Restauration

    • F1M 414

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    • Hallo Schrauber!

      Unter einem anderen Thema habe ich ja schon mal erwähnt, dass ich mir einen 1940er F1M414 zugelegt habe.
      Eigentlich sollte dieser "nur" als Ersatzteilspender dienen, aber mittlerweile habe ich mich doch entschlossen ihn so zu behalten und nur technisch zu restaurieren.
      Er besitzt noch den originalen Motor, aber leider eine Einspritzpumpenplatte aus DDR-Zeiten. Den Luftfilter habe ich schon demontiert, gereinigt und wieder zusammengesetzt (ist auf den Bildern nicht zu sehen).
      Da ich nun mit der Restauration beginne und sicherlich auf den ein oder anderen Rat von erfahrenen Schraubern benötige, öffne ich mal dieses Thema.
      Anbei sind noch mal die Bilder vom 11er im "Rohzustand" (die Dreckschicht ist ausgesprochen stark und zäh).
      Doch darunter kam noch der originale Lack zum Vorschein! Diverse Teile wie: Tank, Vorbau und Luftfilter wurden anscheinend vor langer Zeit halbherzig überstrichen.
      Ich werde immer mal wieder Bilder und kurze Zwischenberichte hochladen, wie es mit der Restauration vorangeht ;)

    • Bei der Demontage des Tanks ist mir aufgefallen, dass man, wenn man ein wenig gegen das Licht schaut, die auf dem Tank befindlichen Hinweistexte, zur Benutzung der Kupplung, Riemenscheibe, Zapfwelle etc. erkennen kann. Leider ist, wie anfangs berichtet, der Tank überstrichen worden und die Buchstaben kann man nur noch daran erkennen, dass sie unter dem aufgetragenen Lack etwas erhaben sind.
      Ich würde die Schrift ganz gerne wieder freilegen.
      Hat das schon mal jemand gemacht und kann mir Tipps geben wie das am besten funktioniert?
    • Moin Berte,

      den "neuen" Lack kannst du nur mechanisch entfernen. Wenn Du da mit Farb-Abbeize drauf gehst ist die Schrift auf jeden Fall mit weg.
      Ich würde den Tank leeren und abnehmen. Im stillen Kämmerlein dann unter der Lupe mit einem scharfen Skalpell vorsichtig versuchen die neue Lackschicht abzuheben. Kann klappen, muss aber nicht. Wenn der Anstreicher den Tank vorher gut entfettet hat wird die Farbe gut haften. Wenn er gepfuscht hat könntest Du Glück haben. Wenn Du an Trockeneis kommst kannst Du mal versuchen eine Stelle am Tank abzukühlen. Kalte Farbe ist sehr spröde und lässt sich gut entfernen ;)
      Schöne Grüße
      aus Bremen

      Götz


      Deutz F2L 612/5-NK
      Motor F2L 712
      Baujahr 1957
      Schlepper Nr. 7461/167
    • Hallo Götz!

      Danke für deine Antwort ;)
      An Trockeneis komme ich vermutlich nicht so leicht, aber die Idee mit dem Skalpell ist gut!
      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Lack auch mit Benzin sehr gut abgeht.
      Inwieweit das Benzin aber auch die erste, also originale, Lackschicht mit anlöst, weiß ich leider nicht.
      "Versuch macht klug", aber wenn da was schief geht.....das wäre natürlich richtig schade.
    • Hallo Ewald,

      das wäre auch eine Option, aber ich würde schon ganz gerne den Lack behalten wollen.
      Nur ist ja die Schrift wie gesagt unter einer neueren Lackschicht verborgen.
      Es ist halt die Frage, ob es technisch möglich ist, die neuere Lackschicht zu entfernen, um den originalen Lack freizulegen und ohne gleichzeitig diesen zu beschädigen.
      Vielleicht wäre ein Versuch mit Lösemittel hilfreich, aber dafür müsste man wissen, auf welche Lösemittel der originale Lack anspricht.
      Diese dürfte ich dann logischerweise nicht verwenden, sondern nur solche, die (hoffentlich) den neueren Lack entfernen.
      Aber wie gesagt: ich habe keine Ahnung ob das technisch überhaupt möglich ist.
      Vielleicht ist ja jemand vom Fach und hat damit schon Erfahrungen?
    • berte schrieb:

      Hallo Götz!

      Danke für deine Antwort ;)
      An Trockeneis komme ich vermutlich nicht so leicht, aber die Idee mit dem Skalpell ist gut!
      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Lack auch mit Benzin sehr gut abgeht.
      Inwieweit das Benzin aber auch die erste, also originale, Lackschicht mit anlöst, weiß ich leider nicht.
      "Versuch macht klug", aber wenn da was schief geht.....das wäre natürlich richtig schade.
      Moin Berte,

      vergiss Lösungsmittel, Du versaust Dir alles.
      Schöne Grüße
      aus Bremen

      Götz


      Deutz F2L 612/5-NK
      Motor F2L 712
      Baujahr 1957
      Schlepper Nr. 7461/167
    • Hallo Marcus,

      nunja, die Sache mit dem "erhaltenswert" oder nicht, ist letztendlich Ansichts- und Geschmackssache.
      Ich möchte ihn auf definitiv so behalten.
      Dann muss ich eben einen anderen Weg finden.

      @Götz: Danke für den Tipp, dann kann ich diesen Weg also auch nicht einschlagen.
      Neben dem Freilegen mittels Skalpell, könnte es vermutlich auch klappen, wenn ich sehr feines Schleifpapier über das flache Ende z.B. eines Bleistiftes lege und vorsichtig versuche die Schrift freizulegen. Ist eine menge Arbeit, für die mich vermutlich einige für verrückt erklären würden,
      da bin ich mir sicher. Aber ich finde es lohnt sich ;)

      LG Robert
    • Moin,
      Du könntest es auch mit einer feinen Schleifpaste erledigen, denn wenn
      der vorh. Lack angeschliffen wurde und einen Verbund zur neuen Lackschicht
      darüber besteht, wirst Du diese evtl. mit abblättern.
      Beim Einsatz von Schleifpaste kann es passieren, dass der Originalton dann
      glänzt weil er hochpoliert wurde, dass könntest dann aber wiederum mit ganz
      feinem 1000er Nassschleifpapier mattieren.

      Gruß Stocki
    • Guten Morgen allerseits.

      Vielen Dank erst mal für Eure Tipps ;)

      @Stocki: Schleifpaste wäre auch eine Idee, wobei ich mir vorstellen könnte, dass es dabei relativ schwierig ist, eine gleichmäßige Oberfläche zu bekommen. Der Lack ist ja nicht an allen Stellen gleich dick, hier und da sind leider auch "Farbnasen" über die Buchstaben gelaufen.
      Aber wenn die meiste Farbe erst mal runter ist, könnte man sicher mit Schleifpaste weiterarbeiten.

      @Gerald: Nach so einem Lackentferner habe ich gesucht. Ich hätte aber nicht gedacht, dass es das gibt, da ja (in meinem Verständnis) mit herkömmlichen Lackentferner oder Beize sämtliche Lackschichten angegriffen werden. Wie soll der Entferner auch zw. der einen und der anderen Lackschicht unterscheiden? Aber gut zu wissen, dass es das doch gibt ;)

      Am Wochenende folgen neue Bilder ;) Die meiste Zeit beansprucht leider immer noch das Putzen Der Dreck ist äußerst hartnäckig!


      Mfg Robert
    • Hallo allerseits!

      Bei der Restauration hat sich ein Problem aufgetan....
      Ich muss die Laufbuchse ziehen, weil der Dichtring hinüber ist. Doch leider gestaltet sich das schwieriger als gedacht!
      Ich habe mit einem 12er Gewindestab und einer Platte versucht die Buchse nach oben heraus zu ziehen.
      Die Platte habe ich von unten gegengesetzt und eine zweite über die Stehbolzen gelegt.
      Dann mit einer Mutter ordentlich Druck ausgeübt.....doch nicht passierte. Ich habe mehrmals heißes Wasser in den Motor laufen lassen,
      damit sich alles schön erwärmt und durch eventuelle Spannungsunterschiede dafür sorgen, dass die Buchse doch kommt.
      Mittlerweile bin ich ratlos. Ich habe mir noch mal eine solche Konstruktion gebaut, nur dieses mal mit einem 16er Gewindestab,
      da der 12er doch etwas labil schien. Ich will auch nicht zu viel Druck ausüben, nicht dass ich etwas beschädige.
      Wer hatte ähnliche Probleme und kann mir vielleicht weiterhelfen?

      LG Robert
    • Hallo;

      Genau wie Marcus schon sagt: " nicht zu zärtlich sein- !"

      Das Material kann schon was ab. Wenn möglich eine Gewindestange verwenden mit Feingewinde- das erleichtert!
      Notfalls auf gr. Spannung auch über Nacht stehen lassen!
      Bisher sind hier alle Buchsen heil heraus gekommen. Auch die Großen !

      Gruß- Michael