Glühkerzen

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    • Hallo,
      so langsam versuche ich meinen Traktor immer mehr kennenzulernen. Dabei habe ich eben mal die beiden Glühkerzen des F2L612 ausgebaut. Im Bild unten könnt ihr sie sehen. Meine Frage: Ist das normal, dass die so unterschiedlich aussehen? Das eine ist doch so ne Stabglühkerze. Das andere? Ne Wendelglühkerze? Oder wie nennt man die? Und vor allem, macht das Sinn, dass da zwei unterschiedliche eingebaut sind? Oder ist das einer der Gründe, warum der so schlecht anspringt?


      Gruß
      Micha
      Bilder
      • hpim2523.jpg

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      Viele Grüße
      Micha






      Deutz F2L612/6N Bj 1957 und D50.1S Bj 1965
    • RE: Glühkerzen

      Hallo,
      also normal ist das nicht. Original sind die Drahtglühkerzen verbaut gewesen. Viele haben jedoch auf Stiftglühkerzen umgebaut. Ich würde auf jeden Fall Stiftkerzen einbauen, aber du musst auf jeden Fall schauen ob der Rest der Glühanlage in Ordnung ist und vor allem dazu passt. Das Thema ist hier schon öfter aufgetaucht, musst du mal ein bisschen suchen. Dass er so schlecht anspringt hat mit Sicherheit auch wenn nicht nur mit den Kerzen zu tun.
      Gruß, Achim
    • Die Bezeichnungen sind richtig . Normal sind zwei die gleichen verbaut , wahrscheinlich die mit Glühwendel . Aus not oder pfusch wurde bestimmt mal eine defekte durch die Stabglühkerze getauscht .
      ich würde mir noch eine Stabglühkerze besorgen und montieren , dann glüht er schneller vor und springt besser an und prüfe die andere vorm einbau .

      Gruß nobi
      Ein Deutz fährt mit Diesel und nicht mit TÜV !
      Bin ich ölig , bin ich fröhlich !
    • RE: Glühkerzen

      Hallo Micha,

      ich bin schon der Meinung, dass die unterschiedlichen Glühkerzen bei Deinem Deutz das Startverhalten beieinflüssen können.
      Die Stabkerze dürfte 9 oder gar 12 Volt an Strom benötigen, die Wendelkerze verträgt evtl. nur 1,2 Volt.
      Dies bedeutet, dass Wendelkerzen einen dicken Vorwiderstand (sieht aus wie eine langgezogene Feder) benötigen, sonst brennt die Wendel nach wenigen Sekunden sofort durch. Dies ist bei der offensichtlich aber nicht passiert.
      Andersherum wird die Stabkerze in der Regel ohne Vorwiderstand unmittelbar mit 12 Volt versorgt, sonst bekommst Du die nicht ans glühen.

      Sofern Deine Glühanlage nun auf Wendelkerzen abgestimmt ist, könnte es schon sein, dass die Stabkerze gar nicht zum glühen kommt. Eine Trennung der einzelnen Kerzen mit und ohne Vorwiderstand halte ich für etwas kompliziert und glaube kaum, dass da soetwas verbaut ist.

      Ich würde jedenfalls zuerst mal wie von Achim vorgeschlagen das Thema Glühkerzen etc. nachlesen und dann untersuchen, ob Deine Vorglüheinrichtung auf die unterschiedlichen Kerzen abgestimmt ist.
      Außerdem würde ich entweder 2 Stabkerzen oder 2 Wendelkerzen verbauen.
      Es grüßt alle Deutzfreunde

      Franz Schmitz
      (F1M414/46, 2 x F1L514/51, F2L514/53 I, D3005)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Deutzscheune ()

    • So, habe mal eben ein paar Tests gemacht:

      Widerstand der Kerzen
      Stabgk: ca. 1Ohm
      Wendelgk: <1Ohm

      Die Kerzen sind parallel geschaltet.

      Wenn nur die Stabkerze dran ist, fängt sie beim Vorglühen auch an zu Glühen und es fallen ca. 8,5 Volt an ihr ab.
      Wenn nur die Wendelgk dran ist, fängt auch sie an zu Glühen und es fallen ca. 1,5Volt über sie ab und der dicke Zuleitungsdraht (scheint aus Alu gebogen zu sein) wird (natürlich) auch ziemlich heiß.

      So, wenn ich jetzt mal überlege, was ich meinen Studenten in Elektrizität versuche beizubringen, heißt das doch, dass bei der Parallelschaltung lediglich die Wendelgk heiß wird, denn es fallen über beide 1,5Volt ab (Parallelschaltung eben).
      Aber....da es mit der Stabkerze auch funzt, wenn man sie alleine betreibt, heißt das doch eigentlich auch, dass es klappen muss, wenn ich ne zweite parallel schalte, oder mache ich da jetzt einen Denkfehler?
      Viele Grüße
      Micha






      Deutz F2L612/6N Bj 1957 und D50.1S Bj 1965
    • Hallo jomi

      Ich versuche hier mal meinen Gedankengang hinzuschreiben.

      Wenn an einer Stabglühkerze mit 1Ohm 8,5V abfallen müssen über sie 8,5A fließen. Wenn man von 12V Batteriespannung ausgeht fallen also am Glühüberwacher inkl. Leitung 3,5V ab.
      Das würde dann einen Widerstand von 0,41Ohm ergeben.
      Der Gesamtwiderstand der Anlage wäre also 1,41Ohm.

      Wenn du nun eine 2. Kerze parrallel schaltest halbiert sich der Gesamtwiderstand der Kerzen auf 0,5Ohm was einen Gesamtwiderstand der Anlage von 0,91Ohm ergibt.

      Wenn ich da jetzt keinen Denkfehler drin hab ergibt sich nun einen Spannung an den Kerzen von 6,6V und ein Strom von 6,6A pro Kerze.

      Das würde dann heisen das die Kerzen länger brauchen bis sie glühen und dann auch nicht so stark glühen werden.

      Ich hoffe das stimmt so, wenn nicht bitte berichtigen.
      Kenn mich mit Vorglühanlagen nicht so aus, war jetzt alles nur Theorie.

      Gruß
      Andreas
    • Vorglühwiderstand

      Mal ne kurze Frage zum Verständnis: Wo befindet sich der Vorglühwiderstand?
      Dies bedeutet, dass Wendelkerzen einen dicken Vorwiderstand (sieht aus wie eine langgezogene Feder) benötigen


      Aber wo soll der sein? An die Kerzen führt keine "Feder". Oder ist der im Amaturenbrett (nach dem Schalter oder dem Salzstreuer) versteckt?
      Wenn ich nämlich keinen Vorwiderstand haben sollte, kann ich auch nichts an der Berechnung von Andreas ändern. (Ich stimme dir, Andreas, übrigens voll und ganz zu. Die Berechnungen stimmen so, wie du sie gemacht hast)

      Gruß
      Micha
      Viele Grüße
      Micha






      Deutz F2L612/6N Bj 1957 und D50.1S Bj 1965
    • Ich habe mal gerade den Herrn Ohm noch ein bisschen weiter benutzt....
      Wenn ich meine gemessenen und deine berechneten Werte, Andreas, weiter nutze, nämlich, dass bei der Wendelkerze lediglich 1,5Volt über die Kerze abfallen, und die 0,4Ohm des Vorwiderstands stimmen (ich werde die Kerzen nochmal auf der Arbeit mit nem besseren Gerät vermessen), hätte die Wendelkerze einen Widerstand von 0,06Ohm. Damit müssten dann aber 26Ampere fließen. Das ist aber ne ganze Menge. Kann das hinhauen?

      Aber ich denke, ich muss erstmal die Kerzen genauer Vermessen. Da ist mein 14Marks Mulimeter wohl doch nicht exakt genug.


      Gruß
      Micha
      Viele Grüße
      Micha






      Deutz F2L612/6N Bj 1957 und D50.1S Bj 1965
    • Die 26A kommen zwar rechnerisch hin, sind aber für die Praxis doch ein wenig zu hoch denke ich.

      Hier sind jetzt diejenigen gefragt, die sich damit schon rumärgern haben müssen. Ich meine aber hier im Forum schon mal was gelesen zu haben. Da wurden damals auch Widerstandswerte genannt.
      Vielleicht find ichs wieder?

      Gruß
      Andreas
    • So, ganz herzlichen Dank an alle, die sich hier beteiligt haben. Ich habe die entsprechenden Threads gefunden, werde jetzt demnächst mal noch ein bisschen messen, rechnen und dann neue Stabglühkerzen kaufen. Sobald alles läuft (und der Trecker hoffentlich nach bestimmt 20Jahren das erste Mal richtig anspringt), werde ich euch informieren. Vielen Dank schonmal und noch einen schönen Abend.

      Gruß
      Micha
      Viele Grüße
      Micha






      Deutz F2L612/6N Bj 1957 und D50.1S Bj 1965
    • Der Vorwiderstand beim F2L612 befindet sich unter dem Tank links und ist senkrecht am Blech hinter der Hupe angebaut. Einfach das Kabel der Glühkerze von Zylinder 1 verfolgen.
      Ich hab bei mir ein Amperemeter verbaut und das zeigt beim vorglühen ca. 33 A an.
      Hat jemand die Ersatzteilnummer für die Stabglühkerzen die man als Ersatz für Wendelglühkerzen einbauen kann? In diesem Zusammenhang hatte ich schon mal beim Boschdienst nachgefragt, aber ihne Erfolg. Ich habe nur den Hinweis erhalten dass der Glühüberwacher bei der Umrüstung auf Stabglühkerzen einen anderen Glühdraht bekommen muss. Aber welchen hat man mir nicht verraten.
      Um wieviel verkürzt sich die Vorglühzeit mit Stabglühkerzen? Laut Bedienungsanleitung wird mit normalen Glühkerzen mindestens 30 Sekunden vorgeglüht.
      Gruß Reiner
    • So,
      folgendes zum aktuellen Stand:

      Erstmal herzlichen dank an Reiner. Den Vorwiderstand habe ich gefunden, und der Nebel des Unbekannten lichtet sich langsam. Das in einem anderen Thread beschriebene "qualmen" beim Vorglühen stammt von eben diesem Vorwiderstand. Jetzt bin ich also auch da schlauer.
      Gestern habe ich zwei neue Glühkerzen von Beru eingebaut, 9,5Volt Teile. Beim Vorglühen sind 6Volt über die Kerzen abgefallen und zum Starten konnte ich den Kleinen nicht bewegen. Gut, ist ja auch kein Wunder, die Kerzen werden nicht wirklich warm geworden sein.
      Ich habe jetzt den Vorwiderstand mal ausgebaut. Er hat nach meinem wirklich guten und teuren Ohmmeter etwa 0,2Ohm und nach BDA hat er die Bezeichnung A0,19???. Gut, wenn mit den 0,19 die Ohmzahl gemeint ist, haut das ja auch in etwa hin.

      Werde jetzt am WE mal neues Kabel besorgen und den Vorwiderstand erst garnicht mehr einbauen. Wenn ich richtig gerechnet habe, müssten ohne den Widerstand dann etwa 9Volt über die Kerzen abfallen. Vielleicht reicht ja das dann aus. Ansonsten müsste ich vielleicht doch noch den "Salzstreuer" abändern. Aber ich versuchs erstmal ohne.

      Ich halt euch auf dem Laufenden


      Gruß
      Micha
      Viele Grüße
      Micha






      Deutz F2L612/6N Bj 1957 und D50.1S Bj 1965
    • So Leute,

      erst noch einmal ganz herzlichen Dank an alle, die mir hier so wertvolle Tipps gegeben haben (und mir nochmal geholfen haben, den Ohm richtig zu verstehen....)

      Also, ich habe den Vorwiderstand (die große Feder) einfach ausgebaut, ein neues Kabel gezogen. Naja, dabei musste ich an den Salzstreuer. Der hat dabei gelitten und ich werde ihn irgendwann wohl mal austauschen. Nach meinen Berechnungen hätten eigentlich nach dem Weglassen des Vorwiderstands ca. 8Volt über die Glühkerzen abfallen dürfen. Es sind aber doch nur knapp über 7Volt.
      Ich habs trotzdem mal ausprobiert. 15 Sekunden reichen dann doch nicht aus, aber nach ca. 45 Sekunden startete der Kleine auf Anhieb - auf zwei Zylindern....nach über 20 Jahren...
      Ich bin total begeistert.
      Natürlich habe ich das Startverhalten über Telefon in den Westerwald (zu meinem Vater) übermittelt und dort auch nur mehr oder minder ungläubige Bewunderung gehört.
      ....Er startet... ich bin begeistert. Vielen Dank an das Forum.

      Werde bei Zeiten mal einen neuen "Salzstreuer" mit passendem Widerstand besorgen. Und dann sollte es auch noch schneller klappen.


      Machts gut

      Gruß
      Micha
      Viele Grüße
      Micha






      Deutz F2L612/6N Bj 1957 und D50.1S Bj 1965
    • Hi DeutzD25

      schau doch mal hier: link.
      Da ist ne BDA fürn f1l712 und f2l712. Da stehen vielleicht auch die Daten für die Glühkerzen drin. (Sollten meines Wissens nach)
      Ich gehe mal davon aus, dass in deinem orginal auch die Wendelkerzen wie im ersten Bild gezeigt, verbaut waren. Was die orginal und neu kosten weiss ich nicht. Bei Ebay bekommst du die manchmal ganz günstig für wenige Euros. Die Stabglühkerzen, die ich genommen habe kosteten bisschen über 20Euro das Stück.

      Gruß
      Micha
      Viele Grüße
      Micha






      Deutz F2L612/6N Bj 1957 und D50.1S Bj 1965