Kompression F3L912 4006

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    • Kompression F3L912 4006


      Hallo Deutz Gemeinde,
      Hätte mal ein kleines Problem mit der Kompression meines 4006.
      Habe schon seit längerem das Problem das er bei Temperaturen unter 5° nur mit Vorglühen anspringt. Da es bei mir in der Nähe mehrere von diesem Typ gibt habe ich dort mal nachgefragt. Alle springen selbst unter dem Gefrierpunkt ohne Vorglühen sofort an. Hatte nun die Vermutung das die Kompression nicht mehr die beste ist. Als erstes wurden aber zuerst das Ventilspiel eingestellt. Siehe da, springt bei -3° sofort an. Habe in ner Ortsansässigen Werkstatt dann doch beim TÜV Besuch die Kompression messen lassen. Vernichtendes Urteil: Zylinder 1= 14 bar, Zylinder 2= 21 bar, Zylinder 3= 23 bar.
      War beim messen dabei, alle 3 Düsen waren raus und dann in den jeweiligen Zylinder die Messuhr rein und Anlasser rum. Was mich nun verunsichert, dachte das die Messuhr eingeschraubt wird, diese wurde nur am ende mit einem Gummipfropfen mit Manneskraft reingedrückt.Bekommt man da ein vernünftiges Messergebniss hin?
      Nach Aussage vom Mechaniker läuft er nur noch auf 2 Zylinder, hört sich eigentlich ganz normal an! Nun sollen alle 3 Zylinder neu gemacht werden, Kostenpunkt 1100€! Was haltet ihr davon?
      Gruß Torsten
    • Hallo Torsten,
      da ja nur bei einem Zylinder die Kompression unterirdisch ist und die anderen beiden noch ok, würde ich erstmal nur den öffnen, vielleicht sind ja "nur" ein paar Kolbenringe gebrochen und nichts ernsteres passiert. Je nach Zustand von Kolben und Zylinder reicht es dann vielleicht, neue einzusetzen.
      Kannst du einen Messfehler bei Zylinder 1 ausschließen? Wenn du der ersten Messung nicht traust, mach doch noch mal ne zweite, bzw. lass sie machen. ;)
      Und ob der Motor nur auf zwei oder doch noch auf allen drei Zylindern läuft, sollte man eigentlich hören. Nebenbei erzeugt ein nicht laufender Zylinder weißen Rauch (unverbrannter Diesel, vorrausgesetzt es liegt an der geringen Kompression). Kannst dir ja mal ein paar videos auf Youtube und co. angucken, dann hörst du den Unterschied. ;)
      Zum 4006 deines Nachbarn: Aufgedreht und hohes Standgas gehören nicht zwangläufig zusammen, denn die Drehzahl kann man ja über das Handgas steuern. Oder ist es auch bei "Handgas unten" noch recht hoch?
      Gruß
      Henning
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      DEUTZ - Alles andere ist Behelf!
      Hier geht's zu meinem Schlepper
    • Danke für die Antwort! Das Handgas vom Nachbarn ist definitiv unten, muss aber wahrscheinlich wirklich nichts mit aufdrehen zu tun haben. Ist leider der einzige Vergleichsschlepper, der auf die Schnelle zu finden war. Er hört sich wirklich in Ordnung an, weiß qualmt er auch nicht, die Messmethode hat mich halt stutzig gemacht.Der Druck wurde 2x gemessen! Auf Zylinder 1 war die Messuhr noch gut festzuhalten auf denanderen beiden wars sschon schwieriger! Aber bei 14 bar muss er doch laufen wie ein Sack Nüsse, oder?
    • Hallo zusammen,

      wollte meinen Bericht noch einmal kurz aufgreifen.
      Nachdem in der beschriebenen Werkstatt die doch sehr unterschiedlichen Kompressionsdrücke (23, 21, 14 bar) gemessen wurden, hatte ich mich dazu entschlossen, die Laufbuchsen + Kolben neu machen zu lassen.
      Soweit so gut, der Schlepper ist seitdem so 40h gelaufen. Er springt bei der 1. Anlasserumdrehung an (bisher aber keine Temperaturen unter +5°C). Eine Leistungssteigerung war zu spüren, nun aber auch nicht herausragend, aber er läuft gut!
      Nun seit ca. 20h fängt der Kerl wieder an aus der Motorentlüftung Öl zu tropfen! Nach jedem Einsatz immer ein Eurostück großer/kleiner Ölfleck.
      Nun bricht bei mir, bei einer so geringen Menge, nicht gleich die Panik aus, frage mich aber schon, ob das sein kann/muss bzw. „normal“ ist! Hier im Forum wird ein Ölverlust aus der Motorentlüftung eigentlich immer mit Motorverschleiß assoziiert!
      Verschleiß kann/darf noch nicht vorhanden sein! Habe den Schlepper ca. 10h mit halbgas eingefahren, schwer arbeiten muss er sowieso nicht mehr, hat seine wohlverdiente Rente erreicht!
      Es wurden auch original Deutz Ersatzteile verwendet, jedenfalls waren die Kolben/Buchsen in Originalkartons verpackt! Hat vielleicht hat die Werkstatt beim Einbau gemurkst?

      Kennt sich hierzu vielleicht jemand aus?

      Gruß
      Torsten
    • Moin Torsten,

      um herauszufinden ob Deine Werkstatt beim Einbau gemurkst hat, kannst Du nur alles auseinanderschrauben und nachsehen.
      Alternativ würde ich nur den Kompressionsdruck prüfen. Dann siehst Du ob alles im grünen Bereich ist.
      Und dann sollte man sich noch mal die Frage stellen, ob Kolben und Zylinder schon nach 40 Stunden richtig eingelaufen sind. Möglicherweise wird das im Laufe der Zeit noch besser.
      Motoröl wird im Betrieb warm und dünnflüssig, und die Kurbelwelle schleudert das Öl im Kurbelgehäuse umher. Dabei bilden sich Öl-Nebel. Der Nebel kondensiert im kühleren Rohr der Kurbelgehäuseentlüftung, sammelt sich am unteren Rohrende und tropft ab. Ein Tropfen ergibt schon den besagten ein Eurostück großen/kleinen Ölfleck. Wenn der Motor das Öl aus der Kurbelgehäuseentlüftung richtig rauspustet ist was faul.
      In Deinem Fall würde ich sagen: "Immer schön entspannt bleiben ;) "
      Schöne Grüße
      aus Bremen

      Götz


      Deutz F2L 612/5-NK
      Motor F2L 712
      Baujahr 1957
      Schlepper Nr. 7461/167
    • Hi Torsten,

      ich muss Götz beipflichten, lasse den mal noch 50 Bst laufen.
      Beobachte was passiert.

      Bei meinem Güldner hat sich nach der Motorüberholung noch kaum Leistungssteigerung bemerkbar gemacht.
      Als der dann 30-40 Std runter hatte, merkte ich wie der Motor agiler war, und auch viel sauberer verbrannt hat.
      Ölverbrauch ging auch stark zurück.
      Es hat sich also gezeigt, dass der Motor doch eine gute Zahl an Stunden gebraucht hat um einzulaufen.

      Heinz Fedderke (Güldner/ Deutz Mann) sagte mir mal am Telefon: Junge, lass den mal 50-100 Stunden laufen, dann wird das schon!

      Er behielt recht.

      Und wegen ein oder zwei Tröpfchen an der Entlüftung würd ich zunächst mal mit nem Lappen vorbei und gut is.

      Lass den Motor aber auch mal unter Last warm werden, nicht immer Spazierfahrten bei 3/4 Gas!
      Bergauf gerne mal scheuchen!
      Dann kommt der 4006 mal auf Temperatur, wie er es im Sommer 1984 bei 34°C vor der Welger Presse tat. ^^

      Grüße

      Joe
      Kommentar meiner Frau zum Intrac:
      Schaff mir bloß des hässliche Ding aus den Augen!
      Des is doch ka Bulldog, der is irgendwie verkehrt...!

      Update 11/ 2015: meine Frau steigt ohne Vomacur nicht mehr in den Intrac...
    • Abend.

      Aktuell sehe ich das auch unkritisch. Und nach 40h wirds auch mal Zeit, das der Motor "Feuer" bekommt, heisst er darf ruhig mal ordentlich arbeiten.
      Natürlich ohne die Maschine zu quälen.

      Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ölte unser Eicher Wotan 2 nach der Motorinstandsetzung auch, zwar nicht aus der Entlüftung, aber aus dem Auspuffkrümmer (unverbranntes Diesel/ Öl - Gemisch.)

      Das gab sich dann im Laufe der Einfahrzeit und der damit verbundenen Lasterhöhung.

      Der Ölstand ist bei deinem Traktor aber in Ordnung?
      lg Sebi
    • Hallo zusammen,

      vielen Dank für eure Antworten!

      Wie schon geschrieben mache ich mir noch nicht ins Hemd, wollte nur mal nachhören ob man in diesem Fall schon regieren muss.

      Werde ihm dann noch Zeit gönnen, damit sich alles einspielen kann und die Sache weiter beobachten!

      Bis ich die nächsten 50 Stunden auf der Uhr habe wird aber wahrscheinlich noch ein bisschen Zeit vergehen, da er jetzt nur noch für die Gartenpflege (Grünschnitt) und 4-5 Meter holzmachen im Jahr gebraucht wird, der Rest sind Spazierfahrten.

      Die Einfahrperiode habe ich auch abgeschlossen, d.h. er darf! Den Ölstand hatte ich kontrolliert, der ist in Ordnung!

      Werde euch auf dem Laufenden halten und nochmal vielen Dank für eure Beiträge!

      Gruß
      Torsten
    • Guten Abend,

      da bin ich wieder zu meinem Thema bezüglich Kompression an meinem 4006.

      Seit dem letzten Beitrag von mir zu diesem Thema sind nun 2 Jahre vergangen und nach Erneuerung der Büchsen und Kolben ist er nun ca 100 Stunden gelaufen.

      Er qualmt nun weiß aus der Motorentlüftung, dieser Qualm ist deutlich sichtbar und beim zuhalten mit der Hand baut er auch merklich Druck auf. Ölen tut er an der Stelle auch ein wenig, dies ist jedoch besser geworden.

      Wie sieht eure Meinung aus, zurück in die Werkstatt und Reklamieren oder ist dies immer noch normal? Habe schließlich eine Stange Geld für die Reparatur hingelegt und möchte dies ungern in ein paar Jahren noch einmal tun müssen!

      Vielen Dank für eure Meinungen.

      Gruß Torsten
    • Moin Thorsten,

      hat der Trecker in den zwei Jahren denn mal schwere Arbeit leisten müssen? Ansonsten würde ich vermuten, dass die Kolbenringe verklebt sin und damit die Kompression schlecht.

      Du könntest diese ja nochmal überprüfen lassen.

      Die Reparatur reklamieren, wenn der Trecker nicht mal 50H im Jahr macht und dass hauptsächlich Spazieren fahren und kaum auf Betriebstemperatur kommt, ist meines Erachtens nicht richtig.

      MfG Kai
    • Hallo Kay und vielen Dank für den Tipp!

      Möglich ist ja bekanntlich alles. Schwer arbeiten musste er in den letzten 2 Jahren nicht!
      Wenn ich aber einmal die 5400BH durch die 45 Jahre teile komme ich auf 120BH im Jahr. Schwer arbeiten musste er eigentlich nie, seit er 1986 zu uns kam.
      Einen Acker hat er in den Jahren keinen gesehen, mal einen Erntewagen hinten dran, ansonsten die meiste Zeit arbeiten mit der Seilwinde... Weinbergschlepper halt.

      Sollten die Kolbenringe verklebt ein, kann die Verklebung mit einer "Lastfahrt" und auf Betriebstemperatur bringen gelöst werden?

      Oder komme ich generell um einen Besuch in der Werkstatt nicht herum?!

      Gruß
      Torsten
    • Hallo.

      1. Wenn man den Kompressionstest macht, erstmal trocken.

      Dann etwas Öl seitlich in den Brennraum dazu geben.
      Ist es dann besser, ist er an der Zylinderwand undicht.
      Wenn es nicht besser wird, ist das Problem oben.

      2. Der weiße Rauch kann auch Kondensat sein. Wird hier so sein. Ölwechsel machen!

      Ein Luftgekühlter will und muss auch gefordert werden.
      Ihr fahrt den sonst inn Dutt.

      3. Ist der Motor eingefahren worden? Also 10 oder 20h langsam bei wechselnder Belastung.
      Dann auch mal 3 oder 5h Vollast? Also lastgrenze. Und nicht leer bei Vollgas.

      Die Frage kann ich mir selbst beantworten. ..

      4. Sind die Ringe tatsächlich fest, Düsen raus, wd40 o.ä. seitlich rein (nicht in die Brennmulde) und 2 Tage lang stehen lassen.

      Gruß Friedhelm

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von f.mannecke ()

    • Servus,

      wurden auch mal die Zylinderköpfe angeschaut? Ein Schaden an z.B. den Ventilen oder gar ein Riß zwischen den Ventilen im Kopf beinflußt die Kompression m.E. nicht unwesentlich.

      Jedenfalls wäre eine erneute Kompressionsprüfung (diesmal aber richtig) kein Fehler.
      LG

      Emanuel



      D30S-NFG, BJ 62 und F2L612/6-N, BJ 57
    • Hallo Thorsten,

      Ich habe vor ca. 2-3 Jahren ebenfalls Kolben, Zylinder und Zylinderköpfe neu gemacht, nachdem bei 5500 Betriebsstunden (d4507, Gleicher Motor, Bj. 87) bei Last mehr als deutlich weißer Qualm aus der Motorenentlüftung kam. Nach der Revision war soweit alles gut, bis nach einer guten Weile auch wieder leichter Qualm aus der Motorenentlüftung kam. Hielt man das Loch zu, spürte man, wie sich Druck aufbaute... also ähnlich wie bei dir. Zwischendrin hatte ich auch mal die Kompression gemessen, allerdings im kalten Zustand, was ja eigentlich nicht korrekt ist. Ergebnis: 27, 28 und 29 bar.

      Ich habe den Motor weiter beobachtet, das weiße Qualmen war immer mal wieder zu sehen. Das hat sich dann schlagartig geändert, seitdem ich im Sommer regelmäßig meine Wiesen mähe und mulche, die Belastung hat dem Motor einfach gefehlt. Seitdem beobachte ich kein Qualmen mehr...

      Ich kann die anderen hier nur bestätigen, Kompressionstest machen, wenn der stimmt, dann die Maschine mal öfter und über längere Zeit richtig fordern.

      Gruß
      Björn
    • Hallo,

      ich bin's nochmal und erst mal vielen Dank für die regen und guten Antworten.

      Björn, du hast mich mit deinem Erfahrungsbericht nochmal geerdet und ich denke ich habe verstanden... Ruhe bewahren und Kompressionstest machen! Werde ich in die Wege leiten,wird ein paar Tage dauern, ich werde euch das Ergebnis wissen lassen.

      Emanuel, Köpfe und Ventile wurden bei der Revision geprüft.

      Friedhelm,
      Motoröl wurde bei der Revision vor 2 Jahren erneuert, Wechsel werde ich demnächst nochmal durchführen.

      Aber natürlich wurde der Motor die ersten 20-30 Stunden eingefahren. Erst langsam, dann mal unsere "Berge" rauf gescheucht.
      Lastgrenze... woher nehmen... beim Holzmachen wird er ein am meisten "gefordert". Vollgas wird natürlich auch gefahren, aber keine 5 km am Stück.
      Mag aber unsere Familienmitglied nicht weggeben weil ich keine 100-200BH Arbeit im Jahr für ihn habe... er sollte eigentlich bei mir seine Rente genießen. ;)

      Gruß
      Torsten