Vorglühen - Glühüberwacher

    • F2L 514/53 (und /3)

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    • Vorglühen - Glühüberwacher

      Einen ersten Diesel- Gruß in dieses Forum!

      Ich heiße Ralf, und bin bereits länger Leser dieses Forums, und freue mich über die vielen sachbezogenen und guten Tips, die es hier gibt.

      In meiner Scheune/Garage stehen
      F2L514
      D 50.1S
      D 6807

      die zu verschiedenen Hobby-Zwecken bewegt werden.

      Ich habe eine Frage zu dem Vorglühen meines F2L514:
      Beobachtung:
      Der Glühvorgang dauert mir zu lange, und dann springt er - unter 10 C)üblicherweise auf einem Zylinder an - der zweite kommt nach 3-5 Minuten dann nach. Der Motor selbst laeuft kernig und gut, nach Aussage des LaMa sehr gesund. Der Glühüberwacher funktioniert entweder mit Verzögerung (leichtes Leuchten nach 3 Minuten) oder er leuchtet grell rot nach 15 Sekunden. Daran haben sich bereits 2 LaMa´s versucht - ich hab´ den dritten Glühüberwacher drin.
      Technik:
      Ich habe 2 passende Stabglühkerzen drin, auch der Glühwiderstand (für die ehemaligen Kerzen) ist überbrückt. Die Glühkerzen sind i.O. und glühen nach 30 Sek rot. Zur Zeit ist die Leitung zur ersten Glühkerze ein übliches Kabel direkt an die erste Glühkerze. Von dort führt ein weiterer Draht (eine Art Walzdraht) zur zweiten Glühkerze.

      Meine Vermutung:
      Nach meinen Recherchen hier im Forum und auch im Netz ist bei der Umstellung von den einfachen Kerzen zu den Stabglühkerzen die neue Schaltung (Parallelschaltung statt Reihenschaltung) nowendig. Vielleicht ist dies nicht berücksichtigt worden? ?(

      Frage: Ab welchen Punkt muss die Parallelschaltung verkabelt werden?

      Gruss aus dem Rheinland

      Ralf
      Gruß von RB7862
      F2L514, D50.1S, D6807
    • Hallo Ralff,

      im Anhang befindet sich ein Stromlaufplan mit einer Stiftglühkerze. Dieses ist für
      Deine Zwecke belanglos, denn Du brauchst Dir nur die zweite Kerze dazu denken.

      Es gelten Deine Bauteile, und die Schaltung ist identisch.

      Gruß PM

      P.S. Wurde zum Mittagessen gerufen. Ein gescheiter Mann lässt die Frauen nicht
      warten
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      • Glühanlage Verdrahtung 260110.jpg

        219,49 kB, 2.338×1.700, 1.667 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von passer montanus ()

    • RB7862 schrieb:

      Zur Zeit ist die Leitung zur ersten Glühkerze ein übliches Kabel direkt an die erste Glühkerze. Von dort führt ein weiterer Draht (eine Art Walzdraht) zur zweiten Glühkerze.

      Frage: Ab welchen Punkt muss die Parallelschaltung verkabelt werden?
      Hallo Ralf,

      PM hat den Anhang vergessen, aber er meinte sicher das. Und so schaut eine Glühanlage mit Wendelkerzen aus.

      So wie deine Anlage verkabelt ist, sollte es schon richtig sein. Wichtig ist (und das geht bei den Stabkerzen m.W. gar nicht anders), dass der Isolator, der bei den Wendelkerzen noch verbaut war weggelassen wird. Dieser hat zusammen mit der Bauart der Wendelkerze dafür gesorgt, dass die Kerzen in Reihe geschaltet waren, sprich erst die erste und dann die zweite Kerze Strom bekommen haben. Ohne diesem Isolator kommt der Strom bei beiden Kerzen gleichzeitig an. (laienhaft aber hoffentlich verständlich gesprochen)

      Gruß

      Emanuel

      PS: Irgendwie kommt es mir so vor, als würden derzeit die Glühanlagen-Threads immer mehr :D
      LG

      Emanuel



      D30S-NFG, BJ 62 und F2L612/6-N, BJ 57
    • Hi Ralf,

      hab gerne geholfen, aber eigentlich bist du jetzt auch nicht viel schlauer. Du weißt nur, dass die Anlage richtig aufgebaut ist (so wie ich das aus deiner Beschreibung rausgelesen habe)

      Dein eigentliches Problem ist, dass der Schlepper generell schlecht startet, egal ob er 15 Sekunden oder 3 Minuten vorglüht, ansonsten aber gut läuft, stimmt das? Kommt der zweite Zylinder wirklich erst nach 3-5 Minuten, oder eher Sekunden?!?

      LG

      Emanuel
      LG

      Emanuel



      D30S-NFG, BJ 62 und F2L612/6-N, BJ 57
    • Hallo Emanuel,

      der zweite Zylinder kommt immer später. Wieviel später, das hängt von der Aussentemperatur ab. Bei über 20 C kommt beide Zylinder fast gleichzeitig, bei 10 C dauert es schon mal 30 Sek - 1 Minute, und bei 2 C habe ich letztens `die ganze Straße in weiß gehüllt´, bis der zweite dann dazu kam....

      War kein gewollter Anblick.

      Das Vorglühen kann ich nicht echt vergleichen. Durch 3 verschiedene Ideen der 2 LaMa´s habe ich verschiedene Versionen probieren können/müssen. Punkt bleibt: Nach ca 2 Minuten vorglühen kommt der erste Zylinder ohne große Probleme, der zweite dann ... (siehe oben).

      Das war ja auch der Grund, weshalb ich Vorglühanlage als mögliches Problem gesehen habe.

      Gruß

      Ralf
      Gruß von RB7862
      F2L514, D50.1S, D6807
    • RB7862 schrieb:

      Einen ersten Diesel- Gruß in dieses Forum!

      Ich heiße Ralf, und bin bereits länger Leser dieses Forums, und freue mich über die vielen sachbezogenen und guten Tips, die es hier gibt.

      In meiner Scheune/Garage stehen
      F2L514
      D 50.1S
      D 6807

      die zu verschiedenen Hobby-Zwecken bewegt werden.

      Ich habe eine Frage zu dem Vorglühen meines F2L514:
      Beobachtung:
      Der Glühvorgang dauert mir zu lange, und dann springt er - unter 10 C)üblicherweise auf einem Zylinder an - der zweite kommt nach 3-5 Minuten dann nach. Der Motor selbst laeuft kernig und gut, nach Aussage des LaMa sehr gesund. Der Glühüberwacher funktioniert entweder mit Verzögerung (leichtes Leuchten nach 3 Minuten) oder er leuchtet grell rot nach 15 Sekunden. Daran haben sich bereits 2 LaMa´s versucht - ich hab´ den dritten Glühüberwacher drin.
      Technik:
      Ich habe 2 passende Stabglühkerzen drin, auch der Glühwiderstand (für die ehemaligen Kerzen) ist überbrückt. Die Glühkerzen sind i.O. und glühen nach 30 Sek rot. Zur Zeit ist die Leitung zur ersten Glühkerze ein übliches Kabel direkt an die erste Glühkerze. Von dort führt ein weiterer Draht (eine Art Walzdraht) zur zweiten Glühkerze.

      Meine Vermutung:
      Nach meinen Recherchen hier im Forum und auch im Netz ist bei der Umstellung von den einfachen Kerzen zu den Stabglühkerzen die neue Schaltung (Parallelschaltung statt Reihenschaltung) nowendig. Vielleicht ist dies nicht berücksichtigt worden? ?(

      Frage: Ab welchen Punkt muss die Parallelschaltung verkabelt werden?

      Gruss aus dem Rheinland

      Ralf
      Hallo Ralf,

      in Deinem von mir gekennzeichneten Text sind ein paar Ungereimtheiten, die noch abgeklärt
      werden sollten.

      Das unterschiedliche Zeitverhalten der Glüheinrichtung ist ein Hinweis, dass hier eine Störung
      vorliegt. Bevor jetzt der Trecker total zerlegt wird, halte ich es für ratsam alle Masseverbindungen
      ohne Ausnahme auch wenn sie optisch ok sind zu reinigen.
      Ganz besonders ist die Verbindung des Batteriemassebandes zur Karosserie zu reinigen.
      Auch die Zuleitungen zu den Glühkerzen sind dabei kontrollieren.

      Eine einfache Prüfung ob ein ausreichender Strom fließt kann mir einer Stromzange am
      Masseband der Batterie gemessen werden. Solch eine Messung ist einfach, unkompliziert
      und kurzschlussfrei sicher.

      Solch eine Stromzange bekommst Du 1 1/2 Stunden Lama Lohnkosten bei Conrad Elektronik.

      Gruß PM
      Bilder
      • Ersatzschaltbild Glühanlage s.jpg

        61,43 kB, 865×612, 220 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von passer montanus ()

    • Hi Ralf,

      also ich denke, dass die Vorglühanlage dein kleineres Problem ist. Klar hat sie eine Macke, der man mal ordentlich auf den Grund gehen sollte, so wie es PM geschildert hat, aber das ist offensichtlich nicht ausschlaggebend dafür:

      RB7862 schrieb:

      der zweite Zylinder kommt immer später. Wieviel später, das hängt von der Aussentemperatur ab. Bei über 20 C kommt beide Zylinder fast gleichzeitig, bei 10 C dauert es schon mal 30 Sek - 1 Minute, und bei 2 C habe ich letztens `die ganze Straße in weiß gehüllt´, bis der zweite dann dazu kam....
      Für mich hört sich das aus der Ferne so an, als ob zumindest dem zweiten Zylinder Kompression fehlt. Über's Weißrauchen und dessen Ursachen steht auch schon viel hier im Forum, einfach mal rumstöbern. Ventilspiel ist korrekt eingestellt? Eine Kompressionsmessung könnte weiteren Aufschluss geben, falls du weiterforschen möchtest. Ich könnte mir aber auch vorstellen, da du ja von Hobby schreibst und dass sich ansonsten der Motor kernig und gesund anhört, dass du damit leben kannst.

      LG

      Emanuel
      LG

      Emanuel



      D30S-NFG, BJ 62 und F2L612/6-N, BJ 57
    • Hallo Miteinander,

      nach dem Kauf im letzten Jahr habe ich den F2L514 durchsehen lassen. Lt. LaMa sind Kompression, Einspritzanlage etc. jetzt ok....

      Bleibt für mich die Glühanlage....

      Stromzange ist bestellt - mal sehen, ob das etwas bringt. Danach kommt m.E. wieder Kompression oder Einspritzanlage in Frage.


      Noch einmal ´Vielen Dank` für die Anregungen!

      Ich laß es wissen, wenn sich etwas getan hat.

      Gruß

      Ralf
      Gruß von RB7862
      F2L514, D50.1S, D6807
    • Hallo,

      ich melde mich erneut - heute mit Meßergebnissen (Conrad sei Dank!)

      Gemessen beim Glühvorgang:
      1. Kabel bei der Batterie: 14,7 Amp
      2. Kabel vor der ersten Glühkerze: 14,7 Amp
      3. Kabel zwischen 1. und 2. Glühkerze: 7,4 Amp

      Was sagt mir das jetzt?

      Ralf
      Gruß von RB7862
      F2L514, D50.1S, D6807
    • Hallo Ralf,

      beide Glühkerzen ziehen den gleichen Strom. Daraus kann geschlossen werden,
      dass die Glühkerzen ok sind.

      Wie groß der Strom sein muss, ist abhängig vom Glühkerzentyp.
      Ein Strom von 10A ist eine gängige Größenordnung.

      Fließt ein zu geringerer Strom, dann gibt es dafür 3 Möglichkeiten.
      A: Die Batterie ist leer oder defekt.
      B: Durch Korrosion im Stromkreis (Siehe Ersatzschaltbild) hat sich ein Widerstand
      gebildet, der einen Spannungsabfall verursacht.
      C: Summe von A + B verursachen einen Fehler.

      Um den Fall B auszuschließen, habe ich Dir angeraten alle Kontakte zu reinigen.
      Dieses hat den Vorteil, dass dieser Fehler im weiteren Störungsfall ausgeschlossen
      werden kann.


      Sinnvoll ist, eine gleichzeitige Strommessung und Spannungsmessung zu machen.
      Damit kann eine eindeutige Aussage gemacht werden,

      Mit freundlichem Gruß
      PM

      P.S. Den oben von mir gemachten Vorschlag, die Kontrolle der Einspritzdüsen
      kann ich Dir nur dringend anraten. Die Düsenstöcke ausbauen, extern wieder
      anschließen, Anlasser starten und die Sprühbilder der Düsen anschauen.
    • Hallo PM,

      Ein letzter Kommentar zu der Vorglühanlage:
      Jetzt sind alle Kontakte sauber, und ich habe nocht einmal die Stromstärke komplett durchgemessen:
      Vorglühanlage.pdf

      Ich reibe mich an den 7,5 Ampere zur zweiten Stabglühkerze. Ist das so in Ordnung? Oder müssten auch hier 14,9 A anliegen?

      Falls alles in Ordnung ist, nehme ich mir den nächsten Punkt auf Deiner Liste vor.

      Gruß

      Ralf
      Gruß von RB7862
      F2L514, D50.1S, D6807
    • Hallo Ralf,

      da hast Du schon eine Menge gemacht. Wie ich vermutet habe sind die Strommessungen sind ok.
      Du hast in der Skizze die Einzelströme der Glühkerzen und den Gesamtstrom der Glühkerzen
      eingezeichnet.

      Auch beim nächsten Schritt der Düsen wünsche ich Dir viel Erfolg. Ein User hat das Ventilspiel
      angesprochen. Auch den Punkt halte ich für wichtig und es ist sinnvoll dieses auch noch zu
      machen.

      Wenn Du dieses gemacht hast hoffe ich, dass der Trecker wieder zu Deiner Zufriedenheit
      einsetzbar ist. Du hast dann alles gemacht welches ohne großen Aufwand und nahezu
      kostenlos ausgeführt werden kann. Es sind alles Vorkehrungen die gemacht werden sollten
      bevor der Trecker in Einzelteile zerlegt wird.

      Wünsche Dir viel Erfolg und alles Gut mit einem freundlichen Gruß

      Passer Montanus

      P.S. Mein Text mag Dir vielleicht trocken und unhöflich erscheinen. Dieses mache ich, um technische
      Texte klar und präzise zu überbringen. Macht man dieses in Form einer Landschaftsbeschreibung
      oder Geschichten, entstehen zu viele Missverständnisse.
    • Hallo,

      Ich reibe mich an den 7,5 Ampere zur zweiten Stabglühkerze. Ist das so in Ordnung?

      Nach Deinen Messpunkten müsste das so in Ordnung sein. Passer hat recht aber Du hast nur eine Kerze seperat gemessen. Dabei kommen die 7,5A raus. Die 14,9A hast Du als Strom für beide Kerzen gemessen.

      Du müsstest hinter der "Abweigung" zur zweiten Kerze die erste Kerze messen. Dafür müsstest Du die Anschlüsse aber verändern, damit Du mit der Strohmzange das messen kannst. Arbeite lieber die anderen Fehlermöglichkeiten ab. Die Stromaufnahme der Kerzen ist ok. :)
      Gruss
      Christian

      Wer Nichts macht, macht Nichts verkehrt
    • Hallo,

      so können mit einfachen Mitteln die Glühkerzen und der Glühüberwacher geprüft werden.
      Im Glühverhalten sollte eine weitgehende Übereinstimmung vorhanden sein.
      Die Prüfkonsole ist in weniger als 30 min angefertigt.
      Mit dem Multimeter wird die Spannung der Glühkerze angezeigt.
      Bei mehreren Glühkerzen ist der Strom entsprechend höher.

      PM
      Bilder
      • P1120430.JPG

        1,81 MB, 2.560×1.920, 181 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von passer montanus ()

    • Hallo ins Forum,

      ich wollte meinen alten thread noch einmal aufnehmen und auch zum Abschluß bringen.

      Wie bereits im Thread berichtet, sprang der Deutz bei kühleren Temperaturen nur auf einem Zylinder an, und der zweite nahm dann nach Verzögerung seinen Dienst auf. Danach lief der Traktor dann aber einwandfrei.

      Bei einem Besuch des LaMa später in 2016 habe ich dann die Kompression einmal messen lassen - der Unterschied von 6 bar bei der Kompression zwischen den beiden Zylindern war dann schon ´bedenklich, zwingt jedoch nicht unbedingt zum sofortigen Eingreifen´ .

      Also habe ich den Deutz weiterhin für Ausfahrten und Treffen regelmäßig benutzt, und die Startprobleme als "Marotte eines 64-jährigen" akzeptiert.

      Dieses Frühjahr jedoch war etwas länger kalt, und auch im April bei durchaus angenehmen, zweistelligen Temperaturen nahmen die Startschwierigkeiten nicht ab (Starten nach 30 Sekunden Vorglühen, dann ca. 20 sec bis zu einer Minute auf einem Zylinder - danach lief er rund.). Da habe ich mich entschlossen, den fälligen Ölwechsel mit einer Motorinspektion zu verbinden. Dabei wurde schnell klar, dass sowohl die Kolbenringe verschieden intensiv abgenutzt waren, aber auch die Ventile durchlässig.....

      Lange Story, kurz:
      Neue Zylinder, Kolben und Kolbenringe, sowie die Ventile neu einschleifen lassen.

      Jetzt springt er auf Schlag an, bei zweistelligen Temperaturen auch ohne Vorglühen! Perfekt!

      Gruß vom Niederrhein

      Ralf
      Gruß von RB7862
      F2L514, D50.1S, D6807