D25.2 Hydraulik - Erklärung für Flacheisen an der Feder der Zugkraftregelung?

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    • D25.2 Hydraulik - Erklärung für Flacheisen an der Feder der Zugkraftregelung?

      Hallo Deutz Experten,

      ich bin seit kurzem stolzer Besitzer eines 1963er D25.2 (7531/...) und arbeite mich erst ganz langsam in die Thematik ein, unter anderem auch in die Hydraulik. Leider musste ich feststellen, dass es mit dem Lesen der diversen Handbücher nicht getan ist, da meine Installation sich so gar nicht an die Handbücher hält was Hebel und Anordnung angeht. Dazu werde ich aber sicher nochmal ans Forum rantreten.
      Was ich identifiziert habe, ist die Feder und Mimik für die Zugkraftregelung (wenn ich das richtig verstanden habe, ist das das Alternativkonzept zum Transferer?).
      Allerdings ist da ein Flacheisen, von dem ich annehme, dass es der Vorbesitzer eingeschweißt hat, weil das alles andere als original aussieht. Hat irgendjemand eine Idee, warum er das getan haben könnte? Könnte es bei ausgeschlagener Befestigung vielleicht Schwingungsprobleme geben, die man so beheben wollte?
      Gibt's irgendeine Erklärung dafür, die mich dann auch davon abhalten sollte, das wieder auszubauen?


      Bin für jeden Hinweis dankbar,

      viele Grüße,

      Andreas
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    • Hallo Andreas,

      der das Flacheisen dort angeschweißt hat, hatte keine Ahnung, was er tut und wie das funktioniert. Insofern kann und sollte das Ding entfernt werden. Leider besteht dann die Gefahr, daß die Kraftaufnahmefeder (vulgo Geberfeder) der Regelhydraulik demnächst abbricht. Das ist sehr ärgerlich, macht aber nichts, weil sie schon durch die Schweißerei so stark geschädigt ist, daß bei Gebrauch der Regelhydraulik, möglicherweise auch ohne, ein Bruch anstehet. Es sei denn, daß immer nur sehr geringe Kräfte dort ankommen, z.B. bei ausschließlicher Verwendung sehr leichter Geräte.

      Die Feder ist ein Stück sehr hoch vergüteten Stahls. Der reagiert sehr empfindlich auf Kerben. Das, was bleibt, wenn Du die Bastelei abtrennst, ist ebenso eine Kerbstelle wie die Bratstelle an sich. Da würde ich mich dafür entscheiden, die Braterei zu entfernen. Dabei solltest Du darauf achten, daß die Feder möglichst wenig (zusätzlich) beschädigt wird. Dort, wo das Eisen abgetrennt wird, solltest Du alles sorgfältig glätten und runden. Alles, was man auch landläufig als "Kerbe" bezeichnen würde, ist von Übel. Die Bratstelle, die nun nicht mehr entfernt werden kann, ist dem Stahl bereits Kerbe genug.

      Und wenn es ganz dumm kommt: Diese Federn gibt es zu kaufen. Allerdings muß man dafür recht viel Geld mitbringen, oder zumindest mehr, als man zunächst erwartet.

      Gruß
      Michael
    • Hallo Michael,

      vielen Dank! Sowas hatte ich befürchtet, aber vielleicht habe ich Glück und die Feder ist nicht stark wärmegeschädigt: schweißen war auch nicht sein Ding, er hat lieber geklebt.

      Ich werde mir Mühe geben, keinen weiteren Schaden beim Raustrennen anzurichten. Und schweres Gerät habe ich (im Moment) auch nicht.

      Viele Grüße,

      Andreas
    • Hallo Andreas,

      mitte der 70er Jahre fing die Berufsgenossenschaft an zu meckern wenn sich hinten Stellen befinden wo der Beifahrer sich die Füße einquetscht wenn der Fahrer die Hydraulik anhebt. Aus diesem Grund hat einer hier das Eisen als "Fussabweiser" angeschweißt.

      Ich hab das bei meinem 25.2 (auch Bj 63) so gelöst das ich ein passendes Plastikrohr von oben eingesteckt habe was unter der Feder übersteht. Gleiche Wirkung, nur ohne Schweißen.

      Entweder du lässt es (evtl Deutzgrün drüber) da es seinen Zweck erfüllt, oder Du musst dir was anderes einfallen lassen. Eine Gefahrenquelle ist das auf jeden Fall. Gab mehrere böse Unfälle durch anheben der Hydraulik.

      Gruss vom Westerwälder
      Der Westerwald wächst ständig!
      D25.2, Lamborghini R3 EVO 100

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Westerwälder Deutz ()

    • Hallo Andreas
      So wie das Eisen da angeschweißt ist erfüllt es sicher die Vorschrift der Berufsgenossenschaft nicht. Der schutz gegen das einklemmen eines Fusses sollte nähmlich so gestalltet sein, das man den Fuß bei angehobener Hydraulik nicht unter dem Hubarm auf die Feder stellen kann und dann beim Absenken der Hydraulik vom Hubarm eingequetscht wird. Von Deutz gab es da so ein Kuststoffteil das an der Feder befestigt wurde und etwa 15 - 20 cm nach oben überstand.
      Oder wie Westerwälder schon schrieb einfach ein Plastikrohr in die Feder steken das etwa 15-20 cm über steht ,das erfüllt den gleichen Zweck.
      mfg Alois