Infos über den Agrostar 6.81 gesucht

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    • Infos über den Agrostar 6.81 gesucht

      Moin Moin

      Ich habe mich in letzter Zeit mit dem Agrostar 6.81 beschäftigt und dabei bin ich natürlich auch auf Aussagen wie "Das Getriebe taugt nichts" "Für den Motor gibt es keine Ersatzteile mehr" oder "Der ist öfter in der Werkstatt als auf dem Feld" gestoßen.

      Nun mal an die 6.81 Fahrer unter uns und die, die sich mit der Maschine auskennen:
      Was ist an den Aussagen dran? Ist der große Agrostar wirklich so anfällig?

      Ich wäre über alle Infos die ihr mir zu dem Schlepper liefern könnt sehr glücklich.

      Gruß Jan-Hendrik
    • Hallo Jan-Hendik
      Hatte gehofft da melden sich mal diejenigen die wirklich einen Besitzen.
      Ich kann das nämlich auch nur im Groben aufzählen und dir das sagen, was ich so im Laufe der Jahre von Besitzern eines Solchen gehört habe.

      Erstens mal zum Motor. Habe die Bezeichnung einigermaßen im Kopf. Müsste ein D 226 TB von MWM sein. Falls nicht richtig- sagst mir.
      Dieser Motorentyp wurde auch in diversen anderen Traktoren verwendet- nichtnur von Deutz-Fahr. Das da keine Ersatzteile mehr verfügbar sein sollen, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

      Eventuell hast du das mit der Same Vorderachse verwechselt, da besteht das Ersatzteilproblem nämlich wirklich. Von der Achse gab es zwei Versionen, die erste soll das Gegenteil von haltbar gewesen sein, die zweite Version etwas besser und haltbarer.

      Beim Getriebe habe ich schon mehrfach gehört dass die Haltbarkeit sehr zu wünschen übrig lässt wenn er viel für Transportarbeiten eingesetzt wird. Ich rede da von Schäden binnen 3000h. Man findet ja zahlreiche Agrostar 6.71/6.81 mit wenig Stunden zu Spottpreisen.
      Das nächste Problem ist die Abstufung der beiden Gruppen, gibt ja die Acker- und die Straßengruppe jeweils mit 9-LS Stufen untersetzt. Der Gruppenwechsel muss aber im Stand erfolgen.

      Jetzt ist das Problem aber das, dass der kleinste Gang der Straßengruppe zu schnell ist, um z.B. mit 2 Anhängern am Berg anzufahren. Sollen ca. 8km/h gewesen sein wo die Straßengruppe beginnt.
      Dann heißt es entweder Kupplung schleifen lassen, oder den Berg mit der Ackergruppe bezwingen, stehenbleiben und in die Straßengruppe wechseln. Nicht so das Wahre...

      Bei Ackerarbeit soll das Getriebe hingegen einigermaßen haltbar sein und auch ordentlich Zugleistung übertragen.

      Wo passt jetzt so ein gebrauchter Agrostar hin?
      Auf einen großen Ackerbaubetrieb, der zur Frühjahrs- und Herbstbestellung einen günstigen Spitzenbrecher für sagen wir mal so 300h braucht.
    • Hallo Andreas,

      da bin ich aber etwas enttäuscht, daß auch Du solche Gerüchte einfach weiter verbreitest:

      1. Es entspricht auch meinem Kenntnisstand, daß die Carraro-Achsen ( großer Lochkreis ) haltbarer waren als die Same-Achsen ( Mini-Lochkreis ).

      2. Der niedrige Gebrauchtpreis dieser Traktoren ist wohl mehr dem Chauvinismus auf dem deutschen Markt geschuldet. Man muß nur nach Frankreich sehen, um festzustellen, daß in Ländern, wo dieser Aspekt keine Rolle spielt ( d.h., wo ein anderer Chauvinismus herrscht ), Traktoren mit diesem Triebwerk sehr beliebt und entsprechend nicht billig zu haben sind. Das gilt vom 6.71/6.81 bis zum Agrotron L. Nicht recht vorstellbar ist, daß Same die wenig haltbaren Getriebe für die Traktoren für den deutschen Markt reservierte, die haltbaren aber nach Frankreich ( über Deutz-Fahr oder die eigenen Marken ) geliefert hat.

      3. Die große Gruppe beginnt bei etwa 10 km/h, genau da, wo die kleine Gruppe endet. Erst mit den aktuellen Agrotron L überlappen sich die beiden Gruppen sehr viel mehr. Unklar bleibt, warum eine kleinste Anfahrgeschwindigkeit von 9,9 km/h die Brauchbarkeit des Traktors einschränken sollte, wo es doch eine Menge anderer Fabrikate gibt, bei denen die Straßengruppe erst viel weiter oben beginnt ( z.B. MF 3000 ab 16 km/h - da hört der Spaß und jede Diskussion nun wirklich auf ). Es bleibt unverständlich, warum ein Gruppenwechsel und neun Lastschaltstufen schlechter sein sollten als drei Gruppenwechsel, sechs Gangwechsel und vier Lastschaltstufen. Wenn der Gruppenwechsel bei ca. 10 km/h den Gebrauchswert des Schleppers tatsächlich so herabsetzen würde, wie es immer wieder behauptet wird, müßten die so weit verbreiteten Wettbewerber mit Vierfach-Lastschaltung unverkäuflich sein. Sind sie aber nicht.

      Natürlich ist der TW900-Fahrer verwöhnt, weil der von ca. 2 km/h bis 40 km/h durchschalten kann, ohne jemals zwei Hebel auf einmal bedienen zu müssen, aber das ist auch die große Ausnahme. Diesen Luxus bieten sonst nur vollastschaltbare Triebwerke, und es ist bekannt, daß die z.B. auf dem deutschen Markt nun nicht gerade die absolute Mehrheit darstellen ( nicht mal eine relative ).

      4. Nur am Rande: Der Motor des 6.81 ist der MWM TBD 226 BL-6. Auf das L kommt es an. Der 6.71 hat den MWM TD 226 B-6, welcher auch bei Fendt, Renault usw. verwendet worden ist. Ich kann Dir allerdings nicht sagen, in welchem anderen Schlepper der L-Motor ebenfalls Verwendung fand. Fehlende Ersatzteile für den L-Motor halte ich für eine der Latrinenparolen über diesen Schlepper, weiß dazu aber keine Einzelheiten.

      Gruß
      Michael
    • Habe mit 6.81ern schon gefräst, Sillage verdichtet und gewalzt, Mulden bewegt und Häckselwagen sowie Ladewagen gefahren. Müssten in Forum auch Bilder davon zu finden sein.

      Mein Fazit: ein guter Schlepper mit "schlechten" Ruf der ihn zu einen der günstigsten Schlepper in seiner Klasse macht.

      Gruß
      Auch wenn einige es nicht glauben, Traktoren kann man auch zum Arbeiten nutzen und nicht nur zum Ausstellen.

      Meine Traktoren haben es da gut, sie leben Artgerecht und sind in Lohn & Brot
    • Moin Moin

      @Dieter
      Das Thema habe ich schon abgegrast, jedoch wird dort mehr über Mulcher oder die kleineren Agrostar diskutiert.

      Ich hatte bislang nicht das Glück einen 6.81 fahren zu dürfen. Rein von der Optik her passt aber alles zusammen. Lange Transporte müsste der Agrostar bei mir nicht erledigen. Mal einen Anhänger oder Häckselwagen ziehen. Ansonsten beschränkt sich sein Einsatzgebiet auf ackerbauliche Tätigkeiten.
      Ich habe ja bereits in einem anderen Theard über in Frage kommende Schlepper diskutiert, habe den Agrostar jedoch außen vor gelassen. Wahrscheinlich schreckten diese ganzen Gerüchte doch ziemlich ab. Für den Schlüter wäre er jedoch der perfekte große Bruder.

      Ein par Fragen hätte ich jedoch noch zum 6.81
      Ich habe gelesen das man für die Vorwärts und Rückwärtsfahrt einen Gang (Lastschaltstufe) vorwählen kann. Wie genau funktioniert das? Und muss man zum Fahrtrichtungswechsel in N (Neutral) schalten?

      Wie sieht es mit dem Fahrverhalten auf Straßen und Feldwegen aus?
      Leider habe ich bislang kein Prospekt zu dem 6.81 gefunden.

      Gruß Jan-Hendrik

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jan_hendrik ()

    • Hallo Michael,

      diesen Chauvinismus, den Du auch in Deiner Deutz-Bibel beschreibst, ist zu einem großen Teil von der ehemaligen KHD selbst gepflegt worden. Dummerweise hatte man bei Vorführungen keine Gelegenheit ausgelassen,den luftgekühlten Wettbewerber aus Italien als "Zitronenschüttler" lächerlich zu machen. Drum war es etwas verwunderlich, das man 1991 aus der Not heraus und aufgrund des eigenen technischen Konkurses ausgerechnet auf ein Same-Getriebe zurück gegriffen hat. Ich hatte keine Probleme damit und die großen Agrostar-Traktoren gefallen mir neben dem 6.31 mit am besten. Ich konnte mir damals auch eine Zusammenarbeit mit Same bei den Nachfolgern der DX 3 Baureihe vorstellen. Leider waren dann die finanziellen Probleme bei KHD so groß, dass dem technischen Konkurs der finanzielle Kollaps folgte.
      Eine andere Traktorenschmiede aus Italien (FIAT) hatte weniger Probleme mit Chauvinismus und verkaufte bei uns im Schwarzwald ansehnliche Stückzahlen. Und die Schwarzwälder Bauern hatten auch keine Probleme mit Same, Lamborghini oder Hürlimann.

      Offensichtlich hatte Same Deutz-Fahr selbst nicht sooo viel Vertrauen in dieses Getriebe. Die Nachfolger Agrotron 160 - 200 wurden schon bald von Agrotron 165 und 210 mit ZF-Triebwerk abgelöst. Der verbliebene Agrotron mit Same-Getriebe wurde eher unter der Ladentheke gehandelt und meines Wissens einige Zeit in Deutschland gar nicht offiziell angeboten. Es dauerte recht lange bis man dem späteren Agrotron 200.7 eine den anderen Modellen angeglichene Optik zugestand, um ihm als Agrotron L wieder mehr Vertrauen zuzugestehen.
      Man nahm über ein paar Jahre eine klaffende Lücke im 180-PS Segment in Kauf während die Konkurrenz (Fendt/ John Deere) hier ihre Auftragsbücher füllte. Den nachgeschobenen Agrotron 180.7 betrachte ich dabei als einen leistungsgesteigerten 165.7.

      Ich selbst erinnere mich noch an einen Besuch 1995 bei einem DF-Großhändler in Zschortau in Sachsen. Dort stand der ganze Hof mit großen Agrostar 6.71 / 6.81 voll, die nur wenige Stunden gelaufen waren.

      Wie schon gesagt, finde ich diese großen Agrostar sehr interessante Youngtimer.

      Liebe Grüße, Rainer
    • RE: Chauvinismus

      @ IN-Trac 6.60 - 100% agree.

      Ich kenne das Getriebe schon etwas verbessert. Aber selbst diese vom Lambo-Champion von 2001, kenne ich kein einziges, welches noch nicht Probleme gemacht bzw auf war.
      Auch habe ich noch keinen DF-Händler gehört, der ein gutes Wort an diesem Getriebe gelassen hat.
      Die weiterentwicklung dieses Getriebes soll nun endlich gut sein (das im Agrotron L verbaute) - allerdings fehlt hier noch die Erfahrung.

      Aus meinen Erfahrungen heraus, wurde das Getriebe mit zu großen Tolleranzen gefertigt oder nicht genügend auf die Materialgüte geachtet. Sind die Bauteile die hier aus dem Rahmen fallen getauscht, scheinen diese Getriebe auch haltbar zu sein.....Was wiederum heißt, dass es gute geben könnte, wenn die jeweiligen Schwachpunkte schon repariert sind.
    • RE: Chauvinismus

      Moin Moin

      Kann man sagen wo im Getriebe die häufigsten Defekte auftreten?
      Habe mich heute bereits über die Ersatzteilversorgung in Sachen Motor informiert. Man kann beinahe alles beim Lama bekommen.

      Der Agrostar müsste bei mir nicht groß arbeiten. Ich mag es ja kaum sagen, weil wir hier schließlich über einen 190PS Schlepper reden, aber er wird mehr für Hobbyzwecke eingesetzt. Ein Prospekt habe ich mittlerweile gefunden.

      Gruß Jan-Hendrik
    • Hallo Jan-Hendrik,
      ich habe vor einigen Jahren mal mehrere verschiedene Agrostar 6.71 und 6.81 für kurze Zeit gefahren. Bei einigen schaltete die Lastschaltung sehr weich, bei anderen sehr hart und ruppig.
      Ein Teil der Probleme liegt im Elektronik-Bereich, einige Stecker mögen die allzu intensive Wäsche mit dem Hochdruckreiniger nicht so besonders und der Schlepper muss dann einen Tag zum Trocknen stehen, bis er wieder läuft.
      Meine Erfahrungen sind leider zu lange her, um das noch detaillierter zu beschreiben.
      Da waren zum Teil Schlepper dabei, die 6000 Stunden und mehr ohne Getriebeprobleme gelaufen hatten.

      Gruß Jörg
    • Moin Moin

      Würden die Getriebeprobleme bloß nur an der Elektrik liegen :)
      Das einzige was ich bisher an dem Star vermisse ist ein elektrohydraulisches Steuergerät am Joystick. Das würde zum Beispiel beim Pflügen den Griff nach dem Steuergerät ersparen.
      Arbeitet die EHR reibungslos oder gibt es hier auch Macken?

      Gruß Jan-Hendrik
    • RE. Agrotron 180.7 vs. 165.7

      Hallo miteinander,

      ich möchte das eigentliche (und hochinteressante!) Thema zum 6.71/ 6.81 hier nicht verwässern, aber der Beitrag von Peter "Kirmer" ist sowas von falsch und kann ich nicht so stehen lassen!

      Naja, der erste Teil seines Satzes stimmt sogar: "Der 180.7 ist kein leistungsgesteigerter 165.7"! Soweit hast du ja Recht, Peter, aber der Rest... ;(

      Der 180.7 unterscheidet sich vom 165.7 doch sehr stark!
      1. Unterschied ist das stärkere Triebwerk (ZF T 7230 P)!
      2. Der 180.7 hat einen größeren/ längeren Radstand (m. W. Zwischenstück zwischen Vorderachsbock u. Motor)!
      3. Eine noch stärkere, höher belastbare Vorderachse mit Lamellenbremsen im Ölbad, anstatt nur Allradzuschaltung wie beim 165.7. Größere Frontbereifungen (insgesamt größere Bereifungen, auch auf der Hinterachse) und längerer Allradfaktor, gehen mit einher.
      Passend zu den größeren Hinterrädern wurde die Fahrerkabine wesentlich höher aufgebaut.
      Letztlich noch einen Unterschied am Motor: Obwohl beide Schlepper fast die gleiche Nennleistung haben, ist der BF 6 M 1013 EC im 180.7 auf eine andere Drehmomentcharakteristik abgestimmt!

      P.S.: Ich fahre ab und an einen 165.7 eines Freundes, und das ist schon ein regelrechter "Dampfhammer" :D!

      Das waren jetzt bestimmt nur die wichtigsten Unterschiede, im Detail sind´s bestimmt noch mehr.
      So, nun weiter im Text mit den 6.71/ 6.81. Ich wollte das nur richtig stellen und bitte entschuldigt das abweichen vom Thema.

      Gruß, Stefan
      Er ist traurig, weil er nur einen Bulldog hat, und keinen DEUTZ !

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Deutz AgroStar ()

    • RE: Chauvinismus

      Hallo Rainer,

      was zum Agrotron 180.7 alias M650 zu sagen ist, hat Stefan gesagt. Es war von Anfang an klar, daß der 180.7 oder M650 nur etwas für Kenner ist. Jene, die meinen, einen Schlepper nach Motorleistung, Hubraum oder ähnlichem Firlefanz beurteilen zu können, hat der noch nie angesprochen. Der wollte mit Verstand gekauft werden ( Vernunft führt eben doch weiter ), nicht mit Vorurteilen. Darum ist er auch so selten.

      Daß die Agrotron 160 bis 200 von anderen Modellen abgelöst worden seien, kann so nicht stehen bleiben. Der Agrotron 160 wurde kaum verkauft, nicht zuletzt weil es Konkurrenz im eigenen Hause gab. Agrotron 175 und 200 paßten genau in die Lücke, welche das übrige Programm ließ. Davon ist der Agrotron 200 eigentlich nie abgelöst worden, außer eben durch seine Nachfolger: Agrotron 200 im Rubin-Kleid, Agrotron 200 mit schickem Design, Agrotron L 720, Agrotron L 710 und L 730. Die gibt es bis heute, immer weiterentwickelt.

      Es liegt auf der Hand, daß viel zu wenige dieser Traktoren verkauft worden sind, wenn ihn schon die eigenen Händler boykottieren. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Bliebe die Frage zu klären, warum das so ist. Und da kommt ganz von selbst die Frage auf, warum der Typ in Deutschland links liegen gelassen wird, während das in anderen Ländern nicht der Fall ist. So lange es dafür keine überzeugende Begründung gibt, kann man mir viel erzählen: Ich glaube es einfach nicht. Verstärkend kommt hinzu, daß bis heute deutsche Deutz-Fahr-Händler dieses, ihr eigenes Produt madig machen, obwohl sie wegen genau dieser Grundhaltung noch nie einen verkauft haben. Merkwürdig, oder?

      Fiat hatte genau so unter deutschem Chauvinismus zu leiden, wie andere ausländische Hersteller auch, einschließlich Same. Du schreibst ja selber, daß es Regionen gibt, wo so was gut verkauft worden ist. Der Ruf, ein Billigtraktor für jene zu sein, die sich keinen "richtigen" leisten können, klebte an Fiat mindestens so wie an Same. Da kann ich schon deshalb mitreden, weil ein Fiat-Händler ( heute natürlich blauer Bock ) rund um unseren Hof schon damals ganz gute Geschäfte gemacht hat.

      Ich postuliere mal, daß der Hirsch in Deutschland unter "ferner liefen" rangierte, wenn der nicht zufällig die Bulldog-Werke in Mannheim sein Eigentum nennen würde.

      Gruß
      Michael
    • Hallo Michael, hallo Stefan,

      vielen Dank zu Euren ausführlichen Infos zum Agrotron 180.7. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich bisher noch nicht in dieser Tiefe mit den Unterschieden zum 165.7 befasst habe. Wohl auch deshalb, weil diese Leistungsklasse für meinen Bauernhof nicht in Frage kam :D.

      Vielleicht läßt sich der Chauvinismus in Deutschland auch damit begründen, dass es zu Zeiten des Schlepperbooms in Deutschland über 30 Deutsche Traktorenanbieter gab. In den umliegenden Ländern Westeuropas, einschließlich Österreich wurde die Landwirtschaft im Zuge des Marshall-Plans mit us-amerikanischen Traktoren bedacht und lernten so diese Traktoren besser kennen.
      Ja vielleicht wäre John Deere in Deutschland nicht so populär, wenn man nicht Heinrich Lanz in Mannheim übernommen hätte. In der Tat hatte Lanz noch selbst ihren guten Ruf ruiniert, so dass der Absatz von grün-gelben Traktoren im Vergleich zum europäischen Ausland viel schwächer war. Si richtig aufwärts ging es mit dem Hirsch nach der Wiedervereinigung. Die dortigen Landwirte hatten bedingt durch die Teilung, den Niedergang der Lanz-Produkte selbst nicht erlebt. So konnte John Deere sich dort auf die Lanz-Nachfolge berufen, und dort ehemalige Lanz-Besitzer gewinnen. In der Tat wurde auf der Agra 1991 in Leipzig auf dem John Deere-Stand ein Lanz Bulldog (70 Jahre nach der Präsentation des ersten Glühkopfbulldogs) ausgestellt, und auf dieses Erbe hingewiesen.

      In diesm Sinne, liebe Grüße; Rainer
    • Same-Typenbuch

      Hallo Michael,

      Du hattest einmal in diesem Forum erwähnt, dass Dich die Zusammenstellung eines Same-Typenbuch noch reizen würde. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn ich in nicht allzuferner Zeit eine "Same-Bibel" in der von Dir und Karel bekannten Qualität in meinen Händen halten und lesen könnte :).
      Das Thema Same-Traktoren finde ich selbst sehr interessant.

      Liebe Grüße aus dem Schwarzwald;

      Rainer
    • RE: Same-Typenbuch

      Also kann man festhalten, dass es kein Agrostar vor Baujahr 1993 sein darf und er möglichst wenig Stunden haben sollte. Leider Gottes ist ein Probearbeiten ja immer schlecht wenn man den Schlepper von einer Privatperson bezieht.
      Worauf sollte man bei der Probefahrt besonders achten? Wie kann ich zum Beispiel feststellen ob der Turbolader beim 6.81 noch richtig funktioniert?

      Ich habe bereits gemerkt, das Agrostars aus dem Ausland um längen billiger sind, aber manchmal findet man auch auf deutschen Kleinanzeigenportalen 6.81er für 4700 die sich angeblich in einem top Zustand befinden sollen.
      Wo wurde der 6.81 eigentlich gebaut? Ganz interessant wäre auch zu wissen ob es mit Schleppern in denen die Komponenten auch verbaut sind ähnliche Probleme gibt.

      Gruß Jan-Hendrik

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jan_hendrik ()

    • RE: Same-Typenbuch

      Auf den Agrostar bin ich auch gestoßen :)
      Habe dann aber gemerkt das er noch die Allradachse der ersten Version hat (erkennbar an den kleinen Radnarben)
      Außerdem wäre mir eine Fronthydraulik doch lieber.
      Die Suche nach dem Agrostar muss nun auch nicht gleich zum Erfolg führen. Ich warte lieber auf den richtigen Schlepper, als das ich mir eine "Krücke" kaufe

      Gruß Jan-Hendrik