Motor qualmt stark F2L712

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    • Hallo zusammen,

      ich habe leider auch ein Problem mit schwarz räucherndem F2L712 in meinem D30S.
      Beim gas geben, ob unter Last oder nur im Stand, rächert er sehr stark. Es ist dabei egal, ob der Motor warm oder kalt ist.
      Mein 1. Verdacht waren die Einspritzdüsen. Diese habe ich von einem Motoreninstandsetzer überprüfen und erneuern lassen, da auch das Spritzbild nicht mehr das Beste war.
      Ich habe jetzt auch den Förderbeginn überprüft. Kommt zwischen 20° und 22° vor OT (soll 22+-1°).
      Die Komperession liegt bei 21 bzw. 22bar und das Ventilspiel ist auch bei 0.1-0.15mm.
      Was habe ich übersehen?
      Achso, ich habe auch mal den Krümmer demontiert, wie es hier geraten wurden. Beide Zylinder räuchern identisch stark.
      Hat einer noch einen Tipp?

      Vielen Dank.
      Habe hier im Forum schon sehr nützliche Dinge gelesen und hoffe auch diesmal auf Hilfe.

      Grüße
      Martin
    • Außer dem Tipp von Thomas bzgl. Luft käme noch eine verstellte Einspritzmenge in Frage. Dann wäre das vermutlich über dem Sollwert 53g/1000 Pumpenhüben (Nenndrehzahl 2300min-1). Da müßte dann die Platte mal auf den Prüfstand. Sollwert

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Hallo Martin @Obrschwob

      Verstellte Einspritzmenge, würde aber bedeuten das mal Jemand gespielt oder einen Montagefehler
      begangen hat,
      die Einspritzmenge wird ja über die Hufeisenbleche zwischen Steckpumpe und Pumpenplatte eingestellt.

      Dann hätte Martin das Problem seit er den D30 hat wovon ich jetzt mal nicht ausgehe.

      "Verstellung" durch Verschleiß wie abgenutzte Nockenwelle oder Rolle sollte ja weniger Pumpenhub und damit weniger Kraftstoff bedeuten.
      Verstellung von beiden Plungerhaken gleichzeitig durch einen Schlag oder Ähnliches ist unwahrscheinlich.
      Eine verstellte Mechanik vom Regler sollte sich merkbar auf die Drehzahl auswirken.

      Berichtige mich bitte sollte ich falsch liegen.

      Viele Grüße
      Thomas
    • Hallo zusammen,

      Obrschwob schrieb:

      In der ETL stehen in der Tat je Düseneinheit 2 Dichtringe. Ich bin auch drübergestolpert, denn ich habe nur einen drin.


      In den mir vorliegenden ETL (Deutz und Kramer) ist immer nur ein Dichtring aufgeführt. In der Stückliste stehen zwar 2 Stück drin, das ist jedoch für den gesamten Motor gerechnet (auch 2 Einspritzdüsen sind aufgeführt).

      Den Luftfilter habe ich frisch gereinigt. Auch ohne Luftfilter bin ich gefahren - gleiches Ergebnis. Der obere Teil des Luftfiltergehäuse hatte ich mir angesschaut. Nichts auffälliges. Müsste das dann nicht auch beide Zylinder Auswirkungen haben?

      Eine verstellte Einspritzmenge kann ich mir vom Prinzip her vorstellen. Jedoch vom Zustand her glaube ich nicht, dass da jemand in den letzten 10 Jahren dran war und wieso sollte nur eine Seite verändert werden? Das Qualmen tritt auch im Leerlauf auf - da sollte die Menge an eingespritzem Diesel nicht zu hoch sein.

      Wenn alles gut läuft bzw. gelaufen ist, bekomme ich morgen die neuen Dichtungen und Leitungen. Dann bin ich evtl. schlauer.

      VG

      Basti
    • Servus Basti,

      ok, du weißt jetzt, dass die Düsen passen.
      Ich würde jetzt noch die Kompression messen und die Ventile einstellen. Dann alles zusammenbauen und wieder testen und berichten.

      Was hat denn eigentlich der LaMa, der die Düsen geprüft hat, zu deiner Geschichte gesagt?

      Die Idee da irgendetwas an den Ölabstreifringen zu machen würde ich erstmal ganz nach hinten anstellen, bis alles andere ausgeschlossen ist. Zudem müsste man bei der Kompressionsmessung erkennen, ob da was fehlt.
      LG

      Emanuel



      D30S-NFG, BJ 62 und F2L612/6-N, BJ 57
    • d25s1155-00-122 schrieb:

      Hallo Martin @Obrschwob

      Verstellte Einspritzmenge, würde aber bedeuten das mal Jemand gespielt oder einen Montagefehler
      begangen hat,
      die Einspritzmenge wird ja über die Hufeisenbleche zwischen Steckpumpe und Pumpenplatte eingestellt.
      Hallo Thomas,

      nicht ganz, denn die Hufeisenbleche stellen den Einspritzzeitpunkt ein, nicht die -menge! Die (maximale) Menge wird von der Stellung der Schrägkante im Plunger bestimmt. Es gibt auf der Platte da 2 Schrauben, die man auf der Reglerstange genau justieren muß - Prüfstand - das Maß suche ich seit langem! Im Motorenhandbuch habe ich es bislang nicht gefunden. Diese Schraube auf der Reglerstang stell ein, wie weit der Plunger verdreht wird und durch die Schrägkante der Kraftstoff entsprechend viel oder wenig nachläuft. Beim Abstellen ist da eben Nullförderung. Also, wenn verstellt, dann stimmt das eben nicht, sprich die Position der Stellschraube auf der oberen Reglerstange.

      Dieses Maß sucht derzeit im Forum jemand für einen F1L712...

      Griaßle
      Martin
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      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Guten Morgen Emanuel,

      in der Werkstatt hatte man auch keine Patentlösung parat. Wir haben natürlich die einzelnen Möglichkeit diskutiert.

      Folgenden Ablaufplan haben wir/ich mir gesteckt:
      1. Spritzverhalten mit der Einspritzpumpe testen - erledigt ist ok.
      2. Kraftstofffilter und undichte Leitungen erneuern.
      3. Ventile einstellen.
      4. Motor komplettieren und einen Probelauf machen.
      5. Je nach Ergebnis des Probelaufs die Kompression messen.

      VG

      Basti
    • Hallo Basti,

      sieht schon viel besser aus.Was ist mit dem Wärmeschutz für die Dieselleitungen am Auspuff? Ich weiß, da ist eigentlich nichts dazu vorhanden.

      Griaßle
      Martin
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    • Hallo Martin

      Danke, wieder was gelernt
      Den Bericht vom F1l712 hab ich schon gesehen, ich hatte wegen der Schraube schon alles abgesucht.
      Die ist auf jeder Zeichnung abgebildet aber nirgends bezeichnet.

      Im Handbuch bei der Einstellung der Blockiermenge ist von einem "Regulierstück auf der Regelstange"
      die Rede.
      Ist das diese Schraube?

      Viele Grüße
      Thomas
    • Hallo Thomas,

      siehe Anhang. Die Schraube gibt's beim F1L612/712/812 eben nur einmal. In gelben Legende ist's beschrieben.
      Griaßle
      Martin
      Dateien
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      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Des isch koi Brobleeem sagt der Schwabe.... Solange ich das noch kann, gerne!

      Richtig erkannt.

      Griaßle
      Martin
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      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Schönen Guten Abend,

      kurz nach dem ich den D30S gekauft habe, habe ich Ölwechsel gemacht und Blech und Reparaturarbeiten durchgeführt. Nach dem Zusammenbauen lief der Deutz nicht mehr richtig. Die Druckventile der Einspritzpumpen waren verdreckt (Sicher wo der Tank ab war Dreck rein gekommen). Hierbei hatte ich die Pumpenplatte auch ab, aber dabei nichts innen gelöst oder verstellt. Seid dem Der D30S wieder läuft habe ich dieses Problem. Ob es schon beim Kauf da war kann ich nicht mehr sagen.
      Ich habe auch 2 Videos gemacht, muss nur mal sehen, wie ich sie hier einstellen kann.
      Kann es sein, dass die Düsen beim fest Schrauben sich verziehen und dann kein sauberes Spritzbild mehr haben?

      Grüße

      Martin

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MartinBD ()

    • Hallo Martin

      Wie oben zu lesen, bin ich noch unerfahren.

      Aber,
      Die Düsen können sich eigentlich nur beim Einbau in den Düsenhalter verspannen.

      Hast du das gemacht oder der Motoren Instantsetzer?

      Ich vermute der Fachmann, bei den Düsen muss ja auch der Öffnungsdruck von 125 bar eingestellt und das Spritzbild geprüft werden.

      Der Fehler ist wohl mehr, wie Martin @Obrschwob schon geschrieben hat, an der Einspritzpumpe bzw. Regler
      zu suchen.

      Viele Grüße
      Thomas
    • Hallo zusammen,

      heute war Ventileeinstellen daran.
      Am Zylinder 1 (der qualmende) ist der Druckpilz des Einlaßventils stark eingelaufen (siehe Bild). Damit war kein Einstellen möglich.
      Wenn alles gut läuft, bekomme ich morgen einen anderen Kipphebel.

      Der Kraftstofffilter ist heute eingetroffen und wird morgen gewechselt.

      VG

      Basti
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    • Hallo zusammen,

      hier nochmal meine To-Do-Liste:

      1. Spritzverhalten mit der Einspritzpumpe testen - erledigt ist ok.
      2. Kraftstofffilter und undichte Leitungen erneuern - erledigt ist ok.
      3. Ventile einstellen - erledigt ist ok.
      4. Motor komplettieren und einen Probelauf machen - erledigt.
      5. Je nach Ergebnis des Probelaufs die Kompression messen.

      Mein Opa hätte gesagt, Operation gelungen Patient tot (siehe 1. Bild)
      Ganz so schlimm ist es nicht. Der Motor läuft aber qualmt noch. Die Kipphebel habe ich getauscht.
      Im Standgas hat das Qualmen jedoch aufgehört (liegt wahrscheinlich an der Reinigung der Düsen). Jedoch beim Fahren bei ca. 80 - 100% Gas qualmt er weiterhin.
      Vom Gefühl her würde ich sagen, dass der Traktor etwas langsamer geworden ist und etwas weniger Leistung hat. Das ist aber rein subjektiv.
      Das Qualmen kommt weiterhin vom 1. Zylinder. Die Einspritzdüsen sind jetzt jeweils im anderen Zylinder eingebaut.
      Also sieht es wohl so aus, dass er tatsächlich Öl verbrennt. Nun die spannende Frage kommt es von Kopf oder vom Zylinder.
      Also kommt jetzt Punkt 5 die Messung der Kompression. Hat jemand Zahlen/Daten welche Kompression der Motor haben sollte?

      Neu hinzu gekommen ist, dass sich Öl unterhalb der Luftfilters sammelt (siehe Bild 2+3). Da muss ich morgen mal forschen. Ich würde sagen, dass es entweder aus dem Luftfilter kommt oder die Dichtung unter der Platte ist undicht.

      VG

      Basti
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