Drusch- und Antriebsleistung Fahr M 66 TS

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    • Drusch- und Antriebsleistung Fahr M 66 TS

      Hallo zusammen,

      Fahr gab für den M 66 TS einen Leistungsbedarf "ab 40 PS" an. Meine Fragen: Schafft man mit z.B. einem 80 PS-Schlepper davor eine größere Flächenleistung? Wieviel mehr? Hat jemand konkrete Erfahrungswerte an der Hand ( ha/h oder t/h ) ?

      Gemeint ist der Einsatz auf weitgehend ebenen Feldern. Es ist schon klar, daß man bergauf gerne etwas mehr Dampf im Schlepper gebrauchen kann. Nehmen wir mal an, daß kein Häcksler zu betreiben ist: Bringt mehr Motorleistung als die Mindestleistung in der Ebene einen Vorteil?

      Gruß
      Michael
    • Moin,

      nach meiner Leistungstabelle ist die Geschwindigkeit x Schneidwerkbreite der Faktor

      für die Flächenleistung!

      Beispiele:

      Bei 3,3 km/h und 2,55 m Schneidwerk werden pro ha 71 min benötigt!

      Bei 4,0 km/h und 2,55 m Schneidwerk werden pro ha 59 min benötigt!

      Ebenso kann man die Körner- und Strohleistung ermitteln!

      Ist mir erst am 11.05.2013 so in Harsewinkel mitgeteilt worden!

      Vielleicht kommt es Deiner Frage etwas näher ;)
      MfG.
    • Vielen Dank für Deine Bemühungen, aber das war's noch nicht ;). Es ist klar, daß die Flächenleistung aus effektiver Arbeitsbreite ( nicht Schnittbreite des Schneidwerks! ) mal Geschwindigkeit berechnet wird. Die Frage ist nur, ob man mit mehr Motorleistung auch schneller fahren kann, denn die Dresch- und Sieborgane bleiben die gleichen, deren Frequenzen ebenfalls.

      Gruß
      Michael
    • Hallo Michael,
      beim JF Anbaumähdrescher war die Fahrgeschwindigkeit der begrenzende Faktor. Der 5005 spielte mit dem MS 70.(1,85m Schnittbreite)
      Selbst bei einem IHC 353 war die Leistung locker ausreichend.Thermisch war das Kühlsystem des Schleppers jedoch am Limit.

      Gru0
      Thomas
    • Sicher kannst Du mit mehr Motorleistung schneller fahren.
      Aber:
      (So war es zumindest bei unserem Fahr M1000 bei abgeschalteten Häcksler)
      Je schneller Du fährst, desto größer werden die Verluste.
      Jedes Dreschwerk kann nur eine bestimmte Menge Getreide von einer bestimmten Menge Stroh trennen.
      Bei eingeschalteten Häcksler war meistens der Motor der begrenzende Faktor, außer in Biobeständen. Aber auch da galt dann wieder: Jedes Dreschwerk kann nur eine bestimmte Menge Getreide von einer bestimmten Menge Stroh trennen.

      Beim Fahr M1000 konnte man immer sehr gut auf der Hinterachshalterung die Verluste beobachten ,eine Körnerverlustanzeige hatten wir nicht. Außerdem konnte man mit etwas Übung am Geräusch der Maschine die Verluste beobachten.

      Willst Du unter die Selbstdrescher gehen?

      Mark
    • Hallo Lasca,

      Selber Fahren wir ein Fahr M600 mit 3 Zyl. F3L912 auf 50PS Eingestellt. Für mich ist klar das der Motor mehr schaft dann die Maschine. Das hat halt da mit zutun das mit unsere ertrag (etwa 7,5 T/Ha) und kurze Stroh wie heute zutage die Schneckenleistung zum hochfordern von die frucht nicht reicht. Wann wir dar entgegen bei der M88 von mein freund die Schnecken ansehen sind die deutlich großer dimensioniert.
      Es ist natürlich klar das für gut funktionieren von ein Dreschmaschine ein konstant Drehzahl wichtig ist. Bei Unregelmäßigen Einzug (falsch eingestellter Maschine, gelagerte frucht) hilft ein par PS mehr dabei deutlich.

      Gruss
      Bilder
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    • Hallo Henk,

      der M88 ist eine viel größer dimensionierte Maschine als M66 oder M600. Da soll wohl auch mehr durchgehen :).

      @Alle:
      Ich fasse das mal so zusammen: Mehr Leistung am M 66 TS ist schön, wenn es bergauf geht oder die Bedingungen aus anderen Gründen schwierig sind. Bei gleichmäßigen Beständen, richtig eingestelltem Drescher und ebenen Flächen hingegen schafft man nicht mehr, als wenn man einen Schlepper mit dem angegebenen Mindestleistungsbedarf davor hängt.

      Vielen Dank an alle, die sich bemüht haben!

      Gruß
      Michael
    • um lascas frage schnell und präzise zu beantworten - in der ebene NEIN.

      wie schluetel aber schon schrieb, sind die begrenzenden Faktoren bei einem Mähdrescher die Verluste. Das ist bis heute bei einem claas lexion 750 so geblieben.

      Die mehrmotorleistung kannst du ausspielen wenn du mehr zugleistung brauchst. Ansonsten eher kaum. Bei viel Strohanfall wie z.b. bei Roggen mit Häckslerbetrieb brauchst du mehr leistung für den Häcksler - die Fahrgeschwindigkeit bleibt aber gleich, da die Reinigungs/dreschorgane einfach nicht mehr Massendurchsatz vertragen.
    • Hallo Mark,

      nicht so hiitzig :D ! Weder habe ich einen Fahr M 66 TS, noch würde ich den F4L 514/4 davor einsetzen wollen. Unser Lohndrescher hat durchaus langfristige Überlebenschancen, auch wenn er immer mit so seltsamen Maschinen von Renault agriculture aus Harsewinkel anrückt :D .

      Nebenbei: Selberdreschen ist nicht nur eine Frage der Maschinenausrüstung, sondern auch eine Frage der Zeit. Und da habe ich bei einem M 66 TS doch größere Bedenken.

      Gruß
      Michael
    • Hallo Michael,


      leider kann ich dir die Frage auch nicht sauber beantworten, denn als ich mal jung war, hatten wir einen Westerasmaskiner Aktiv, 1,8m Schnittbreite, die Dreschtrommel ist bei diesem Konzept fast genauso breit wie die Schnittbreite, hier konnte man mit einem stärkerem Schlepper deutlich mehr Leistung aus der Maschine holen. Die letzten Jahre haben wir immer einen D50 oder D50 1s vorgehangen. Ab ca. 30 PS konnte der Mähdrescher bewegt werden, zumindest in der Ebene. Alles was mehr Leistung hatte konnte auch in Flächenleistung umgesetzt werden, so konnte anstatt mit 3km/h, 5-6km/h gefahren werden, ohne das der Motor an die Leistungsgrenze kommt.

      Aktiv


      Problematisch ist mir aber der lange Roggen in Erinnerung geblieben, wenn dieser dicht stand und richtig lang war konnte es an der Einzugstrommel zu Wicklern kommen und es konnte die mehr Leistung nicht umgesetzt werden.

      Video


      Anschließend haben haben wir uns einen M66 gekauft, dieser im starken Weizen (8-9t /ha Kornertrag) auch ohne Häcksler an die Leistungsgrenze bei akzeptablen Verlusten gebracht werden. Wenn die Schlagleisten und der Korb noch "biss" haben, dann ist der Motor hier mit seinen 52PS am Limit. Wenn der Häcksler benötigt wurde, musste man schon ganz schön kriechen ;).
      Flächenleistung von 0,5ha/h ist immer unser Ansporn gewesen, bei Flächen ab ca. 1ha Größe.

      Gruß
      Marcel
    • moin Michael,

      mindestens ein solcher Aktiv-Drescher ist in der Region noch erhalten geblieben.
      Ein weiterer ist mir vor zwei Jahren als Spitze eines Schrottberges über den Weg gelaufen, leider waren keine Ersatzteile mehr rettbar. Ich suche noch eine Haspel sowie den Haspelhalter.

      Firma Eckhardt hat davon wirklich viele verkauft, viele scheinen nicht übrig geblieben zu sein. Auch andere Produkte von Aktiv wurden vertrieben, u.A. das Anhängemähwerkt, von dem hier auch noch zwei Stück stehen.

      mfg
      GTfan

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von GTfan ()

    • Da muß mir wohl etwas entgangen sein, als ich noch bei Euch umme Ecke wohnte. Dabei bin ich ( naheliegenderweise ) bei Eckhardt ein- und ausgegangen. Nur von Westerastmaskiner habe ich nie etwas gesehen. So lernt man jeden Tag dazu, und sei es ein Vierteljahrhundert später :D.

      Gruß
      Michael

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lasca34 ()

    • So, ich habe es endlich geschafft meinen Vater zu fragen. Er hatte nähmlich früher zwei Stück. Einen Fahr M66TS und einen Deutz Fahr M66TS, er meinte sogar in Grün... Gab das sowas? Also so spät noch angehängte Mähdrescher? Er hat ihn gebraucht gekauft und von daher kann er ja auch überlackiert wurden sein.

      Er hatte vor den Dreschern zeitweiße den D4506, einen MF135 (42PS), D5206 und zum Schluss sogar den DX3.50 davor.

      Auf den Sandböden, war der D4506 nicht der begrenzende Faktor, sprich mit ihn konnte nicht schneller gearbeitet werden als mit den D5206. Nur auf den anmoorigen Standorten wars doch besser über etwas mehr Kraft zu verfügen, falls der Drescher anfing Spuren auf den Acker zu machen und man schnell "abdrehen" musste (Drescher aus, Schneidwerk hoch, Differentialspeere rein und Handgas).

      Gruß
      Florian