Leistungsaufnahme Hydraulik

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    • Leistungsaufnahme Hydraulik

      Hallo
      Hätte da Mal ne Frage an die Hydroexperten.
      Hab noch einen Gartenzwerg am Start in Form eines Kubota B7000.
      Laut den Unterlagen hat er eine Zapfwellen Leistung von 12PS.
      Was könnte ich dem Teil leistungsmäßig abverlangen?
      Andersrum gefragt! Würde er 40l/min bei 180bar schaffen?
      gruss nobi
      Mit Windows arbeiten ist wie U Boot fahren!
      Kaum macht Mann ein Fenster auf gehen die Probleme los.
    • Hallo Nobi,

      das ist eigentlich recht simpel. Die Formel für die Leistungsberechnung lautet "Leistung= Druck x Volumenstrom". Man muss aber berücksichtigen, dass der Druck in [Pascal] (1 bar entspricht 100000 Pascal) einzusetzen ist und der Volumenstrom ist in [m^3 pro Sekunde] einzusetzen. Das heißt hier 18000000 [Pa] //180*10^5// und ein Volumenstrom von 0.00066667 [m^3/s] //40:(60*1000)//. Daraus folgt Leistung = 180*10^5*0.00066667 = 12000 [Watt]. Das ganze noch durch einen Wirkungsgrad von 0.8 (um auf der sicheren Seite zu sein, man könnte auch 0,9 nehmen) durchdividieren und das ergibt 12000/0,8 = 15000[Watt]. Jetzt noch in Ps umrechen und zwar indem mit einem Faktor von 1,36 multipliziert wird und man erhält 20,4 Ps. Wobei die Leistung natürlich auch mit der Formel Leistung = Drehmoment x Winkelgeschwindigkeit berechnet werden kann (Winkelgeschwindigkeit in [Radianten pro Sekunde]). Also laut Kai's Foto Leistung = 262*((540*2pi)/60) = 14516 [Watt] und das würde wieder passen.
      Wenn du eine Leistung von 8.8235 [kW] hast (12/1.36), dann kannst du bei einem Wirkungsgrad von 0.8 eine Förderleistung von rund 23,5 Liter pro Minute erzielen, bei 180 bar Druck.

      Schöne Grüße
      Christian.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von christian2541 ()

    • Um dir eventuell ein wenig die Angst zu nehmen:

      Diese Leistung benötigst du, wenn du dauerhaft 40l/min gegen das Überdruckventil presst. Für meinen Spalter habe ich mal ausgerechnet, dass er 26PS benötigt, betrieben wird er aber sehr erfolgreich mit einem 3PS Dieselmotor. Da der maximale Druck, wenn überhaupt, nur sehr kurz erzeugt werden muss (Druckloser Umlauf), wird die benötigte Leistung über die Schwungmassen eingebracht. Er braucht dann halt wieder ein paar Sekunden, bis die Drehzahl wieder oben ist bis zum nächsten Hub (schafft er aber i.d.R. während dem zurücklaufen des Zylinders ;))

      Der Vorteil dieser gnadenlosen Unterdimensionierung schlägt sich im Verbrauch nieder: Der Motor läuft quasi den ganzen Tag Vollgas und verbraucht dabei 10L Diesel, während ein größerer Motor das schon im Standgas verblasen würde.

      Grüße,
      Julian
    • Für einen Spalter oder etwas, dass nicht dauerhaft diese Menge und Leistung benötigt, wäre es vielleicht mit 12 PS möglich, Dauerhafter Antrieb von Mulchkopf, Gebläse, etc ist es nicht möglich.
      Beim Spalter z.B. ist es ja egal, der braucht die Leistung ja nur wenn das Holz nicht reißen will oder sich was verkeilt, bzw. wenn du in die Endlagen des Zylinder fährst. Im Normalfall wird er nie die max. Leistung abrufen.
      Gruß Ruben

      F2L612/6, DX110, Faun FM1025, Unimog U424 / U1000, Kroll K14D
    • Moin
      in meinem Fall ginge es um ein Anbaubagger
      der auch nur beim aufbringen seiner max Kraft die Leistung benötigt.
      Wenn meine Anlage 23l bei 180 bar dauerhaft liefert, würde ein Bedarf von26-27l wohl auch noch funktionieren über den Schwung vom Motor.
      Müsste Mal ausprobieren ob das ganze dann noch praktikabel ist.
      merci
      gruss nobi
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tante ute ()

    • Hallo Nobi,

      die Vorredner haben natürlich vollkommen recht, dass die Maximalleistung nur bei den Maximalwerten erreicht wird. Wenn du bei meiner Rechnung den Wirkungsgrad mal außen vor lässt, dann kommst du theoretisch auch auf circa 29 l/min Förderleistung. Und ja, wenn es beim Baggern schwerer geht, dann geht auch die Drehzahl nach unten, die geförderte Menge an Öl sinkt und somit fällt auch wieder die benötigte Leistung und es könnte sich wieder ein stabiler Zustand des Systems Motor- Hydraulikpumpe einstellen. Wenn du die Möglichkeit hast, dann orientiere dich an den rund 25 [l/min], gerade beim Baggern wird der Druck für einen längeren Zeitraum benötigt und wenn es dir dann jedesmal den Traktor halb abwürgt, macht es auch keinen Sinn, da ist es besser, wenn es etwas langsamer geht. Bei anderen Arbeiten, wie zum Beispiel dem Holzspalten, ist die Aussage meiner Vorredner völlig richtig.

      Schöne Grüße
      Christian
    • Es gäbe natürlich die Möglichkeit, eine Pumpe mit geringerem Volumen einzusetzen, dann wird zwar die Arbeitsgeschwindigkeit langsamer, der Motor geht aber nicht mehr in die Knie, sprich ich kann die maximale Kraft des Baggers nutzen.
      Gruß Ruben

      F2L612/6, DX110, Faun FM1025, Unimog U424 / U1000, Kroll K14D
    • Moin
      die 25l hatte ich auch gefühlsmäßig angepeilt.
      Kleinere Pumpe ist auch eine Möglichkeit , befürchte aber,das Mann dann nicht mehr im Fluss arbeiten kann und die Bedienung sehr nervig wird,da nur Einzelbewegungen auszuführen sind.mal schauen was sich ergibt.
      gruss nobi
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    • Hallo,

      wenn du den Radius der Hydraulikkolben kennst, kannst du natürlich auch problemlos über den Volumenstrom berechnen, mit welcher Geschwindigtkeit die Anlage arbeitet und du würdest sehen, ob die Fördermenge für deine Zwecke ausreichend ist.
      Es gibt aber auch Pumpen, mit denen die Durchflussmenge reguliert werden kann, somit könnte man, je nach Einsatzzweck, entweder auf Kraft beziehungsweise auf Geschwindigkeit einstellen (Axialkolbenpumpen). Nur der Preis im Vergleich zur Zahnradpumpe ist natürlich wesentlich höher.
      Eine andere Möglichkeit ist es, sich eine Hydraulikpumpe mit zwei unterschiedlichen Fördermengen zu suchen ( sowas in diese Richtung schlepper-teile.de/de/traktort…/index.pmode?detailid=800 ) und dann über Ventile die entsprechende Fördermenge zuschalten und die andere leer im Kreis Pumpen lassen. Dann kann man wieder zwischen Kraft und Geschwindigkeit wählen. Nur muss man halt eine passende Pumpe finden.

      Schöne Grüße
      Christian

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von christian2541 ()

    • Moin
      An Varipumpe oder die Möglichkeit den Volumenstrom zu ändern hatte ich auch schon gedacht,das wird mir aber zu kompliziert,da Kauf ich mir lieber einen bagger.als ich den Traktor kaufte , sollte da auch nur ein Frontlader dran, und dafür hat er echt genug Power.
      Mit der Zeit reifte der Wunsch ein Universal Gerät daraus zu machen und nun rächt es sich,das er nicht noch ein Zylinderschen mehr unterm Häubschen hat.
      Hab bei mir in der Nähe einen Händler der den GEO BH5r verkauft.soll ab 15PS geeignet sein.werd den Händler Mal anfunken und nach den Daten der Pumpe fragen.
      Notfalls schleif ich den Trecker dahin und probier's einfach aus(-:
      Danke für die hilfreichen Hinweise.
      gruss nobi
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