D5505 - Allrad nachrüsten - Drehmomente an der Kardanwelle / Lamellenkupplung

    • D 5505

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    • Hallo Hendrik,
      die gleiche Kupplung wurde ja auch bei Deutz verbaut 4006-6206 glaube ich. Eingestellt auf 1000Nm.

      4006:


      Die größeren hatten Nasse Lamellenkupplungen ab 6006.
      Die 07 Hatten alle (Nasse) Lamellenkupplungen auch die Kleinen mit seitlichem Abtrieb.
      hier nochl explosionzzeichnungen:

      6006:



      10006:








      Ich persönlich würde mich im Grunde an die Konstruktion von zf halten, das wäre am einfachsten umzusetzten auch mit verschiedenen Allradfaktoren.

      Beim Stöbern im Netz hab ich noch was Intressantes gefunden:
      traktorhof.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=3124&start=165

      im 3. Post von oben
      Mit freundlichen Grüßen
      Michael

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von michiwi ()

    • Servus Zusammen!

      Aktuelle Überlegung meinerseits ist, lediglich das Zahnradpaket in ein gehäuse zu packen.

      - Rutschkupplung und
      - entweder Schaltelement oder Viscokupplung

      werde ich der einfachheit halber nach draussen verlegen, bzw. unters Trittbrett, da ist Platz und so viel
      Dreck wird meiner nicht mehr sehen.
      Der Einfachheit zuträglich wird damit auch sein, dass ich standard-zeugs verwenden kann.
      Rutschkupplung von Walterscheid, oder irgendwas ähnliches.

      Schmankerl-Lösung wäre natürlich, eine Aushebelbare rutschkupplung gleich zu montieren,
      verringert die baulänge und subtrahiert ein bauteil.
      aber das ist jetzt mal zweitrangig.



      In Punkto Zahnräder und deren Fertigung (Obacht, Landybehr) tut sich gerade ein neuer Kontakt auf.
      eine RallyeSchmiede hier im Landkreis fertigt Getriebe aus dem vollen für Bergrennen und Rallyefahrzeuge
      selber. Die haben eine Fräse, so gross wie ein Miststreuer, Der Tisch kann in der X-achse geschätzt eineinhalb meter fahren.
      Der Kontakt zum Zanradfräser wird gerade hergestellt, näheres kann ich leider noch nicht sagen, da
      der Kerl lieber Zeit in der Werkstatt, als vorm Rechner oder Telefon verbringt - ist auch gut so.
      Und wer Zahnräder Fertigen kann, die einen B-Kadett im ersten gang den Berg raufkatapultieren, der sollte doch
      für 1000Nm auch Zahnräder fertigen können.

      Andenken soll man deswegen auch ein Getriebegehäuse, das ebenfalls aus dem Vollen gefräst ist,
      würde dann allerdings aus Aluminium werden, was mich aber weniger stören würde.
      Wie gesagt, nur mal so zum andenken, also An-Denken.

      Wegen der Spezifikationen des Rädersatzes (Obacht nochmal, Landybehr) telefoniere ich morgen mit
      ZF Passau, Hab Vormittags Arbeits- und Sturmfrei.

      Viele Grüsse!

      der Bertl
    • Hi. Cool, was sich da tut.

      Zu Lamellenpaketen ist hier nochmal eine Idee: limitedslip.de/lamellensperre.html
      In Achsdifferentialen wird so etwas auch verwendet.

      Ein Alugehäuse würde mir durchaus gut gefallen. In meinem 4x4 ist das Verteilergetriebe auch aus Alu und das muss sehr viel mehr Kräfte vertragen, als der Abtrieb, den ich brauche. Vielleicht ist die bessere Wärmeabfuhr noch ein Plus. Bearbeitbarkeit ist ja in jedem Fall schön.

      Ich habe mal kurz überschlagen, wenn ich 30km/h schnell fahre, dann machen die 320/85R20 Reifen (Abrollumfang 3,424m) pro Minute 146 Umdrehungen. Die Achsübersetzung von aufgerundet 16:1 macht daraus 2300U/min an der Kardanwelle. Eine einfache Rutschkupplung von walterscheid für die Zapfwelle ist höchstens für die Hälfte der Drehzahl ausgelegt. Das geht schonmal nicht.
    • Hallo,



      ich habe kurz etwas über die Bremse nachgedacht. Für meinen Lieblings-4x4 gibt es von einem rührigen Engländer eine Scheibenbremsumrüstung für die originale Trommel-handbremse. Und das ist deswegen interessant, weil ein mechanisch betätigter Bremssattel verwendet wird. Ich meine, irgendwo früher wurde erwähnt, er käme aus einer Baumaschine.
      Die Bremsscheibe hat Bohrungen, die zu einem LandRover-Kardanflansch passen. Allerdings ist die Handbremse an sich ja nur eine Feststellbremse. Und nicht dafür ausgelegt, Kräfte aus dem Fahrbetrieb zu verarbeiten. Das betrifft mE jetzt allerdings eher das Gehäuse bzw. die Befestigung des Bremssattels. Darüber müsste man bei Aluminium zumindest kurz drüber grübeln.

      foundry4x4.co.uk/index.php?rou…th=65_1757&product_id=360


      Der Vorteil einer Bremse auf der Kardanwelle wäre, daß sie nun mal halt ohne Zuschaltung des Allrads funktioniert. Die Allradzuschaltung ist vom Prinzip, finde ich, eigentlich eine sehr pfiffige Sache. Aber ich habe eben beim Recherchieren nochmal viel von den Verspannungen gelesen, die beim Bremsen entstehen - und die sich dann beim Loslassen des Pedals wieder lösen und den Schlepper etwas vom Fleck weiterbewegen. Was wohl oft auch mal stört.
      Eine Hydraulifizierung der Bremsanlage des D5505 ist zweifelsohne machbar und auch haltbar zu machen, aber ich scheute die Tüv-Hürden, die in diesem Fall weder unangebracht noch zu ignorieren wären. Daher fand ich erstmal die Idee eines mechanischen Bremssattels ganz gut. Wie der proportional passend zur Hinterachse angesteuert würde, ist mir aber noch sehr offen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Landybehr ()

    • Hallo,

      bertl1976 schrieb:

      In Punkto Zahnräder und deren Fertigung (Obacht, Landybehr) tut sich gerade ein neuer Kontakt auf.
      eine RallyeSchmiede hier im Landkreis fertigt Getriebe aus dem vollen für Bergrennen und Rallyefahrzeuge
      selber. Die haben eine Fräse, so gross wie ein Miststreuer, Der Tisch kann in der X-achse geschätzt eineinhalb meter fahren.
      Der Kontakt zum Zanradfräser wird gerade hergestellt, näheres kann ich leider noch nicht sagen, da
      der Kerl lieber Zeit in der Werkstatt, als vorm Rechner oder Telefon verbringt - ist auch gut so.
      Und wer Zahnräder Fertigen kann, die einen B-Kadett im ersten gang den Berg raufkatapultieren, der sollte doch
      für 1000Nm auch Zahnräder fertigen können.
      Kosten scheinen bei dem Pojekt ja keine Rolle zu spielen?
      Vom Drehmoment gesehen sind Zahnräder eines Kadett B "Kinderkram".

      Ich gebe mal eine Prognose ab: Einen Güldner mit passender Achse und Abtrieb ist weitaus günstiger.
      Wenn natürlich die Freude am Basteln im Vordergrund steht, ist das egal.

      Gruß
      Thomas
    • Hallo Thomas!
      Dass Kosten keine Rolle spielen, das würde ich so nicht sagen, mir schneibts die Taler leider auch nicht so rein.

      Überschlagsweise veranschlage ich:

      Achse 3052 oder so, ca. 1500,-
      Felgen,Bereifung, ca. 700,-
      Zahnräder: noch überhaupt keine Ahnung, aber mal so übern daumen 1000,-
      Gehäuse, geschweisst, gefräst, geplant: selber, material: 50,-
      Lager,Wedi-Zeugs: 300,-
      Antriebswelle: 300,-
      Ruschkupplung: 300,-
      gebrauchtes VW Syncro-Zeugs: 300,-


      Da unser Budget für dieses Projekt so ungefähr bei 10.000,- angesiedelt war,bzw ist,
      ist das noch Vertretbar.
      Das Basisfahrzeug hat 5 kilo-Euro gekostet, bereits mit Frontlader und einem recht ordentlichen Zustand.
    • Hallo,
      Ja, ich habe einen fahrbereiten Man 4R3, 45Ps, Schnellgang, Frontlader, Allrad, und den bereits erwähnten Allradabtrieb mit Frostriss und das zugehörige Getriebe zerlegt in der Scheune liegen, ich kann also zwecks Zahnradpaarung und dergleichen schnell nachsehen.
      Ich halte die Konstruktion wie sie MAN hat einfacher umzusetzen, aber auch nicht so komfortabel. Der Abtrieb wird über eine einfache Schiebemuffe eingekuppelt, das Auskuppeln ist aber bei durch die Voreilung verspanntem Antrieb nicht so einfach möglich, man muss kurz Rückwärts, oder eine enge Kurve fahren.
      Die kleineren MAN hatten gar keine Überlastkupplung, beim 35 Ps 4P1 war sie teilweise, bei Frontladeranbau immer vorhanden, beim 4R3 serienmäßig. Da sie einfach auf die Getriebwelle aufgesteckt wird, wurde sie auch schon durch Zapfwellenrutschkupplungen ersetzt.
      Eine extra Bremse halte ich zumindest bei der recht schwachen MAN Vorderachse nicht für sinnvoll, ich schalte einfach bei Bedarf den Allrad zu. Bei ungebremster Vorderachse kann man zumindest bei viel Gewicht am Frontlader nicht so leicht durch starkes bremsen nach vorn überkippen, dafür nimmt die Bremsleistung der Hinterachse stark nach. Für welche Dauerbelastungen die Achsen von Deutz ausgelegt sind weiß ich aber nicht.
      Das Gehäuse würde ich nicht aus Aluminium machen, da es der tiefste Punkt vom Getriebe ist und beide Gehäuse, die ich gesehen habe, haben Spuren von Begegnungen mit Findlingen und Baumstümpfen.

      Gruß Max
    • Kleiner Zwischenstand:

      Im Zuge der Hydraulifizierung und der Saugleitungsverlegung, damit der Allrad-Deckel frei wird, musste
      auch die Handbremse weichen, gefiel mir links sowieso nicht, bin den 3005 gewohnt.

      Dankenswerterweise hat der 5505 auf der rechten seite am Anlenkhebel der handbremse schon
      eine doppelte Lasche, wovon nur eine benutzt ist, vermutlich eben wegen der allrad-versionen, um
      nicht zweierlei rechte Hebel Fertigen zu müssen.

      Umbau war auf 4 Stunden geschehen, etwas Drehbank-Arbeit und Schweissen.
      Die Zugstange ist derweil zum probieren und Länge ermitteln noch geschweisst,
      das gefällt mir nicht so sehr, ich werde das Schweiss-Teil gegen einen passenden Gabelkopf
      M12,10mm und einen Rundstahl, an dem ich beidseits ein M12-Gewinde aufschneide, austauschen, ist glaube ich auch
      Sicherer.

      Das Gestänge Fluchtet zufällig perfekt, es Entsteht keinerlei Schrägzug.
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