Problem mit Anlasser beim D25.1 N (F2L712)

    • D 25.1

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    • Problem mit Anlasser beim D25.1 N (F2L712)

      Hallo liebe Deutz-Gemeide,
      ich benötige mal wieder Eure Hilfe bei einem Problem.

      Bei meiner Wiederbelebungsaktion meines D25 macht mir nun der Anlasser Schwierigkeiten.
      Nach wiederholten lautstarken Fehlversuchen beim Starten ging ich anfangs von einem lahmenden oder defekten Magnetschalter aus.
      Also heute Magnetschalter getauscht und das Problem ist immer noch da.
      Jetzt habe ich den kompletten Anlasser abmontiert und hätte jetzt meine erste Frage an Euch.

      Ist die Abnutzung der Zähne noch im grünen Bereich, oder liegt hier mein Problem begraben?
      (Der Anlasser wurde von einem Bekannten auf Funktion getestet.
      Die Spannungswerte sind noch im grünen Bereich.)
      Meine nächste Aktion wäre den Anlasser komplett zu zerlegen für eine Grundreinigung des Innenlebens.





      Das ist die schlimmste Stelle am Schwungrad...
      Der Abnutzung nach bleibt der Motor zu 90% immer an der selben Stelle stehen.
      DEUTZ D25.1 N
      7472/563
      Bj. 1960
    • Mein Anlasser hatte ein Ritzel aus Bronze oder Messing. Jedenfalls Buntmetall. Dem ist geschuldet, dass der Zahnkranz total intakt war.
      Nachbauanlasser haben wohl alle Stahlritzel, soweit ich es beurteilen kann. Das nur nebenbei. Ich würde bei einer Überholung in jedem Fall ein Stahritzel meiden. Den Zahnkranz kann man ja vielleicht mit der Feile etwas runden.
    • Hallo

      MartinD25.1 schrieb:

      Der Abnutzung nach bleibt der Motor zu 90% immer an der selben Stelle stehen.
      Falsch,er bleibt 100% an einer von 2 Stellen stehen.
      Die Stelle im Bild sieht nicht mehr so toll aus,das ein sicheres einspuren des Anlassers gegeben ist.
      Der Anlasser selber sieht garnicht so übel aus.
      Du kannst versuchen die Zahnflanken etwas zu bearbeiten,den Starterkranz zu tauschen oder ihn wenigstens um eine Schraube zu verdrehen,was aber auch wie der Tausch ein trennen unumgänglich macht.

      Gruß,Andreas
      F2L612/54-1 BJ 54
      Schlepper Nr 7451/422
    • bonselig schrieb:

      Der Anlasser selber sieht garnicht so übel aus.
      :S ......was erkennt man denn davon ausser dem Einspurritzel? Nix !

      Führ mal eine interne Reinigung durch....du wirst sehen wie der wieder abschnurrt.
      Das könnte auch die Ursache für den Zahnausfall sein. Er schnäbelt nur an am Zahnkranz, ohne korrekt einzuspuren.

      Bemüh hier auch mal die SUCHE nach "Anlasser reinigen".

      Gruss Andreas
      "Er hat geschweisst, man sieht es kaum, lasst uns schnell noch einen Niet reinhau`n!" ;(
    • Hallo in die Runde ,
      das Schwungscheibenzahnbild spricht Bände ! In die waagerecht geplatteten Zähne kann kein Ritzel einspuren . Hier würde ich einen Dremel mit Schleifstein nehmen und an den Zähnen die nicht mehr vorhandene Schräge wieder herstellen . Dann spurt der Anlasser mit kleinem Aufwand wieder ein und dreht den Motor und kratzt nicht furchtbar geräuschvoll vorbei .
      MfG
      H.-A.
    • Danke für Eure Antworten.

      So, hab mich nun endlich ans Werk gemacht und den Anlasser zerlegt und gereinigt.
      Der Zahnkranz am Schwungrad wurde per Dremel entgratet.

      Leider ohne Erfolg...

      Erster Startversuch...Satz mit "x".
      Ich bekam nur ein kräftiges klack zu hören und einen "heulenden" Anlasser.
      Der dritte Versuch war dann doch noch erfolgreich...
      Zähne am Schwungradzahnkranz sind nach den Startversuchen ok.

      Würde mal sagen der Freilauf ist defekt.

      ...Anlasser wieder zerlegt...



      Also werde ich jetzt mal eine Bestellung aufgeben...

      - neuer Freilauf mit 11er Ritzel
      - Kohlensatz EJD 1,8/12 R 73
      - 3x Sinterbuchse

      Hab ich was vergessen?

      Wie aufwendig ist der Lagerbuchsenwechsel beim Anlasser?
      Kann man mit den neuen Lagern die alten "ausdrücken"?
      Gibt es vielleicht einen Trick?
      DEUTZ D25.1 N
      7472/563
      Bj. 1960
    • Moin!

      Der Kommutator müsste mal abgedreht werden, wenn Du schon die Kohlen erneuerst.
      Ich habe meinen alten auch zerlegt, den Freilauf erneuert, neue Kohlen etc. und dann ist er ein paar Monate später an einem Wicklungsbrandt gestorben. Die alten Dinger sind meist an allen Enden verschlissen. Der neue hat 200€ gekostet und ist verlässlich.

      Gruß, Marc
    • Hallo
      Die empfehlung vor mir kann ich nur voll unterstützen.
      Anlasser ist so an die 50 Jahre alt, also unzuverlässig ja eigentlich totaler Schrott.
      Bau den Anlasser wieder zusammen, steck ihn in den Trecker, schraube ihn fest und schmeiß den Trecker gleich mit weg.
      Warum? der ist genau so alt... :D :D :D

      Nein, das soll es nicht sein. Der Trecker krankt an Kleinigkeiten, genau wie sein Anlasser.
      Ja, und dann haben wir doch die alten Schätzchen, um daran herum zu schrauben, sie zu reparieren.
      Das dabei auch mal EIN Teil in den Müll muss, weil unrettbar verloren, weiß jeder.
      Aber ob der Anlasser unrettbar ist noch nicht.
      Immer schön langsam mit die Pferde. Nicht immer so schnell in die Tonne.
      Die Lager klopfe ich immer mit einem passenden Bohrer raus (mit dem Schaft). Ein passender Rundstahl geht auch, liegt aber bei mir noch weniger rum. Das neue Lager würde ich allerdings nicht nehmen, das leidet.
      Nis
    • So, nach Langem hatte ich mal wieder Zeit für meinen Grünen.

      Die alten Lager habe ich wie vorgeschlagen mit einem Rundstahl ausgetrieben.
      Die neuen hab ich vorsichtig mit Rohrabschnitten und Holzunterlagen im Schraubstock wieder eingepresst. Hat gut geklappt!
      Den Kollektor hab ich nur etwas abgeschmirgelt nach dem ich das ok von einem Bekannten bekommen habe der sich mehr mit Elektromotoren beschäftigt.
      Auf das Abdrehen hab ich jetzt verzichtet. Ich werde zwischendurch mal die hintere Abdeckung vom Anlasser abnehmen und die Kohlen kontrollieren.
      Alles andere dann noch schön eingefettet und wieder zusammengebaut.

      Jetzt tut er wieder genau das, was er tun soll ohne seltsame Geräusche. :thumbsup:


      Dann noch vielen, vielen Dank in die Runde für die Vorschläge, Tipps und lustigen Einwürfe. :thumbup:


      Gruß Martin
      DEUTZ D25.1 N
      7472/563
      Bj. 1960
    • Moin
      Hast du die Lager trocken eingesetzt?
      Die sollen eigentlich eine Nacht in Öl baden
      Oder man setzt das Öl gefüllte Lager zwischen Daumen und Zeigefinger unter Druck.kann dann schön sehen wie das Öl durch die Poren quillt.
      gruss nobi
      Mit Windows arbeiten ist wie U Boot fahren!
      Kaum macht Mann ein Fenster auf gehen die Probleme los.
    • Hallo in die Runde ,
      Sinterbuchsen sind aus Rotguss und Graphit gepresst . Durch die offene Struktur nehmen sie in den Hohlräumen Schmierstoff auf und sind dadurch wartungsfrei. Sie werden an schlecht zugänglichen Lagerstellen mit Kurzzeitbetrieb engebaut.
      Norbert hat recht , öleinweichen verlängert die Lebensdauer und sie laufen leichter.

      MfG

      H.-A.