Angepinnt ZF A216 II Revision

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    • ZF A216 II Revision

      Moin,
      ich gebe an dieser Stelle meine Erfahrungen weiter, die ich im Laufe der Zeit an mehreren ZF A 216 II Getrieben gesammelt habe.
      Ganz besonders betonen möchte ich die Tatsache, das es meine Erfahrungen sind.

      Es können Fehler enthalten sein, für die ich keine Verantwortung übernehme.

      Die Berichte, die die einzelnen Abschnitte der Montage wiedergeben, werden von mir nicht in der
      richtigen Reihenfolge gepostet. Ich werde aber die Berichte mit Buchstaben kennzeichnen, die dann die Reihenfolge der Getriebemontage erkennen lassen.
      Die Ursache für die Abweichung von der Reihenfolge ist entstanden, da ich den Entschluss erst gefasst hatte, nachdem ich schon einiges im Getriebe eingesetzt hatte.

      Wenn jemand den Bericht konstruktiv bereichert, würde ich mich freuen.

      Eventuell ist ja dem Einen oder Anderen durch diesen Bericht geholfen.


      Getriebedemontage

      Folgende Punkte sind meiner Meinung nach vor der Demontage eines zu überholenden ZF A216 II Getriebes zu beachten:

      1.Das Axialspiel des Ausgleichgetriebes messen undden Wert am Ausgleichsgetriebe dauerhaft anbringen

      2. Zahnflankenspiel des Tellerrades messen und wir unter 1. verfahren

      3. Axialspiel der Antriebswelle 2-48 messen und wie bei Pos.1 verfahren. Dazu muss das Stirnrad 2-45 gegengedrückt werden.

      4. Alle Passscheiben messen, die Werte und Teilenummer an den Bauteilen dauerhaft anbringen.

      Diese Vorgehensweise erleichtert später das Einstellen des korrekten Spiels.


      Getriebegehäuse

      Nach dem alle Komponenten aus dem Getriebegehäuse entferntworden sind, sollte es mit Diesel oder einem Kaltreiniger ausgewaschen werden. Lose
      und poröse Farbschichten verstopfen im späteren Betrieb wichtige Ölbohrungen und haben Getriebeschäden zur Folge.

      Die Beschichtung im Innerendes Getriebeshat auch die Aufgabe, Partikel vom Guss zu binden.

      Deshalb unbedingt das Gehäuse von innen neu beschichten, wenn erforderlich.

      Sämtliche Gewinde prüfen, nachschneiden oder in Stand setzen und mit Druckluft gründlich ausblasen.

      Ebenso alle Dichtflächen von Dichtmaterial befreien und in einen Montagezustand versetzen.
      Spätere Reparaturen und Reinigungsarbeiten verunreinigen unnötigerweise das bereits komplettierte Getriebe.

      Getriebemontage

      Bei der Getriebemontage sind folgende Dinge unumgänglich:

      Zeit für die Arbeit; nichts ist schädlicher für ein Gelingen als Zeitnot

      gute Beleuchtung; zu viel wird bei schlechtem Licht übersehen

      Körpergerechte Arbeitshöhe

      angenehme Umgebungstemperatur

      Druckluft

      Die Möglichkeit, Teile zu waschen

      großzügige Ablageflächen für Teile

      Ersatzteilliste Deutz und das Handbuch von ZF " Schleppertriebwerk A 216 II"





      Gruß DL

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    • Abschnitt 4
      Ritzelwelle( Riwe )
      Bevor mit der kompletten Montage der Ritzelwelle begonnen wird, kann bei Lagerwechsel und muss bei anderen Lagerdeckeln des Ausgleichsgetriebes
      oder einem anderen Getriebegehäuse, ein Meßvorgang durchgeführt werden.

      Hierfür ist es von Vorteil, nicht das neue Kegelrollenlager , ZF 2-72 einzusetzen, sondern das alte Lager für diesen Meßvorgang ein wenig aufzudrehen um es ganz bequem in seinen Sitz zu bekommen.
      Anschließend kann die Riwe, nur mit dem neuen Lager ritzelseitig und dem alten aufgedrehten, für den Meßvorgang provisorisch eingesetzt werden.


      Eine Methode, wie man das Einbaumaß, welches auf der Riwe eingeätzt ist, messen kann, habe ich in einem anderen Bericht beschrieben.
      Das Einbaumaß muss auf 1 /10 mm genau vorgenommen werden.
      Es kann kein fremdes Tellerrad, welches nicht die gleiche Nummer enthält wie die Riwe eingesetzt werden.
      Sollte eins von beiden Teilen defekt sein, ist das andere Teil wertlos. Tellerrad und Riwe sind im Werk füreinander bestimmt worden.


      In der Deutz ETL haben Ritzelwelle und Tellerrad eine Nummer


      Nach dem Meßvorgang kann die Riwe mit dem alten Kegelrollenlager wieder ausgebaut werden,
      um diese nun mit allen dazugehörigen Teilen einzusetzen.

      Zur Welle gehören folgende 16 Komponenten:

      1.Ritzelwelle ZF2-85

      2.auf der Riwe. bereits aufgepresstes Kegelrollenlager ZF2-84

      3.die Einstellscheibe, zwischen Lagerschale und Sicherungsring ZF2-83

      4.der Sicherungsring, im Gehäuse eingesetzt ZF2-82

      5.gleich am Ritzel anliegend kurzes Distanzrohr ca. 6mm lang ZF2-81

      6.die beiden Tellerfederscheiben ZF2-80

      7.das Stirnrad (Bund zum Ritzel, nach hinten) ZF2-79
      ( 27 Zähne schnelle oder31 Z. langsame Ausführung )

      8.das Doppelstirnrad ZF2-78

      9.die Lagerbuchse ZF2-77

      10.die 2 Nadelkäfige (auf Vollständigkeit achten) ZF2-76

      11.Anlaufscheibe ZF2-75

      12.Abstandsrohr ZF2-74

      13. Lagerschale für Kegelrollenlagerschale; schonim Gehäuse eingesetzt ZF2-73

      14.Kegelrollenlager ZF2-72

      15.Sicherungsblech, Materialstärke 2,5 mm, ZF2-71

      16.Nutmutter mit Bundnach vorn ( Fahrtrichtung ) ZF2-70

      Um die Komplettierung im Getriebe zu erleichtern, kann man eine Art Brücke aus Holz herstellen, die auf den Ausschnitten der Lagerdeckel aufliegt und die Ritzelwelle
      am Ritzel in der Höheabstützt,in der sie in etwa nach erfolgter Montagesitzt.

      Um das Doppelstirnrad aufzufädeln, ist es hilfreich, die Nadelkäfige mit reichlich Fett einzusetzen,
      um die Lagerbuchse2-77 mit Nadelkäfigen 2-76 in ihrer Position zu halten.

      Das Kegelrollenlager sollte zum Aufpressen auf die Riwe erwärmt werden. Die Kontaktfläche des Lagers auf der Welle leicht mit Öl versehen.

      Kurz bevor das Lager seinen richtigen Sitz in der Lagerschale erreicht, tritt ein großer Widerstand auf, der es fast unmöglich erscheinen lässt, das Lager in seinen Sitz zu bekommen.
      Damit das Kegelrollenlager, welches bei der Nutmutter sitzt, richtig in seinen Sitz gelangt,ist es notwendig, die Federteller 2-80 mit der Nutmutter zusammen zu pressen.
      Beim Anziehen der Mutter immer mal wieder mit einem Bleihammer leicht auf die Nutmutter der Riwe schlagen, um ein Verkanten der Komponenten zu verhindern.


      Die Mutter so weit anziehen, bis der Drehwiderstand von 10 - 15 kg-cm oder 0,98 - 1,47 N-m oder 98 - 147 N-cm erreicht ist.
      Das kann mit einem Torsiometer gemessen werden. Das Torsiometer misst den Widerstand, wann die Drehbewegung der Ritzelwelle beginnt.

      Nun kann eine Lasche des Sicherungsbleches umgebogen werden, um ein Verdrehen der Nutmutter zu verhindern.

      Hier die Maße bereits gebrauchter Teil in mm :

      ZF2-74:45,30x54,20x5,925

      ZF2-75: 45x77,7x4,00

      ZF2-77: Länge 86,96, Durchmesser der Nadellagerlauffläche 59,92

      ZF2-81:54x65x9,95



      Gruß DL

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    • Moin,
      hier sind weitere Tipps und Hinweise, wie man den Einbau der Ritzelwelle bewerkstelligen kann.

      Damit es nicht zu schwierig wird, die Stirnräder und Einstellscheiben auf die Welle zu bekommen
      lege ich zuerst das Doppelstirnrad 2-78 in der richtigen Lage, kleines Zahnrad nach hinten, in den mittleren Schacht auf der Zapfwelle ab.
      Man kommt sonst nicht an dem Stirnrad für den Rücklauf 2-36 vorbei.
      Jetzt die Riwe mit dem aufgeschobenen Distanzrohr 2-81 durch die eingesetzte Lagerschale vom Kegelrollenlager 2-84 schieben und die 2 Federteller aufstecken.

      Nicht die Einstellscheibe 2-83 zwischen Lagerschale 2-84 und Sicherungsring 2- 82 vergessen.

      Nun das Stirnrad 2-79 auffädeln und das Doppelstirnrad 2-78 ebenfalls.
      Jetzt ist es einfach, die Anlaufscheibe 2-75 zwischen Gehäusewand und Doppelstirnradauf die Riwe zu fädeln.
      Man kann durch die vordere Lagerschale greifen um die Scheibe auf die Riwe zu bekommen.

      Jetzt kann die Riwe ganz durchgeschoben werden, bis das hintere Kegellager in seinem Sitz angekommen ist.
      Als nächstes mit einen Scherenwagenheber oder Hydraulistempel die Riwe fest gegen die hintere Lagerschale von
      2-84 pressen. Aber mit Gefühl. Dickes Holz zwischen Heber und Gehäusewand legen.
      Diese Aktion soll das Auftreiben des vorderen Kegelrollenlagers vereinfachen .
      Nun kann das Distanzrohr 2-74 von vorn auf die Riwe gesteckt werden.
      Jetzt kommt das Sicherungsblech 2-71 auf die Riwe.

      Ab hier wirds spannend.

      Das angewärmte Kegelrollenlager mittels eines passenden dickwandigem Rohr auftreiben.

      Je dickwandiger das Rohr ist, umso leichter bekommt man das Kegelrollenlager in seinen Sitz.
      Masse ist hier gefragt. Ich hatte es schon mal mit einem Rohr mit 4 mm Wandungsstärke aufgetrieben.

      Das Lager lies sich nur soweit auftreiben, bis die Tellerfedern Gegendruck aufgebaut haben.
      Leichter ging es, als ich ein dickwandiges Rohrstück auf mein vorher benutztes Rohr geschweißt habe.Mit diesem Teil habe ich sogar das Lager in seinen Sitz bekommen.

      Die Mutter 2-70 lasst sich mit einem guten Nutmutterschlüssel und einer langen 1/2 Zoll Ratsche präzise spannen um das erforderliche Drehmoment einzustellen.

      Setzschläge auf die Welle nicht vergessen. Die Rollen des Kegelrollenlagers setzen sich nicht sofort in ihre endgültige Position.


      Es dauert ein wenig, bis das Drehmoment nach öfterem vor und zurückdrehen der Welle konstant anliegt. Geduld ist hier gefragt.

      Die Kegelrollenlager mit genügend Getriebeöl versehen.
      Hierbei auf das Sicherungsblech achten.Es muss zum Schluss eine Lasche des Bleches mit einer Nut der Mutter übereinstimmen.






      Mit dem Kupferstück wurde ein verdrehen der Riwe beim spannen der Nutmutter verhindert. Es wurde zwischen Stirnrad 2-79 und Gehäusewand geklemmt.
      Das ominösen Aluteil ( Abfallprodukt Dreharbeiten ) hat Setzschläge auf die Riwe übertragen. Mit dem Bleihammer war es schwierig, feste Schläge auf die Riwe auszuüben.
      Kein Platz vorhanden zu ausholen.

      Auf dem Torsiometer steckt wieder mal ein selbst gebautes Werkzeug, um Kraftschluss zur Riwe zu bekommen.
      Der Nutmutterschlüssel ist ebenfalls in der Not entstanden. Schön, wenn das Materiallager immer etwas passendes bereithält.

      GHruß DL

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    • Abschnitt 5 Ausgleichgetriebe

      1. Ritzelwelle 2-85 am Ritzel mit einem Lappen umwickeln. Schutz der Verzahnung

      2. Das Tellerrad 3a -23 mit aufgesteckter Narbe 3a-24 in das Getriebegehäuse setzen
      und mit Holz unter und gegen die Verzahnung des Tellerrades das ganze so festsetzen, das das Lager 3a-25 in etwa in der Mitte der Lagerschale3a-27 sitzt.

      Alle 3 Achsen ( X-Y und Z ) sollten ungefähr stimmen.

      Dann hat man keinerlei Probleme, mit den Lagerschalen die Lager des Ausgleichgetriebes aufzunehmen.
      Es werden keine Wellendichtringe beschädigt und keine Lager gesprengt. Soll alles schon vorgekommen sein. langes Warten auf die neuen Teile wird verhindert.

      3. Das gut eingeölte Kegelritzel 3a-21 mit aufgesteckter Anlaufscheibe 3a-22 in die Narbe 3a-24 stecken und Anlaufscheibe so verdrehen, das die Kröpfungen in den Bohrungen der Narbe sitzen.


      Die Welle des Kegelritzels 3a-23 ragt 35mm aus der Narbe heraus, wenn die Anlaufscheibe richtig sitzt. Bei 33 mm sind die Kröpfungen nicht in den Bohrungen.


      4. Die vollständige Gehäusehälfte 3a-11 des Ausgleichsgetriebes in das Getriebegehaüse durch die Öffnung des Lagerdeckels 3a-3 heben und gegen die andere Narbenhälfte drücken,
      so das die Bohrungen für die Befestigungsschrauben übereinstimmen, mit 3 Schrauben 3a-28 provisorisch die beiden Gehäusehälften 3a-11 und 3a-24 fixieren.


      Vorher darauf achten, das die 4 Anlaufscheiben 3a-17mit ihrer Verdrehsicherung richtig in der Nut sitzen.

      Beim fixieren die Narbe des Ausgleichchgetriebes 3a-11 ein wenig hin und her drehen, damit die Planetenritzel 3a-19 in die Verzahnung des Kegelritzels 3a-21 eingreifen können.

      5. Die 16 Befestigungsschrauben 3a-28 nun so einsetzen, das die langen Schrauben jeweils ein Wellenende von 3a-12 und 3a 13 der Nabenhälfte gegen herausrutschen sichern.
      Es sind in der Reihenfolge immer 3 kurze und eine lange Schraube einzusetzen. Mit Schlagschrauber nach Anzugsplan festschrauben.

      Die Sicherungsbleche können nach erfolgter Lagerdeckelmontage 3a-3 und 3a-27 sehr gut von oben mit einem großen Schraubendreher angewinkelt
      und mit einem langen Durchtreiber an die Schraubenköpfe getrieben werden. Wenn das vorher gemacht wird, bevor der Lagerdeckel 3a-27 montiert ist,
      muss man das Ausgleichsgetriebe immer ein wenig weiterdrehen, um an die Sicherungsbleche zu gelangen. Von oben ist es einfacher, und das Ausgleichsgetriebe ist fixiert.

      Die Lage des Ausgleichgetriebes noch einmal überprüfen und gegebenenfalls mit Holz nachbessern.
      Bei dem Holz ist es von Vorteil, gehobelte Ware zu benutzen. Es fallen weniger Holzpartikel in das Getriebegehäuse.

      6. 6 Stück M10 x 100 Gewindestangen fertigen und jeweils 3 Stück in die Befestigungslöcher für die Lagerdeckel3a-3 und 3a-27 bis zum Anschlag schrauben.

      Nun beide Lagerdeckel mit Dichtungsmasse bestreichen, Wellendichtringe gut einfetten und mit dem jeweiligen eingelegtem Ausgleichsring 3a-6 und 3a-26
      auf die Gewindestangen setzen. Beide Lagerdeckel mit Muttern und U Scheiben so weit an das Getriebegehäusebringen, bis die Wedis Kontakt mit der Welle des Diffs bekommen.
      Wenn die Lage des Diffsauf beiden Seiten ok ist, können die die 3 Schrauben je Lagerdeckel weiter gespannt werden, bis die Lagerschalen die Lager des Ausgleichgetriebes aufnehmen wollen.
      Die Lagerschalen sollten ein wenig gegen die Lager drücken. Jetzt kann der Lappen vom Kegelritzel entfernt und die Hölzer ausgebaut werden.


      Augleichsscheiben in den lagerdeckeln beachten !

      7. Die original Schrauben 3a-1 in die restlichen Löcher der Lagerdeckel 3a-3 und 3a-27 setzen und die Gewindestangen entnehmen.
      Nun übernehmen die Schrauben die restliche Arbeit.
      Die Schrauben mit Gefühl so weit anziehen, bis die Lager des Diffs in die Lagerdeckel gleiten.


      Darauf achten, das die Ritzelwelle 2-85 in die Verzahnung des Tellerrades greift.

      Wenn die Schrauben nach einem Anzugsplan behutsam angezogen werden, gleiten die Lagerschalen 3a-3 und 3a-27 recht gut in ihre Zentrierung .


      8. Sind die Lagerdeckel am Getriebegehäuse angekommen sollte sofort ein vorhandenes Zahnflankenspiel des Tellerrades und Axialspiel des Ausgleichgetriebes festgestellt werden.

      Die genauen Einstellarbeiten sind ja schon vorher durchgeführt worden.
      Ist ein Spiel fühlbar, können die Schrauben der Lagerdeckel über Kreuz mit einem Drehmomentschlüssel auf einen Wert von 49,40 Nmangezogen werden.











      Gruß DL

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    • Abschnitt 6 Antriebswelle

      1. Um das Axialspiel der Antriebswelle einzustellen, empfiehlt es sich, das alte Lager 2-49
      innen ein wenig aufzuarbeiten, so das es von Hand auf die Ritzelwelle 2-85 aufgesteckt werden kann.
      Um das Lager mit einer Drehbank bearbeiten zu können, habe ich den Zwischenraum von Außenring und
      Innenring mit einer Heißklebepistole verfüllt.
      Nun ist es möglich, mit einem geeigneten Drehmeißel den Innendurchmesser geringfügig zu vergrößern.
      Ich habe das mit einer am Support befestigten Bohrmaschine und einem zylindrischen
      Fächerschleifer und einem Schleifstein bewerkstelligt.

      2. Nun kann die vorhandene Einstellscheibe 2-50 und das Lager 2-49 auf die Riwe
      aufgesteckt werden. Als nächstes die Antriebswelle 2-48 in das Getriebegehäuse schwenken.

      3. Jetzt das Lager 2-42 anwärmen und auf das Hohlrad 2-48 pressen.


      Den Wellendichtring 2-43 noch nicht einsetzen. Er würde durch das mehrmalige Auf - und Abnehmen des Holrades 2-45 von der Antriebswelle 2-48 bei den Maßarbeiten zerstört werden.


      4. Die beiden Nadelkäfige 2-46 und das Distanzrohr in der richtigen Reihenfolge in das Hohlrad 2-45 einsetzen und vorsichtig über die Antriebswelle 2-48 schieben,
      bis der Nutring 2-41 am Getriebegehäuse fest anliegt.

      5. Das Lager 2-42 am Aussenring mit einem Hilfswerkzeug gegen das Gehäuse pressen, um mit den Maßarbeiten beginnen zu können.
      Ich habe zu diesem Zweck 2 Flacheisen 50x10 mm genommen.
      Jedes Flacheisen mit einer Länge von 70 mm. Mit Hilfe einer 13 er Bohrung konnten die Flacheisen an den vorhandenen Befestigungsbolzen des Getriebes montiert werden
      und halten das Lager fest in seinem Sitz.


      Auf die Eingangswelle 2-48 darf von Außen kein Druck ausgeübt werden. Die Rillenkugellager 2-42 und 2-49 geben nach und verfälschen das Messergebnis.


      6. Jetzt kann das Axialspiel ermittelt werden, indem zwischen dem Hohlrad 2-45 und dem kleinen Zahnrad von 2-48 mit einer Fühlerlehre gemessen wird.


      Das Siel soll zwischen 0,3 und u,5 mm liegen

      Das Spiel kann durch austauschen der Einstellscheibe 2-50 erreicht werden.
      An dieser Stelle mal ein paar Maße von den vorgefundenen Einstellscheiben.

      35x48x3,20 und 35x48x3,62
      Mein neu aufgebautes Getriebe hat jetzt 35x48x2,90 nach korrekt eingestelltem Drehwiederstand der Riwe erhalten. Vorher war 35x48x3,20 verbaut gewesen.

      Fakt ist, das nach Montage der Kupplungsglocke das Holrad kein Spiel mehr haben darf. Das wird durch die eingelegten Ausgleichsscheiben zwischen Getriebegehäuse und
      Kupplungsglocke bewirkt, die gegen den Aussenring des Lagers 2-42 drücken.

      Hier ist auch die Stärke der Dichtung zu berücksichtigen.

      7. Ist der Meßvorgang für das Axialspiel abgeschlossen, können nun das Holrad 2-45 und die Eingangswelle 2-48 wieder ausgebaut werden.
      Das geweitete Lager ausbauen und das neue angewärmte Lager 2-49 auf die Riwe pressen.


      Vorherdem Aufpressen des neuen Lagers vergewissern, ob jetzt die richtigen Einstellscheiben auf der Riwe sitzen.

      Die Eingangswelle 2-48 innen im lagersitz ein wenig einölen und in das Gehäuse schwenken und auf das Lager 2-49 stecken.


      8. Jetzt kann der Wellendichtring 2-43 in das Hohlrad eingesetzt werden. Nun das Hohlrad 2-45 von innen gut einölen und mit den eingesetzten Nadelkäfigen 2-46
      und dem Distanzrohr 2-47 über die Eingangswelle 2-48 schieben.
      Sind die Nadelkäfige Vollständig?
      Das Hohlrad gegen unbeabsichtigtes herausrutschen während weiterer Arbeiten sichern.
      Es würde wieder der Wellendichtring geschädigt



      Hier wird das Lager im Innenring aufgearbeitet, um es problemlos für den Meßvorgang des Axialspiels stecken zu können. Mit der Heißklebepistole habe ich es festgesetzt, damit der Innenring nicht dreht.



      Es musste wieder eine Einstellscheibe gefertigt werden. 2,90 mm waren gefragt. Mittleres Bild: Hier ist das Spiel zu messen. Rechtes Bild: So habe ich das Lager festgesetzt um messen zu können.



      Die provisorischen Ausgleichsscheiben auf Bild links. Bild rechts, mit dem Aluteil konnte das Lager leicht auf die Riwe getrieben werden.






      Der 2. Nadelkäfig ist schon in dem Hohlrad festgesetzt. Es sind in meinem Fall auch keine Nadelkäfige sondern Nadelhülsen. Mein Hohlrad musste bearbeitet werden.
      Nadelschlag hatte die Lauffläche der Nadelhülsen geschädigt.
      Ebenso ist im Hohlrad der Sicherungsring 2-44 schon drin.

      Gruß DL




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    • Moin,
      auf Wunsch eines einzelnen Herren stelle ich die Listen zum Getriebe ZF A 216 II in diesem Bericht noch einmal zur Verfügung.
      Es wäre schön, wenn der Moderator die Listen gleich hinter Landybehr`s Anfrage plazieren würde.
      Es folgen noch 3 weitere Auflistungen.
      Gruß DL


      Telenr. Deutz/ ZFMaße/BezeichnungBeschreibungEinbauortStückPreisPreis ges.TeilenummerMaße
      1011-17 / ZF2-176209 Din 625Rillenkugellagerroberste Getreibewelle110,0013,9045x85x19
      1011-20 / ZF2-20K 28x33x17Nadelkäfig mit Stahlkäfigoberste Getreibewelle112,3712,37De. 0116-8736
      1011-26 / ZF2-26NJ 307 ECJ Din 5412Zylinderrollenlager SKFoberste Getreibewelle144,3644,36*35x80x21
      1011-34 / ZF2-34K30x35x27INA NadelkäfigUmlenkw. Rückwärtsg.215,8531,70De. 0116-9935
      1011-43 / ZF2-46K30/17=30x35x17Nadelkäfig siehe u.mittlere Getriebewelle212,3724,74De .0116873830x35x17
      1011-51 / ZF2-7231 309 W Din 720Kegelrollenlagermittlere Getriebewelle147,3747,37*45x100x27,5
      1011-55 / ZF2-76K60/20 =60x65x20INA Nadelkäfigmittlere Getriebewelle232,1864,36SDF 0116876860x65x
      1011-39 / ZF2-426211NR Din 625 NutRillenkugellager SKFmittlere Getriebewelle127,1327,13*
      1011-63 / ZF2-84313 11 J 2/QCL7CDin 720Kegelrollenlagermittlere Getriebewelle183,3483,3455x120x32
      1011-67 / ZF2-92INA K32x40x36Nadelkäfig Koyoseitliche Getriebewelle29,75*19,50*32x40x36
      1011-73 / ZF2-986210NR Din 625 NutRillenkugellager SKFuntere Getriebewelle123,1523,15*
      1011-90 / ZF2-1167210 BEPSchrägkugellager SKFuntere Getriebewelle128,6028,60*50x90x20
      1011-78 / ZF2-104K32/27 = 32x37x27Nadelkäfig siehe u.untere Getriebewelle26,11*12,22*32x37x27
      1011-88 / ZF2-112K40/27 = 40x45x27INA Nadelkäfiguntere Getriebewelle120,6920,69SDF 0116876640x45x27
      1024-7/ ZF3a-76016 Din 625Rillenkugellager SKFAusgleichsgetriebe134,8834,88
      1024-20 / ZF3a-256216 Din 625KugellagerAusgleichsgetriebe130,0030,0080x140x26
      1027-19 / ZF4-27INA 35x45x41NadelkäfigAchse617,35*104,12*35x45x41
      1027-24 / ZF4-730 215 Din 720KegelrollenlagerAchse238,2876,5675x130x27,5x27
      1027-25 / ZF4-1530 214 Din 720KegelrollenlagerAchse229,9559,9070x125x26,5x26
      1027-34 / ZF4-2135x42x18NadelbuchseAchse214,94*29,88*35x42x18
      1011-107/ ZF2-496207 RS1 Din 625Rillenkugellager SKFmittlere Getriebewelle112,1812,18*
      1011-4 / ZF2-46306NR Din 625 NutRillenkugell. SKFobere Getriebewelle113,8613,86*

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    • Moin,
      hier die Aufstellung aller Dichtungen im Getriebe.

      Gruß DL

      Telenr. Deutz/ ZF Nr.
      MaßeBeschreibungEinbauortAnzahlPreisPreis ges.Teilenummer Deutz
      1008-73#
      DichtungFlansch zur Kupp. Gl.138,60*38,60*03389590
      1011-118

      Wellendichtring
      Kupplungsglocke für Hohlrad
      1



      1030-46/ZF1-230x40x7WellendichtringBremswelle22,309,10
      1011-48#80x60x11Dichtung 1)4)mittlere Getriebewelle1


      ZF2-43G 30x37x4WellendichtringHohlrad17,258,30
      1011-11590x110x8Bremsringobere Getriebewelle125,0425,04
      ZF2-11945x65x10WellendichtringZapfwellenende19,0011,00
      1024-33/ZF3a-3817x1,5O - RingAusgleichsgetriebe13,17*3,17*6214808
      1027-32/ZF4-9
      DichtmanchetteAchse228,29*56,58*6255681
      1024-4/ZF3a-462x85x10WellendichtringAusgleichsgetriebe44,1716,68
      1027-38/ZF4-3760x85x13WellendichtringAchsen/ Bremstrommel24,178,34
      1037-26/ZF4-8105x140x13WellendichtringAchse bei Rad26,9815,00

      1011-102/ZF2-13320x3O -RingEinrückwwelle Zapfwe.5*1,56*7,80*1153867
    • Moin,
      hier die Aufstellung aller benötigten Sicherungsringe und Spannhülsen.

      Gruß DL


      Telenr. DeutzMaße TeilenummerBeschreibungEinbauortbenötigte Anzahlbestellte AnzahlPreisPreis ges.Lieferant
      1008-32 *4x20 Din1481SpannhülseSchalthebel2
      1008-71J23x1,2 Din 471Sicherungsring120,200,40Agro
      1011-1 *30x1,5 Din 471 AussSicherungsringoberste Getreibewelle1Agro
      1011-28 *80x2,5 Din 472 InnenSicherungsringoberste Getreibewelle120,601,19Agro
      1011-29 *35x1,5 Din 471 AussenSicherungsringoberste Getreibewelle120,250,50Agro
      1011-30 *A30x2 AussenSicherungsringUmlenkwell. Rückw.2
      1011-32 *2,5x10SpannhülseUmlenkwell. Rückw.2
      1011-50M89n/a 45Sicherungsblechmittlere Getriebewelle120,511,03Agro
      1011-61 *120x4 Din 472 InnenSicherungsringmittlere Getriebewelle122,004,00Agro
      1011-71 *50x2 Din 471 AussenSicherungsringuntere Getriebewelle120,501,01Agro
      1011-77SP37Sprengringuntere Getriebewelle1
      1011-87keine AngabenSprengringuntere Getriebewelle
      1011-8595x3 Din 472 _InnenSicherungsringuntere Getriebewelle221,002,00Agro
      1011-103 *8x36 Din 1481Spannhülseuntere Getriebewelle1
      1011-113SP37Sprengringmittlere Getriebewelle1
      1024-29 *8x40 Din 1418SpannhülseAusgleichsgetriebe2
      1024-30 *6x40 Din 1481SpannhülseAusgleichsgetriebe2
      1024-31 *6x40 Din 1481SpannhülseAusgleichsgetriebe2
      1008-5210,5 Din 93-STSicherungsblech1
      1027-22 *105x4Din 471 AussenSicherungsringAchse2
      1027-33 *65x2,5 Din 471SicherungsringAchse230,501,51Agro
      1027-56 *A22x1,2 Din 471 AussenSicherungsringAchse670,151,06Agro
      1027-69 *A16x1 Din 471 AussenSicherungsringAchse370,151,06Agro
      1027--48B 4x10 Din 7338NietAchse für Bremsbeläge20Bremswell
      1027-61B 3x8 Din 7338NietAchse für Bremsbeläge14Bremswell
      40x5x272mm 10 LochBremsbelag FuAchse Bremse4417,5070,00Bremswell
      30x4x188mm 7 LochBremsbelag HaAchse Bremse4410,0040,00Bremswell
      1027-49Be. Nr.DF180605ZugfederAchse Bremse448,0032,00D.Friese
      1027-62Be. Nr.DF950072ZugfederAchse Bremse447,8031,20D.Friese
      1030-7 *30x1,5 Din 471 AussenSicherungsringBremsgestänge130,200,61Agro
      1030-29 *10x1 Din 471 AussenSicherungsringHandbremse120,100,20Agro
      1030-38 *25x1,2 Din 471 AussenSicherungsringHandbremse120,200,40Agro
      1030-61 *6x45 Din 1481SpannhülseHandbremswelle2
      1030-53 *29x1,5 Din 471 AussenSicherungsringHandbremswelle230,200,61Agro
      1024-242029-309-008SicherungsblechAusgleichsgetriebe8
    • Moin,
      und noch eine Aufstellung.
      In deiser Liste befinden sich alle Teilenummern eines langsamen und eines schnellen Getriebes.

      Gruß DL

      Getriebegruppe
      Deutz ETL
      Drucksache Z 1151-3
      Pos:
      ZFHandbuch
      ZF A216 II
      Position:
      ZF Teilenummer im
      UFSE Getriebe
      Ausführung 21BLS
      schnell
      Anzahl
      Zähne
      ZF Teilenummer im
      UF Getriebe
      Ausführung 21RLS
      langsam
      Anzahl Zähne
      Vorgelege
      1011-61.Gang
      Tafel2 -6
      2049 403 013
      54
      2049 303 013
      54
      "
      1011-12
      2. Gang
      Tafel2-12
      2049 303 012
      47
      2049 303 012
      47
      "
      1011-13
      3.Gang
      Tafel2-13
      2049 303 011
      39
      2049 303 011
      39
      "
      1011-15
      4.Gang
      Tafel2-15
      2049 303 019
      30
      2049 303 010
      30
      "
      1011-18
      Vorgelegewell.
      Tafel2.18
      2049 303 001
      15
      2049 303 001
      15
      Gruppengetriebe
      1011-22
      Schieberad
      Tafel2-22
      2049 315 105
      31
      2049 315 105
      31

      1011-24
      Stirnrad

      Talel2-24
      2049 315 015
      rot gekennz.

      26
      2049 302 027
      21
      Rücklauf
      1011-36
      Tafel2-36
      2049 305 001
      16
      2049 305 001
      16
      Antriebswelle Gruppe
      1011-42
      Tafel2-45
      2049 302 251
      26
      2049 302 251
      26


      1011-45
      komplett
      Tafel2-48
      2049 202 034
      40/31/23/16
      2049 302 057
      40/31/23/16


      1011-57
      Doppelstirnrad
      Tafel2-78
      2049 304 108
      38/22
      2049 304 108
      38/22

      1011-58
      Stirnrad

      Tafel2-79
      2049 304 024
      rot gekennz.

      27
      schnell

      2049 304 033
      31
      langs.

      Zapfwelle
      1011-69
      Doppelstirnrad
      Tafel 2-94
      2049 310 064
      21/15
      2049 310 064
      21/15


      1011-74
      Stirnrad
      Tafel
      2-100
      2049 310 168
      51
      2049 310 168
      51


      1011-76
      Stirnrad
      Tafel
      2-102
      2049 310 073
      15
      2049 310 073
      15


      1011-83
      Stirnrad
      Tafel
      2-109
      2049 310 502
      21
      2049 310 502
      21


      1011-89
      Zapfwelle
      Tafel
      2-115
      2049 310 086

      2049 310 086

      Antriebswelle
      1024-17
      Tafel2-85

      7
      2049 504 034
      7
      Tellerrad
      1024-17
      Tafel
      3a-23
      2049 309 007
      40
      2049 309 007
      40
    • Abschnitt 7 Vorgelegewelle


      1.Um die gereinigten und geprüften Teile montieren zu können ist es hilfreich,
      die aufgelisteten Teile auf ein Alurohr von 162 mm Länge und 30 mm Durchmesser aufzufädeln.

      Anlaufscheibe 2-16

      Bremsringträger

      Bremsring

      Stirnrad 4. Gang 2-15 mit eingesetzter Keilbuchse 2-14

      Bolzenträger 2-9 mit Schiebemuffe 2-8 und eingesetzten 20 Bolzen 2-10

      Stirnrad 3. Gang 2-13 mit eingesetzter Keilbuchse 2-11

      Stirnrad 2. Gang 2-12 mit eingesetzter Keilbuchse 2-11

      Bolzenträger 2-9 mit Schiebemuffe 2-8 und eingesetzten 20 Bolzen 2-10

      Stirnrad 21. gang 2-6 mit eingesetzter Keilbuchse 2-7

      Die Stirnräder so auffädeln, das die Innenzahnkränze zu den Bolzenträgern zeigen.
      Siehe Fotos


      Bei den Reinigungsarbeiten die Innenzahnkränze sehr sorgfältig reinigen. Die Ablagerungen sind schlecht zu sehen und sind sehr hartnäckig.
      Die Bolzen lassen sich mit reichlich Fett auf der Schiebemuffe aufreihen und als Ganzes auf den Bolzenträger aufschieben. Eine 2. Person ist hier sehr hilfreich.


      2. Das Lager 2-17 in die mittlere Gehäusewand einsetzen und die aufgefädelten Teile als komplettes Paket so in das Getriebe einsetzen, das die Bremsringhalterung auf der Gehäusewand auf gehangen ist.


      3. Die eingeölte Vorgelegewelle durch das eingesetzte Lager führen und damit die aufgefädelten und ausgerichteten Teile Stück für Stück übernehmen. Widerstand tritt immer bei den Keilbuchsen auf.
      Dort muss alles ein bisschen bewegt und gedreht werden, bis die Vorgelegewelle die jeweilige Keilbuche ausgerichtet hat.
      Jetzt die Anlaufscheibe 2-5 von vorn auf die Vorgelegewelle schieben.

      Die Vorgelegewelle steht nun unmittelbar vor dem Punkt, wo der Lagersitz der Welle von dem Lagersitz des Rillenkugellagers aufgenommen wird.










      Gruß DL
    • Jetzt muss die Vorgelegewelle 2-18 in den Lagersitz 2-17 gepresst werden.

      Dazu habe ich ein Hilfswerkzeug gedreht, das nur die Anlaufscheibe 2-5 abstützt, wenn es mit einer Vorrichtung gegen das Getriebe gepresst wird.

      Um die Vorrichtung befestigen zu können habe ich 2 vorhandene M14 und 2 M12 Befestigungsbolzen verwendet.
      Der Einpressdruck wurde mittels eines Scherenwagenhebers auf die Vorgelegewelle ausgeübt.
      Diese Vorgehensweise hat gegenüber dem Eintreiben der Vorgelegewelle mit einem Hammer den Vorteil, das die Keilbuchsen,
      die 0,3 mm länger sind als die Stirnräder, nicht geprellt werden und sich somit nicht verformen können.



      So weit lässt sich die Vorgelegewelle von Hand einfädeln




      Dieser Drehling soll diie Vorgelegewelle genau an der Anlaufscheibe 2-5 abstützen. Die Welle kannn aber beim Einpressen in den Drehling eindringen.



      Und wieder ein Hilfswerkzeug fertigen. Die Befestigungsbolzen der Kupplungsglocke bieten sich für die Befestigung des Gegenlagers an.



      Mit dem Scherenwagenheber einem Kantholz und wieder mal mit dem Aluteil lies sich die Vorgelegewelle sehr gut in den Lagersitz pressen.





      So, der Lagersitz der Vorgelegewelle ist vollständig vom Lager 2-17 aufgenommen.


      Gruß DL



      Gruß DL

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    • Hier noch einige Schritte zur Vervollständigung der Vorgelegewelle.




      Diese Ausgleichsscheibe ist in der Teilenummernliste nicht aufgeführt. Hier kann bei Bedarf ausgeglichen werden, um das Axialspiel auf der Vorgelegewelle und Keilwelle zu erreichen





      Nun nocheinmal die Vorgelegewelle festsetzen, um das Lager 2-4 aufpressen zu können.





      So sieht es aus, wenn die Vorgelegewelle fertig montiert ist.


      Gruß DL
    • Abschnitt 8 Keilwelle


      1. Auf die Keilwelle 2-25 den Innenring vom Rollenlager 2-26 mit Bund nach vorn Aufpressen
      Dafür den Innenring erwärmen und auf der Kontaktfläche leicht einölen.
      Nun die Ausgleichsscheibe mit den Fragezeichen, siehe Bild, wenn vorhanden, auf die Keilwelle stecken und den Sicherungsring 2-29 in die Keilwelle einfedern.
      Diese in der ZF Teilenummernliste nicht auftauchenden Ausgleichsscheiben waren bei 2 Getrieben vorhanden.

      Hier das Maß einer Scheibe: Außen 42mm, Innen 35mm, Stärke 0.3 mm

      Und hier sind die Maße von 2 Keilwellen, die ich miteinander vergleichen konnte.

      Die Maße beziehen sich auf die Lauffläche vom Nadelkäfig 2-20
      Gemessen wurde an 3 unterschiedlichen Stellen


      Welle 1: 27,939 mm Welle 2: 27,944 mm

      Die Maße sollen nur Vergleichsmöglichkeiten bieten. Die Messwerkzeuge sind nicht kalibriert.
      Gemessen wurde mit einem Mauser Messschieber mit Rundskala

      Nun und Sicherungsring 2-29 auf der Welle einfedern.


      2. Die Nut im Gehäuse, in die der Sicherungsring 2-26 eingefedert wird sehr gründlich reinigen.
      Das geht hervorragend mit einem Winkelschraubendreher und einem Lappen.


      3. Jetzt den Nadelkäfig 2-20 in die Vorgelegewelle gut geölt einsetzen


      4. Nun kann die gut geölte Keilwelle ein wenig durch die Gehäusewand des Getriebes geführt werden und nacheinander die geölten Teile: Stirnrad 2-24 mit der Narbe nach hinten,
      die Keilbuchse 2-23, Schmiernuten nach vorn, mit aufgeschobenem Schieberad 2-22, Schaltgabelring nach vorn und die Bronzeausgleichsscheibe 2-21 aufgefädelt werden.
      Anschließend die Keilwelle in die Vorgelegewelle schieben.


      Vorsicht, es befindet sich schon der Nadelkäfig in der Vorgelegewelle


      5. Jetzt das Lageraußenteil 2-26 auf den Lagerinnenring, der auf der Keilwelle schon montiert ist, ansetzen und mit Hilfsmitteln sehr präzise mit leichten Schlägen auftickern, bis der Außenring ganz von der Gehäusewand aufgenommen ist.
      Der Ring muss soweit eingetrieben werden, bis die Ringnut und der Platz für die große Ausgleichsscheibe 2-27 frei zugänglich sind.
      Hier das Maß von einer Scheibe:
      Außen 80 mm, Innen 68 mm, Stärke 2,975 mm


      6. Nun die Ausgleichsscheibe 2-27 vor dem Lager in der Gehäusewand einsetzen und den Sicherungsring 2-28 in der Ringnut einfedern.


      Es ist jetzt zu überprüfen, ob bei eingedrücktem Lager 2-4 die Vorgelegewelle ein Axialspiel von 0,3 mm zur Anlaufscheibe 2-21 hat


      Sollte das nicht der Fall sein, muss entweder die Ausgleichsscheibe 2-27 ausgewechselt werden,
      oder es muss versucht werden, durch zufügen oder entnehmen von Ausgleichsscheiben zwischen dem Kugellager 2- 4 und der Anlaufscheibe 2-5, das Spiel tzu erreichen.




      Mit einem Hilfswerkzeug den Lagerinnenring auftreiben



      Diese beiden Schieberäder habe ich zur Verfügung gehabt.




      Mit diesem Drehbankabfall konnte das Lager sehr leicht eingetrieben werden.



      Gruß DL

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    • Moin,
      nun mal Butter bei die Fische.
      Hier ist eine Kostenaufstellung für die Getriebeinstandsetzung.
      Durch Verkäufe von nicht benötigten Teilen sind bis jetzt 450 € wieder zurückgeflossen.

      Ich habe noch sehr viele Teile vom UF Ersatzgetriebe vorrätig. Welche davon noch verkauft werden weiß ich erst, wenn ich das momentan verbaute Getriebe
      aus dem Schlepper ausgebaut und überprüft habe.

      Wenn ich bedenke, das vor langer zeit nur das Abdichten einer Ache bei einer Deutzwerkstatt um die 1000 € gekostet hätte,
      bin ich bei dieser Aktion richtig günstig davon gekommen.

      Bei dieser Aufstellung fehlt bestimmt noch ein Hunderter, für untergegangene Aktionen oder Teile, aber darauf kommt es auch nicht mehr an.

      Gruß DL

      BenennungPreisBemerkung
      UFSE Getriebe850,00Schnellgang
      UF Getriebe800,00Langsames Getriebe Teileträger
      Lager883,64
      Dichtungen173,85
      Spannhülsen Sicherungsringe Bremsbeläge SicherungsblecheBremsfedern214,28
      Sicherungsblech Ritzelwelle0,00Beziehungen
      Ausgleichsscheiben Lagerdeckel20,00
      Erneute Wellendichtringe Lagerdeckel36,18Fehler bei Montage Ausgleichsgetriebe
      Erneute Sicherungsbleche Ausgleichsgetriebe15,00
      Überarbeitung Hohlrad50,00Preis mit Beziehungen, sonst 100,00
      Zusätzlicher Nadelkranz 60x65x2017,96Nadel war weggefallen
      Dirko Dichtmasse18,79
      Nadelhülsen und Innenringe für Hohlradreparatur35,54
      Farbe50,00
      Drahtbürsten für Flex17,00
      Bremsenreiniger3,58
      Nitroverdünnung3,95
      Pinsel5,00
      Anteil Kaltreiniger30,00
      1 Liter Getriebeöl6,00
      Fett für Presse2,85
      Buchse 2-108 für Stirnrad 2-10920,00war auch im Schlachtgetriebe defekt
      Treibstoffkosten für Besorgungsfahrten50,00
      Schaltgriffe für Gruppen und Gangwahlhebel71,50
      Gesamtsumme3375,12
    • Abschnitt 4.1 Messvorgang Ritzelwelle



      In diesem Fall war es nötig, da zwei neue Lagerdeckel 3a-3 und 3a-27 montiert wurden.

      In diesem Messvorgang wird die genaue Abstand des Kegelritzels zur Achse des Differentials
      ermittelt. Der Wert, der auf 1 Zehntel einzuhalten ist, ist auf der Stirnseite des Kegelritzels eingeätzt.
      Der Abstand muss von Ende des Kegelrollenlagers, also dort, wo das Kegelritzel anliegt, bis zur Achse des Differentials gemessen werden.

      Das ist nette Aufgabe, das die Öffnungen im Getriebe 250 mm groß sind und man keine Führung für das Messwerkzeug hat.
      Ich habe das so durchgeführt, wie in der Bebilderung zu sehen ist.

      Noch einmal zum Kegelritzel.
      Die 2. Zahl, die dort eingeätzt ist, ist die Nummer, welche auf dem Tellerrad stehen muss.
      Diese beiden Teile wurden seinerzeit im Werk miteinander verheiratet, füreinander bestimmt.

      Ein Kegelritzel ohne das Partnerkegelrad ist wertlos. Leider ist das auch bei meinem Spendergetriebe der Fall, da Korrosion am tellerrad ganze Arbeit geleistet hat.

      Alle Teile, die nicht ausreichend mit Getriebeöl benetzt waren, sind hin.
      Dass ist bei fast allen Schaltstiften, den Ritzeln vom Diff und dem Tellerrad der Fall.

      So bin ich die Sache angegangen.




      Ich habe ein altes Kegelrollenlager ein wenig ausgedreht, um bei der Probemontage der Welle nicht ständig das neue Lager auf und abpressen zu müssen.
      Das wird davon nicht besser.



      Die Welle ist gerade steckbar. So habe ich mir das vorgestellt.

      Leider musste nach jedem Versuch, die Welle zu stecken, das eingespannte Lager mit der Messuhr auf Rundlauf geprüft werden.
      Das Lager hatte ich nur 6 mm gespannt.



      Dann wurden 2 Einsätze gedreht, die genau in die Aufnahmen für die Wellendichtringe in beiden Lagerdeckeln gleich groß, passen.
      85mm Scheiben mussten her. Also zum Eisenwarenhändler und eine 100 er Welle aus seinem Lager gezerrt.
      Die auf Drehlänge zu kürzen, na ja!!
      Die lagersitze waren unterschiedlich in den Abmessungen und viel zu groß.
      Ebenso wurde eine 20 er Welle abgelängt, gegen die gemessen werden sollte.




      Auf diesem Bild ist der eingesetzte Drehling mit eingesetzet Welle zu sehen.



      Jetzt habe ich eine Möglickeit geschaffen, um den Abstand recht genau zu ermitteln.
      Die Welle hat ohne Öl 1-2 Hundertstel Spiel.



      Bei dem Messvorgang hatte ich nette Helfer aus der Verwandschaft.
      Mit dem Parallelmessschieber, der von oben kommt, wurde die Parallelität kontrolliert.
      Das eingestellte Mass am unteren Parallelmessschieber wurde anschließend genau und winklig ausgemessen
      und entsprach nach addieren der Werte genau dem Sollwert von 172,5 mm.

      Swein gehabt!!

      Gemessen wurde mit richtig vorgespannten Kegelrollenlagern, genau wie ZF das vorschreibt.
      Die Komponennten, die für den Messvorgang nicht gebraucht wurden, restliche Stirnräder Passscheiben und Federteller, habe ich weggelassen.




      Gruß DL
    • Abschnitt 4.2 Tuschieren der Ritzelwelle

      ( Zur Vervollständigung hier noch einmal eingefügt.)

      Zum tuschieren der Ritzelwelle sind im Handel Tuschierpasten in verschiedenen Farben erhältlich.
      Die Paste mit einem Pinsel auftragen und mit ein wenig Last die Ritzelwelle vor und zurückdrehen.
      Dazu kann auf den Rand des Tellerrades ein Gegenstand gelegt werden, der eine bremsende Funktion ausübt.



      Von den Ausgleichsscheiben des Exportgetriebes für das Axiale Spiel des Ausgleichsgetriebes konnte ich nur die Scheibe beim Tellerrad verwenden.
      3a-26
      Ich habe ja andere Deckel, 3a-3 und 3a-27, montiert, um auch eine Handbremse zu bekommen.

      Die Ausgleichsscheibe von der anderen Seite ist zu dick. Die vergrößert mein Zahnflankenspiel von 0,15 mm auf 0,27 mm.
      Mit dieser Scheibe habe ich auch kein Axialspiel.

      Bei der Messung des Zahnflankenspiels muss die Antriebswelle festgesetzt werden. Die bewegt sich sonst immer ein wenig mit.
      Da ich nur die Welle ohne Stirnräder eingesetzt hatte, war das ohne Probleme mit Holzkeilen zu bewerkstelligen.
      Einen Gang einlegen reicht da nicht aus.


      Mit der Ausgleichsscheibe 3a-6 wird das Axialspiel bestimmt. Dieses soll zwischen 0,2 und 0,4 mm liegen.

      Das Maß einer meiner Ausgleichsscheiben beträgt 110x125x3,28 mm



      Die Firma Dierßen in Wildeshausen, die auch mein Holrad bearbeitethatten, konnte schnell helfen
      Diese geniale Firma hat mir mal eben aus Blechtafeln mit verschiedenen Stärken diese Scheiben mit einer Anlage ausgestrahlt.
      Das hat 20 Minuten gedauert, und ich hatte 6 Scheiben in der Hand. Das Gerät arbeitet mit Wasser und feinem Sand. Mit 3500 Bar wurden die Scheiben aus der Tafel herausgearbeitet.
      Nur noch ein wenig entgraten und fertig.



      Gruß DL

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    • Abschnitt 4.3 Axialspiel Ausgleichsgetrtiebe

      ( Zur Vervollständigung hier noch einmal eingefügt. )

      Die Arbeit am Ausgleichsgetriebe war noch nicht am Ende angelangt.
      Letztendlich war mir das Zahnflankenspiel von 0,22 und Axialspiel von 0,30 mm noch zu groß.

      Also musste die Ausgleichsscheibe vom Tellerrad gegen eine etwas stärkere ausgetauscht werden.

      Die alte hatte diese Werte:139x127x2,74
      Um zu ermitteln, wie sich das Axialspiel auf das Zahnflankenspiel auswirkt, habe ich Messungen bei minimalem und maximalem Axialspiel durchgeführt.
      Ich kam zu dem Ergebnis, das meine Ausgleichsscheibe ca. 0,1 mm stärker sein muss.
      Also ging die Suche von vorn los, wo oder besser gesagt wie ich eine solche Scheibe herstellen könnte.
      Der Versuch, die Ausgleichss. des anderen Getriebes abzudrehen scheiterte. Die wäre stark genug gewesen.
      Da sah ich an meiner Werkstattwand ein Bronzering, den ich von einem anderen Dreher geschenkt bekommen hatte. Er konnte diese Größe nicht bearbeiten.
      Und schon ging der Spaß los.



      Ich hatte Mühe, die Scheibe abzustechen. Zu groß war die Angst, das Abstechschwert zu Bruch zu fahren. Bin ja noch in der Lernphase!
      2 mal musste der Rohling neu gespannt und mit der Uhr ausgerichtet werden, weil er sich gedreht hatte. Die Spuren sind deutlich im Inneren bei Bild 3 zu sehen.

      Die Arbeit hat sich aber gelohnt. Die neue Ausgleichsscheibe biring die diese Werte für das Zahnflankenspiel:




      Und diese für das Axialspiel:



      Damit bin ich bestens zufrieden. Mit ein wenig mehr Dichtungsmasse, ich hatte beim Messvorgang etwas sparsam aufgetragen, bin ich an der jeweiligen Untergrenze.

      Jetzt kann endlich die Rizelwelle bestückt eingesetzt werden und anschliesend, wenn das Ausgleichsgetriebe vervollständigt ist, auch dieses eingebaut werden.
      Dann habe ich dabei wenigstens ein gutes Gefühl.
      Sollte jemand mal Ausgleichsscheiben brauchen, kann er gerne bei mir anfragen, ob ich die in der gewünschten Stärke habe.


      Gruß DL
    • Moin,
      es geht mal wieder ein kleines bisschen voran.
      Die Firma Dierßen hat mir das letzte Sicherungsblech, welches dem Zusammenbau des Getriebes noch im Weg stand, ausgestrahlt.
      Nun gibt es auch für dieses wichtigeTeil eine gespeicherte Datei, mit der es jederzeit möglich ist, in wenigen Minuten solch ein Sicherungsblech herzu................
      Die Position im ZF Handbuch 2-117

      Gruß Felix

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