Vorderachse ausbauen bei einem Ensinger

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    • Vorderachse ausbauen bei einem Ensinger

      Hallo,
      ich habe zwar keinen Deutz, hoffe aber dass mir von Euch einer helfen kann.
      Ich besitze einen Ensinger AS 20I von 1949, ein Einzelstück.
      Die Vorderachse ist ausgeschlagen und ich möchte diese demontieren um sie zu reparieren.
      Die Vorderachse scheint mit einem Bolzen befestigt zu sein, der von vorne eingesteckt ist, hinten befindet sich eine Kronenmutter SW 24.
      Die Mutter konnte ich entfernen, jedoch bewegt sich der Bolzen nicht.
      Habe bereits versucht mittels eines Innengewinde M12 von vorne einen Abzieher anzusetzten, aber ohne Erfolg.

      Hat von euch jemand einen Hinweis, wie diese Achsen aufgebaut sind ?
      In wie weit man den Bolzen drehen muss, weil es evtl. eingeschraubt ist, kann ich nicht sagen, es sieht aber nicht danach aus, da man den Bolzen vorne nicht greifen kann, er steht nur ca 10 mm über.

      Vielen Dank vorab schon mal.
      Hans-Martin
      Hans-Martin , Saulheim
    • Hi Martin,
      habe die Achse mal fotografiert, hoffe dass man alles Notwendige erkennt.

      Hans-Martin
      Dateien
      Hans-Martin , Saulheim
    • Hallo.

      Ja vorn an das Gewinde eine Abziehvorrichtung bauen ( U Eisen mit 3 Bohrungen. Rechts und links etwas unterlegen. In der Mitte spannen).
      Dann muss das Ganze ordentlich warm gemacht werden.
      Das ohne das Gerät abzufackeln.

      Als Gewindestift aber was ordentliches nehmen.
      Besser wie 8.8!
      Die zulässigen Vorspannwerte beachten.
      Je nach Schraube.
      Findet man im Internet.
      Oder du fragst hier.

      Gruß
      Friedhelm

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von f.mannecke ()

    • Hallo Friedhelm,

      Dein Vorschlag mit einer Abziehvorrichtung ist im Grunde genommen gut.
      Aber ich halte es nicht für sinnvoll das Gewinde des Bolzens zum Ziehen
      zu nehmen.

      Mein Vorschlag lautet, einen längeren Bolzen zu nehmen und
      am Ende des Bolzens das U-Eisen montieren.

      Der Abstand des U-Eisens so zu bemessen, das links und rechts
      ein Hydraulik-Wagenheber o.ä. angesetzt werden kann.

      Gruß PM

      P.S Zwei Wagenheber zum Kräfteausgleich, oder eine andere mechanische Lösung.
    • Hallo Pm.

      Ich habe es nicht verstanden.
      Wo setzt du den längeren Bolzen an?
      Auch im Gewinde?

      Wenn das so ist, ist es wichtig wo die Heber abgestützt werden!
      Nicht das der Vorderachsbock sich verzieht.

      Und das der Heber in Schieflage auch funktioniert.
      Die welche ich kenne, können das nicht.

      Du hast Sorge um die Gewindefestigkeit ne?

      Da ist genug Futter für einen 2. Oder 3. Versuch.

      Gruß
      Friedhelm
    • Hans, mit was für einer Vorspannung hast du es denn schon versucht?

      Was man noch machen kann,
      Um die Bohrung eine Naht schweißen. Also einmal rum in entsprechendem Abstand zur Bohrung.
      Dann noch warm mit 6 kg fliegendem Gewicht vorn einen auf die Nase.

      Das löst das Ganze.

      Die Naht kann man später ja wieder entfernen.

      Das geht aber nur, wenn der Bock nicht aus Guss besteht.
      Bei Guss nicht schlagen.

      Gruß Friedhelm
    • Hallo,man kann es auch mal mit einem schlagabzieher probieren.
      Eine gewindestange eingedreht, ein schweres Stück Metall aufgeschoben, große unterlegscheibe und eine Mutter davor und dann gib ihm.
      Oftmals lösen Schläge einen festen Bolzen eher als ein steifer Zug .
      Gruß Frank
      Mit DEUTZ und FAHR durchs ganze Jahr.
    • Danke für die Vorschläge,
      ich hatte mir in der Tat einen Schlagabzieher schon gebaut.
      Ein M12 Innengewinde in den Bolzen eingebracht und den Schlagabzieher dorft befestigt,
      Hat auch 3, 4 Schläge ausgehalten, dann ist der Bolzen aus dem Gewinde gerissen.

      Vorab hatte ich eine Abziehvorrichtung mit zwei M16ner Schrauben gebaut und auch mit der M12er diese Befestuigt.
      Vorspannung habe ich dort drauf bekommen, aber auch Schläge auf die M12er in der mItte haben den Bolzen in keinerlei Hinsicht bewegt.

      Das Problem ist dass ich leider von Hinten, dort wo die Kronenmutter sitzt keinen Druck ausüben kann.
      Ich könnte evtl den gesamten Vorberbau abbauen incl. Achse und dann an das Gewinde (wo die Kronenmutter sitzt) drankommen. Das Ganze unter eine Presse und mit Wagenheber Druck drauf geben. Ist halt auch eine Menge Arbeit. Außerdem kann man auch nur mit einem 12er Bolzen auf den Kopf der Achse drücken, da sich dahinter ja noch der Gesamt Boch befindet. Das sieht man am Bild mit der Kronenmutterm rechts daneben ist der Kopf der Schraube, die den gesamten Bock befestigt, durhc dieses Loch könnte man also drücken.

      Wo befindet sich denn Eurer Meinung die Stelle, wo es klemmt, vorne oher hinten an der Kronenmuterseite ?
      Und ist der Bolzen konisch oder nur zylindrisch.
      Wenn konisch, dann würden Schkäge das sicherlich besser lösen, aber ich kann mir beim Besten Willen nicht vorstellen wo der Konus sein kann, denn die vordere Platte liegt plan auf, somit kann der Konus eigentlich so nicht funktionieren,

      Danke Hans-Martin
      Hans-Martin , Saulheim
    • f.mannecke schrieb:

      Hallo Pm.

      Ich habe es nicht verstanden.
      Wo setzt du den längeren Bolzen an?
      Auch im Gewinde?
      Hallo Friedhelm,

      der Vorschlag sollte ein Scherz sein. Es geht sicherlich einfacher, aber wie ich bereits gelesen
      habe, ist schon was zu Bruch gegangen.

      Wir wissen, dass es wichtig ist keine Befestigungselemente zu vergessen.
      Deine Methode ist mit einer kleinen Variante (siehe unten) die Richtige.
      Aber lassen wir ihn weiter üben.

      Gruß PM

      P.S. Der Bolzen kann Verschleißkanten haben und die könnten auch ein Hindernis beim
      Ziehen sein sein.
      Bilder
      • Schema Zugvorrichtung.jpg

        83,3 kB, 865×612, 61 mal angesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von passer montanus ()

    • ok.
      Aha. Hab den Witz nicht erkannt 8|

      Der Hintergrund meiner Variante war mit ordentlich Zug zu arbeiten.

      Ein so breit gewähltes U Eisen hält eher kein Anziehmoment von 137Nm ( bei einer 10.9 Schraube) aus.
      Oder 1000N/mm2.
      Das Ding sollte ordentlich massiv gewählt werden.

      Bei dem Bolzen, sollte es sich um einen abgesetzten Bolzen handeln.
      Soweit wie man das auf den Bildern erkennen kann.

      Aber jetzt sind eh erstmal Taten gefragt.

      Gruß Friedhelm
    • f.mannecke schrieb:

      Ein so breit gewähltes U Eisen hält eher kein Anziehmoment von 137Nm ( bei einer 10.9 Schraube) aus.
      Oder 1000N/mm2.
      Das Ding sollte ordentlich massiv gewählt werden.
      Hallo,

      bei meinem Vorschlag handelt es sich um ein Schema, es kann auch ein Stück dickwandiges Rohr
      sein, worauf einfach ein Deckel mit 12mm oder mehr geschweißt wird.

      Die angewandte Hammermethode halte ich für falsch, denn es kann davon ausgegangen werden,
      dass die Welle g6 hat und die Bohrung H7. Warscheinlich durch Rost oder auch noch irgendwie fixiert
      mit Kerbstift o.ä. . sitz das Ding fest.

      In solch einem Fall wird der Lack rundum abgekratzt um zu sehen ob irgendein ein Reparateur so etwas
      nachgerüstet hat.

      Gruß PM
    • Hi
      danke für die Vorschläge, hat leider alles nicht genutzt, das Problem war, dass der Bolzen dermaßen fest gesessen hat, dass erletztendlich nur mit Gewalt auszubauen war.
      Habe den Vorderbau (Konsole) inkl. Achse ausgebaut und mit einem 20t Wagenheber versucht von hinten zu pressen. Das war erfolglos, lediglich der 16mm starke Bolzen wurde gestaucht.

      Danach haben wir auf den Achsbolzen vorne einen 60er U-Stahl aufgeschweißt, die Konsole mit einem Brenner erwärmt und dann mit einem Vorschlaghammer auf den U-Stahl geschlagen, dass sich der Bolzen leicht gedreht hat.
      Mit einem Meißel, den wir zwischen U-Stahl und Konsole gesteckt haben, ist beim Hin- und Herdrehen, dann der Bolzen nach und nach herausgewandert.

      Ich werde nun die einzelnen Bohrungen mit einer verstellbaren Reibahle wieder glätten, denn das hat natürlich nach 65 Jahren alles gefressen und einen etwas größren Achbolzen drehen.

      Hat hier jemand Erfahrung welchen Stahl dazu benötigt wird ? Reicht da ein ST37 oder ST50 oder macht ein Kohlenstoffstahl da mehr Sinn.

      Danke für einen Tip.
      Hans-Martin
      Hans-Martin , Saulheim