Deutz D7206-S Bremsflüssigkeit oder Bremsöl

    • Deutz D7206-S Bremsflüssigkeit oder Bremsöl

      Hallo,
      Vielleicht kann mir einer helfen. Ich habe die Bremse von meinem Deutz Schlepper nachgeschaut und stelle mir jetzt die Frage ob ich die Bremsanlage mit Bremsöl oder Bremsflüssigkeit betreiben muss.
      Folgender Bremszylinder ist Verbaut:
      Hauptbremszylinder: FAG S5389
    • Hallo,

      vielleicht hab ich ja was verpasst....aber den Begriff Bremsöl lese/höre ich jetzt zum ersten Mal.

      Wenn Du keine BA hast wo du nachlesen kannst, wende dich mal an deine nächste LAMA-Werkstatt bzgl. fragen.

      Wenn du keinen LAMA kennst oder weisst oder hast, ruf mal hierhin an. uhr-landtechnik.de/index.php?id=14667

      Gruss Andreas
      "Er hat geschweisst, man sieht es kaum, lasst uns schnell noch einen Niet reinhau`n!" ;(
    • Moin Malte,

      D_On schrieb:

      Bremsöl hat man früher zur Bremsflüssigkeit gesagt. Ist fachlich falsch. Es gibt sowas nicht.
      Das ist fachlich falsch, denn es gibt und gab durchaus Bremsflüssigkeiten auf Basis von Mineralöl. Dazu kann man dann analog zum Hydrauliköl auch Bremsöl sagen.

      Gruß
      Maximilian
      Nur über längere Zeit aktive Mitglieder bekommen von mir Unterlagen (Bedienungsanleitung, Ersatzteillisten, o.ä.). Neue User nicht!
      Auf derartige Anfragen wird nicht mehr reagiert.
    • Hallo Maximilian,

      Wie du selber geschrieben hast. Es ist auch Bremsflüssigkeit. Die Verwendung von Öl im Bremssystem wäre nicht gut da die Viskosität bei Erwärmung sinkt. Hierdurch wäre das Bremsverhalten nach dem Kaltstart und bei Betriebstemperatur sehr unterschiedlich. Da diese Änderung ja grade beim Bremsen eintritt, wäre das sehr gefährlich.

      Die Bremsflüssigkeit von der du sprichst basiert zwar wirklich auf verschiedenen Mineralölen, diese sind aber so weiterverarbeitet das Sie fast die Eigenschaften wie Synthetische Bremsflüssigkeit aufweist.

      Des weiteren wäre Öl sehr gefährlich da bei einem Leck welches auf die Bremse Austritt, schon eine geringe Menge zu völligem Bremskraftverlust führen würden.

      Viele Grüße
      Malte
      Viele Grüße
      Malte
    • Hallo !
      Einige die hier schreiben kennen hydraulische Bremsen scheinbar nur aus dem PKW-Bereich.
      Dort ist Bremsflüssigkeit auf Glykolalkohol- Basis Standard.
      Vergleiche Bremsflüssigkeit DOT 3, DOT 4 und DOT 5.1
      Amerikanische Fahrzeuge, speziell auch die der US- Army, und Harley- Davidson Motorräder haben Bremsflüssigkeit auf Silikonöl- Basis, DOT 5

      Und jetzt zu "modernen" landwirtschaftlichen Traktoren u. Arbeitsmaschinen :
      Da diese Fahrzeuge fast immer Bremsen im Ölbad (Vollscheibenbremsen im Getriebe oder in der Vorderachse) haben,
      wird hier KEINE Bremsflüssigkeit ala DOT 4 usw. eingefüllt.
      Dort wird das normale Hydrauliköl, oder ein besonderes "Bremsöl" wie zb. Pentosin verwendet.
      Stichwort ist : Ölvermischung bei undichtigkeit des Bremssystems.

      Fahrzeuge der 70er bis 90 er Jahre , wie Fendt Favorit 600, D 8006 bis 13006, DX 4, 6 und agrostar haben trockene Bremsen
      und deshalb auch Bremsflüssigkeit auf Glykolalkohol- Basis.
      Ab Deutz agrotron (= Nasse Bremse im Getriebe) ist dort "Bremsöl" im System eingefüllt.
      Bei den frühen agrotrons war das Pentosin, ein dünnflüssiges Hydrauliköl.
      Was in aktuelle agrotrons aufgefüllt wird weiß ich jetzt nicht, weil ich so einen nicht in der Kundschaft habe.

      GANZ WICHTIG : Nur die für das Bremssystem RICHTIGE Flüssigkeit einfüllen.
      Meistens steht das auch auf dem Deckel des Ausgleichbehälters , ZB. NUR Bremsflüssigkeit DOT 3 einfüllen !

      Eine Bedienungsanleitung ist immer hilfreich bei Wartungsarbeiten!!!!

      Bei den Flüssigkeiten auf Glykohlalkohol- Basis kann man höherwertige Flüssigkeit einfüllen.
      ZB. DOT 4 statt DOT 3
      Das DOT 3 ist auch fast vom Markt verschwunden, gibts eigtl. nur noch auf Anfrage.
      Unterschiede zwischen den Qualitätstufen ergeben sich im sog. Naßsiedepunkt.

      Was Passiert wenn ich in einer Bremsanlage für DOT 3 Mineralöl ( Hydrauliköl, ATF , usw ) einfülle ?
      Alle Gummiteile beginnen aufzuquellen und verlieren ihre Dichteigenschaft.
      Das geht vom Hauptbremszylinder über Schläuche bis zu den Radbremszylindern,
      inkl. des hydraulisch angesteuertem Anhängerbremsventils, Ausgleichventile usw.
      Bei einem älterem Schlepper kann das dann ein wirtschaftlicher Totalschaden werden....

      Zurück zur Eingangsfrage von Deutzprofi und seinem D 7206:
      Ich gehe davon aus, das dort original DOT 3 eingefüllt werden sollte.
      Mit DOT 4 machste nichts falsch ( höherkompatibel)
      Wenn die Bremsflüssigkeit schmutzig- braun ist, würde ich sie komplett wechseln.
      In einer KFZ oder Landmaschinen-Werkstatt mit einem Befüll und Entlüftergerät ist das eine Sache von ca. 0,5 bis max 0,75 Minuten.
      Vorteil des Befüllgerätes : Es muß nicht durch "Pumpen" entlüftet werden.
      Es wären nicht die Ersten Hauptbremszylinder- Manschetten, die nach dem entlüften schrott sind....

      mfg bfg 2004
      intrac - weit mehr als nur ein Traktor
    • Hallo zusammen,

      Bei Getriebebremsen ist das in der Tat so. Das hätte ich jetzt mal raus gelassen.

      Es gibt auch im Bereich von Seilbaggern Hydraulische Schlingenbremsen. Diese haben auch normales Hydraulilöl.

      An der Stelle will ich aber mal sagen das ich es gut finde wie man hier diskutieren kann. Ich bin in einigen Foren aktiv, leider ist es meistens so:

      -aussage
      -falsch du muss
      -ars**
      -****

      :D

      Freut mich das ich hier offenbar in einer sehr guten Community gelandet bin :)

      Schönen Tag euch
      Malte
      Viele Grüße
      Malte
    • bfg 2004 schrieb:

      Hallo !
      Einige die hier schreiben kennen hydraulische Bremsen scheinbar nur aus dem PKW-Bereich.
      Dort ist Bremsflüssigkeit auf Glykolalkohol- Basis Standard.
      Vergleiche Bremsflüssigkeit DOT 3, DOT 4 und DOT 5.1
      Amerikanische Fahrzeuge, speziell auch die der US- Army, und Harley- Davidson Motorräder haben Bremsflüssigkeit auf Silikonöl- Basis, DOT 5

      Und jetzt zu "modernen" landwirtschaftlichen Traktoren u. Arbeitsmaschinen :
      Da diese Fahrzeuge fast immer Bremsen im Ölbad (Vollscheibenbremsen im Getriebe oder in der Vorderachse) haben,
      wird hier KEINE Bremsflüssigkeit ala DOT 4 usw. eingefüllt.
      Dort wird das normale Hydrauliköl, oder ein besonderes "Bremsöl" wie zb. Pentosin verwendet.
      Stichwort ist : Ölvermischung bei undichtigkeit des Bremssystems.

      Fahrzeuge der 70er bis 90 er Jahre , wie Fendt Favorit 600, D 8006 bis 13006, DX 4, 6 und agrostar haben trockene Bremsen
      und deshalb auch Bremsflüssigkeit auf Glykolalkohol- Basis.
      Ab Deutz agrotron (= Nasse Bremse im Getriebe) ist dort "Bremsöl" im System eingefüllt.
      Bei den frühen agrotrons war das Pentosin, ein dünnflüssiges Hydrauliköl.
      Was in aktuelle agrotrons aufgefüllt wird weiß ich jetzt nicht, weil ich so einen nicht in der Kundschaft habe.

      GANZ WICHTIG : Nur die für das Bremssystem RICHTIGE Flüssigkeit einfüllen.
      Meistens steht das auch auf dem Deckel des Ausgleichbehälters , ZB. NUR Bremsflüssigkeit DOT 3 einfüllen !

      Eine Bedienungsanleitung ist immer hilfreich bei Wartungsarbeiten!!!!

      Bei den Flüssigkeiten auf Glykohlalkohol- Basis kann man höherwertige Flüssigkeit einfüllen.
      ZB. DOT 4 statt DOT 3
      Das DOT 3 ist auch fast vom Markt verschwunden, gibts eigtl. nur noch auf Anfrage.
      Unterschiede zwischen den Qualitätstufen ergeben sich im sog. Naßsiedepunkt.

      Was Passiert wenn ich in einer Bremsanlage für DOT 3 Mineralöl ( Hydrauliköl, ATF , usw ) einfülle ?
      Alle Gummiteile beginnen aufzuquellen und verlieren ihre Dichteigenschaft.
      Das geht vom Hauptbremszylinder über Schläuche bis zu den Radbremszylindern,
      inkl. des hydraulisch angesteuertem Anhängerbremsventils, Ausgleichventile usw.
      Bei einem älterem Schlepper kann das dann ein wirtschaftlicher Totalschaden werden....

      Zurück zur Eingangsfrage von Deutzprofi und seinem D 7206:
      Ich gehe davon aus, das dort original DOT 3 eingefüllt werden sollte.
      Mit DOT 4 machste nichts falsch ( höherkompatibel)
      Wenn die Bremsflüssigkeit schmutzig- braun ist, würde ich sie komplett wechseln.
      In einer KFZ oder Landmaschinen-Werkstatt mit einem Befüll und Entlüftergerät ist das eine Sache von ca. 0,5 bis max 0,75 Minuten.
      Vorteil des Befüllgerätes : Es muß nicht durch "Pumpen" entlüftet werden.
      Es wären nicht die Ersten Hauptbremszylinder- Manschetten, die nach dem entlüften schrott sind....

      mfg bfg 2004
      Vielen Dank für die ausführliche Antwort :)
      zur Werkstatt kann ich leider nicht zum befallen fahren da der Trecker nicht angemeldet ist und keinen TÜV hat.
      Ich werde es dann mal mit "Pumpen" versuchen
      Mit freundlichen Grüßen