F1L 210D Problem mit Einspritzpumpe

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    • F1L 210D Problem mit Einspritzpumpe

      Hallo und guten Tag allerseits.
      Soeben habe ich mich hier im Forum angemeldet weil ich viele interessante Beiträge gelesen habe und weil ich hoffe, jemanden zu treffen der mir bei meinemProblem helfen kann.
      Zunächst aber erst mal e in freundliches Hallo in die Runde! Meine Heimat ist übrigens ein kleiner Ort in Thüringen in der Nähe von Jena.
      Letzte Woche habe ich mir ein Stromaggregat vom Typ SAE 6,5 KW angeschafft. Es handelt sich um ein gebrauchtes Gerät mit sehr wenigen Betriebsstunden. Der Generator wird angetrieben von einem Deutz Dieselmotor mit der Bezeichnung F1L 210D. Bei mir zu Hause angekommen lief das Aggregat leider nur wenige Minuten. Danach ging es einfach aus. Ich habe gleich überprüft wie es mit der Dieselversorgung aussieht und dabei festgestellt, dass die Einspritzpumpe ihren Dienst verweigert. Mit Diesel wird die Pumpe versorgt, baut aber keinen Druck auf. Es ist eine Pumpe von Bosch. Ich werde am Nachmittag noch ein Bild hochladen. An der Pumpe befindet sich ein Stößer für „Mehrmenge“ beim Startvorgang. Dieser Stößel wird normaler Weise, ausgelöst von Betätigen der Taste,von einem Elektromagneten in die Pumpe gedrückt. Bei meiner Pumpe sitzt er in der gedrückten Stellung fest und kommt nicht wieder heraus. Jetzt habe ich versucht die Pumpe auszubauen, ist mir aber nicht gelungen. Nach lösen der drei Muttern konnte ich sie nur etwa einen Zentimeter anheben. Gewalt wollte ich nicht anwenden. Ich muss auch dazu sagen, dass ich Elektrotechniker bin und Mechanik nur am Rande „mein Ding“ ist. Ich habe mir nun bei einemOnline – Auktionshaus das Werkstatthandbuch für diesen Motor bestellt. Das kommt aber erst nächste Woche. Meine Hoffnung ist nun, dass jemand aus diesemForumhier schon mal ein ähnliches Problem gelöst hat und mir einen Tipp geben kann.
      Viele Grüße und schönen Sonntag

      Ralph
    • Hallo Ralf,
      hat dein Motor im Zulauf von Tank in Richtung Einspritzpumpe einen Elektromagneten? An Diesem muß Spannung anliegen, damit Diesel in Richtung EP gefördert werden kann (ist ein elektrisch angesteuertes 2/2 Wege Ventil).
      Prüf erst mal das, wird dir als Elektrotechniker nicht schwer fallen.

      Gruß
      Gerhard
    • Hallo Gerhard,
      vielen Dank für Deine Hilfe.
      Einen Elektromagneten kann ich im Zulauf nicht finden. Die Dieselleitung führt vom Tank über den Dieselfilter (mit Absperrhan) direkt zur Einspritzpumpe. Wenn ich die Dieselleitung die vom Filter ankommt an der Einspritzpumpe abschraube läuft heftig Diesel aus.
      Ich denke deshalb, dass Problem ist die Pumpe selbst.

      Viele Grüße
      Ralph
    • Hallo Ralph,
      du mußt den Regler auch ausbauen, siehe Bild im Anhang.
      der Regler stellt über die Regelstange die einzuspritzende Dieselmenge ein.
      Wenn ich es noch richtig im Kopf habe, muß die Verbindung zwischen Regler und Regelstange ausgehängt und von der Regelstange rausgedreht werden. Bitte den Überstand der Verbindung an der Regelstange messen oder die Gewindegänge zählen, wenn möglich.

      Viel Erfolg.
      Bilder
      • fl210_EP.jpg

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    • Hallo F3L912er,
      auch Dir vielen Dank für die Unterstützung.
      Ich habe fast befürchtet, dass da noch mehr abgebaut werden muss.
      Ich werde aber abwarten bis ich das Reparaturhandbuch habe, dort soll der Ausbau beschrieben sein.
      Wichtiger ist ja, dass man alles wieder richtig zusammengebaut bekommt.
      Zwei Fragen dazu vielleicht noch: Muss ich dazu das Öl vom Motor ablassen? und: Was könnte die Ursache dafür sein,dass die Einspritzpumpe nicht mehr funktioniert?

      Viele Grüße
      Ralph
    • Hallo Ralph,

      das Öl braucht nicht abgelassen zu werden, wenn der Motor wieder läuft und warm ist empfehle ich dir allerdings einen Ölwechsel.

      vermutete Ursache:
      wenn die Dieselversorgung gewährleistet ist, sehe ich zwei Ursachen als wahrscheinlich an:
      die Regelstange ist auf Nullförderung
      Das Pumpenelement hängt, kommt also nicht mehr auf den Fördernocken, das habe ich schon gesehen.
      Ich selbst hatte schon eine "skurile" Fehlerursache an so einem Zweiylinder Motor, die Symptome waren allerdings anders.

      Gruß
      Gerhard (F3L912er)
    • Ok, vielen Dank Gerhard.

      Was hat es denn mit den mit blauer Farbe versiegelten Schrauben auf sich? An einer ist auch noch eine Plombe.
      Muss ich die aauch öffnen?
      Als ich die drei Muttern gelößt hatte, dabe ich beim Durchdrehen (soweit es wegen Kompression ging) des Motor
      gemerkt, dass von unten etwas gegen die Einspritzpumpe arbeitet (drückt). Wie ein Nocken oder Ähnliches. Vo da her
      denke ich, dass bie Pumpe nicht hängt oder fest ist.(?) Fragt sich also weshab der Regler auf null Fördermenge geht.
      Zum Ausschalten ist seitlich am Regler ein Magnet (Siehe letztes meiner Bilder). Der zieht beim Ausschalten an.
      Am liebsten würde ich Morgen loslegen.Weche Schrauben sind denn zu lösen um den Rgler zu demontieren?

      Viele Grüße
      Ralph
    • Hallo Gerhard,
      vielen Dank nochmals für Deine Hilfe.
      Heute war ich sehr mutig und habe auch ohne Handbuch Hand angelegt.
      Das Aggregat läuft wider!
      Das Reglergestänge habe ich demontiert und Einspritzpumpe ausgebaut.
      Ich habe von sowas eigentlich keine Ahnung, deshalb war ich etwas nervös.
      Die Pumpe habe ich mit Bremsenreiniger (Waschbenzin) gereinigt und den
      blockierten Stößel für die Mehrmenge lösen können.
      Dann habe ich das Alles wieder zusammengebaut.
      Leider war ich so beschäftigt, dass ich keine Bilder gemacht habe ... .
      Aber Heute lief das Aggregat zwei Stunden anstandslos unter 2/3 Last.
      Also, Alles ok!
      Danke nochmal,
      Gruß Ralph
    • Hallo Gerhard,

      Gestern habe ich noch das alte Diesel aus dem Tank gesaugt und den Tank gründlich gereinigt.
      Dann habe ich mir einige Liter Aral Diesel Ultimate beschafft. Alles läuft bestens!

      Eine Frage habe ich aber doch noch: In der TDv zum Aggregat ist als zu verwendendes Motoröl
      die Bundeswehrbezeichnung "Motoröl 0-236" zu finden. Google - Ergebnis: Motoröl 0-236
      entspricht dem handelsüblichen 15W40.
      Stimmt das? Kann ich für den Motor 15W40 verwenden?

      Gruß Ralph

      PS: Das Handbuch ist inzwischen auch bei mir eingetroffen.
    • Hallo Ralph,
      wenn der Motor einen Ölfilter hat, passt das Öl passt sicherlich, 10W40 wird auch funktionieren.
      Gönn dem Motor ein schönes Markenöl, welches alterungsbeständig ist.
      Die Herausforderung für das Öl wird eher die Zeit, als die Betriebsstunden sein.
      Ich würde sogar eher zu 10W40 tendieren, ist bei Kälte etwas dünnflüssiger (geringere Viskosität) und wird sich daher beim Kaltstart und in der Warmlaufphase positiv auswirken.

      Gruß
      Gerhard
    • Hallo in die Runde,

      nochmals melde ich mich in der Angelegenheit zu Wort.
      Leider hat das mit dem Original BW - Öl nicht geklappt. Es gab eine Verwechselung und ich muss
      nun doch auf die "zivile" Version zurückgreifen.
      Gestern stand ich nun vor einem Regal, gefüllt mit Ölen der Firma Liqui Moly und stellte fest, dass
      mir Wissen fehlt um entscheiden zu können welches Öl für meinen Motor (F1L 210D) passt.
      Das 15W40 gibt es als mineralisches Öl und als synthetisches Leichtlauföl. Zwar nehme ich an,
      da der Motor Baujahr 1989 ist und damals wohl die synthetischen Öle noch nicht so im Umlauf waren,
      dass mineralisches Öl verwendet werden sollte, bin mir aber nicht sicher.
      Vielleicht kann mir ja hier aus dem Forum jemand eine kurze Nachhilfe in "Ölkunde" geben oder mir
      mit einem geeigneten Link weiterhelfen.

      Vielen Dank im Vorraus


      Viele Grüße
      Ralph

      Motorenle.pdf