Regenwasser mit Retensionsziterne sammeln

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    • Regenwasser mit Retensionsziterne sammeln

      Hallo Leute

      Bin gerade dabei mir eine Lagerhalle im Gewerbegebiet zu bauen. Auf dem Grundstück ist schon eine Zisterne vorhanden soweit so gut.
      Von Bauamt wurden 2,5m³ ausreichen die Zisterne hat ein Volumen von 9,2m³ also mehr als ausreichend.
      Es wird eine Abflussdrosselung von max. 7,5L/sek vorgeschrieben, das wären 450L/min dies könnte über eine Tauchpumpe erfolgen. Hier bekomme ich aber weder von dem Hersteller der Zisterne noch von dem Hallenbauer eine aussagekräftige Antwort.
      Hat hier im Forum schon jemand in so etwas Erfahrung gemacht.

      m.f.G.Harald
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    • Servus Harald,

      beruflich habe ich immer wieder mit solchen Dingen zu tun, hier ein paar Gedanken vorab.

      1) Elektrische Pumpe vermeidet man wo möglich. Unterhaltskosten, Stromkosten, Ausfälle, Isolationsfehler etc. lassen sich so vermeiden.
      2) Jede genehmigende Behörde erlässt gottgleich ihre eigenen Auflagen, unbedingt vorher mit ihr abstimmen (mindestens per Email, Hauptsache irgendwie schriftlich). Mindestanforderungen klar abklären. Es gibt viele verschiedene Varianten für die Drosselung von Abwasservolumenströmen, Hebeanlage ist eine recht aufwändige, Drosselschieber oder Querschnittsreduzierung im Auslauf natürlich entsprechend einfacher.
      3) Ist eine gleichzeitige Nutzung als Nutzwasser sinnvoll (bei der großen Soll-Ist-Differenz im Volumen würde sich das anbieten sobald man für irgendwas Wasser braucht)?
      4) Wie ist die Höhenlage vom öffentlichen Kanal / Übergabeschacht? Kann ohne Pumpe entwässert werden? Wenigstens auf der Höhenlage für das notwendige Volumen... Was ist aktuell überhaupt gebaut?
      5) Werden nur Dachflächen eingeleitet oder (später) auch Straßenabläufe, Rinnen etc?

      Normalerweise findet man schon eine clevere Lösung für solche Probleme, bauen kann man fast alles, es muss aber sinnvoll bleiben...

      Beste Grüße
      Stefan
    • Eine zuverlässige Tauchpumpe , die mind. 27 m3/h leistet findet man auch nicht so schnell . Es gibt Paar Hersteller die sowas anbieten . Osna ,Calpeda aber das kostet nicht unwesentlich Geld . Sollten es die örtlichen Gegebenheiten zulassen , dann greife auf einen Überlauf zurück und setze eine Drosselung ein . Ist schon immer witzig welche Auflagen solche Behörden geben . 7,5 Liter in der sec, in einer Drucklosen Freispiegelleitung . Da müsste ich ja selbst mal meine Diagramme durchsuchen um das Rauszufinden .Da Wette ich , hat wieder irgend ein Heini was aufgeschnappt und will das zum Besten geben . Ansonnsten hätten sie dir eine Angabe in DN 80 oder DN 100 als Rohrstärke gegeben . :D
      Ich nix weiß.

      Gruß
      Jens
    • Moin zusammen,

      aus eigener Erfahrung kann ich behaupten, dass so eine Lösung mit elektrischer Pumpe schon gemacht werden kann, aber dann **** ist. Bei uns in der Firma wurde ein Testcenter neu gebaut (2017) und ein Abflusssystem mit einer elektrischen Pumpe verwendet. Aufgrund der Verkettung unglücklicher Umstände (V-Förmiges Dach, Zentralrinne ohne Überlauf) ist dann bei einem starken Unwetter das Testcenter überflutet worden. Leider hat es dann auch den Schaltkasten der Pumpe erwischt. Fazit: in mehreren Hallenabschnitten stand das Wasser teilweise 10cm hoch und musste mit Manneskraft herausgeschoben werden.

      MfG Kai


    • Hallo Harald,

      hab dir mal schnell was gezeichnet. Du musst bei den Vorgaben unterscheiden zwischen Retensionsraum und Zisternennutzvolumen. Ich gehe davon aus, dass die Vorgabe 2,5m³ sich auf den Retensionsraum bezieht.

      Normales System:

      bei Regen wird das Nutzvolumen gefüllt, regnet es weiter hebt der Schwimmer den Ablaufschlauch mit Filter langsam an, erreicht der Filter die Höhe des Ablaufrohrs, so beginnt über den Schlauch ein gedrosselter Abfluss, dieser erhöht sich mit steigendem Wasserstand, ist einstellbar über Filter und Schlauchdicke. Hört es dann auf zu regnen, pendelt sich der Wasserstand beim maximalen Nutzvolumen ein.
      Bei Starkregen ist irgendwann die maximale Retensionsmenge erreicht, in deinem Fall sollten dass 2,5m³ sein, dann läuft das Wasser direkt über den Notüberlauf ungedrosselt in den Kanal.
      Nach Ende des Regens wird wieder gedrosselt Wasser abgeführt, bis zur maximalen Nutzmenge. Die geforderte Retensionsmenge steht also wieder zur vollen Verfügung.
      Zweck ist die Entlastung der Abwasserkanäle, große Nierschlagsmengen werden auf eine längere Ablaufzeit verteilt.

      Ein guter Planer orientiert sich an max. Ablaufmenge des Kanals, Größe der Abzuleitenden Flchen und Menge des zu erwarteten Niederschlags, daraus errechnen sich dann die benötigten Retensionsvolumen, die in Abhängigkeit der abzuleitenden Flächen auf die Bauherren verteilt werden...

      Logischerweise sollte der Ablauf höher als der Kanal sein. Von elektrischen Systemen kann ich nur abraten, bei Starkregenereignissen fällt auch öfter mal der Strom aus, dann bringt das alles nix...
      Gruß Ruben

      F2L612/6, DX110, Faun FM1025, Unimog U424 / U1000, Kroll K14D
    • Frage ? Warum verbaust du einen Schlauch mit einem Schwimmer und einem Filter ? Würde nicht ein Stopfen DN100 mit einem DN 50 Loch in der Mitte reichen ? Bei Starkregen wird immer eine Menge Unrat vom Dach gespült (Blätter , Sand Moos ,Tote Vögel :D ) Was in dem Falle oben schwimmt und den Filter verstopfen kann . Ansonsten Optimale Lösung .
      Ich komme in einem Punkt hier nicht weiter . Und das ist die Fließgeschwindigkeit . Das Amt will 7,5 l/sec , 450 l)min . Aber ohne Fließgeschwindigkeit in einer Drucklosen Leitung ist das alles mist . Nehmen wir an , wir haben 0,4 m in der sec , dann kannst du ein 150 KG rohr verbauen , oder wir haben 0,5 m in der sec , dann reicht ein 125 KG Rohr . Im Normalfall gehe ich davon aus , das du mit einem 150 KG Rohr im Limit liegst . Sollte in deiner Grube das Wasser ansteigen ,durch Starkregen , andert sich auch der Druck , somit die Fließgeschwindigkeit und auch der Durchfluss . Wird aus den 0,4 m 0,8 m in der sec laufen durch die Leitung auch 54 m3/h. Oder weiß jemand noch was anderes ?
      Ich nix weiß.

      Gruß
      Jens

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jenske ()

    • Hallo, ich denke Schlauch mit Schwimmer hat schon eine Berechtigung, denn dann bleibt der Druck des abfließen den Wassers ja gleich. Der Schlauch wird zb immer 10cm unter der Wasseroberfläche gehalten. Wenn nur ein Loch drin wäre kann es ja sein dass über 1m ws an der Öffnung a"nstehen", je nach baulicher Gegebenheit
      Mit freundlichen Grüßen
      Michael
    • Hallo,

      genau, bei Schlauch mit Schwimmer hast du immer den gleichen maximalen Druck, da er immer eine definierte Wassermenge über sich hat. Wenn man das mit nem Loch macht, steigt bei Starkregen der Durchfluss ja enorm an, genau das wird ja nicht gewünscht.
      Ob der Filter wirglich nötig ist, lässt sich drüber streiten, es kann sich halt nichts im Schlauch verklemmen...
      Gruß Ruben

      F2L612/6, DX110, Faun FM1025, Unimog U424 / U1000, Kroll K14D
    • Hallo Leute

      Vielen Dank für dich schnelle Anrworten.


      DarkEnd schrieb:

      2) Jede genehmigende Behörde erlässt gottgleich ihre eigenen Auflagen, unbedingt vorher mit ihr abstimmen (mindestens per Email, Hauptsache irgendwie schriftlich). Mindestanforderungen klar abklären. Es gibt viele verschiedene Varianten für die Drosselung von Abwasservolumenströmen, Hebeanlage ist eine recht aufwändige, Drosselschieber oder Querschnittsreduzierung im Auslauf natürlich entsprechend einfacher.
      Und genau hier liegt mein Problem Stefan von der Gemeinde aus darf nach Faktor 0.6 bauen nach dem Bauamt aber nur nach Faktor 0,3 liege etwas dazwischen. Aber wie genau und was genau zu machen ist da ist der Infofluss vom Bauamt sehr dürftig und genau dieser Zustand hat mich schon einige Wochen Verzögerung gekostet.
      Zur Vorabscheidung vom groben Schmutz könnte ich die 3 Abscheidebehälter nutzen die der Vorbesitzer von dem Grundstück dazu auch gebaut hat.

      m.f.G.Harald
      wer will kann die Rechtschreibfehler bei Ebay versteigern
    • Servus Harald,
      welchen Faktor meinst Du, Grundflächenzahl?

      Grundsätzlich zählt natürlich das, was in der Baugenehmigung / Entwässerungsgenehmigung steht. Die hast du bereits?
      Was baust Du denn eigentlich? Auf einem bereits erschlossenen Grundstück eine Halle? Woher kommen die vorhandenen Anlagen? Altbestand? Überbleibsel von gescheitertem BV?

      Beste Grüße
      Stefan