F2L514/50 Hinterachse undicht

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • F2L514/50 Hinterachse undicht

      Hallo Forumsgemeinde,

      seit einiger Zeit tritt an meinem Deutz an der rechten Hinterachse Getriebeöl aus. Das hat zur Folge, dass die komplette rechte Bremse wegen Ölschmierung ausgefallen ist. Somit muss ich mich zwangsläufig damit auseinandersetzen. Nun dachte ich, einfach den Simmerring austauschen und gut ist (bzw. auch neue Bremsbeläge). Aber leider ist der Simmerring nicht die Ursache für den Ölverlust. Das Öl drückt sich am Innendurchmesser der sogenannten "Abstandsbüchse" durch, also quasi auf der Vielkeilwelle. Somit läuft das Öl entlang der Keilwelle bis nach vorne raus. Die Situation zeigt das angehängte Foto.
      Hat jemand eine Idee wie ich das Öl zurückhalten kann? Kann ich eine Dichtung davor machen (Ölstaublech nicht mehr vorhanden)? Oder muss ich mir ne neue, engere Abstandsbuchse drehen lassen, auf der der Simmerring läuft?
      Ich danke für eure Unterstützung!

      MfG
      F2LArni

      Foto verkleinert
      Bilder
      • Achszapfen.jpg

        324,95 kB, 724×1.000, 967 mal angesehen
    • Du bust ja schon mal relativ weit gekommen, also :

      Reifen abmontieren

      Getriebeöl ablassen

      Nabenabdeckung demontieren

      KronenMutter runter drehen

      Bremstrommel abziehen

      Bremsgeraffel demontieren (Bilder machen !!! kann man auch Falsch
      wieder zusammen baue, dann haste kaum noch Bremswirkung)

      Lagerdeckel abnehmen


      Im Lagedeckel sitz ein Simmerring / Wellendichtring
      Dieser war bei mir auch verschlissen bzw. porös.
      Ich meine ich hätte einen SKF verbaut mit der bezeichnung
      CR 45x60x7 HMSA10 RG.

      Dann den Lagerdeckel und das gegenstück am Getriebe reinigen und
      etwas Dichmasse dazwischen und alles wieder zusammen bauen.

      Du Solltest aber auf jeden Fall die Bremsbelege mit tauschen,
      da die sich total voll Öl gesagt haben und man das da nicht
      mehr raus bekommt.
      Eventuell auch die Bremstrommel ausdrehen lassen wenn nötig.
    • Das demontieren der ganzen Angelegenheit ist kein Problem gewesen, da ich alles schon vor 8 Jahren neu gemacht hatte (bis auf diese Abstandsbuchse). Das Foto zeigt den Ursprungszustand als ich den Deutz erstmalig auseinander genommen habe. Entsprechend neu und schadlos ist der Wellendichtring. Das Öl kommt dort nicht raus, sondern am Innendurchmesser der Abstandsbuchse. Der Wellendichtring läuft ja auf dem Außendurchmesser.
      Kann es vieleicht sein, dass das fehlende Ölstaublech das Problem ist? Kann ich mir zwar nicht vorstellen.......
      Oder die Abstandsbuchse hat sich am Innendurchmesser abgelaufen und ist somit etwas größer. Dann müsste ich sie neu machen. Das ist zwar kein Problem, aber welches Material wird dafür verwendet und muss ich sie härten lassen (zumindest auf dem Außendurchmesser?)?
      Alles nicht so einfach :(
      Für eine Hilfestellung wäre ich sehr dankbar!

      MfG
      Arni
    • Hallo Deutz Gemeinschaft,

      ähnlich wie F2LArni 2012 geht es mir heute? Denn es tröpfelt mir auf die Felge und vermutlich seit gestern auch ein wenig in die Trommel. Damit keine Kollateralschäden an der Bremse entstehen und mir meine Belege veroelen, soll dies unverzüglich ein Ende finden. Kann dies tatsächlich an einem defekten Oelstaubblech liegen? Denn diese sahen schon recht beansprucht aus, bei der letzten Demontage (Bild)?? Dichtungen und Wellendichtringe 80x100x13 habe ich jedoch vor nicht einmal 50 Betriebsstunden erneuert. Ersatz ist sicherheitshalber bereits geordert.

      Weiter geht´s mit Freude!
      Gruss
      Robert
      Bilder
      • Wellendichtring.JPG

        1,04 MB, 2.218×1.469, 193 mal angesehen
      • Oelstaubblech.JPG

        1 MB, 1.810×1.752, 171 mal angesehen
    • Hi Robert,
      auch neue Wedi's können Probleme machen. Ich hab mal einen verbaut, da fehlte die innere Feder. Natürlich am Getriebeeingang und erst gemerkt als es tropfte ... :cursing:
      Sicher eher ein seltenes Problem, aber Risse beim Einbau passieren schon. Schau den jetzt eingebauten mal genau an.

      Und wenn das Lager hin ist nutzt ein neuer Wedi auch nicht viel. Ist die Welle selbst noch gut an der Stelle wo die Lippe aufliegt? Ggf schmäleren Wedi verwenden, der auf eine jungfräuliche Stelle der Welle kommt (oder einen mit 2 Lippen - Staublippe, der kommt auch an eine andere Stelle auf der Welle, Details in der Zeichnung beachten)
      Viel Glück -- das er beim nächsten Mal dicht ist.
      Mit einem öligen Händedruck

      Ralf
      _______________________
      LANZ D1616 und Deutz F2L514
    • Robert, kann Dir leider nicht helfen, meiner hat das Deutzgetriebe und ist anders aufgebaut.

      Im Prinzip aber ähnliche Methode: Ist der Wedi leck wird das Öl über ein Schleuderblech auf den Teller für das Hinterrad geschleudert, dort aufgefangen und über kleine Bohrungen nach außen geführt. Läuft also an der Felge runter und man kann die Sauerei gar nicht übersehen. Und das Öl gerät erst mal nicht in die Bremse.

      Bau es auseinander und schau nach.
      Viel Spass!
      Mit einem öligen Händedruck

      Ralf
      _______________________
      LANZ D1616 und Deutz F2L514
    • Hallo,

      ich bin gerade dabei meine linke Hinterachse am F2L514/53 abzudichten (Bremse war verölt).
      siehe auch hier: Ölaustritt am Hinterrad beim F2L514/53

      ...und hier oben (Beitrag 8 ) gibt es 2 Bilder des Abschlußdeckels mit Ölstaubblech und Dichtung.

      Bei mir gab es kein Ölstaubblech (mehr).
      ...und eine Dichtung war auch nicht da. Es sah so aus, als wenn es mit Dichtungsmasse zugeschmiert/abgedichtet wurde.

      Wo bekomme ich denn so ein Ölstaubblech und eine Dichtung her?

      ...oder geht es auch ohne?

      Vielen Dank und schöne Grüße
      Gunnar

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von GunnarJ ()

    • ohne da einen Tipp zum besagten Modell zu geben , möchte ich schreiben das neue Dichtringe an der alten Stelle oft undicht bleiben, weil in vielen Jahren Arbeit mit dem Gerät sich der alte Dichtring in die Welle eingelaufen hat . Einfache Hilfe entsteht durch leichtes Verschieben des Neuen Dichtringes durch beilegen von einem passenden Abstandhalter Ring . So wirkt der neue Ring an einer anderen nicht abgenutzten Stelle und es ist wieder dicht . Bei mir waren es nur 2 Millimeter bei einem ähnlichen Problem .