D50.1 - zum Wiedererwecken

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Salü,

      na dann ist das doch gut, daß hier so gründlich nachgeforscht wurde :). Sonst hättest Du ja ewig schlecht geträumt ;).


      Das längere Rohr ist immer noch auf der Liste. Ich versuche, alle Optionen abzufragen und abzuwägen, was die "Rückfälligkeit" des Kolbens in Sachen Riefenbildung und Druckmarkenbildung angeht.

      Zum Zylinder:
      Es gibt z.B Kolbenrohre, die hartverchromt sein sollen und maßhaltig. Ich schätze nur, das ist nicht das was mir weiterhilft, denn eine Innenfläche ist galvanisch dort nicht behandelbar - oder irre ich damit? Und eine Härteschicht auf der Außenseite nutzt ja nun nicht weiter. Die Rohre sind praktisch alle S355 als Materialgüte. Ein härteres Ausgangsmaterial wäre fein, aber wo soll man das nur hernehmen. Eine einfache Option wäre wohl, die Laufbahn beschichten zu lassen. Oder durch Plasmanitrieren etwas zu "tunen". Letzteres würde die Maßhaltigkeit nicht irritieren, aber das eher weiche Grundmaterial wird im Verhältnis dadurch trotzdem weniger "mehr hart" (nagelt mich nicht fest, ich meine nur halb so hart wie eine Hartverchromung), als ein hochlegiertes Material. Nikasil gibt es ja auch, oder chemisch-Nickel. Das wären auch Beschichtungen, die gut haften bleiben sollten. Die Firma Kexel macht zB ein DLC (irgendwas mit Kohlenstoffeinbringung), aber das geht nicht an Innenflächen - habe ich schon abgefragt. Alles sehr theoretisch, denn über "Möglichkeiten" und "Kosten" ist dabei ja noch gar nicht gesprochen.
      Gibt es denn nicht irgendwas, das im Hydraulikbedarf in dieser Fragestellung schon gang und gäbe ist ?


      Zum Kolben:
      Ich eruiere auch, einen zweiten Stützring einzusetzen. Ich wurde aufgemuntert, daß ein schmaler bestimmt passte. Oder, es wäre doch auch möglich, den Stützring nicht ganz umlaufend einzusetzen, sondern nur in Taschen. Anders: es ist einfacher, den Kolben auf der Drehbank einzuspannen und eine Nut zu drehen für den Stützring. Doch wenn man den Kolben unter eine Fräsmaschine packte und in einem Drehfutter nur einen Teil des 360° KReises drehen täte (oder sowas unter einer Erodiermaschine machte..). Dann wäre nur ein kurzes Stück Stützband zwischen den Kolbenbolzenaugen, aber immerhin läge das Band in den Hauptdruckbereichen. Kann jemand sagen, ob die Idee doof ist, oder ist es nur die anspruchsvollere Fertigung, die dagegen spricht ? Im Grunde wäre das nämlich in meinen Augen am solidesten und "handfest".
      Ich werde ihn etwas polieren, um die groben mikroskopischen Spitzen abzutragen. Und dann ist eine Teflonbeschichtung bei der Firma Kexel nicht so teuer, glaube ich. Herr Kexel meint, das Teflon reibe sich auch ab. Aber so einen Tod muss man halt immer sterben. Und wenn das mit den zweiten Stützbändern klappen würde, wäre es sowieso zweitrangig. Es gibt bei der Firma SCheuerlein einen MoS2-Lack, den man mit Airbrush aufsprüht und in Mutters Backofen einbrennt. Das wäre günstig. Wie effektiv, ist dabei wohl ewig ungewiss. Zumindest für´s gute Gefühl wäre es eine Tat.


      das Mit dem nicht-durchgängigen Stützring meine ich so (blaue Markierungen):

    • Hallo Hendrik,

      Landybehr schrieb:

      ...........
      Es ist ja offensichtlich, daß nicht die STelle schubbert, wo "mein" Stützring sitzt. Der tut offenbar, was er soll.
      Es ist vielmehr der Kolben direkt unterhalb des Nutrings. Der Nutring übernimmt augenscheinlich keine besonders große Führungsrolle.
      ........
      Wie soll er auch, wenn er (der Nutring) falsch herum eingebaut war?
      D6006 Bj. 1974 :love:
      Wer braucht schon 6 Zylinder?
    • Gute Idee.
      Wie stark ist der Effekt vom Nutring, richtig montiert sich gegen das "Kippelmoment" des Kolbens zu stemmen und Metall<>Metallkontak (Kolben<>Laufbahn) zu verhindern?
      Ich hole nochmal das Foto von der "originalen Zylinder/Laufbuchse" hervor:



      Anhand des Bildes und in Erinnerung meines frisch wieder ausgebauten Zylinders sieht es schon sehr danach aus, daß das Stützband einen guten Job macht -also dort wo es sitzt.
      Je mehr man zum Kolben"boden" oberhalb des Kolbenbolzens kommt, desto mehr Riefen sind da. Das ist bei beiden Varianten so.
      Ok, der alte Zylinder hat jahrelang gelaufen. Wie er ausgesehen hätte, wenn er nach 1 Betriebsstunde demontiert worden wäre, weiß wohl keiner.
      In jedem Fall verhindert ein korrekt eingebauter Nutring das Problem nicht auf lange Sicht. Soweit kann ich mich wohl vorwagen (?).

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Landybehr ()

    • p.s. mein Kumpel, der viele Jahre lang mit Hydraulikzylindern gearbeitet hat meinte, so einen zweiteiligen Stützring hätte er noch nicht gesehen. (Wobei: kann es sein, daß ich technisch korrekter von Führungsband sprechen sollte, weil ein Stützring eine Stütze für einen Dichtring sein möchte?).
      Jetzt, als Laie, erkläre ich es mir diesen Umstand so, daß bei einem Hydraulikzylinder a) alle Bauteile sowieso "rundum rund" sind i.S von Drehteilen (also sowas wie einen Kolbenbolzen nun mal nicht haben) und b) es sein kann, daß die Knickneigung in verschiedenen Richtungen liegt. Beispielsweise kann bei einem Kipper-anhänger der Ladungsschwerpunkt an immer völlig anderen Punkten liegen. Etwas anderes, als ein (bis auf den Stoß-spalt) komplett umlaufender Stützring macht keinen Sinn.
      Bei "meinem" Kolben allerdings ist der Druck, der radial wirkt, in 90° zum Kolbenbolzen gelegen und auch nur auf einer Seite groß. Und dabei auf immer derselben Seite - gegeben durch das Pleuel. Die Druckverteilung auf die Zylinderbuchse stelle ich mir vor, wie bei einem Lager, das statisch belastet wird (s-Bild unten).
      (Das Schwarze wäre der Kolbenbolzen, der Pfeil weist auf den Punkt mit maximalem Druck, der nach "links und rechts" immer schneller abnimmt. (Das Bild stammt aus einem anderen Kontext. Ich war so frei, es mal in meinem Sinne zu modifizieren)).
      (Auch klar, daß ich aus einer Mücke einen kleinen Elephanten mache. Aber im Hobby darf ich das :) ).


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Landybehr ()

    • Die Frage ist wie die unvollstädige Nut gefertigt wird.
      Hast du den Kolben vertikal aufgespannt und fräst mit einem Scheibenfräser ergibt sich so ein Bild:


      Hast du den Kolben horizontal aufgespannt und fräst mit einem Schaftfräser ergibt sich solch ein Bild:


      Letzteres würde ich bevorzugen, bei erster Variante hätte ich wieder Angst dass sich das Frührungsband (warum auch immer) zwischen Kolben und Zylinder schiebt.

      Zu deiner Beschichtungsfrage bzgl. des Zylinders kann ich dir aber nicht helfen, auch ob ein richtig verbauter Nutring besser führt oder nicht weiß ich nicht, aber das sieht schon nach verdächtig vielen Spuren aus, und das ohne wirklich große Last.
      Je nachdem wie dein Zeitplan ist könne ich mal bei mir aufmachen und nachschauen, wie es da aussieht (hatte auch eine neue Buchse aus E355+SR = St52.4). Aber dafür muss erst mein Sitzgestell runter, ein paar andere Sachen weg usw., und ich hab vorher noch ein paar "Einsätze"...

      Gruß,
      Andi
    • Moin Andi,

      solche Bilder sind natürlich viel besser, als meine einfachen MS-Paint-Skizzen.
      Ja, genau, nur die Version mit Schaftfräser kommt in Frage. Und so soll es auch passieren (wenn nicht irgendjemand noch berechtigte Einwände hat). Mein Kumpel kann sich höchstwahrscheinlich ein Drehfutter ausborgen und dann wollen wir mal sehen, was meine kleine Fräsmaschine schafft. Ein zweiter Führungsring ist also einer der nächsten Schritte. Die Führungsbänder gibt es in verschiedenen Versionen, hier wäre eins mit besonderer Druckfestigkeit gefragt. Besondere Gleitfähigkeit ist zweitrangig.

      Und, Andi, laß´ Deinen Kraftheber zusammen. Es kostet zwar nur O-Ringe und etwas Öl, wenn man den Zylinderkopf abschraubt und die Lauffläche des Zylinders inspiziert. Aber es wäre ja doch ohne Konsequenz, oder würdest Du die Geschichte danach so weit demontieren, wie ich es musste ? ;). An Deiner Stelle würde ich den Schlepper weiter nutzen und nicht drüber hadern :).

      Dann müsst Ihr mir auch meine Laienvorstellungen nicht alle so durchgehen lassen [schmunzel...], denn in meinem dahergeholten Beispiel eines Kippers wird, wie sonst ja auch in den allermeisten Fällen, konstruktiv vorgesehen, daß ein Hydraulikzylinder nicht "auf Knick" belastet wird. Ich hab´ mich da gern korrigieren lassen. Aber ein Hydraulikzylinder ist nun mal kein Kraftheber und die anderen Ideen dürfen weitergesponnen werden.

      Ganz am Rande ist bemerkenswert, das muss auch mal gesagt werden, wie viel konstruktives Potential ein paar Flaschen Jever freisetzen, wenn zwei Leute zusammensind :).
    • Landybehr schrieb:

      Und, Andi, laß´ Deinen Kraftheber zusammen. Es kostet zwar nur O-Ringe und etwas Öl, wenn man den Zylinderkopf abschraubt und die Lauffläche des Zylinders inspiziert. Aber es wäre ja doch ohne Konsequenz, oder würdest Du die Geschichte danach so weit demontieren, wie ich es musste ? ;).

      Eher nicht ;)
      Aber interessieren würde es mich trotzdem... mal sehen.

      So oder so: weiterhin viel Erfolg!

      Gruß,
      Andi
    • Hi,

      vielleicht ist es noch interessant, für Detailverliebte :rolleyes:

      Ich wollte mal geschätzt wissen, mit welcher Kraft der Kolben seitlich an das Zylinderrohr gedrückt wird.
      In einem anderen Forum wurde ich an die Trigonometrie verwiesen. Und da bin ich nicht mehr so sicher drin, nie gewesen, doch mit google kann man da etwas weiterkommen.
      Meine Rechnung ging von 10to Kraft auf den Kolben aus (womit man 1,7to Querkraft ermittelt), bei 150bar sind es de facto etwas mehr als 10to.. Dann fällt es mir etwas schwer, den Winkel des Pleuels richtig zu messen. Der Kraftheber ist ja schon teilweise demontiert. Ausgegangen bin ich von ganz eingefahrenem Kolben (Hubarme sind also ganz unten), und dann schätze ich den Pleuelwinkel auf 10°.

      Nimmt man diese Werte, erhält man eine Kolbenquerkraft von 2,1tonnen.
      Ich kopiere es mal von einem "Matthias" füge es mal hier ein: Querkraft ist dann F_kolben * tan10° = 21kN

      Das finde ich schon allerhand. Es ist aber nicht völlig unrealistisch. Ich rechne mal weiter: Die Kolbenquerkraft verteilt sich a) nicht auf einen Punkt (Vereinfachend für mich verteile ich sie auf zwei Führungsbänder) und b) wirkt sie nicht am ganzen Kolbenumfang, sondern (vereinfachend gesagt) nur auf etwa 1/4 davon (Abrieb ist ja auch nur auf diesem 1/4 des Zylinderumfangs).
      Die 2,1to teile ich durch 2 und dann habe ich die Kraft, die sich auf 80mm (Kolbenumfang durch vier) verteilt. Ein mm² muss dann 12-13 kg tragen (wenn man sich hier einen 1mm breiten und 80mm langen Streifen vorstellt, auf dem die ganze Kraft übertragen wird).

      Das passt in etwa zu Daten, die ich von Führungsbändern gefunden habe. Die Fa.Trelleborg (das erste konkrete, was ich googeln konnte) gab für ein Band 20-40N/mm² an. Das wären dann im besten Fall 4kg/mm².
      Ein Streifen von 2-3mm Führungsband könnte, rechnerisch, dann reichen. Oder habe ich mich verrechnet ? Das wäre nicht das erste Mal :).
      Klar, daß es möglichst breit werden soll. Und auch sehr naheliegend, daß die 10° Knickwinkel durch den Kurbeltrieb manchmal größer ausfallen.
      Es geht mir ja auch nur um eine Orientierung.
    • Hallo Landybehr

      Da ich mich auch entschlossen habe meine D50.1s wieder chic zu machen aber ich immer wieder auf kleine und große Highlight stoße hätte ich eine Frage an dich.
      Ich bin auf der Suche nach diesen Gummis für die Kotflügelhalter und werde einfach nicht fündig. Könnte sie zwar mit den Hülsen bei unserem Deutz Händler noch bestellen, aber ca. 250€ sind glaube etwas zu sportlich.
      Die Hülsen werde ich mir an der Arbeit selber drehen nun bleiben nur noch die besagten Gummiringe. Hättest du da für mich eine Adresse?

      Gruß Christian
      Bilder
      • IMG_3320.JPG

        667,02 kB, 2.048×1.536, 146 mal angesehen
      • IMG_1565.PNG

        2,22 MB, 1.536×2.048, 124 mal angesehen
    • Hi,

      Du hattest gesehen, daß ich für die Hülsen ein Rohr hatte kaufen können (halbwegs handelsüblich), das nur noch abgelängt werden musste ? Wenn Drehen für Dich einfacher ist (würde mich überraschen), oder günstiger (das schon eher :) ), dann ist das natürlich ok. Siehe Posting No. 381.

      Die Gummiringe sind offenbar wirklich ein Problem geworden. Auch zu der Zeit vor, keine Ahnung, 1,5 Jahren, als sie bei mir dran waren. Ich konnte noch ausreichend davon bekommen (s. Posting No. 412), aber musste schon einen zu dem Kurs kaufen, den man Dir auch genannt hat.
      Ich habe einen Bekannten angefragt, der bei einem Handel arbeitet, die u.a. auch Gummi verkaufen. Die haben Werkzeuge, um aus Gummimatten beliebig große Ringe zu stanzen. Das war günstig, und ich habe eine ordentliche Anzahl davon bekommen, die ich dann aber gar nicht benötigte. Deren Stanzwerkzeug ist etwas stumpf, deswegen ist so ein Ring nicht ganz glatt, sondern an den Rändern ein wenig gewölbt. Da die Ringe auf dem Achsrohr sowieso herzlich geknautscht werden, sollte das nicht stören.
      Da ich sie im Moment nicht benötige, und wenn, eine Quelle für Nachschub kenne, könnte ich sie gut abgeben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Landybehr ()

    • Hallo Landybehr

      Danke für deine Info. Das mit den drehen ist kein Problem eigentlich muß aber sagen das ich mich mit den Hülsen echt noch nicht so beschäftigt habe da man sie sich ja selber machen kann. Nur die Gummiringe sind halt eine Herausforderung.
      Also wenn du sie abgeben würdest wäre ich dir echt sehr dankbar.

      Gruß Christian
    • Hallo z´sammen.

      Christian, ich hoffe, Du bist zufrieden. Der Tip von Markus ist ja auch nicht schlecht. Immerhin haste doch ein bißchen was gespart.

      Nun, soeben ist ein "großer Schritt" getan. Und das in meiner bescheidenen Werkstatt. Ich bin in bester Laune.



      Also langsam und erst einmal der Reihe nach: Vor wenigen Tagen konnte ich das überarbeitete Zylinderrohr abholen. Ich kam just in den Metallbaubetrieb, als der rüstige alte Drehmeister es auf Maß brachte. Die haben da einen Konus, um das Rohr im Reitstock aufzunehmen. Den muss ich mir nicht extra kaufen. Außerdem ist das Drehfutter meiner Drehmaschine wohl doch nicht ganz ok - bzw. die Backen davon. Aber das ist hier uninteressant. Also, das Zylinderrohr ist fertig. Das "rechte" bzw. "obere" Rohr ist das neue.









      Vor wenigen Tagen "endlich" hat sich als Leihgabe ein Teilkopf für meine Fräsmaschine eingefunden. In ihn war dann dann der Kolben einzuspannen, damit er mittels Schaftfräser für ein Führungsband eine Tasche erhalten konnte.
      Blöderweise passte der Kolben nicht in das Drehfutter des Teilkopfes. Mein Kumpel hat dann extra nochmal das Drehfutter seiner Drehbank abgebaut, weil es dafür eine gute Auswahl an Backen gibt. Das hatte nun aber keine Zentrierung mittels kurzen Kegels und Verschraubung mit Nutensteinen, sondern eine Camlock-aufnahmen. Der ganze Freitagabend ging dabei ´drauf, einen Zentrier-rohr-konus zu drehen, mit dem das "unpassende" Drehfutter dann doch von einer mittig spannenden Gewindestange am Platz halten konnte. Die Zentrierung des eigentlich fremden Drehfutters war auf 2/100 gut. Das war der erste Etappenerfolg. Allein hätte ich das nie geschafft. Mit Bier kann ich meinen Kumpel gar nicht genug "bezahlen". Da muss ich mir noch was einfallen lassen :D

      Heute ging´s dann zur Sache:






      Der Kolben muss, der Späneform nach zu urteilen, aus Guß sein.




      So sieht er aus, wenn er meiner Vorstellung entspricht ^^ .
      In die Nuten kommen 15 x 2,5mm Führungsbänder. Der Griff des Meisters in das Regal meiner Lieblings-Metall/Hydraulikbude bereichterte mich um ein PTFE-Bronze Führungsband. Irgendwie soll das wohl schon alles recht sein.
      Wir haben heute recht genau gearbeitet. Der Kolben wird mit 2-3/100tel Spiel geführt. Das Führungsband wird sich sicher noch etwas anpassen und auch verschleißen. Und das darf es meinetwegen auch. Der Überstand ist ganz etwas mehr als 1/10mm rundum.


      Als einzige weitere "Hürde" (besser: "Herausforderung") bleibt dann, die Saugleitung der Hydraulikpumpe umzubauen. Andi/Squiddy hatte die Vision bei seinem Eicher schon entwickelt. Ich wollte es aber mal mit einem Ringnippel probieren, weil der platzsparender ist. Die Hoffnung, am Ende den Achstrichter abnehmen zu können, ohne diese Leitung entfernen zu müssen, muss ich mir sicherlich abschminken. Insofern mache ich es etwas wartungsunfreundlicher, außer es gelingt mir, eine Mutter auf die dicke Hohlschraube zu schweißen, anhand derer ich mit einem noch anzufertigenden Schraubenschlüssel ebendiese Hohlschraube zu drehen vermag. Es ist diese doofe Einstellscheibe (Lage/Zugkraftregelungsumschaltung) auf dem Hubarm, die sich vollkommen blöd in den Weg stellt. Na, jedenfalls bin ich da noch nicht bis zur "Einbaureife" gekommen.



      (die "Pocken" sind längst verschliffen und nochmal mit WIG verschmolzen. So richtig sauber war die Schweißnaht augenscheinlich nicht gewesen, oder halt die Zinkschicht der Hohlschraube nicht gewissenhaft genug entfernt worden von mir. Das Bild ist leider völlig verdreht).

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Landybehr ()

    • Na das wird doch!
      Die Stelle für so eine Ansaugung ist wirklich häßlich, aber es geht, irgendwie ;)

      Das Rohr zur Ansaugung hast du? Also das, welches senkrecht von unten eingeschraubt wird? Sonst könnte ich dir Maße zukommen lassen, und unbedingt mit Gewindedichtmittel einkleben, oder normalem Loctite.

      Gruß,
      Andi
    • N´abend,

      das neue Zylinderrohr und der Kolben sind wieder montiert. Soweit passte alles. Der Kolben gleitet wunderbar - Ziel erreicht, sozusagen.
      Ich habe das Zylinderrohr 8mm länger machen lassen und das ist auch das sinnvolle Maximum. Es ist ein vielleicht 1/2mm großer Luftspalt zwischen der Kurbelwange und der Zylinderkante übriggeblieben (für das Foto habe ich die Hubarme mit vollem Körpereinsatz "runtergedrückt", so dass der Kolben am "absoluten" oberen Totpunkt sein sollte im Betrieb eigentlich nicht noch weiterlaufen dürfte). Ein Papier geht locker einzufädeln und durchzuziehen. Ich lasse das so. Ansonsten hätte ich ja an der Kurbelwange oder auch am Zylinderrohr etwas wegschleifen können. Das originale Ansaugrohr (sicherheitshalber habe ich es wieder montiert) läßt sich fast nicht mehr montieren. Mit etwas Nachdruck ist es dann aber doch in seine Bohrung zu bewegen gewesen. Für Nachahmer, nicht daß ich ernsthaft damit rechnete, empfehle ich aber, es bei 7mm längerem Zylinderrohr zu belassen.
      Nach unten ist der Kolben nun komplett verdeckt.




    • Achso >> @ Squiddy/Andi,
      ich habe neue O-ringe bestellt, um den "Zylinderkopf" wieder montieren zu können. Da es Mindestbestellmengen von zB 4 oder mehr Stück gab, habe ich ein paar übrig. Wenn Du tatsächlich Deinen Zylinderkopf nochmal abnehmen wolltest, dann würde ich Dir "für umme" die drei passenden O-ringe zuschicken, damit der Kopf wieder drauf kann und dichtet :).



      p.S. das ursprüngliche, und eigentlich ja nicht nennenswert abgenutzte (in jedem Fall, auch nach Fachmannmeinung noch weiterverwendbare) Zylinderrohr habe ich jetzt übrig und es muss mir ab jetzt Platz stehlen.
      Wenn es jemand gebrauchen kann, dann gebe ich es gern ab.
      Ich meine, bei den Eicherleuten (Ganacker) hat es irgendwas im Gegenwert von 15 Kästen Bier gekostet. Nun ist es nicht mehr neu, und wenn ich mich mit einem Kasten trösten könnte, wäre für mich alles gut.