Motoröl- Vorheizung

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    • Motoröl- Vorheizung

      Hallo Leute habe nur mal ne Frage ,

      ich habe einen bekannten der hat auch einen luftgekühlten Traktor (kein Deutz). Der hat sich eine Art Heizstab in die Öffnung der ölablassschraube geschraubt um das öl vor dem Start vorzuwärmen.
      Nun zu meiner Frage bring so was etwas oder ist das nur Geld verschwendet.

      mfg

      (Ich besitze einen D 15 )
    • Hallo zusammen ,

      bei sehr großen Dieselmotoren z.B. in Schiffen , werden die Motoren
      durch zirkulierenden warmen Wassers vorgewärmt .
      Das wird gemacht weil sonst diese großen Motoren gar nicht im kalten
      Zustand gestartet werden können .
      Gleichzeitig wird das Motoren Öl vorgewärmt und durch einer
      Vorschmierpumpe an allen wichtigen Punkten gebracht .
      Vorteil ist der wesentlich geringere Verschleiß als bei kalten Öl .

      Bei kleinen Motoren macht eine Vorwärmung des Öls
      sicher im Winter bei sehr tiefen Temperaturen einen Sinn .
      Im Sommer würde das wohl viel weniger bringen .

      Wichtig ist ein Hochwertiges Öl zu verwenden das den Vorgaben des
      Motorenherstellers entspricht oder besser ist .
      Hierbei ist entsprechend der Klimabedingungen und der Anwendung das Öl
      auszuwählen .

      Beispiel : Bei viel Kurzstrecke und leichter Wintertätigkeit bei
      niedrigen Temperaturen würde Ich bei meinen D40L / 40.2 mit dem
      F3L812 ein 10W40 CF4 B3 verwenden .
      Bei wenig Kurzstrecke und mehr Sommertätigkeit wäre ein 15W40 die
      bessere Wahl .
      Sowie das einhalten der Wartungsintervale .
      Wichtig ist aber auch das richtige Vorglühen und / oder Warmfahren .

      Betrachten wir uns eine Vorwärmung mit einem Heizstab .
      Hier wird nur das Öl in der Ölwanne erwärmt .
      Ich hoffe nur das Öl wird dabei nur erwärmt und nicht gekocht .
      Wenn der Motor dabei nicht vollständig mit erwärmt wird ,
      wird erst das kalte Öl im Ölkreislauf weiter gepumpt bevor
      warmes Öl an den Schmierstellen angekommen ist .
      Welche Temperatur hat es dann noch ?
      Der Motor läuft so aber im ersten Moment mit dem kalten Öl .
      Ob eine Erwärmung des Öls , ohne einer Vorschmierpumpe ,
      wirtschaftlich dann noch Sinn macht , glaube ich nicht .

      Dann stellt sich noch die Frage , ob das verwendete Öl
      dafür auch geeignet ist .

      Würde Ich so was bei meinen D40L / 40.2 oder meinem D15 machen .
      Ein klares nein .

      Gruß Eckard
      Meine Schlepper :
      Deutz D15 ( 712 ) , Deutz D40L / 40.2 ( 812 ) , Deutz 4005
      und zwei Standmotoren Type F1l712 .
    • Das ist ein nettes Thema.

      Man verwendet solche Vorheizungen für Öl und auch Kühlwasser vor allem dann, wenn die Maschinen schnell und spontan einsatzbereit sein müssen.
      Bei einem Traktor, vor allem wenn es ein Oldtimer ist, eher unnötig.

      Ein Irrglaube ist es auch, wenn einige Annehmen, dass es reicht die "Vorheizung" mal eben 5 Minuten vor der Abfahrt anzustecken. Im Normalfall braucht eine Vorheizung deutlich mehr Zeit bis sie ihren eigentlichen Zweck, besonders bei niedrigen Temperaturen, erfüllt.

      Die Betriebstemperatur kann ein Motor durch Vorheizungen schneller erreichen, aber dieser Vorteil wird von der Bauart des o.g. Schleppermotors entschärft, denn das Kühlgebläse ist ungeregelt.

      Gruß
      Maximilian
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    • Vielen Dank für die Antworten.

      Dann werde ich das lassen. Ich benutze den Traktor nicht viel im Winter nur um ab und zu Holz zu holen.
      Ich verwende eigentlich immer ein "Billigöl" 15W40. Dieses Wechsel ich einmal im Jahr.
      Meist lasse ich den Motor ca 10 Minuten Warmlaufen da ich ja erst Anhänger anhängen muss und so weiter

      mfg
    • Hallo zusammen ,

      die von mir genannten Ölsorten 10W40 b.z.w. 15W40
      mit den Spezifikationen CF-4 und B3
      kosten im 20 Liter Gebinde mit Versand ca. 40 Euro .

      Das warmlaufen lassen ist eigentlich falsch .
      Erstens Umweltschädlich ohne Nutzen und zweitens
      bringt es nur Verschleiß .

      Richtig vorglühen ca.45 bis 60 Sekunden und bei nur ganz
      leicht erhöhter Standdrehzahl starten .
      Nach dem Starten die Drehzahl sofort zurück nehmen .
      Und jetzt los fahren . Bei deinem D15 ( F1L712 ? ) den ersten
      Kilometer mit ca. 15Km/h fahren .
      Falls noch die alten Wendelglühkerzen verbaut sind ,
      würde ich auf Stabglühkerzen umrüsten .
      Die glühen besser und schneller .

      Gruß Eckard
      Meine Schlepper :
      Deutz D15 ( 712 ) , Deutz D40L / 40.2 ( 812 ) , Deutz 4005
      und zwei Standmotoren Type F1l712 .
    • Genau. Über das Öl gewinnt man viel mehr.
      Die Empfehlungen der Viskositätsklasse stammen aus Zeiten von vor gut 50a (zumindest für die D-/05 Serien). Damals gab es diese Mehrbereichsöle, auf die man heute zugreifen kann, nicht. Die noch nicht gestellte (in solchen Threads aber fast immer folgende) Frage ist also, finde ich, ganzheitlich bedacht, nicht so einfach beantwortet mit: "guck in das Werkstatthandbuch". Außer, man würde auf die Frage "wenn Deutz vor 50Jahren dieselben Öle zur Verfügung hätte, wie wir heute, welches wäre für meinen Schlepper empfohlen worden sein?" dieselbe Antwort bekommen, wie sie jetzt tatsächlich in unseren Werkstatthandbüchern steht. Denke, das würde vielleicht etwas anders ausfallen.Wenn ich heute sommers ein SAE30 empfehle, dann ist das auch heute immer noch nicht falsch, weil es nun mal vor 50Jahren auch richtig war. Doch das Bessere ist halt des Guten Feind.

      Ein Öl mit "niedriger Zahl vor dem "W" " bietet selbst bei kaltem Motor und kühlen Lagerstellen eine bessere Durchölung, schon direkt nach dem Start.
      Nun haben neue Öle manchmal andere Merkmale, bzw. wurden aus Umweltschutzgründen im weiteren Sinne für Motoren gemacht, die bestimmte Konstruktionsmerkmale aufweisen, und dann mäßige Nachteile haben, prinzipiell, was Verschleiß angeht. Es ist aber nicht völlig schwer, einen Kompromiß zu finden. Die Suchfunktion des Forums "überschüttet" einen mit Threads dazu ;).
    • Warmlaufen ist wirklich nicht gut. Zwar wird der Motor wenig belastet und kann sozusagen in Ruhe warm werden. Allerdings dauert dieses Warmwerden über Gebühr lange. Und in der Zeit wird immer noch zähes Öl von der Ölpumpe vor die Lagerstellen gedrückt.
      Nimm einmal ein 15W40 (spaßeshalber danach dasselbe mit einem 0W40) und tu´ das in den Gefrierschrank, dann in einen Topf auf dem Herd und rühre es, thermometerkontrolliert, um, - bis es 60-70° erreicht. Dabei müsste man einen Eindruck davon bekommen, wie zäh Öl sein kann, und wie dünn es eigentlich in der normalen Betriebsbedingung (und für die ist der Motor im Wesentlichen ja konzipiert) sein darf.
      Zähes Öl lässt sich schwer durch dünne (Lager-)Spalten drücken, deswegen steigt der Druck vor den Lagerstellen, und deswegen strömt bestimmt ein guter Teil der Pump/Fördermenge durch das Überströmventil sofort zurück in die Ölwanne. Diesen Zustand will man möglichst kurz halten. Und dazu soll der Motor schnellstmöglich warm werden. Man schafft am besten einen Kompromiß, dergestalt, daß man jetzt aber auch nicht sofort Vollgas gibt, um den Lagerstellen früher die maximale Belastung anzutun als nötig. Also losfahren, ohne unnötig hoch zu drehen und Gaspedal im Zaume halten. Im Zusammenhang mit Oltimer-Motoren, zB so schöne wie von AlfaRomeo in den 70ern und 80ern , erinnere ich von Fahrerberichten, das diese pedantisch den Wagen vorsichtig warmfuhren und nur bei warmen Öl (das bei den Wassergekühlten Motoren ohne Turbo allerdings langsamer warm wird, als das Kühlwasser) erst Vollgas gaben. Der Hintergrund liegt im Öl, und dessen Viskositätskurve während der Aufwärmzeit.
    • Landybehr schrieb:

      Außer, man würde auf die Frage "wenn Deutz vor 50Jahren dieselben Öle zur Verfügung hätte, wie wir heute, welches wäre für meinen Schlepper empfohlen worden sein?" dieselbe Antwort bekommen, wie sie jetzt tatsächlich in unseren Werkstatthandbüchern steht. Denke, das würde vielleicht etwas anders ausfallen.Wenn ich heute sommers ein SAE30 empfehle, dann ist das auch heute immer noch nicht falsch, weil es nun mal vor 50Jahren auch richtig war. Doch das Bessere ist halt des Guten Feind.
      Hallo,

      das erforderliche Öl zu einem Motor muss zum Schmiersystem passen. Die Motorschmierung
      an einem F1L514 entspricht dem Entwicklungsstand der 30 Jahre.
      Deshalb sind hoch legierte Mehrbereichsöle nicht sinnvoll.
      Die Schmierölangaben in der Betriebsanleitung sind nach wie vor einfach richtig.

      Die Schmierölveränderung geschah angepasst in der zweiten Hälfte der 40 Jahre.
      1949 wurden in den LAMA Werkstätten (z.B. Fa. Heinrich Schröder Wildeshausen)
      die älteren Trecker auf HD Öl mit einem Reinigungsprozess wie auswischen des Motorraumes und Spülöl umgestellt.

      Gruß PM


      P.S. Ein F1L514-2 hat das gleiche Schmiersystem wie der MWM Motor im Normag NG22.
      Dieser Trecker war in der Mitte der 30er Jahre der Verkaufsschlager.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von passer montanus ()

    • Ja, bzw. Jaja. Die Motoren ohne Ölfilterung und mit Ölschlammdrecksammelprinzip hatte ich noch nie auf der Rechnung. Wenn ich an Motoren denke, dann welche mit Ölfilterung im Ölstrom. Ich vermute, ein D15 liegt da technisch eher an meinem D50.1S, als an einem F1L514. Wenn wir die Motorentechnik differenzieren, dann nicht so, nur die herbeizuziehen, auf die meine Gedanken nicht passene können. Und die, behaupte ich frech, die absolute Minderheit bilden.
    • Guten Morgen ,

      wenn der Motor warm ist , ist
      es nicht schädlich wenn der
      Motor in Standgas läuft .

      Nochmal zur Ölwahl .
      Beim Ölhändler anrufen ob
      das Öl die von mir genannten
      Anforderungen erfüllt .
      CF-4 , B3 teilsyn.
      Kein Vollsynthetisches !!! .

      Gruß Eckard
      Meine Schlepper :
      Deutz D15 ( 712 ) , Deutz D40L / 40.2 ( 812 ) , Deutz 4005
      und zwei Standmotoren Type F1l712 .
    • Nochmals Ich ,

      einen wichtigen Rat von mir ,
      besorge dir die wichtigsten Unterlagen zu deinen Schlepper . Also die Bedienungsanleitung und Ersatzteilliste . Zu bekommen hier im Forum , eBay oder Google .

      Zur richtigen Wartung:
      Der Schlepper hat viele Schmiernippel .
      Der Ölbadluftfilter muss gewartet werden . Das Lenkgetriebe . Die Portalachsen . Und das Getriebe .
      Der Motor hat ein Spaltfilter der beim Ölwechsel gereinigt werden muss .

      Du brauchst also das von mir
      genannte Motorenöl und Getriebeöl
      SAE 80/90 GL4 .

      Das unter der Voraussetzung du hast ein D15 mit einem 712 er oder 812 er Motor oder ein F1L612 .
      Leider hast du keine genauen Angaben gemacht . Das Baujahr ist auch von
      Bedeutung .

      Gruß Eckard .
      Meine Schlepper :
      Deutz D15 ( 712 ) , Deutz D40L / 40.2 ( 812 ) , Deutz 4005
      und zwei Standmotoren Type F1l712 .

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von EckardderWaldbauer ()

    • OK vielen Dank was für ein Motor es ist muss ich schauen.
      Mehr sorgen macht mir zurzeit sowiso die Hinterachse bzw. das Hinterachsportal.
      Das macht ein seltsames metallisch schleifendes Geräusch und das Rad hinten rechts hat etwas Spiel in axialer Richtung
      Der Traktor ist ein Erbstück und ich will ihn eigentlich erhalten. Das Problem ist dass ich leider kein Getriebe auseinander bauen kann.
      Ich war mal bei einem Landmaschienenhändler der wusste auch nicht genau was es ist aber will alle für das auseinanderschrauben und nachschauen über 1000€. Die habe ich als Student leider nicht. Das Öl in den Portalen habe ich letztens gewechselt es war Pech Schwarz,
    • Moin Sebastian,

      guck erstmal nach was es genau für ein Schlepper/ Motor ist.
      Es muss ja nicht gleich das ganze Getriebe zerlegt werden.
      Ich hab die Achstrichter an meinem 4005 auch komplett selbst instand gesetzt obwohl ich es vorher noch nie gemacht habe.
      Ein bisschen Werkzeug braucht man natürlich.
      Also, ein Schritt nach dem anderen:
      -Schleppertyp,
      -Problem analysieren und Ursache finden
      -Problem beseitigen-->Forum hilft!
      Gruß, Harm

      DX4.31 und D4005
    • Deutz45nullfuenf schrieb:

      Moin Sebastian,

      guck erstmal nach was es genau für ein Schlepper/ Motor ist.
      Es muss ja nicht gleich das ganze Getriebe zerlegt werden.
      Ich hab die Achstrichter an meinem 4005 auch komplett selbst instand gesetzt obwohl ich es vorher noch nie gemacht habe.
      Ein bisschen Werkzeug braucht man natürlich.
      Also, ein Schritt nach dem anderen:
      -Schleppertyp,
      -Problem analysieren und Ursache finden
      -Problem beseitigen-->Forum hilft!
      Hallo,
      auf dem Motor steht F1L 712 er ist Baujahr 1961.
      Werkzeug habe ich leider nur beschränkt. Damit ist gemeint dass ich das basic-Werkzeug besitze. Jedoch nichts besonderes wie z.B. einen Abzieher.
      Das Geräusch ist sehr schwer zu beschreiben wo es her kommt. Ich habe davon mal ein Video gemacht. Leider ist es aufgrund der Fahhrgeräusche schwer zu hören.Aber ich dachte mir ich zeige es euch trotzdem mal vielleicht hört ja einer was. Es ist eine Art metallisches schleifen.



      Mit freundlichen Grüßen
    • Hallo Creativex,

      das mit dem schleifenden Geräusch am Achsportal habe ich bei meinem D15 auch. Noch dazu war bei mir der Wellendichtring an der Achswelle undicht. Die Portalachse kann man auch ohne technische Vorkenntnisse abnehmen (obwohl man sich alleine schon ganz schön abmühen muss). Nimm Dir dazu die Ersatzteilliste, dort ist alles nachvollziehbar aufgezeichnet.
      Dann kann man mal einen Blick auf die Lager und auf die Bremse werfen. Vielleicht liegt hier ja die Ursache für das Schleifen.
      Und nimm Dir etwas Zeit. Wenn man das zum ersten Mal macht, steht man hier und da etwas länger vor 8| (So ging und geht es mir zumindest).

      Beste Grüße
      Lucas