Arbeitstechnische Frage

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    • Arbeitstechnische Frage

      Nabend zusammen,

      Ich weiß das hat grad überhaupt nix mit dem Forum zu tun,aber vieleicht kann mir jemand weiterhelfen.

      Ich bin noch in der Ausbildung und schiebe seit Monaten enorm wichtige Termine vor mir her. In der Zeit von 3 Monaten habe ich 3x versucht Urlaub dafür zu kriegen. 2x eine Woche und 1x einen Tag.

      Alle drei Anträge wurden abgelehnt. 2x unbegründet und einmal weil angeblich so viele Im Urlaub sind das wir Azubis die vertreten sollen.

      Für die Termine muss ich aber Urlaub nehmen, was anderes gewährt mir der Arbeitgeber nicht.

      Kann mir jaemand sagen ob das so rechtens ist? Im www finden sich wiedersprüchliche angaben. Einer der Termine ist z.b. die Verlängerung des Personalausweises (seit 2 Monaten ungültig). Ich arbeite wirklich gerne dort und will deshalb auch keinen Stress in der Firma aber sowas belastet einen natürlich schon sehr.

      Wichtig zu sagen ist noch das ich nur ca. Jeden 3. Monat für ca 2 Wochen überhaupt Urlaub beantragen kann, dazwischen sind immer wieder Blöcke zu 8 Wochen Berufsschule in welchen Urlaub absulut verboten ist. In diesen möglichen Zeiten wurde mein Urlaub jetzt eben schon 3x abgelehnt.

      Danke an alle
      Viele Grüße
      Daniel
    • Hallo Daniel

      Zum verlängern vom Personalausweis brauchst Du nicht Frei nehmen.
      Ausweise werden auch nicht verlängert, Du bekommst einen Neuen.
      Behörden haben ein oder zwei Tage länger auf.
      Lass neue Passbilder machen und mach einen Termin.
      Du musst zwei Mal hin, dauert aber auch nur ne 1/4 Stunde.

      Wenn Du Urlaub rechtzeitig und schriftlich beantragst, muss der Arbeitgeber den bewilligen


      Viele Grüße
      Thomas
    • Guten Morgen Thomas,

      Passbilder etc. Hab ich schon fertig. Das problem ist, das man hier für die Bürgerbüros Termine Buchen muss die nur so ca. 3 wochen später sind, und dann eben auch nur die Vormittagstermine (Nachmittags ist erst in 8 wochen was frei). Ich habe nachgefragt, auch dafür ist eine Freistellung bzw. Ein halber tag Urlaub nicht möglich.

      Vielen Dank trotzdem

      Gruß
      Daniel
    • Moin Daniel ,

      Ich könnte hier jetzt das komplette Bundesurlaubgesetz hochladen , das ist aber sehr Textlastig.

      Um es kurz zu halten :

      -Urlaub darf nur bei Dringenden, Betrieblichen Gründen angelehnt werden.
      ( Ein Lehrling hat KEINE Firmen wichtige Funktion und ist nicht zuständig das die Firma einen Wirtschaftlichen Schaden erlangen könnte)

      -> Außer du hast einen Lehrgang / Prüfung die der Ausbildung bei steuert.

      Ich kenne jetzt nicht die Bedingungen - Welches Lehrjahr / Alter / etc.

      Und wenn ich das so höre, dann gehe ich fest davon aus das du nach der Lehre nicht weiter da arbeiten wirst , ich würde es bei solch einem Chef nicht .

      "Sollte" er dir keinen Urlaub geben , dann gibt es genügend Stellen die dir helfen . Es gibt z.b einen Lehrlingswart. - Gibt es den bei euch nicht, dann zu deiner Handwerkskammer etc.
      Wenn alles nichts nützt und du Rückrad hast, dann über die Einigungsstelle / Arbeitsgericht ( Keine Sorge, da zahlst du selbst nicht einen ct.


      Lasse es dir nicht gefallen


      Gruß Rene
    • Hallo,

      grundsätzlich wird der Urlaub eines abhängigen Arbeitnehmers nach dem Bundesurlaubsgesetz
      geregelt. Willkürliche Urlaubsregelungen die nicht dem Urlaubsgesetz entsprechen, sind arbeitsrechtlich sind nicht zulässig. Der Urlaub ist wenn keine triftigen Gründe vorliegen, zusammenhängend zu gewähren.

      Der Urlaubsanspruch ist abhängig vom Alter und vom Tarifabkommen der jeweiligen
      Tarifpartner. Nach dem Bundesurlaubsgesetz besteht ein Anspruch für einen Erwachsenen 22 Arbeitstage wobei der Samstag als Arbeitstag gezählt wird. Für jugendliche in der Ausbildung
      befindliche Arbeitnehmer gelten noch Sonderregelungen mit längerem Urlaub.

      Den Urlaubsanspruch durchzusetzen ist für viele Arbeitnehmer aus verschiedenen Gründen
      häufig sehr schwierig. In dem Fall ist eine Hilfe von außen unerlässlich.


      Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

      Die Berufsschule hat den Auftrag auch allgemein bildende Kenntnisse wie das Arbeitsrecht zu vermitteln. Hier gibt es einen Ansatz dieses Thema zu behandeln.

      Sich an eine Vertrauensperson wenden, welche sich mit dem Arbeitsrecht auskennt und
      ein sachliches Gespräch zu Dritt mit dem Firmenleiter einleitet.

      Die Ausbildung unterliegt im Regelfall einer Kammer oder Innung. Auch hier gibt es
      Leute wie Obermeister die neutral Auskünfte oder weitere Ratschläge geben können.

      Sind die oben genannten Möglichkeiten ausgeschöpft, dann hilft nur ein Rechtsanwalt
      für Arbeitsrecht oder die Mitgliedschaft einer Gewerkschaft.
      Häufig ist dann ein Verbleib in der Ausbildungsstätte in Frage gestellt.

      Wünsche Dir viel Erfolg
      Gruß PM
    • vielen dank euch allen für die Antworten.

      Auch nach Gesprächen mit anderen bin ich mir sicher das das Handeln meines Chefs nicht richtig ist. Ich habe mich damit an die IHK gewand.

      Ich bin noch im 1. LJ. Ich darf leider den Originaltext nicht verwenden, aber sinngemäß hieß es in der einen Ablehnung die überhaupt mal begründet wurde:

      "Ich habe Sie für die Urlaubsvertretung anderer eingeplant, daher ist das nicht möglich". Da das ja offensichtlich nicht sein darf das man als Azubi so "eingespannt" wird, ist das Verhalten des Chefs wohl rechtswiederig.

      Trotzdem würde ich eigentlich gerne bei der Firma bleiben da es mir sonst sehr gut dort gefällt.

      Auf die erneute nachfrage warum die ersten beiden Urlaube abgelehnt wurden habe ich in der Antwortmail wieder keinen Grund bekommen. Ich werde jetzt zusammen mit der IHK entscheiden wies weitergeht.

      Vielen Dank nochmal euch allen und
      Viele Grüße
      Daniel
    • Hallo Daniel,

      es reicht nicht aus zu wissen, dass das Vorgehen des Vorgesetzten falsch ist.
      Zur Änderung des Zustandes ist ein Gespräch in Anwesenheit einer sachkundigen
      Person Deines Vertrauens zu dritt erforderlich. Das Gespräch musst Du oder Deine
      Vertrauensperson welche von Dir bevollmächtigt ist anbieten. Nur so ist eine Klärung möglich.

      Gruß PM
    • Hallo,

      ich weiss nun nicht in welchem Gewerk du arbeitest...

      Grössere Firma? Kleiner Handwerksbetrieb?


      By the Way: Ein Azubi ist nicht dafür da, andere ....evtl. Facharbeiter zu vertreten....wenn diese Urlaub haben. Das ist Blödsinn ...ferner nur ein Vorwand um Ruhe zu haben. (Hab ich schon erlebt)

      Falls ihr einen Betriebsrat habt oder eine Jugendvertretung, wende dich an diese Leute.

      Dein Vorgesetzter ist zwar dein Vorgesetzter, er muss jedoch aber AUCH Regeln beachten.....und nicht willkürlich das machen was er will !

      Die Zeiten sind vorbei, das ein Meister GOTT spielen durfte....dazu sind diese Regelungen die die Vorschreiber erwähnt haben, in Kraft !

      Gruss Andreas
      "Er hat geschweisst, man sieht es kaum, lasst uns schnell noch einen Niet reinhau`n!" ;(
    • Pumpe schrieb:

      Die Zeiten sind vorbei, das ein Meister GOTT spielen durfte....dazu sind diese Regelungen die die Vorschreiber erwähnt haben, in Kraft !
      So ist es!

      Ich habe 1996 auch nach den Regeln des versoffenen Chefs tanzen müssen , heute läuft es anders.

      Ich bin seit 7 Jahren im Betriebsrat , Stellv. Vorsitzender und in dem Gbr .- So etwas gibt es hier nicht , die Azubis haben mehr Rechte als ihnen lieb ist !
      - Überstunden - Verboten , auch wenn diese es gerne möchten.
      -Schichtarbeit - erst ab 18 , auch wenn sie vorher wollen.
      etc.

      Urlaub DARF man einem Azubi nicht verweigern , wie schon gesagt wäre einer der wenigen Gründe
      -Lehrgang mit Inhalt der Ausbildung
      -Du bist der einzige der die Firma am Leben hält ( Was ehr unwahrscheinlich ist )

      Das Problem könnte aber danach ein gestörtes Verhältnis zum Chef sein , das ist in solchen Firmen leider so.
      Die machen das schon immer so und wenn jemand mal sein Recht anfordert, dann ist das Leben etwas schwerer danach.

      ( Seltener Fall : Der Chef akzeptiert es und sieht sein Fehler ein ... was aber auch bei Null % liegt )

      -Rede mit deinem Chef , nehme einen Zeugen mit ( Eltern / IHK / Vertreter / Ausbilder oder Lehrer )
      -Lese dich etwas ein z.b
      hannover.ihk.de/ausbildung-wei…h-von-auszubildenden.html


      Und dann drücke ich dir die Daumen das er es ein sieht.

      Gruß Rene
    • Guten Morgen ihr Drei,

      Unser unternehmen ist schon was größer. Ich mache die Ausbildung zum Baugeräteführer.

      Unser Chef ist *leider* auch Prokurist und Handlungsbevollmächtigter. Also nen gabz hohes Tier.

      Ihk ist Informiert und heute werde ich mal mit dem Betriebsrat sprechen.

      Ach ja Überstunden müssen wir auch machen, aber wenigstens in den Blöcken in denen wir auf den Baustellen sind. Das macht zum Glück noch Spaß.

      Viele Grüße
      Daniel
    • Hallo,

      dann wünsch ich dir mal das ihr auch einen Betriebsrat habt, den man auch so nennen kann. D.h. mit Rückgrat !

      Es gibt genug "Wackeldackel" die sich in den BR reinwählen lassen, nur um den angenehmen Kündigungsschutz abzusahnen. LEIDER!

      Da gibts noch sehr viel zu tun bzw. zu "entwickeln".... :S

      Gruss Andreas
      "Er hat geschweisst, man sieht es kaum, lasst uns schnell noch einen Niet reinhau`n!" ;(