Angepinnt ZF A216 II Revision

    • Moin, die können alles ausstrahlen. Auch aus Holz und Siebdruckplatten.
      Es ist auch möglich die Senkung für eine Senkkopfschraube auszustrahlen. Es muss lediglich eine Zeichnung erstellt werden. Der Rest ist Kinderkram.
      Die Materialstärke ist nicht das Problem, die müssen es nur haben.
      Ich schicke Dir eine PN
      Ansonsten ist das WS Stahlbau Dierßen in Wildeshausen.
      Gruß Felix
    • Moin Michael,

      sagt der Name WS Stahlbau Dierßen nicht alles? Das ist eine Firma die sich mit Stahlbau, also Maschinen- und Gerätebau beschäftigt.

      Ist aber eigentlich auch egal, denn wenn sich der Bäcker in deinem Ort zum Plätzchen ausschneiden eine Wasserstrahlschneideanlage kauft kannst du auch dort deine Passscheiben oder Sicherungsbleche ausschneiden lassen.
      Gruß, Harm

      DX4.31 und D4005
    • Hi Dreilagig, waren die 20 € für 6 scheiben ein sonderpreis?
      Ich habe bei einer bayrischen watercut Firma nachgefagt , dort wollte man 85 € für eine Scheibe nach meinen Maßen . Den Wunsch der richtigen Scheibenstärke konnten sie mir nicht erfüllen , weil eine Parallelschleifmaschine nicht vorhanden war.
    • dreilagig schrieb:

      1011-90 / ZF2-116
      7210 BEP
      Schrägkugellager SKF
      untere Getriebewelle ( Zapfwelle )

      1
      28,60
      28,60*

      50x90x20
      In einer Lagerliste weiter oben habe ich ein 7210 BEP Schrägkugellager aufgeführt.
      Lagerung Zapfwelle hinten.
      Vom Einsatz dieses Lagers möchte ich abraten.
      Das ZF Handbuch sieht ein QAJ 50 Din 628 mit den Abmessungen 50x90x20 vor.
      Verbaut war in zwei Getrieben das QJ 210 FA von SKF , Fensterkäfig aus Stahl, außenringgeführt.
      Das ist ein Vierpunktlager. Es ist auch einfacher bei der Montage und kann nicht auseinanderfallen.

      Problem: ich habe die Ausführung mit dem Fensterkäfig aus Stahl noch nicht gefunden. Hat Jemand eine Idee?
      Sonst werde ich beim Deutz Händler meines Vertrauens nachfragen.

      Gruß Felix

    • Abschnitt 12
      Vernieten von Bremsbelägen.

      Das ist sicherlich nicht die optimale Lösung, um die Bremsbeläge auf den gereinigten und grundierten
      Bremsbacken zu vernieten. Die Aufgabe wurde mit den Mitteln erledigt, die mir spontan zur Verfügung standen.

      Es wurden lediglich 4 einfache Werkzeuge auf der Drehmaschine erstellt.

      Beim meinem ersten Getriebe habe ich auch die Bremsbacken neu belegt. Dabei sind aber einige Nieten an der Stelle aufgerissen, die man dabei umformt.
      Ich war seiner Zeit so inkonsequent und habe das geduldet.

      Bei der Methode, die ich jetzt verwendet habe, gelang es mir nach 4 aufgerissenen Nieten, die natürlich wieder entfernt wurden,alle Nieten in einen für mich zufriedenstellenden Zustand zu bekommen.

      Sollten Euch arge Bedenken aufkommen,bitte ich um Information. Die Beläge sind noch nicht eingebaut.

      Jede Niete wurden so bearbeitet, das diese in der Bohrung fest sitzt, und noch genügend Material über der Bohrung zu einem Kopf verformt werden konnte.
      Bei 68 benötigten Nieten wurden vier gebraucht, um die Werkzeuge zu ermitteln.
      Eine weitere wurde zu Ausschuss, als ich von den 3 mm Nieten für die Handbremsbacken auf die 4 mm Nieten für die Fußbremse umgestiegen bin.
      Das ist eine ganz andere Sache. Es ist eine deutliche Kraftsteigerung nötig, bis die Nieten in der Bohrung festsitzen, und es an das Verformen für den Kopf geht.





      Zuerst muss der Bremsbelag mit provisorischen Schrauben auf der Bremsbacke befestigt werden. Ich habe von der Mitte angefangen, die Nieten einzusetzen und zu verformen.

      Diese Werkzeuge waren im Einsatz


      die Auflage für den Nietkopf



      Die noch nicht bearbeitete Niete



      Hier wurde mit dem selbst gefertigten Niettreiber die Niete schon ein wenig getaucht, so dass diese die Bohrung ein wenig mehr ausfüllt



      Diese Niete ist ausreichend gestaucht und klemmt schon in der Bohrung. Der Belag wird schon angepresst. Werkzeug erster Arbeitsgang



      Jetzt ist auch schon das Werkzeug des zweiten Arbeitsganges im Einsatz gewesen. Leichte kreisende Bewegungen mit dem Körnerkopf ausüben,während mit dem Hammer leicht auf diesen geschlagen wird.



      So sieht die Niete aus, wenn der dritte Arbeitsgang erledigt ist. Der 7 mm Durchtreiber wird mit ganz behutsamen Schlägen um den zu bildenden Nietkopf geführt.

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    • Zu Abschnitt 12:




      Die Beläge werden gut angepresst, wenn alles richtig gemacht wurde.

      Entweder man schafft sich eine Vorrichtung, die die Bremsbacke in Position hält und auch anpresst, bis der Niet fest in der Bohrung sitzt, oder, man hat eine zweite gutmütige

      Person in seiner Nähe, die auch noch Zeit und Nerven hat. ( war bei mir der Fall, dank an Karin )




    • Abschnitt 11

      Differenzialsperre



      Der Betätigungshebel 3a-39 wird mit dem 8 mm Spannstift3a-34 auf der Welle 3a-33 befestigt . Vorher unbedingt die richtige Position des Hebels auf der Welle ermitteln.
      Zum Beispiel mit einem konisch angeschliffenem 8 mm Rundstahl .

      Es gibt auch eine falsche Stellung, der Spannstift verformt sich beim eintreiben und der Betätigungshebel ist später nicht zu bedienen
      Der Rundschnurring ( O Ring ) 3a-38 wird, wenn der Hebel 3a-39 richtig positioniert ist, auf die Welle 3a-33 gestreift und diese mit ein wenig Öl komplett eingerieben..

      Jetzt kann diese in das Gehäuse eingeführt werden. Die Schaltgabel 3a-32 in die Schiebemuffe
      3a-9 einsetzen und die Welle bis zum Ende in die Schaltgabel einführen.
      Die Anlaufscheibe 3a-37 zwischen Getriebegehäusewand und Schaltgabel nicht vergessen!

      Nun erfolgt die Montage der Druckfeder 3a-30 mit übergestreifter Anschlaghülse 3a-31

      Die Druckfederfeder habe ich, um mir die Arbeit zu erleichtern, geölt in die Anschlagshülse geschoben. Beides zusammen, die Druckfeder 3a-30 mit übergeschobener
      Anschlaghülse 3a-31im Schraubstock so weit vorgespannt, damit es in die Lücke zwischen Getriebegehäusewand und Schaltgabel passt.
      Anschließend wurde das gespannte Paket mittels Gummihammer aus dem Schraubstock in das eigens dafür gefertigte Montagewerkzeuggetrieben
      Nun konnte das Werkzeug mit der vorgespannten Feder über die Montagestelle im Getriebe gehalten werden, und das Paket in die richtige Position zwischen getriebeaußenwand
      und Schaltgabel mit einem Messinghammer getrieben werden.

      Jetzt die Spannhülse 3a-36 einsetzen. Mit der geschlossenen Seite zur Anlaufscheibe 3a-37
      Nun erfolgt die Montage der Spannhülsen 3a 34 und 3a-35.
      Diese Spannhülsen dienen der Schaltgabel als Führung für die Betätigungsphase
      Um die Öffnung für den Spannstift freizugeben, kann die Schaltgabel mit einem passenden Holzkeil bei Seite gedrückt werden.

      Als letztes die Funktionsprobe.
      Wenn der Betätigungshebel ganz gedrückt oder gezogen ist, soll die Schaltgabel an der Anschlaghülse anliegen.

      An dieser Stelle folgt ein für mich nicht verständlicher Satz aus dem original ZF Handbuch:

      Zu beachten ist, das im eingeschalteten Zustand die Schaltgabel an die Distanzhülse 3a-31 anschlägt,
      die Schiebemuffe am Bolzenträger jedoch anliegt.
      Der Abstand zwischen Schiebemuffe und Bolzenträger darf nicht größer als 0,5mm sein.
      Eventuell Distanzhülse kürzen oder Scheibe beilegen.


      Ich habe das so umgesetzt, das die Schiebemuffe im eingeschalteten Zustand zur Schaltgabel einen Abstand von ca 0,5 mm hat.



      Die Einzelteile. Auf dem Bild sind Ersatzteile zu sehen, die nicht eingebaut wurden. Der Betätigungshebel ist eine Exportversion!



      Solch eine Schaltgabel, die Feder und die Anschlaghülse gehören in den Schrott. In der Hülse ist deutlich Rost zu erkennen





      diese Anschlaghülse kam auch nicht mehr zum Einsatz



      nach erfolgter Montage in unbetätigtem Zustand



      In betätigtem Zustand



      So sieht das Getriebe jetzt aus

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    • Hallo,

      als Felix den Fußhebel für die Differenzialsperre montieren wollte, war ich mit
      meinem Trecker auf seinem Hof um an meinem Trecker zu werkeln.

      Felix suchte eine Lösung, um die Feder in der Hülse zusammengedrückt
      einzubauen. Man konnte an seinem Gesicht sehen, wie seine Gedanken
      in seinem Kopf rotierten. Man spürte förmlich die Wellenausbreitung
      seiner Gedanken.

      Plötzlich sagte er, ich habe eine Lösung und fing an eine Vorrichtung zu bauen
      mit der die zusammengedrückte Feder in der Hülse in ihre Position
      geschoben werden konnte. Dazu benötigte er aber mehr als zwei Hände,
      und somit konnte ich ihm zur Seite stehen.

      Die Arbeit konnte wie im Bild zu sehen ist erfolgreich abgeschlossen werden.
      Kreatives Denken und Handeln ist mit Geld nicht zu bezahlen.

      Bravo Felix

      Es grüßt Passer Montanus
      Bilder
      • P5290034.JPG

        26,67 kB, 280×210, 522 mal angesehen
    • Zu Abschnitt 11

      Vorrichtung zum Federeinbau.





      In dem Bericht vom Abschnitt 11 fehlt ein Detail.

      Der Betätigungshebel 3a-39 wird mit dem 8 mm Spannstift3a-34 und Spannstift 3a-35 auf der Welle 3a-33 befestigt .
      Der Spannstift 3a-35 wird in den Spannstift 3a-34 getrieben. Wer weiß, was Deutz sich dabei gedacht hat.
      Das Gleiche geschieht auch beim Spannstift, der zur Führung der Schaltgabel dient. Auch hier wird in den 8 mm Spannstift ein 5 mm Stift eingesetzt.
    • Abschnitt 12


      Schaltung


      Die Schaltung, in die die Schaltgriffe eingreifen, wurde komplett zerlegt, alle Teile gewaschenund mit Druckluft ausgeblasen.

      Achtung: Unter dem Spritzblech 1-66 zwischen dem großen Blech und dem aufgeschweißten Teil sitzt viel Schmutz.

      Hier gründlich reinigen und ausblasen.


      Die Schaltgabeln und deren Achsen 1-60 - 1-63 waren in einem hervorragenden Zustand. Dort, wo die Rastkugeln 1-72 in die nächste Kerbe laufen,
      war die Oberfläche des Materials soeben blank. Keine Vertiefung auf den Laufflächen.

      Das angeschweißte Spritzblech an der Gabel für den 1. und 2. Gang war leicht eingerissen.
      Es wurde von beiden Seiten geschweißt. Die Naht habe ich von einer Seite geplant und poliert.
      Die Federn 1-71 und Kugeln 1-72 wurden vermessen.

      Eine Feder hatte falsche Maße. Dort lag schon mal ein Schaden vor. Die Federn vom Schlachtgetriebe und dem Exportgetriebe hatten eine Länge von 17mm bis 19,5 mm.
      Ich habe drei 19 mm und eine 19,5 mm lange Feder verbaut.
      Die Stahlkugeln 1-72 hatten noch 10 mm Durchmesser.
      In dem Haltebügel 1-74 der Schaltstangen ist für je zwei Schaltstangen ein Sperrbolzen 1-75 untergebracht.

      Der Zusammenbau erfolgte in folgender Reihenfolge
      Nach der Reinigung und Begutachtung aller Teile wurden die Rastfedern 1-71 und anschließend die Stahlkugeln 1-72
      mit Getriebeöl benetzt und in den Haltebügel 1-70 eingesetzt.
      Danach die Schaltstangen für den ersten und zweiten Gang 1-60 und 1-61 von hinten und die Schaltstangen für Gruppe und Fahrtrichtung 1-62 und 1-63 von vorn in den Haltebügel 1-70 eingesetzt.
      Dies geschieht, indem man die Welle 90°dreht, so dass die Kugeln 1-72 nicht ehr in die Kerben einrasten, bevor die gewünschte Position erreicht ist.
      Ebenso ist bei der Demontage darauf zu achten, das die Wellen 90°gedreht werden.

      Achtung:
      Bei der Demontage wie auch bei der Montage können maximalnur zwei Wellen gleichzeitig in den Haltebügel 1-74 eingeführt ,

      bez. aus dem Haltebügel ausgebaut werden.
      Die Sperrbolzen 1-75 müssen in eine Welle eingreifen können, bevor die zweite zugehörige Welle eingesetzt bez. ausgebaut werden kann.



      Auf den Bildern ist die Schaltung meines Schlachtgetriebes zu sehen. Der Zustand der verbauten Schaltung ist noch wesentlich besser.
      Es kommt immer wieder vor, das ich meinen Bericht im Forum vergesse.
      Und es nervt auch ab und zu. Ständig Händ waschen, alles schön hinlegen, wieder Hände abputzen, Beleuchtung reduzieren, fotografieren usw...



      ...........................................................................Sperrbolzen



      ...........................................................................................................................Laufspuren der Rastkugeln



      Spuren des Schaltgriffes.................................. Spuren an einer Schaltgabel

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