Deutz D50 1s

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hallo,

      also eine solche Abstrebung hat ja ganz einfach die Aufgabe, die beiden Konsolen möglichst steif zu verbinden. Das heißt umso weniger Möglichkeiten gegeben sind, das eine Komponente deiner Konstruktion "federn" kann, desto besser. Denn dadurch wird der ganze Rahmen in sich geschlossen. Das hat in erster Linie eine große Auswirkung auf die Belastung der Verschraubung der Konsolen. Wenn die Abstrebung nicht ausreichend steif ist, treten bei der Schraubenverbindung der Konsolen zum Traktor bei einer seitlichen Belastung große Momente auf und die Schrauben werden stark belastet.
      Soetwas nun ohne auf Erfahrung beruhenden Daten zu berechnen, ist auch für einen Konstrukteur nicht möglich. Aber eines kann man ganz klar zu deiner Konstruktion sagen. Du hast geschlossene Profile verwendet und das ist schon mal gut. Das Konstrukt an sich sieht auch nicht so schlecht aus, nur dieser Übergang von dem Formrohr zu den Platten ist nicht gerade optimal. Vielleicht kannst du dort nochmal etwas nachbessern - wenn es der Platz zulässt. An den oberen verschweißten Ecken bringen Knotenbleche natürlich eine weitere Versteifung und die Verbindung kann natürlich auch größere Kräfte aufnehmen. Gerade wenn man ein nicht so geübter Schweißer ist, bringt ein Knotenblech viele Vorteile. Weiters hast du nur zwei Schraubenlöcher, aber das wird sich wohl kaum ändern lassen, da kommt es, wie auch sonst, auf einen Versuch an.
      Weiters ist es vollkommen egal, ob diese Verstrebung nun gerade ist oder abgewinkelt, sie muss nur ausreichende Steifigkeit aufweisen, wobei die gerade Variante natürlich wesentlich leichter zu fertigen ist und es treten auch geringere Biegemomente in der Verstrebung auf. Somit kann man wieder Material einsparen und das Ganze in der Fertigung günstiger herstellen.
      Alles in allem kann hier noch soviel geschrieben werden, es bleibt für dich nur eine Möglichkeit und zwar der Versuch. Dann kann man ja immer noch nachbessern. Aber auf den ersten Blick sieht es ja ganz gut aus.

      Schöne Grüße
      Christian
    • Das mit dem geraden Querrohr versus einem gebogenen sehe ich auch so. Als Modell kann man sich ja mal eine Schraubzwinge vorstellen. Diese "C-Bogen"-Form ist ja funktionell in Ordnung. Ich erinne aber Fälle, wo ich den Handgriff einer stattlichen Zwinge mit ganzer Kraft gedreht habe und sie Zwinge dann doch ihre Parallelität der "Schnäbel" rasch verlor. Die Hebelkräfte waren dann zu groß. Ein gebogenes Querrohr muss massiver ausgelegt werden, um dieselbe Steifigkeit zu haben. Zum Glück ist ein Schlepper kein Flugzeug und zusätzliches Gewicht manchmal sogar willkommen. Bei mir habe ich extra dreiecksförmige Knotenbleche eingeschweißt, die die Knickbelastung auf die gebogenen Enden mindern. Wie gesagt, ich habe mein bestes zu Denken versucht, bei der Auslegung. Rechnen kann ich sowas nicht. Wenn da Zweifel bestehen, will ich gern Tests machen (Magnetstativ mit Mikrometeruhr ist vorhanden. Wo soll ich´s ansetzen und wie Last geben?) :)
      Beim D50.1 kommt möglicherweise eine kleine Kraft auf die Konsolen derart, daß die Hubzylinder seitlich neben der Konsole angebracht sind und somit einen eigenen Hebel bilden. Beim Fiat sind die Befestigungspunkte so, daß Schwinge und Zylinder direkt vor der schmalen Stirnseite angebracht sind und ganz direkt nur die Konsole nach hinten drücken. In dieser Richtung ist sie ja ohne Streß.
      Und das schlimmste, so verstehe ich, tut man der Konstruktion an, wenn man zB eine Palette mit Steinen seitlich mit der Schaufel wegdrücken will; oder in einen Erdhaufen nicht nur gerade fährt, sondern dann noch scharf lenkt.




      Bei Marcel würde ich der Konstruktion noch mehr STeifigkeit mit ins Leben geben wollen, als bei mir, denn die Hebelwirkungen (s. schwarzer Strich) sind viel größer.
      Christian hat ja gerade gesagt, wie und wo.
    • Ok

      4 Knotenbleche hab ich dran^^

      Die weitere Versteifung nehme ich dann auch noch im Angriff, mich ärgert das ich die seitlichen Platten nicht 10cm länger genommen habe :whistling:

      Ich finde, wenn man in der Mitte des Bügels eine Öse anschweißt, kann man damit Bäume aus'm Wald ziehen 8o

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Marcel91 ()

    • :) passt.
      Ich denke gerade, dass noch eine Schraubverbindung generiert werden kann. Und zwar auf Höhe der Schwingenlagerungszapfen. Oben auf die Konsole lässt sich doch quer ein dickes Blech aufschweißen, und davor oder dahinter dann kommt ein Blech, das mit dem neuen Rahmen verbunden ist. Kommt ein Loch und eine Schraube durch diese beiden Bleche und ein Panzer wird blass vor Neid.
    • Landybehr schrieb:

      Rechnen kann ich sowas nicht. Wenn da Zweifel bestehen, will ich gern Tests machen (Magnetstativ mit Mikrometeruhr ist vorhanden. Wo soll ich´s ansetzen und wie Last geben?) :)
      Hallo,

      also händisch kann man soetwas sowieso nur sehr schwer rechnen. Man müsste hier schon Vereinfachungen machen, um auf ein näherungsweises Ergebnis zu kommen, wobei hier dann natürlich auch die Genauigkeit leidet.
      Hier bieten heutzutage FEM-Programme einfach die beste Möglichkeit. Man sieht wo die Belastungen am größten sind und vor allem wie stark sich ein Bauteil verformt und man kann Verbesserungen durchführen. Aber selbst hier muss sehr genau darauf geachtet werden, wie vorgegangen wird. Es gibt auch bei FEM-Analysen genug Platz für Fehler, vor allem umso komplexer die Aufgabenstellung wird.
      Für Normalsterbliche ist die gute alte Erfahrung sicher der beste Weg.

      Die letzten Worte des Technikers: "Wir haben einen Sicherheitsfaktor von 2.5"
      Die letzten Worte des Arbeiters: "Das hält schon."

      Schöne Grüße
      Christian
    • Wenn ich
      |\
      | \
      __| \
      | /
      | /
      |/

      So ein. Stück 4kant Rohr vom Material des Bogens vom Bogen zur Platte anschweiße, bin ich ca 11cm gesamt mit dem Bogen auf der Platte.

      Darf ich das Rohr komplett zu Schweißen? Wegen über oder nachher beim Abkühlen Unterdruck?

      Mfg Marcel
    • Moin Marcel,
      jeder, der kreativ unterwegs ist, schweißt sich schon mal was zusammen, was anschließend, wenn man das mal mit ein wenig Abstand betrachtet,
      in die Tonne gehört.
      Das ist nicht schlimm. Das habe ich auch schon mit wesentlich mehr Aufwand fertig gebracht.

      Einfach daraus lernen und gut ist es.

      Erfahrung ist die Summe aller Misserfolge.

      Wenn Du an einer Kreuzung stehst, führ auch nicht jeder Weg zu Deinem Ziel.

      Gruß Felix
    • Hallo Marcel,

      was Du da zusammengeklebt hast, sieht wenn es mit RAL 6002 angestrichen
      hast, ganz schön aus. Man muss jetzt nur noch eine Verwendungsmöglichkeit
      herausfinden. Eine gewisse Kreativität ist deutlich zu erkennen.

      Mit einem schönen Gruß
      Passer Montanus
      Bilder
      • IMG_20180706_213311.jpg

        14,76 kB, 280×210, 294 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von passer montanus ()

    • Ich habe den Fiat nochmal beäugt:







      Man sieht unten im Bild eine der zwei Schrauben, die andere sitzt hinter dem diagonalen Knotenblech.
      Ein gewisser Hebel ist da also auch gegeben. Selbst wenn das Querrohr für sich genommen gerade geformt ist.

      Man sieht im ersten Bild auch, daß die Konsole ein ganz hübsches Stück "frei schwebend" steht.
      Aber die Dimensionierung ist eben auch entsprechend. Der Fiat hat jede Menge mitgemacht und die Konstruktion ist in der Praxis über Zweifel erhaben.
    • [schmunzel] Ich bin mal auf die Auflösung gespannt. Bis dahin vermute ich, daß Felix in nordischer Nonchalance jetzt keine dezidierte Gewichtsangabe machen wollte, sondern eine sinnbildliche Größe nennen ;)
      Beim Fiat ist die Lösung sicherlich so, damit die Haube noch aufgeht. Die Lösung vom Deutz ist ja nicht verkehrt, und auch schön unauffällig - und daher fallen die Löcher in der Karosserie weder auf noch ins Gewicht, deretwegen ich sie nicht nachgemacht hab.