D50.1 - zum Wiedererwecken

    • Moin,
      habe dem Feiertag zwei Stündchen abgezwackt. Nix großes getan, aber immerhin sind ein paar Teile aus der Werkstatt ´rausgekommen.





      Schön ist, daß alles ganz ok gepasst hat. Den Umlenkarm habe ich vernünftig zusammengeschweißt (hätte vielleicht auch ohne feste Verbindung funktioniert) und der 30mm Bolzen ließ sich sehr gut durchschieben. Beim Schnellwechselrahmen musste der Gummihammer etwas helfen und der Bolzen hat hier etwas Zink aus der Bohrung abgeschält. Dabei hat ein Bolzen, als der Schnellwechselrahmen noch in der Werkstatt stand, bestens sich durch die Bohrungen bewegen lassen. Ich darf vermuten daß der Rahmen ein klein bißchen krumm ist, denn durch meine Rahmenköpfe ging ja, wie gesagt, eine lange 30mm Kolbenstange quer saugend-gleitend quer hindurch. Macht nichts. Meine Passungen waren eh zu eng.
      Jetzt muss ich nur mal eine Verbindung zwischen Umlenkarm und Schnellwechsenrahmen zweimal machen. Das wird noch etwas anspruchsvoll ... mit den Buchsen und deren PAssungen mal wieder, so wie ich mir das vorstelle.

      Dabei eine Frage an die Praxis: ist es wichtiger, daß die Schaufel am Boden möglichst weit herangezogen werden kann, oder daß die Schaufel bei hochgefahrenem Frontlader möglichst weit auskippen kann ?
      (ich vermute, das Auskippen ist wichtiger, oder ? In einem kleinen Rahmen kann ich durch die Länge der eben angesprochenen Verbindung das berücksichtigen)
    • Moin Hendrik,

      genau, wichtiger ist ein noch passend weiter Auskippwinkel im voll ausgehobenen Zustand. Nichts ist schlimmer, als wenn du lehmigen Sand oder Mist auf größere Kipper verladen willst und nur mit hin und her Kippeln und Rucken die Schaufel leer bekommst. Natürlich ist auch ein weites Ankippen am Boden nützlich, z.B. beim Laub sammeln auf dem Hof, um bei angekippter Schaufel maximales Transportvolumen zu haben und nichts rausfällt. Ist im Zweifel bei mir aber zweitrangig.

      Dann müsstest du auch mal schauen, wie deine Werkzeuge für den FL konstruiert sind, evtl. bei Nachbarn und Bauern um die Ecke mal fragen, ob du deren Schaufeln und FL mal Angucken/Testen/Messen könntest. Die Werkzeuge und Hersteller unterscheiden sich z.T. auch stark im Anstellwinkel der Aufnahmen.

      Gruß
      Kai
      Deutz D5505
      Fendt Farmer 203 VA
      Fendt GHA 395
      Fendt Favorit 612 LS
      Eicher 3709
    • Dank Dir.
      Uij, das hatte ich befürchtet... also dass der Anstellwinkel der Geräte mal so, mal so ist.
      Einerseits wird mit dem Schnellwechselrahmen standardisiert und dabei macht doch jeder, was er will. Tstsss.
      Ich muss dann mal etwas umhertingeln und Maße nehmen.
      Das einzig doofe ist, dass ich gar nicht so viel Durst hab, wie ich messen muss.
      :whistling:
    • Moin,
      vorbereitende Maßnahmen, bzw ein Maß nehmen (Ach, das ist auch mißverständlich :) !!) =>



      Etwas erleichtert bin ich, daß die Schwinge tief genug abgesenkt wird, um die SChaufel einfach aufzunehmen; und ich konnte kurz erkennen, daß da bald eine Handbreit Weg nach unten möglich ist (ausgehend von den Koppelpunkten). Bei der Schaufel jetzt zumindest. Ich werde eine Schaufel o.ä. also ein gutes Stück in die Erde drücken können.
      Ob zB eine Palettengabel dieselben Maße hat, weiß ich noch nicht. Das Herumtingeln und anderswo das Winkelmaß anzuhalten, habe ich noch nicht geschafft. Sei´s drum.


      Eine SEite der Verbindungsstange von Umlenkarm zu Eurorahmen konnte ich ja schon vorbereiten. Das ging wirklich klasse. Man sieht Rohr mit 10mm Wandung.







      Rahmen und Umlenkarme sind in den folgenden Bildern so eingestellt, wie sie mit der Verbindungsstange von meinem 1:1 Modell sein würden. Das ergibt in etwa sowas:





      Ich bin gespannt, ob es später mit echtem Gerät genauso so steht. Das jetzt alles ist ja nur so gut, wie mein 1:1 Modell präzise ist, oder nicht.
      Nun, beim Auskippen sieht es also ganz ok aus.
      Was meint Ihr zum "Heranziehen", also Ankippen der Schaufel ???
      Das ist etwas knapp, oder. Ich habe mal die echte Schaufel in den Rahmen eingehakt und die Winkel gemessen. Irgendwas zwischen 10-15° wird der Schaufelboden angehoben.


      Ich glaube, ich mache die Verbindungsstange von Umlenkarmen und Schnellwechselrahmen lieber 1,5cm kürzer. Dann kippt die SChaufel nicht ganz so toll aus, aber am Boden lässt sich zB Kies besser aufheben.
    • Moin. Meine Recherche ergab: der Rücken der mir vorliegenden Schaufel steht 20° zur Horizontalen. Das liess sich ganz gut und in Ruhe messen. Bei anderen Schaufeln bin ich nicht ganz sicher. Ich komme auf Werte von 20 bis 25°. Es gab eine Schaufel mit Silagezange (denk ich) Und die war steiler. Eine Mistforke gab es,mit vielleicht 10°. Letztere waren aber bei einem Lohnunternehmen und hatten sehr stattliche Ausmaße. Vielelicht gibt es da andere Grundsätze.
      Also, wer mich noch sachdienlich lenken kann und was zum Ankippwinkel bestimmen mag ... bitte tun. Ansonsten wird die Kopplungsstange eben diese 1,5cm kürzer und dann warte ich ab, was draus wird. Im Zweifel kann man so ein Bauteil ja einfach nochmal machen.
    • Moin Hendrik,

      du kannst ruhig kürzen, zumindest vom Bild betrachten her.
      Zum guten Auskippen auch von "schwierigen" Gütern, wie ich weiter oben geschildert habe, z.B. klebrigen Mist, brauchst du keine Senkrechte des Schaufelbodens. Von daher kannst weiter kürzen, um noch 5-10° weiter ranziehen zu können.
      Kannst ja recht schnell ausprobieren mit deinem Modell.

      Gruß
      Kai
      Deutz D5505
      Fendt Farmer 203 VA
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    • Dank Euch!

      In der Zwischenzeit: Die Teile hab ich gestern verschweißt. Der Verzug ist soweit im Rahmen, daß ich bei einem der beiden die Bolzen per Hand mit moderater Kraft durchdrücken/quengeln kann (durch Schnellwechselrahmen und die Querhülsen), während beim anderen ein Bolzen etwas Hilfe mit dem Hammer braucht. Das geht aber noch. Ich wollte erst etwas richten, aber was soll das .. die Bolzen werden sowieso nicht mehr da rauskommen. Jetzt muss ich die Bohrungen in den dicken Querhülsten, durch die die Bolzen sollen, nur noch ohne Winkelabweichung auf knapp 34mm aufbohren und dann auf Maß reiben. Mal sehen, wie das wird.
    • Hallo,
      was in der Zwischenzeit passierte, nennt man entweder Erfahrung sammeln, oder Lehrgeld zahlen. Irgendwie kam Schrott zustande. Ich denke, davon kann man auch mal schreiben. Wir sind ja unter uns, da muss man nichts verheimlichen :). Aber der Reihe nach.

      Fünf Postings zurück sieht man diese Querhülsen, mit denen ich Umlenkarme und Schnellwechselrahmen verbinden wollte.
      Die Rohre, die ich dazu gewählt habe, sind 50mm dick mit 10mm Wandung. Ich hab sie innen auf 30mm aufgerieben, und dann "in situ" eingebaut und zusammenheftet. Davon schrieb ich im letzten Posting. Ich habe es extra so gemacht, weil mir dachte, Schweißverzug könnte man noch korrigieren. Aber korrigieren musste ich ja doch nichts. Nun ja, die 30mm Bohrung wollte ich also, wie gesagt, auf 34mm aufbohren. Eigentlich klingt es einfach. Ich habe auf dem großen Tisch der Bohrmaschine zwei Schraubstöcke eingespannt und die verschweißten Verbindungsrohr anhand eines 30mm Bohrers ausgerichtet und in den Schraubstöcken fixiert. Dann habe ich den Bohrer durch ein 33,5mm Exemplar ausgewechselt und einfach mal gebohrt. Und so sah das Loch aus, das am Austrittsende des Bohrers entstand:



      Man erkennt rasch, von welchem Bauteil ich schreibe. Der Bohrer ist um fast die gesamten 3,5mm (um die er erweitern sollte) verlaufen. An welcher Stelle das so schief lief, ob der relativ neue Bohrer nicht ausreichend geschliffen war, ich weiß es noch immer nicht. Jedenfalls habe ich jedwede Bohrversuche eingestellt und das Ganze an Leute mit mehr Erfahrung und CNC-Fräse weitergegeben. Der Mann an der Fräse zeterte sehr, wie schief das alles wäre - also nicht nur meine mißglückte Bohrung. Hmmm .... Jedenfalls hat er sich bemüht, alles winklig zueinander fluchtend zu machen. Und das kam dabei heraus:



      Na super. Jetzt sind praktisch alle Bohrungen außermittig. Ich zweifelte sehr an mir, in diesem Moment - mit der Option, an der Maßhaltigkeit des Schnellwechselrahmens zu zweifeln (denn so richtig an feinmechanischen Toleranzen ist er nicht orientiert). Erschwerend kam hinzu, daß in einem Fall das Fräsen wohl nicht gut gelang, denn man guckt im gerade gezeigten Bild auf zwei Buchsen je in einem Rohr und in einem Fall konnte ich die Reibahle nicht durch beide Buchsen hindurchfädeln.
      Die erste Lehre daraus: nächstes Mal bohre und reibe ich so ein Rohr vor dem Verschweißen aus. Und zwar auf der Drehbank. Dann ist die Bohrung auch wirklich sicher zentriert.
      Jetzt ging es daran, sich ein weiteres Mal zu vergewissern, ob nicht die Bauteile an der Schwinge alle kreuz und quer und schief oder krumm sind. Dazu habe ich eine 1,20m lange und 30mm dicke Kolbenstange genommen, und mal durch beide Umlenkarme geschoben. Das sah also derart aus:




      Durch drei Bohrungen ging die Stange; vor der vierten Bohrung (hellblauer Pfeil) blieb sie hängen:



      Ok, 1,5mm sind das vielleicht. Nicht nennenswert mehr. Das finde ich für so ein Bauteil, wie diesen Frontladerkopf, in Ordnung. Obwohl die angefertigten Rahmenköpfe, in denen die grundlegenden Lagerungen von SChnellwechselrahmen und Umlenkarmen liegen, ja bewiesenermaßen gut fluchten, hat es aber trotz allem keinen Zweck, eine Verbindung mit so engen Toleranzen und ohne Winkelausgleichmöglichkeit einzubauen. Geahnt habe ich es. Ich denke, die meisten hätten es gar nicht erst versucht. Ich wollte es nur trotzdem probieren, weil bei der gleich folgenden Standardlösung der 30mm Bolzen auf einer Weite von etwa 100mm "nackt" dasteht und in der Mitte von einem Hydraulikgelenkkopf auf Biegung belastet wird. So ein dickes Querrohr mit Buchsen hätte dem Bolzen Biegebelastungen erspart.



      Da sind sie nun, die Verbindungsstangen, und kühlen gerade ab. Ich fertige mir noch Kunststoffrohre an, die links und rechts vom Gelenkkopf liegen werden und ihn in der Mittel halten. Oder wäre es besser, die Verbindungsstange nahe an nur eine Lasche des Umlenkarmes/Schnellwechselrahmens zu legen ?

      Die Zylinder sind in der Zwischenzeit fertig geworden. Der Hub hing absolut von meinem linken Umlenkarm ab, denn der kann etwas weniger Schwenkwinkel machen, als der rechte. Verschenken wollte ich auch nichts an Schwenkweg, aber die Zylinder sollten am Ende sein, kurz bevor der Umlenkarm gegen die Schwinge gequetscht wird.
      Ein bißchen knifflig, aber lösbar, wird die Stelle sein, wo die Zylinder am "Fest-ende" auf der Schwinge fixiert werden. Das ist was für die zweite Urlaubswoche.



      So. Viel Text um einen Irrweg. Muss man aber sportlich sehen. Fehler sind nicht nur schlecht. Beim nächsten Mal weiß man´s besser ;).

      Dann nochmal schöne Bescherung an Alle :) !!
    • Landybehr schrieb:


      .weil bei der gleich folgenden Standardlösung der 30mm Bolzen auf einer Weite von etwa 100mm "nackt" dasteht und in der Mitte von einem Hydraulikgelenkkopf auf Biegung belastet wird. So ein dickes Querrohr mit Buchsen hätte dem Bolzen Biegebelastungen erspart.
      hallo,

      kleiner Tipp, Dickwandige Hülsen beidseiteg der Augen montieren und am Schwinghebel verschweißen. So ist es an vielen Aufnahmerahmen auch ausgeführt . Wenn der Bolzen erst mal krumm ist kommt er auch nicht mehr so gerne raus aus seinem Loch.

      Gruß und frohes Fest Allen :saint:
      zu wissen es ist ein DEUTZ

      http://www.deutzforum.de/index.php?thread/33748-nr-64-lebt-d-7506-a-skuld-ez-3-69/

      F1L514/51, F2L612/5NK, DL750, D7506A-S , Bungartz T8DK (mit F2L912), Stihl Contra
    • Hallo Hendrik,
      Ich schätze das du zu wenig Material auf einmal weg genommen hast.
      In der Praxis üblich ist vorbohren, sodass der Bohrer zentriert ist, in deinem Fall hätte ich evtl auf 15mm vorgebohrt und dann gleich auf Endmaß. Das ist zwar nicht so wie es in sämtlichen Büchern steht, aber so kenne ich es.
      Dann werden die Löcher nicht unrund und verlaufen nicht, weil der Bohrer schön satt Material weg nehmen kann.
      Vorausgesetzt ist ein scharfer Bohrer der passend geschliffen ist, aber davon gehe ich bei dir mal aus :)

      Gruß
      Matze
    • Moin,

      Vorbohren muß man theoretisch nicht größer als die Seele des Endbohrers dick ist, weil das ist ja der Grund des Vorbohrens. So hab ich es mal gelernt. Natürlich sind solche Hülsen auf der Drehmaschine immer besser und genauer zu bearbeiten als sonstwo. Die Wand dick genug gewählt und bis auf ein paar Zehntel vor Fertigmaß gebohrt und nach dem Schweißen aufgerieben und Lagerbuchsen eingepresst/ausgerieben.

      Auch wenn es an meinem Frontlader so wie beschrieben ausgeführt ist, finde ich das die Gelenkaugen die bessere Lösung sind.


      Gruß
      zu wissen es ist ein DEUTZ

      http://www.deutzforum.de/index.php?thread/33748-nr-64-lebt-d-7506-a-skuld-ez-3-69/

      F1L514/51, F2L612/5NK, DL750, D7506A-S , Bungartz T8DK (mit F2L912), Stihl Contra