Reperaturlösung Bolzen Einspritzpumpe F2L514

    • F2L 514/50

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    • Reperaturlösung Bolzen Einspritzpumpe F2L514

      Hallo,

      ich möchte euch die unsere Reperaturlösung für den Durchführungsbolzen der im Gehäuse zur Einspritzpumpe sitzt vorstellen.
      Der Bolzen überträgt die Kraft vom Gaspedal zur Einspritzpumpe und sitzt im Gussgehäuse der Einspritzpumpe. Ein vernünftiges Schmiersystem für den Bolzen ist nicht wirklich vorgesehen. Bei jeder Bewegung am Gaspedal bewegt sich auch der Bolzen. Schmodder und Dreck wirken wie Schleifpaste und nach über 60 Jahren Betrieb war zumindest der Bolzen in unserem F2L514/50 Bj 51 gut ausgeschlagen. Eigentlich hat der Bolzen einen Durchmesser von 14mm. Ich habe an der dünnsten Stelle 9,5 mm gemessen.

      Vielleicht haben auch andere F2L514 Besitzer das gleiche Problem und finden hier eine nützliche Anregung.


      Gruß

      Stephan
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      F2L612/5 NK , 24 PS, BJ 1956
      F2L514/50, 28 PS, BJ1951 (Schlepper von meinem Vetter)
      Holder A30, 24PS, BJ 1974
      Holder P20, 18PS

      Ex-Schlepper:
      Holder A12, 12PS, BJ 1959

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von stiphy ()

    • Glücklicherweise sind die 14mm genau der Kernlochdurchmesser eines Gewindes M16.

      Also wurde das Loch im Gussgehäuse des ESP ein Gewinde M16 geschnitten.
      Dann wurde aus einem Stück Silberstahl (kann natürlich auch Edelstahl oder ähnliches sein) ein neuer Bolzen mit dem Durchmesser 10mm angefertigt.
      Man sollen nicht glauben aber das Basismaterial mit der Toleranz h9 gibt es mittlerweile sogar bei Amazon 8o .
      Passend zu dem Bolzen wurde eine Hülse aus Messing angefertigt. Auf die Hülse wurde ein Außengewinde M16 geschnitten. Die Bohrung wurde auf eine lose "Durchwerfpassung" aufgerieben.
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      Holder A30, 24PS, BJ 1974
      Holder P20, 18PS

      Ex-Schlepper:
      Holder A12, 12PS, BJ 1959
    • Die Montage erfolgt dann mit einer Schraube/Mutter M8.
      Mit dieser wird dann die Hülse geklemmt und kann so in die Bohrung eingedreht werden.
      ZurFixierung habe ich mittelfestes Loctite verwendet.

      Einschrauben, Bolzen durch, Gestänge neu einhängen, fertig.

      Hoffe euch gefällt die Anleitung.

      Gruß

      Stephan
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    • Hallo Stephan,

      klasse Sache und bestens dokumentiert! Schließe mich Martin's Kommentar an!

      Zwei Sachen würden mich noch interessieren bzw. würde ich anmerken: die Schmierung und man hätte evtl. die untere Verstell-Zugstange auch wie die obere kürzere mit Faudi-Gelenken ausstatten können, um ein spielfreies Gasgestänge zum neuen Bolzen zu erreichen. Diese abgewinkelten 6mm/8mm-Stangen mit Splint sind ja meist auch völlig ausgelutscht.

      Das sind aber wie gesagt nur Anmerkungen zur Kür und sollen Deine toll umgesetzte Instandsetzungslösung nur unterstützen und keineswegs kritisieren!

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Obrschwob ()

    • Hallo,

      Danke für das Lob und die Anregung!


      @Obrschwob: Das mit den Gelenken hatte ich mir wirklich Schon überlegt aber hatte es als etwas "Overkill" dann wieder verworfen. Das andere hat ja auch der 60Jahre gehalten. :rolleyes:
      Stattdessen habe ich mir gleich ein Stück 6mm V2A mitbestellt. So kann ich die Zugstangen mit neuen Gabelkopfen gleich mit neu bauen.
      Das kommt aber erst später dran, wenn das Getriebe wieder zusammen ist...

      Gruß


      Stephan
      F2L612/5 NK , 24 PS, BJ 1956
      F2L514/50, 28 PS, BJ1951 (Schlepper von meinem Vetter)
      Holder A30, 24PS, BJ 1974
      Holder P20, 18PS

      Ex-Schlepper:
      Holder A12, 12PS, BJ 1959
    • Hallo,

      hier noch mal ein Bild wie der originale Bolzen nach über 66 Jahren Schlepperbetrieb aussieht.

      Gruß

      Stephan
      Bilder
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    • Hallo Stephan,

      den hätte ich mir schlimmer vorgestellt für diese lange Zeit der Nutzung...

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
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      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii