Richtwerte Kompression div. Zyl.-Kopfarten F1L514

    • F1L 514/50
    • Richtwerte Kompression div. Zyl.-Kopfarten F1L514

      Servus Gemeinde,

      wer weiss....kann...will.....darf....möchte? ;)

      Ich suche eine Aufstellung bzw. Werte bzgl. der Kompressions-Richtwerte für die verschiedenen Zylinderköpfe insbesondere der F1L514 Baureihe.

      Die Suche ergab nur sehr "fragmentierte" bzw. ungefähre Angaben wo man nicht unbedingt drauf bauen mochte.

      Es ist natürlich möglich das es sowas in der Form schon gibt....und ich Schaf das übersehen habe. 8|

      Könnte z.b. so aussehen:

      Kopf 65R = 20 bar

      Kopf 84R= 25 bar

      etc.etc.etc....

      Ich denke Interessenten dafür gäbe es genug.....ich würds gern wissen.

      Gruss Andreas
      "Er hat geschweisst, man sieht es kaum, lasst uns schnell noch einen Niet reinhau`n!" ;(

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Pumpe ()

    • Hallo zusammen, :)

      ich muss sagen das ich nun doch einwenig überrascht bin, das da keiner was zu schreibt.... zumal man in etlichen Beiträgen bzgl. Fehlersuche liesst:



      "Mess mal die Kompression!"

      "Wie ist denn die Kompression?"

      "Das könntest Du mit einer Kompressionsmessung eingrenzen......."



      Nun...ich denk mir, egal wer das schreibt, muss doch DANN auch einen Wert sagen können der "Messbar" wäre und IO. Oder seh ich das falsch? :rolleyes:

      Es sei denn das es da einen "Frei-Schnauze" Druckwert gibt....was ich aber nicht glaube. ;(

      Oder ist das Spaltmass zwischen Kolbenboden und Kopf das entscheidende Kriterium? Druckwerte findet man im Werkstatthandbuch auch keine....


      Oder wäre das eher was für Herr @Karel Vermoesen?


      Gruss und ein sonniges WE

      Andreas
      "Er hat geschweisst, man sieht es kaum, lasst uns schnell noch einen Niet reinhau`n!" ;(
    • Hallo Andreas,

      ich habe kein Handbuch für die 514er-Motoren. Bei den 612/712/812 sind Werte unter 20 bar als schlecht zu beurteilen - vermutlich ähnlich bei den 514ern. Um eine Selbstzündung zusammenzubekommen, dürfte rein das Verdichtungsverhätnis entscheidend sein, egal, welches Spaltmaß da nun vorhanden ist. Das Spaltmaß, braucht man ja, um den Verbrennungsraum in die Vor-/ bzw. Wirbelkammer verlegen zu können, bevor der Kolben am Kopf anschlägt und um noch einen kleinen Raum/bzw. Kolbenfläche für die Verteilung des Verbrennungsdruckes zu Verfügung zu stellen. Direkteinspritzer haben diesen Raum ja teils im Kolben (z.B. MAN-M-Verfahren oder Herzformkolbenböden).

      Diesel beginnen da so ungefähr bei 1:16 bis 1:25, Benziner, sind bei 1:11 meist am Ende.

      Vermutlich weiß Karel oder Hano-H da aber mehr - die sind beide viele Jahrezehnte erfahren in dem Bereich. Sicher wird jemand anders vermutlich meinen Beitrag versuchen zu zerreißen.

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • michiwi schrieb:

      ....aus dem WHB des FL514. Da war das ziemlich gut als Tabelle beschrieben
      Hi Michi,

      also ich finde da nur diese tabelle der versch. Motoren im Bezug auf Gradzahlen Förderbeginn etc....

      Kann auch sein das das an meiner billigen REWE -Lesehilfe liegt :D Jedoch über Kompressionswerte in BAR oder von früher ATÜ finde ich nichts....mmhh, mal abwarten ob da noch einer ein Ei legt....

      Gruss Andreas
      "Er hat geschweisst, man sieht es kaum, lasst uns schnell noch einen Niet reinhau`n!" ;(
    • Obrschwob schrieb:

      Sicher wird jemand anders vermutlich meinen Beitrag versuchen zu zerreißen.
      Servus Martin, warum sollte das passieren? ?( Wenn's nicht ganz korrekt sein sollte kann es ja ruhig jemand richtig stellen. Da hättest du doch sicher kein Problem damit, oder?

      Ich habe auch noch nicht's anderes gelesen, ausser die 20 bar Grenze beim F2L612/712, daher würde mich das auch interessieren.
      LG

      Emanuel



      D30S-NFG, BJ 62 und F2L612/6-N, BJ 57
    • Lausbua schrieb:

      Servus Martin, warum sollte das passieren? ?( Wenn's nicht ganz korrekt sein sollte kann es ja ruhig jemand richtig stellen. Da hättest du doch sicher kein Problem damit, oder?
      Mit dem Richtigstellen habe ich kein Problem, aber ich habe mehrfach auf unbeantwortete Anfragen was geschrieben, das dann komplett zerlegt wurde, aber tagelang hatte sich keine/r darum bemüht... das war der Hintergrund meiner Bedenken.

      Gebranntes Kind scheut das Feuer. :|

      @Heinz
      ich wußte, daß ich mich auf Dich verlassen kann. Und ich habe in Deinen alten Unterlagen geblättert: genau diese Werte und der 65R ist nicht aufgeführt.

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
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      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii

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    • Hallo,
      folgender Gedanke:

      Ist die Kompression bei der Fehlersuche überhaupt so wichtig?
      Ich hab einen kleinen Lanz - Blechbulldog D1616, den starte ich mit Glühkerze und Handrad auf der Kurbelwelle.
      Dabei reicht es im Sommer, ihn gegen die Kompression zu drehen, zu glühen und dann manuell einzuspritzen. Dann zündet er bei Kompression 0 und läuft los (mit Diesel!)
      Im Winter geht dieser Trick nicht, da muss ich ihn zügig gegen die Kompression drehen, aber auch dann kommt er. Kompression dann vielleicht 1:3 oder 1:5, je nach dem wie gut ich gefrühstückt habe ...
      Außerdem kenne ich einen F2L514 der hat mit 11.500 Stunden auch etwas weniger Kompression (kann ihn mit der Hand durchdrehen). Trotzdem startet er einwandfrei.
      Und ich hatte mal ein Porsche Fragment, das qualmte mehr aus der Kurbelwellenentlüftung als aus dem Auspuff. Kompression war kaum mehr fühlbar, Trotzdem startete der gut.

      Wenn ich Start Probleme habe würde ich immer mit der Glühanlage, der Dieselversorgung, dem Einspritzsystem und der Zuluft (Ansaugtrackt) anfangen. Weil starten tun die auch mit einer sehr niedrigen Kompression.

      Aber ich will auch die Kompressionsmessung nicht schlecht reden. Sie gibt viel Auskunft über die Motorqualität, die Ventile und die Verdichtung (Kolbenringe)
      Doch wenn hier einer Startprobleme hat und bekommt als Hilfe: mach mal ne Kopressionsmessung, denk ich immer: ob ihn das wirklich weiterbringt?
      Mein F2L514 hatte etwas Startprobleme, sprang aber an. Einen Kompressionsmesser habe ich nicht, sonst hätte ich den 10fach gebrochenen Kolbenring schneller gefunden. Das war aber alles meinem Eifer geschuldet einen Motor der ewig gestanden hat (20 Jahre ...) zum Laufen zu bringen. Ich habe den Ring wahrscheinlich beim Probelauf zerbrochen. Der Kolben hätte erst mal zerlegt und in Diesel eingelegt gehört ... hinterher ist mal meist schlauer. Doch das ist nicht der Standardfehler. Die meisten Probleme die hier beschrieben werden sind vorher im letzten Jahr noch gelaufen.
      Mit einem öligen Händedruck

      Ralf
      _______________________
      LANZ D1616 und Deutz F2L514
    • Hallo,
      Die 65 R Köpfe gibt es beim FL514 Traktor gans wenig, ab 1950 gab es schon 75 R.
      Vom 65 R Kopf habe ich auch keine Werten finden können.
      Dürfte aber im Vergleich zum 75 R nicht sehr Unterschiedlich sein.
      Für ein vernüftigen Anlaß, braucht man mindestens 22 Bar.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Karel Vermoesen
    • Pauly schrieb:

      Ist die Kompression bei der Fehlersuche überhaupt so wichtig?
      Hallo Ralf,

      klar...es ist müssig darüber zu diskutieren.

      Mein Beweggrund war halt....wenn es Werte bzw. Listen gibt über Förderbeginn....Vollförderung....Nullförderung....Spaltmass am Kopf...Pleuelspiel...blablabla....müsste es auch demzufolge Werte zur Kompression geben.
      Und weil ich da in den mir zur Verfügung stehenden einschlägigen Medien nichts fand, stellte ich die Frage hier.
      Evtl. interessiert sich ja nochmal wer dafür....

      WENN ich irgendwann mal den Kolben mit Ringen o.ä. tausche ,stellt sich die Frage sicher eh nicht mehr, da in diesem Fall von einer Kompression ausgegangen werden kann die IO ist ;)

      Nun gut...über die Tour habe ich dann mal, DANK KAREL VERMOESEN ,erfahren das ich noch einen sehr frühen 65 R-Kopf habe....bzw. Zylindersatz der noch nie revidiert wurde.

      Schauen wir mal bei der Revision wie die "inneren Werte " aussehen.

      Gruss Andreas
      "Er hat geschweisst, man sieht es kaum, lasst uns schnell noch einen Niet reinhau`n!" ;(