Restauration Deutz F1L514/51 Heckhydraulik

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    • Lasca34 schrieb:

      Hallo Tim,

      DeutzTim schrieb:

      Trecker meiner Familie laufen seit Jahrzehnten mit 15W40
      Aber was heißt riskiert? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß ein Motor in den letzten 40 Jahren mit unlegiertem Öl betrieben worden ist?

      moin,

      da kann ich zum wiederholten Male darauf hinweisen, dass selbst Lanz bereits 1952 in den Bedienungsanleitungen auf die Verwendung von HD-Ölen gedrängt hat. Das deutet darauf hin, dass die HD-Öle bereits damals in der Erstbefüllung an der Montagelinie verwendet wurden.
      Man werfe mal einen Blick in diverse Deutz-Bedienungsanleitungen der 1950er Jahre. Beispielsweise sind in der BTA des Motors F2/F3L514 vom 30.09.1954 deutlichst die Vorteile eines HD-Öls und der positive Effekt der reinigenden Wirkung beschrieben. U.A. sollen dadurch die Kolbenringe nicht in ihren Nuten festbrennen können, da sich kein Dreck absetzen kann.
      In der BTA des F1L514 ist erwähnt, dass die Motoren im Werk mit "normalem Schmieröl" erfolgt, vom Kunden jedoch problemlos auf HD-Öle gewechselt werden kann. Die BTA enthält sogar einen Absatz zum Wechsel von normalem Öl auf HD-Öle nach längerer Betriebszeit. Neben Öl ablassen, Kurbelgehäuse ausspülen und Filter ausbauen und reinigen ist nicht einmal dort etwas besonderes genannt.

      Im Übrigen sind es nicht die Mehrbereichsöle, sondern die HD-Spezifikation, die für die angebliche Drecklösung sorgen. Allerspätestens in den 1960er Jahren waren HD-Öle überall der Standard. Auch in den Werkstätten bei der Wartung von Gebrauchtfahrzeugen.
      Wenn jemand einen Motor findet, der seit den 1950er Jahren keinen Ölwechsel mehr erhalten hat, dann sollte man zurecht vorsichtig sein. Wenn die Motoren in den letzten Jahrzehnten liefen und gepflegt wurden, ist jeder Gedanke an besonderes Öl verschwendet.

      Deine Gedanken in Ehren, aber Ingenieure kriegen dabei Gänsehaut!
      Dinge wie eingerechneter Verschleiß oder gewollte Schmutzablagerungen kommen in der Entwicklung technischer Geräte in der Regel nicht vor. Da kann jemand mit unbekannter Qualifikation noch so schöne Zeitschriftenartikel geschrieben haben, auch im Internet lässt sich da Grausiges finden. Das klingt dann ungefähr so absurd, wie Gedanken eines Maschinenbauers zu einer Blinddarm-OP.

      mfG
      GTfan
    • Lasca34 schrieb:

      ...

      Schön, daß das alles erneut erörtert worden ist . Jetzt können sich wieder ein paar weitere Traktoristen fundiert entscheiden, wie sie vorgehen wollen.

      Hallo,

      so sehe ich es auch. Das war eine informative, produktive Diskussion, mit "Hand und Fuß" .

      Gruß
      Konrad

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Konny ()

    • Guten morgen an alle hier,
      in letzter Zeit hat sich einiges verändert. Die Heckhydraulik funktioniert nach auffüllen mit Liqui Moly 20w20 wieder, nur rutscht bei Belastung am Dreipunkt der Keilriemen der Pumpe, die beiden neuen Riemen habe ich aber schon hier liegen (die sind ja mal richtig teuer :o). Die Lenkung habe ich nach dem Werkstatthandbuch neu eingestellt, das Lenkspiel ist auch weniger geworden nur ob das dem TÜV schon reicht muss sich zeigen. Desweiteren habe ich in den Frontscheinwerfern die Reflektoren erneuert, sodass er jetzt wieder mit glänzenden Augen strahlen kann ;)
      Einen Getriebeölwechsel habe ich auch durchgeführt und dass was da rauskam war schon echt nicht mehr feierlich. Von der Konsistenz her war das Zuckerrübensirup und von der Farbe her Karamellsoße. Da eine dicke, klebrige Ölschlammschicht das Gehäuse von innen bedeckte, habe ich erstmal Diesel aufgefüllt und bin ein paar Runden auf'm Hof gefahren. Jetzt werkelt das gute ROWE Vintage SAE 80 GL3 im Getriebe :)
      Da ich jetzt das erste Ausbildungsgehalt auf'm Konto habe, möchte ich als nächstes den Motor fit machen. Auf dem aktuell verbauten Zylinder steht: 75r 5 18 7 n h Deutz - sprich es handelt sich um den 75R Zylinder, richtig? Ich wollte Motorsatz und Kopfdichtung bei Delegro kaufen- wie sind eue Erfahrungen bezüglich Qualität und Passgenauigkeit bei diesen Nachbauteilen speziell von Delegro?
      Viele Grüße aus dem verregneten SH
      Lukas
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    • Guten Morgen allezusammen,
      verzeiht mir die Frage, aber das ist das erste Mal das ich mich so intensiv mit dem Thema befasse.
      Die 75/85R- Köpfe haben ja keine extra Zylinderkofpdichtung, sprich um den Schlepper an der Übergangsstelle Zylinder und Kopf öldicht zu bekommen müsste ich doch nur den Kopf in einem entsprechenden Betrieb wieder planschleifen lassen, richtig?
      Ein wunderschönes Wochenende euch allen,
      Gruß Lukas
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    • Hi Lukas,
      pass mal auf, dass Du Dich nicht verläufst, und unnötig Geld ausgibst.
      In den meisten Fällen ist er da doch dicht. Viel eher ist die Ventiltasse mit den Kupferdichtungen, die O-Ringe oder die Leitung die Ursache.
      Ich würde erst mal diese Stellen abdichten (kostet nicht viel) und dann den Kopf schleifen lassen.
      Mein 2 Zylinder war jedesmal an der Kopf/Zylinderverbindung wieder dicht und ich hatte ihn mehrmals auseinander (Siehe "Kauf F2L514 unrestauriert"--1. Seite)

      Viel Glück beim Schrauben!
      Mit einem öligen Händedruck

      Ralf
      _______________________
      LANZ D1616 und Deutz F2L514
    • Hallo Lukas,

      ...Planschliff wie sonst z.B. beim PKW üblich, ist bei diesem TYP-Deutz-Kopf nicht
      möglich weil er eine Aufkantung hat. An diesen Köpfen wird ("sofern erforderlich")
      der Sitz nachgearbeitet (sprich abgedreht) damit die Aufkantung (die zur Abdichtung
      beiträgt) wieder ausreichend vorhanden ist.

      Aber... ich denke auch, Pauly hat vermutlich recht. Schau dir den Ventildeckel und den
      Becher mit seinen Dichtungen mal genau an, evtl. ist dort nur ne Dichtung undicht. Evtl.
      hat auch mal jemand beim Ölauffüllen an den Klappölern vorbei gezittert und ist nur etwas
      nach unten gelaufen und dort festgebacken.

      Viel Spaß noch..
      Gruß Stocki
    • Hallo Lukas,

      das ist hier schon bis zur Erschöpfung diskutiert worden (z.B. hier oder hier): Gut fest. Das reicht. Bei neulackierten Felgen nach ein paar Betriebsstunden erneut nachziehen. Suchwort: Anzugsmoment. Oder Drehmomentschlüssel. Oder Kiloschlüssel :D .

      Mit einem Drehmomentschlüssel gaukelst Du Dir eine Präszision vor, die überhaupt nicht gegeben ist. Darum kannst Du den auch gleich weglassen (das gilt für PKW-Räder ganz genau so).

      Gruß
      Michael

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Lasca34 ()

    • Moin Leute,
      da ich nun Urlaub habe, werde ich mich mal wieder intensiver mit dem Knubbel beschäftigen. Heute habe ich den Schaltdeckel des Getriebes und die Verschiebebox oder wie sich das auch nennt abgenommen. Der Anblick war nicht sehr schön. Hier brauch ich mal eure Einschätzungen, da ich mir selbst nicht so recht ein Urteil über meinen Getriebezustand machen kann. Ich hätte jetzt gesagt, dass die Zahnräder noch in annehmbarem Zustand sind und die Verschiebebox dringend überarbeitet werden müsste, oder? Desweiteren bekomme ich meinen Mähbalkenantrieb ums verrecken nicht ausgeschaltet, der Hebel lässt sich nicht bewegen, als wäre da was verhakt. Hatte einer von euch das schonmal oder geht das anders als einfach den Hebel nach vorne zu schieben und in die "Raste" einzurasten?
      Danke für eure Hilfe ;)
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    • Moin knubbelSH ich hatte das bei meinem 15ner auch mit dem Mähbalken. Ich habe mich dann zwischen Vorder und Hinterrad gestellt und kräftig am Hebel gezogen und eine zweite Person hat mit einem etwas größerem Hammer im mittleren Hebelbereich von hinten auf den Hebel geschlagen. So hat es bei mir funktioniert. Ich hoffe ich konnte dir helfen.

      Mfg Stefan
    • Oha... das sieht ja "gut" aus =O zumindest auf den ersten Blick.
      Die Lager werden bestimmt einen kleinen Schaden haben, da das aber "Standartware" ist, kann man das noch reparieren. Die Zahnräder sehen ja noch gut aus (nur die eine kleine Macke). ;)

      Weiter oben hast du ja geschrieben, das die das Getriebe mit Diesel gespült hast und neues Öl eingefüllt hast. Nun sieht man unten wieder so ne helle Plörre, wobei Getriebeöl doch eigentlich recht klar ist. Oder war das vor dem Ölwechsel?
      Das mindeste was ich jetzt tun würde, wäre alles grob reinigen, das Getriebe noch ein bis zwei mal mir Diesel füllen und so durchspülen (kann man hinten die Hydraulik auch abnehmen und so ans innere gelangen?). Nun sieht man ja wo man arbeitet. Dann neues Öl rein (am besten günstiges) und dann nach wenigen Betriebsstunden noch mal wechseln. ;)

      Und BTW: Wo hast du die neuen Reflektoren für die Scheinwerfer weg bekommen?
      Gruß
      Henning
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      DEUTZ - Alles andere ist Behelf!
      Hier geht's zu meinem Schlepper
    • Guten Abend,
      dank des Tipps von greeni konnte ich den Hebel gangbar machen. Die Säuberung des Getriebes werde ich die Tage denk ich in Angriff nehmen. Ich habe mir in den Kopf gesetzt, den Trecker übermorgen mal beim TÜF vorzuführen, mal sehen was der zum Zustand meinen Hinterreifen sagt ;)
      Ich habe festgestellt, dass ich hinten 9.5-32 Reifen und vorn 5.50-16 drauf habe, im Brief sind allerdings zur 8-32 (8.3-32) und 5.00-16 eingetragen. Wird das nicht beim TÜF zum Problem? Hat eventuell jemand einen Brief indem 9.5-32 und 5.50-16 eingetragen sind oder gibts eine Art Freigabe von Deutz für die Bereifung?
      Ich freue mich auf eure Antworten, schönen Abend noch
      Gruß Lukas
    • Moin Lukas,
      die Reifen sehen größenmäßig ganz stimmig aus, in meinen Augen sollte der TÜV da nicht meckern und dir ne Bescheinigung ausstellen können, damit die Größe nachgetragen werden kann. Ist auf dem Typenschild diesbezüglich nichts eingeschlagen?
      Und wenn die nicht zu porös sind, solltest du damit auch die Plakette bekommen. Wichtig ist nur, das die Vorderräder an den Seiten in gutem Zustand sind (bei meinen Alten konnte ich das Gummi abrubbeln, also ganz klarer Fall ;))
      Gruß
      Henning
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    • Moin moin und hallo,
      seit dem 23. ist der Deutz nun angemeldet, der TÜV wurde 'ohne Mängel' bestanden :D
      Dank der langen Straßenfahrten zeigte sich jetzt eine Leckstelle am Getriebe und zwar an der Zwischenwelle wo das Handbremsrad draufsitzt. Da ist ja ein normaler WeDi drin, den bekomme ich ja auch von außen gewechselt, ohne das Getriebe auseinanderzubauen richtig?
      Motordichtsatz und andere Teile hab ich am 24. bestellt, mal sehn wann das ankommt;)
      Hier nochmal ein kleines Kaltstart-Video von heute morgen :)
      Grüße Lukas