Motor qualmt stark F2L712

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    • Hallo Emanuel,

      vielen Dank für die Blumen.
      Aufhören ist für mich keine wirkliche Alternative. Mir ist zwar klar, dass ich keine Abgaswerte hinbekomme, die die Euro 6 erfüllen - es hat jedoch Charme wenn der Motor so läuft, dass man nicht schon 3 Kilometer vorher an der Qualmwolke erkannt wird.

      Zu den Kosten bis jetzt kann ich folgendes Berichten:
      Als erstes habe ich das Gegenteil vom Fahren gemacht und die Bremse erneuert.
      Da meine "Werkstatt" noch nie vorher einen Traktor gesehen hat, brauchte ich zusätzliches Werkzeug.
      Da mir der aktuelle Wartungsstand nicht bekannt ist, habe ich mir 10 Liter Mötoröl und 20L Getriebeöl sowie Filter besorgt.
      Weiter habe ich mir noch ein paar Teile (Ventildeckel, Kipphebel, Stößelstangen und Stößelrohre) für die Zukunft auf Lager gelegt.
      Für die Motorgeschichte: Dieselleitungen, Zylinder, Kolben, Einspritzdüsen, Prüf- und Einstellarbeiten sind knapp 500,- Euro fällig gewesen.
      Was für die Zylinderköpfe hinzu kommt weiss ich noch nicht.

      Da stellt man sich die Frage; hätte es nicht auch eine Traktor gegeben, an dem der Motor einwandfrei läuft? Wenn ich fertig bin, sollte der Motor dann wieder den nächsten 50 Jahre problemlos laufen.

      VG

      Basti
    • Hallo Basti ,

      egal was du für ein Traktor du kaufst , allein die erste
      Wartung kostet Geld .
      Bei den meisten Traktoren gibt es ein " Wartungsstau " .
      Alles was du jetzt gemacht hast ist kein raus geschmissenes Geld .

      Siehe Links mein D40L hat bei der Instandsetzung mehr als
      3500 Euro gekostet ( ohne Reifen ) , davon die Hälfte für
      Getriebe und Achsen .
      Er hat über 18 000 Stunden auf der Uhr .

      Für den Kaufpreis , Reifen und Wartung hätte ich sicher was besseres bekommen ,
      aber dann würde ich heute sicher nicht soviel über alte Technik wissen .
      Und ob auf Dauer ein neuerer Traktor besser wäre ? .
      Ich weiß das ich für meinen noch in 20 Jahren Ersatzteile bekomme und
      das Fachwissen des Forums habe .

      Und nicht zu vergessen den Spaß beim Warten , unbezahlbar .

      Ich wünsche dir noch viele Betriebsstunden für deinen Schlepper .

      Gruß Eckard
      Meine Schlepper :
      Deutz D15 ( 712 ) , Deutz D40L / 40.2 ( 812 ) , Deutz 4005
      und zwei Standmotoren Type F1l712 .
    • Hallo Eckard und Markus,

      das das Geldausgeben erst nach dem Kauf beginnt, kenne ich von meinen Vespas. Allerdings hatte ich die Hoffnung, dass es hier mal anders ist.
      Ich sehe das auch so, dass nach der Instandsetzung der Traktor wieder 50 Jahre hält und ich hier eine Investition tätige. An Wert verlieren werden die Traktoren wohl nicht mehr, denn jedes Jahr gibt es weniger davon.

      Heute habe ich beim Deutz-Händler Teile für die Zylinderköpfe angefragt. 370,- Euro für 2 Einlaß- und 2 Auslaßventile inkl. Versand und MwSt. finde ich schon sportlich.
      Ist es normal, dass die Deutz-Händler einen Frachtkostenanteil in Rechnung stellen auch wenn ich die Teile vor Ort abhole?

      Weiter würde mich interessieren, wie ihr einen Ölwechsel macht. Wenn ich es richtig gesehen habe, kann man eine Ölablaßschraube öffnen und/oder einen ganzen Deckel entfernen. Sammelt sich hier Ölschlamm so das man den Deckel entfernen muss? Ich öffne ungerne Deckel an denen die Dichtungen in Ordnung sind und alles dicht ist.

      VG

      Basti
    • Hallo Basti ,

      bei Deutz werden Mehrwertsteuer und Versandkosten
      immer aufgeführt . Völlig normal .

      Vergleiche die Preise von SKF mit zum Beispiel Segger und anderen .
      Deutz ist in 99% der Fälle teurer .
      Die Qualität ist nach meinen Erfahrungen auch höher ,
      ob das die teilweisen sehr hohen Unterschiede im Preis rechtfertigt
      ist Ansichtssache .

      Gruß Eckard
      Meine Schlepper :
      Deutz D15 ( 712 ) , Deutz D40L / 40.2 ( 812 ) , Deutz 4005
      und zwei Standmotoren Type F1l712 .
    • balloener schrieb:

      - Macht ihr einen Ölwechsel mit warmen oder kalten Öl?
      - In einer Deutz-Ersatzteilliste habe ich gesehen, dass zwischen Ölfilter und dem Gehäuse ein O-Ring sitzt. Kann mir jemand davon die Abmessungen nennen?
      Hi,
      bei warmen Öl,
      das ist kein O-Ring,
      kauf den bitte nur Orginal bei Deutz, kostet dort ca 5€ und passt 100%,
      den ersten hatte ich bei Delegro gekauft,
      hat gar nicht gepasst und war fast genauso teuer wie der originale von Deutz

      Gruß Markus
    • Hallo ,

      Ich mache den Ölwechsel nach dem
      Ich ihn gebracht hatte .
      Abstellen und mit der Hand die Zylinderköpfe prüfen .
      Wenn man die Zylinderköpfe anfassen kann dann mache Ich den Ölwechsel
      am Motor .
      15W40 CF-4 , B3 .
      10W40 CF-4 , B3 für Kurzstreckenfahrer und die den Schlepper hauptsächlich
      im Winter fahren.

      Wichtig ist das der Traktor gerade
      steht und ruhig eine Stunde warten , bis alles raus ist .

      Nach dem das Öl abgelassen ist ,
      mit dem kleinen Finger bitte prüfen
      ob Ölschlamm vorhandenen ist .
      G.g.f. dann hier melden .

      Nach meinem Erfahrungen hat der originale Kupferring ein geringfügig anderes Maß . Also bei SDF kaufen ,
      am besten gleich einige mehr ,
      das spart Transport Kosten .

      Gruß Eckard
      Meine Schlepper :
      Deutz D15 ( 712 ) , Deutz D40L / 40.2 ( 812 ) , Deutz 4005
      und zwei Standmotoren Type F1l712 .

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von EckardderWaldbauer ()

    • EckardderWaldbauer schrieb:


      Nach meinem Erfahrungen hat der originale Kupferring ein geringfügig anderes Maß . Also bei SDF kaufen ,
      am besten gleich einige mehr ,
      das spart Transport Kosten .
      Also ich glaube er meinte nicht den Kupferring, den brauch er zwar auch aber der ist soweit ich weis nix besonderes.
      Er meinte den großen Dichtring von der Glocke

      Gruß Markus
    • Hallo Martin,

      das der Qualm schlecht verbrannter Diesel ist, denke ich auch. Im Beitrag 69 hatte ich geschrieben, dass ich beim Fahren durch den starken Wind eine ganze Weile in der Qualmwolke saß. Damals hatte ich darauf getippt, dass die Einspritzdüsen nicht richtig zerstäuben.
      Wenn ich mir das Bild von dem "schlechten" Zylinderkopf anschaue denke ich, dass für eine vollständige Verbrennung Luft fehlt. Das Einlaßventil sitzt ja einiges weiter im Zylinderkopf. Dadurch ist die Luftzufuhr eingeschränkt. So stelle ich mir zumindest das vor.

      VG

      Basti
    • balloener schrieb:


      für eine vollständige Verbrennung Luft fehlt. Das Einlaßventil sitzt ja einiges weiter im Zylinderkopf. Dadurch ist die Luftzufuhr eingeschränkt. So stelle ich mir zumindest das vor.
      Basti, da liegst Du völlig daneben - nach meiner Einschätzung. Da fehlt Temperatur durch mangelnde Verdichtung. Das ist der Grund, weshalb der Sprit dort nur verdampft, statt zu zünden. Fehlte da Luft, gäbe es schwarzen Rauch.

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Hallo Martin,

      danke für Deine Antwort.
      Wenn ich über Deine Erkärung so nachdenke, komme ich zu dem Ergebnis das Du sehr wahrscheinlich Recht hast.
      Der Diesel ist nun mal ein Selbstzünder und ist hoch (im Vergleich zum Benzinern) verdichtet. Wird Luft und/oder Gase kompremiert erzeugt das Wärme.
      Durch das eingelaufene und undichte Ventil kann nicht der erforderliche Druck erzeugt werden und somit verbrennt der Diesel nicht vollständig bzw. verdampft nur.

      Hätte ich auch drauf kommen können - so ist das wenn der Schreibtischtäter aus dem Büro schnell was schreibt.

      VG

      Basti
    • Guten Morgen Basti,

      mir geht es auch oft so, dass man erst bei der offenen Disskusion über Probleme teils selbst auf den richtigen Weg findet.
      Aber so können auch andere an den Erkenntnissen teilhaben und etwas lernen.

      Ich vermute, das mein Problem an zu viel Kraftstoff liegt ode rzu wneig luft, also eine zu fette Verbrennung. Ich werde wohl die Pumpenplatte zum überprüfen weg schicken. Wiel Kompression mit über 20bar ist ok, Einspritzdüsen sind neu, Vörderbeginn passt auch und Ventilspiel ist auch eingestellt auf 0,1-0,15mm. Kann es sein, dass ein Bauteil im Regler oder im Bereich der Nockenwelle/Stößel abgenutzt sein kann und deswegen das Rußen entsteht?

      Grüße
      Martin