erhaltung des Hambacher Forsts aufrecht halten, sollen am Freitag Abend nach getaner Arbeit mal den "Fi-Schalter" daheim umdrehen und bis Sonntag Abend KEINEN Strom verbrauchen.
      Ich glaube da werden manche Gesichter lang werden.

      Ich will damit nicht die Machenschaften der Politik oder großer Konzerne in Schutz nehmen, doch die grundsätzlich Schuldigen in diesem Fall sind wir alle,
      die den Strom verbrauchen, und das ohne groß darüber nachzudenken...


      Grüße

      Joe

      ...ich seh grad, ist doch ziemlich lang geworden mein Geschreibe...
      :S
      Kommentar meiner Frau zum Intrac:
      Schaff mir bloß des hässliche Ding aus den Augen!
      Des is doch ka Bulldog, der is irgendwie verkehrt...!

      Update 11/ 2015: meine Frau steigt ohne Vomacur nicht mehr in den Intrac...
    • Moin zusammen,

      ich habe da mal ein paar Fragen.

      Stört es euch, dass überhaupt protestiert wird, oder lediglich die Art und Weise wie protestiert wird?


      Ackerfahrer schrieb:

      Warum spricht niemand vom hunderte Hektar Wald der auf der Sophienhöhe angelegt wurde? Also auf dem Berg.
      Da stehen schon mittlerweile schöne ältere Bäume. Für jeden abgeholzten Wald entsteht hier doppelter neuer Wald.
      Schön und gut, dass das Gelände renaturiert bzw. aufgeforstet wird, dennoch wird dies nicht derselbe Wald sein, der über Jahrhunderte natürlich gewachsen ist.
      Ich frage mich auch in wie weit der Artenreichtum dem des Hambacher Forst entspricht.
      Meiner Meinung nach kann man per Menschenhand nicht das nachbilden, was über Jahrhunderte natürlich gewachsen ist.

      Generell habe ich den Eindruck, dass es hier mal wieder um die Sicherung von Arbeitsplätzen in bereits sterbenden Industriezweigen geht.
      Meines Erachtens wird hier seitens der Politik auch zu wenig getan, um die Energiewende voranzutreiben.

      Wegen mir könnte der Strompreis auch deutlich weiter angehoben werden, irgendwann rechnet es sich eine Solaranlage auf dem Dach zu installieren und den Strom selbst zu verbrauchen.

      MfG Kai
    • Hallo Kai,

      mich stört die Art und Weise des Protests. Und zwar ganz gewaltig!
      Das ist kein Protest, sondern die Gründung einer krimminellen Vereinigung.

      Wir leben in einem Land, in dem es möglich ist seine Meinung frei zu äußern,
      gegen Alles und Jeden zu demonstrieren und zu protestieren, auch wenn es sich dabei um Großkonzerene oder Regierungen handelt.
      Ganz gleich ob Gemeinde-oder Stadtrat oder auch Landes- und Bundesregierungen,
      Stadtwerke, oder RWE. (Auch VAG, aber dagegen demonstriert keiner, komisch?)
      Wenn mir nicht passt, was die machen, dann kann und soll ich meinen Unmut lautstark und auch in Demonstrationen zum Ausdruck bringen.

      Und unsere Regierungen, Ministerien, (Polizei)Beamte und die Justiz achten Recht und Gesetz,
      und sorgen dafür, dass jeder von diesem Verfassungsrecht auf freie Meinungsäußerung gebrauch machen kann.
      Da muss man garnicht mal so weit fahren, oder in den östlichen Landesteilen zurückdenken, und schon ist oder war das ganz anders.

      Wenn ich mich nun auf diese Rechte berufe, um gegen was auch immer zu protestieren und demonstrieren, dann kann ich nicht vorher mit dem Rotstift durch die Gesetzesbücher gehen, und mir nur die Paragraphen raussuchen, die mir in den Kram passen.

      Und Baumhäuser in anderer Leute Wald zu bauen und da „wild“ zu campen ist nun mal eindeutig ein Rechtsbruch. Und zwar mehrfach.
      Ich bin kein Anwalt, kann dir aber sagen, dass du nicht nur aus aus Baurechtsgründen solch eine Baumhaussiedlung nicht mal in deinem eigenen Wald errichten darfst.
      Vom Müll und den Fäkalien und dem „Kapern“ anderer Leute Eigentum mal ganz abgesehen.

      Wer sich als „Umweltschützer“ darstellt, dann mit hunderten Leuten wild im Wald wohnt,
      und dabei genau die Flora und Fauna schädigt die er angeblich schützen will, der hat bei mir jede Glaubwürdigkeit verloren.

      Wer sich die Rechte nur danach raussucht, was Ihm davon in den Kram passt, und dabei die Rechte Anderer mit Füßen tritt, auch der hat bei mir jede Glaubwürdigkeit verloren.

      Natürlich kann und darf gegen den Kohleabbau und die Abholzung des Waldes demonstriert werden.
      Aber bitte mit legalen Mitteln und Demos.
      Oder auch auf dem Rechtsweg, der ja in diesem Fall mehr Erfolg gebracht hat, als das Vorgehen der „Waldbesetzer“, bei dem außer dem Wald auch Recht und Ordnung mit Füßen getreten wurden und werden.

      Was mir außerdem an all den Demos der sogenannten Umweltschützer und hauptberuflichen Umweltaktivisten tierisch auf den Sack geht ist, dass immer nur dann gegen etwas demonstriert wird, wenn andere damit Geld verdienen.
      Das ist Neid und kein Umweltschutz.
      In den 90er Jahren wurde lautstark gegen die Stromkonzerne gewettert, die mit Ihren AKW´s Geld verdienten und nach alternativen und regenerativen Energien wie Wind und Sonne geschrien.
      Seit sich die Windenergie „rechnet“ und damit Leute Geld verdienen,
      wird dagegen demonstriert.
      Wegen Infraschall, Rotmilan, Landschaftsverschandelung usw.
      Nicht dass ich diese Probleme der Windkraft in Abrede stellen will, nur stört mich dabei, daß unsere "Umweltaktivisten" umsomehr dagen sind, je ausgereifter und profitabler die Windkraftanlagen werden.
      Da wurde in Deutschland massenhaft in alternative Stromerzeugung investiert, genau wie die "Grünen" in den 90ern gefordert haben, und jetzt kreigen wir den Strom nicht dahin, wo er gebraucht wird.
      Weil die gleichen "Grünen" bei jeder neu geplanten Stromleitung lautstark "dagegen" rufen.

      Gruß Martin ,
      der sich eigentlich zu dem Thema gar nicht äußern wollte, weil er nicht weiß, ob ohne die Verstromung der Kohle unter dem Hambacher Forst bei uns „das Licht ausgeht“ oder nicht.
      Die Informationen, die mir dazu zugänglich sind, wiedersprechen sich jedenfalls allesamt, und ich selbst kann das (leider) nicht ausrechnen.....
      D6006 Bj. 1974 :love:
      Wer braucht schon 6 Zylinder?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Oberwesterwälder ()

    • Ich stelle fest das hier jetzt genau das statt findet was eigentlich keiner will.
      Jeder hat eine Meinung und kann es aufgrund der gegensätzlichen Meinung des anderen nicht aushalten, nichts zu schreiben.

      Für solche Themen ist ein Forum einfach ungeeignet und ich möchte nicht, das sich hier Leute aufgrund unterschiedlicher Meinungen gegenseitig anfahren die vorher beim Austausch über Technik gut mit einander klar gekommen sind.
      Ich sehe es im Landtreff immer wieder das bei den "politischen" Themen nur Stress aufkommt.

      Lasst uns bei der Technik bleiben.
      Gruß, Harm

      DX4.31 und D4005
    • Moin Harm,

      na dann macht doch diesen Thread zu, ist doch recht viel geschrieben worden, und unterschiedliche Meinungen ausgeführt.
      Ich geb Dir Recht (ohne die evtl zukünftigen Schreiber hier "beschränken" zu wollen) lasst uns zur Technik zurückkommen.
      Auch wenn ich´s interessant finde hier zu lesen.

      Bevor Streit aufkommt lass gut sein.

      Mein Vater hat immer gesagt: Wenn´st nicht dick werden willst, hör auf zu essen wenns am besten schmeckt. ;)

      Grüße

      Joe
      Kommentar meiner Frau zum Intrac:
      Schaff mir bloß des hässliche Ding aus den Augen!
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      Update 11/ 2015: meine Frau steigt ohne Vomacur nicht mehr in den Intrac...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Roadmaster95 ()

    • Moin,
      auch wenn es hier nicht hingehört:

      Für die Formulierung: " die feigen Bauern" im Thread neuer Bereich Umwelt
      entschuldige ich mich.

      Zu dem Zeitpunkt, als ich es geschrieben hatte, habe ich von allen Seiten die landwirtschaftliche Packung bekommen.
      Dadurch bedingt war ich sehr aufgebracht und hatte zur Tastatur gegriffen und diese Formulierung in die Welt gesetzt.
      Das solch ein Handeln nichts Positives hervorbringen kann ist mir bewusst.

      Gruß Felix
    • Moin Felix,

      den Schneid hab ich insgeheim von dir auch erwartet, also angenommen.

      Auch wenn wir bei manchen Themen weiterhin wohl mal anecken können, so freu ich mich dann auch wieder drauf.
      Allerdings diskutiere ich in Internetforen nur sehr ungern solche Themenkomplexe, sie sind zu umfangreich und man kann sie nur anreißen, dass klappt besser bei nem Gespräch.


      So und nun weiter im Text.

      Ich halte die Hambi Waldbesetzter genauso für Verbrecher, wie diejenigen, die bei uns auf die Höfe nachts geschlichen kommen, in unsere Stallungen einbrechen und illegale Filmaufnahmen machen. Viele Tiere verletzen und verenden nämlich genau in diesem Moment, weil sie schlicht in Panik geraten. Fremde Leute zu ungewohnter Zeit = Gefahr und Fluchtmöglichkeiten gibt es im Stall nun mal nicht wirklich. Auch von wegen dumme Kuh, Tiere erkennen selbst im dunkeln ihre Bauern, Besitzer und deren Familienangehörige allein schon an den Gehgeräuschen und Gangart. Selbst wenn man nach dem Schützenfest bisschen beschwipst in den Melkstand ging, fanden die Damen das nicht so toll. Aber gut, dass ist bei uns nun schon seit 4Jahren Vergangenheit.

      Auf der anderen Seite steht aber auch, es werden hin und wieder so ja tatsächlich schwarze Schafe und Tierquäler aufgedeckt, wie jüngst in einem Schlachtbetrieb. Falls die bisher bekannten Informationen stimmen, ist dort den Tieren unsägliches Leid angetan worden.

      Da frage ich mich aber, wie erfahren die Einbrecher wo unter Umständen unhaltbare Zustände vorherrschen? Doch auch nur durch Hinweise andere und Beobachtungen am Tage.

      Und man hat immer die Möglichkeit den offiziellen Gang der Beschwerde zu gehen, sprich: Polizei, untere Naturschutzbehörde, Veterinäramt... . Selbst wenn eine der Abteilungen/Behörden auf entsprechendem Auge blind sein sollte oder aber nicht einschreitet gibt es genügend Wege bevor man Beweise auf krimineller Art versucht zu bekommen.

      Bestes Beispiel ist ja gerade, um wieder zum Thema zu kommen, der erwirkte Rodestop. Nun geht es ja darum, ob die vormals erteilten Genehmigungen zulässig waren.RWE ist da nun am wenigsten anzukreiden.

      Trotzdem hege ich den naiven Wunschgedanken, dass selbst wenn die RWE wieder abholzen darf, sie darauf verzichtet.


      Ich habe nur die Befürchtung, dass wir uns in einigen Jahren/Jahrzehnten um ganz andere als diese "Luxusthemen" Gedanken machen werden. Dass, was wir Menschen der Erde antun, wird uns noch böse einholen und wir Menschen werden dabei den kürzeren ziehen. Auch wird es mit dem wahnsinnigen weltweiten Bevölkerungswachtum nicht friedlicher werden und es wird in vielen Gegenden ein reiner Kampf ums überleben. Ist jetzt schon vielerorts zu Beobachten.


      Gruß
      Kai
      Deutz D5505
      Fendt Farmer 203 VA
      Fendt GHA 395
      Fendt Favorit 612 LS
      Eicher 3709
    • Guten Morgen schon wieder,

      Kühe sind das Gegenteil von dumm. Habe schon erlebt wie die selbst Ihren Stall trotz 3 facher sicherung öffnen und plötzlich hinter einem stehen und einem Fruebdlich übers Ohr schlecken :D

      Wir hätten früher mal Kühe und einmal solche Filmer auf dem Hof. Nachts um 3 ging plötzlich Bella (unsere Hofhündin) tierisch los. Da hätte die die beiden Aktivisten schon in eine Ecke gestellt. Die Sauhunde haben dann tatsächlich sogar ein Stück Fleisch zu Ihr geworfen mit der Pille drin. Zum Glück ist Bella drauf trainiert sowas komplett zu ignorieren. Naja wurden dann von der Polizei mitgenommen. Die Filmaufnahmen waren übrigens nur fürs Familienalbum gut. Unser Stall damals war recht groß für unsere 100 Kühe sodass man nur einen Dunklen Haufen friedlich pennender Kühe sah :D.

      Ich finde solche Aktionen eher kontraproduktiv. Auch auf Hambi bezogen.

      Gruß
      Jörg der jetzt pennen geht