Tragische Unfälle

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    • Hallo,

      das ist wirklich harter Tobak...
      Ich habe mir als Jugendlicher bei einem Lohnunternehmer mein Geld für den Autoführerschein verdient und mich gewundert das der seine Güllegruben und Öffnungen immer doppelt und dreifach abdeckt und mit Schlössern gesichert hat. Irgendwann erzählte mir die Tochter des Lohners, welche in meinem Alter ist, das sich vor Jahren mal ein Kind aus dem Dorf zum gucken auf den Hof geschlichen hat und in die Güllegrube gefallen ist und dabei tödlich verunglückt...


      Viele Grüße,
      Christian
    • Bauernhof und Kinder ist auf den ersten Blick der Himmel auf Erden.
      In Wirklichkeit lauern dort an vielen Ecken große Gefahr.
      Die armen Hinterbliebenen und die noch viel ärmeren Menschen, die sich ihr Leben lang Vorwürfe machen werden :(
      Schöne Grüße
      aus Bremen

      Götz


      Deutz F2L 612/5-NK
      Motor F2L 712
      Baujahr 1957
      Schlepper Nr. 7461/167
    • Hallo
      Zwei sehr tragische Unfälle, die vermutlich beide vermeidbar gewesen wären. Die Mitfahrt im Frontlader ist aus gutem Grund verboten, wie der Fall hier wieder auf tragische Weise beweist und was ein 16 Monate altes Kind alleine im Arbeitsbereich eines Hofladers zu suchen hat, begreife ich beim besten Willen nicht.
      Naja, im Nachhinein lässt sich immer leicht reden oder urteilen, allerdings habe ich sehr viele Landwirte aus meiner aktiven Zeit als Landmaschinenmechaniker kennengelernt, die allzu sorglos waren und nicht einmal die einfachsten Sicherheitsregeln beim Umgang mit Maschinen beachtet haben und damit sich und andere in Gefahr brachten.
      Gruß Ralf
    • Moin,

      Solche Unfälle werden meist verschwiegen weil die Menschheit nichts von hören will.
      In div. Motorrad Gruppen wo ich Einzug halte, sollen bewusst keine Videos/ Berichte über Unfälle gepostet werden, doch aus meiner Sicht sensibilisiert so etwas.


      Bei uns gab es vor einigen Jahren ein Fall, da wurde der Grasschnitt gemäht, in der Mittagspause kam die Frau auf das Feld um ihm was zu essen zu bringen, das Kind war da bei.

      Die Frau ist dann wieder gefahren und hat den Sohn da gelassen, das wusste der Mann aber nicht. Er hat das Mähwerk angeworfen und sein Sohn saß unter der Plane.
      Der Ehemann ist den Tag auch nicht nach Hause gekommen, er hat sich kurz danach im Baum erhängt.

      Bei solchen Geschichten läuft es mir kalt den Rücken runter.

      Man kann nicht alles 100% ausschließen, doch so etwas ist immer ein Übel für alle Beteiligten.


      Gruß Rene
    • Ja sehr schrecklich ist das alles.

      Als ich den Holzspalter plante, habe ich bei uns im Dorf von einem alten Atlas Mistgreifer den Tank demontiert, hatte damals unseren Buben (3 Jahre) mit dabei, diesen aber in sicherer Entfernung mit dem Hinweis dort zu bleiben, stehen gelassen.
      Also Tank ab, mich rumgedreht um diesen abzulegen, da macht es wusch und das Ding ist nach hinten umgefallen warum auch immer, was soll ich sagen so ca. 20-30cm am Buben vorbei.
      Ich war erst mal baff und habe eine ganze Weile gebraucht bis ich wieder normal denken konnte.
      Der Bub war unbemerkt zu mir herkommen, das hätte genauso schlimmer ausgehen können.

      Rene dein beschriebener Fall ist schon hart, und macht mich sehr betroffen, die armen Angehörigen und Betroffenen.

      Gruß Norbert
    • Uahhh, das mit dem Mähwerk .. es fehlen die Worte.

      Irgendwo habe ich mal ein Plakat gelesen, da stand drauf "Unfälle passieren nicht, sie haben Ursachen". Und auch wenn das stimmt, so ist der Umkehrschluß, wenn er lautet "man müsse halt nur aufpassen" nicht realistisch, no?. Im Nachhinein ist, wie Ralf schon sagte, alles klar und einfach und ein"hätte man mal bloß". Dagegen - ich glaube, der größte Feind der Sicherheit in dieser PRoblematik ist die Gewohnheit. Ich glaube auch, der Mensch kann nicht den ganzen Tag immer mit allen Angelegenheiten umgehen, als wäre es das erste Mal. Menschen mussten/müssen auch mal in Gefahren leben können. Und aber ohne Gewöhnung geht das nun mal nicht. Und ich zeichne daher für mich das Bild, daß ich für mich nicht behaupten kann, ICH könne schon besser aufpasse und MIR ähnlich Schreckliches nicht geschehen könne. Ich muss mir aber Mühe geben. Bei so einer Mähwerksache, da bete ich.
    • Moin Deutz-Fahrer,

      der Unfallart mit dem Mäher ist kein Einzelfall.
      Meine Großeltern hatten früher einen Hof in Heringsdorf Holstein. Ein Nachbar war zum Mittag mit dem Mäher auf den Hof zum essen gekommen. Anschließend startete er testweise den Kreiselmäher und sah die Eizelteile seiner beiden Kinder fliegen. Der Arme hat sich anschließend in der Scheune aufgehängt :(
      Schöne Grüße
      aus Bremen

      Götz


      Deutz F2L 612/5-NK
      Motor F2L 712
      Baujahr 1957
      Schlepper Nr. 7461/167
    • zufällig gefunden - einer der Gründe, warum ein Kugelkopf für einen PKW Anhänger nicht "einfach" auf einer Ackerschiene verwendet werden darf:
      Ein Mann hat mit mit einem Anhänger Holz transportiert. Der Kugelkopf war also ohne weitere Maßnahmen in der Ackerschiene eingeschraubt. Um eine Fahrt zu sparen, wurde der Anhänger so voll wie möglich beladen. An einem steilen, abfallendem, geschotterten Stück hat der Anhänger den Schlepper geschoben und unkontrollierbar gemacht. Schlimmer war, daß die einfachwirkende Heckhydraulik zulassen konnte, daß das Zugmaul des Anhängers die Ackerschiene hochgedrückt hat. So weit, bis die Kupplung des Anhängers vom Kugelkopf abgesprungen ist und dann weiter zum Fahrzeuglenker ...
    • Unfälle sind immer vermeidbar . Trotzdem geschehen sie weil es wohl doch nicht so ist . Ich selber hatte vor 20 oder mehr Jahren den Fall und konnte es vermeiden . Aber das war nur Glück . Stand mit einem Mobilbagger 15 Tonnen am Dorfrand und habe mit dem Greifer einen LKW beladen . Wollte den Bagger umsetzen um den Rest aufzuladen . Habe mich aber nochmal gedreht um zu sehen ob alles frei ist . Da saß zwischen Schild und Hinterrad ein Kind . Wenn ich nur ein Meter gefahren wäre , wäre ich Heute sicher nicht mehr der , der ich jetzt bin . Und ich wusste nicht wo das Kind hergekommen ist hatte es vorher auch nicht gesehen . Manchmal passiert eben Sch...e und manchmal hat man Glück .
      Ich nix weiß.

      Gruß
      Jens
    • Jenske schrieb:

      Unfälle sind immer vermeidbar . Trotzdem geschehen sie weil es wohl doch nicht so ist .
      Wohl wahr, nur bist du halt auch dran wenn du noch soviel nachgeschaut und überprüft hast. Wenn's passiert ist hast du ein Problem. Gerade Kinder sollten immer besonders im Auge gehalten werden weil sie unberechenbar sind, die Gefahr nicht erkennen oder durch TV und PC eine total falsche Vorstellung haben. Selbst bei manchen Erwachsenen muß man sich über die Vorstellungskraft und Einschätzung von Gefahren manchmal doch sehr wundern.
      Auch der Leichtsinn spielt eine große Rolle, so zB. das ein Schlepper mit gehobenem Frontlader auf einem Schleppertreffen abgestellt war ("was soll schon passieren, der ist dicht") und plötzlich berstet in der prallen Sonne der Hydraulikschlauch und der FL fällt nur knapp neben einer Frau mit Kinderwagen zu Boden.
      zu wissen es ist ein DEUTZ

      http://www.deutzforum.de/index.php?thread/33748-nr-64-lebt-d-7506-a-skuld-ez-3-69/

      F1L514/51, F2L612/5NK, DL750, D7506A-S , Bungartz T8DK (mit F2L912), Stihl Contra
    • Man weiß ja nicht sicher wie es sich zugetragen hat, auch wenn man wohl Unvermögen oder Selbstüberschätzung vermuten kann.

      Keiner der Motorrad fährt soll behaupten das ihm sowas noch nie passiert ist. Man hat halt mal wieder Glück gehabt und es ist dabei vieleicht garnichtmal bewusst geworden welche riesige Gefahr da hätte lauern können. Ein Pkw hat halt auch noch viele Kunststoffteile und wenn man drüber fliegt in den Graben oder die Wiese ist man nicht immer gleich tot. Aber ein Traktor ist eben massiver und höher gebaut und da ist dann Ende.

      Gruß von einem auch Motorradfahrer
      zu wissen es ist ein DEUTZ

      http://www.deutzforum.de/index.php?thread/33748-nr-64-lebt-d-7506-a-skuld-ez-3-69/

      F1L514/51, F2L612/5NK, DL750, D7506A-S , Bungartz T8DK (mit F2L912), Stihl Contra
    • Bei uns in der Nähe ist mal ein Kleinkind ins Mähdreschermähwerk gefallen. Es stand ne Werkzeugkiste in der Kabin und bei einer Bremsung eines stärkeren Grades rutschte die Kiste in die Scheibe und unglücklicherweise flog dem Vater auf dem Beifahrersitz sein Kind aus den Armen mitten ins ratternde Mähwerk :S ;(

      Oder ein anderer Fall bei uns i.d.N.:
      Der Bauer war gerade am Abschmieren seines Heuwenders und fast fertig. Sein Stift sollte schonmal den Trecker starten. Als er ihn startete wars auch schon zu spät. Die Zapfwelle war noch eingeschaltet und dementsprechend das Maleur passiert. Der Bauer hatte mit Glück überlebt aber er hat mehrere Rippen gebrochen gehabt und einen Monate langen Krankenhausaufenthalt...
      Deutz D5506 (fast) fertig! 8)
      -- Thread zur Restauration --
    • es ist längere Zeit her, daß sich ein Unfall ereignete, der viele unglückliche Zufälle derart schlimm kombinierte, daß ein Mann ums Leben kam.
      (Zeitungsmeldung)
      Eine vom Tüv abgenommene Spezialmaschine/Selbstfahrer befand sich in Erprobung, sie sollte über kleine Bäume fahren und sie mit seitlich ausfahrendem Sägeblatt kurz über dem Boden abtrennen. Dabei löste sich das Sägeblatt, ist unter das Gerät in den gefrorenen Boden getrudelt, und, weil er geforen war, abgeprallt. Die Spurweite der Maschine war gerade weit auseinandergefahren, so daß das Sägeblatt unter dem Selbstfahrer herausfliegen bzw. zwischen den Vorderrädern in flach ansteigendem Winkel weiterfliegen konnte. Ansonsten hätte es halt ein Rad getroffen. Mit einem Sicherheitsabstand von, wie ich so von den Ersthelfern erinnere, 20metern war der Forstwirt vorausgegangen und wurde exakt vom Sägeblatt getroffen, das Sägeblatt soll danach noch weitere 50m geflogen sein. Das blöde Ding hatte so viele Winkel zur Verfügung, in denen es hätte fliegen können, ohne irgendetwas zu verrichten. || Es ist mehr als schlimm genug, die Leute zu kennen und mitzufühlen. Wie übel erst muss es sein, involviert zu sein. Achso, wenn ich mir überlegt hätte, vorher, wie ich so etwas vorbeugen wollte, wäre ich auch nicht auf der Sägeseite (oder Gegenseite in Sichtlinie zum Sägeblatt) gegangen, sondern vor oder hinter dem Fahrzeug und hätte auch nicht mehr Abstand gewählt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Landybehr ()