neuer Lack platzt schnell ab

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • neuer Lack platzt schnell ab

      Hallo!

      Ich habe jetzt schon einige Teile entrostet, grundiert und lackiert.
      Benutzt habe ich eine Devillbiss SGL 1,3 für die Lackierung, für die Grundierung ne Noname HVLP mit ner 1,4er Düse.

      Als Grundierung habe ich sowohl von Südwest (Allgrund) und von Erbedol (Rost- und Haftprimer), beides Grundierung für Kunstharzlackierungen, verwendet. Als Spritz-Verdünnung wurde nur Kunstharzverdünner von Erbedol verwendet, wie auf der Produktbeschreibung des Decklacks (ebenfalls Erbedol KH-Lack) angegeben. Auch nur im max. Verdünnungsverhätlnis.

      Die Arbeiten zuvor waren mechanische Entrostung, Fertan, Abwaschen nach Wirkungszeit, Trocknung und dann die Grundierung. Die Endlackierung wurde dann direkt nach der entsprechenden Trocknungszeit, max. ein Tag später aufgetragen. Die Temperatur in der Hobbywerkstatt war ca. 15°C.

      Optisch sieht es schon top aus, nach ca. 1-2 Wochen wurden die Teile dann wieder zusammengebaut. Schon die kleinste mechanische Belastung führt dann schon zu Lackabplatzern. Woran könnte das liegen?

      Eine Ackerschiene beispielsweise behält da schon deutlich besser die Farbe, obwohl da schon einige schwereren Gegenstände auch mal draufgeknallt sind. Die Ackerschiene wurde komplett fertig lackiert gekauft und sieht nach rund zwei Jahren besser aus, als unsere neu lackierten Teile...?(

      Habt Ihr eine Idee? Hab ich da einen Fehler irgendwo eingebaut?
      Ist die Düse beispielsweise für den KH-Lack zu klein?

      Gruß,
      Markus

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Deutz5506 ()

    • Hallo Schleppergott,

      ja, hatte mit der Flex und Zopfbürsten die Teile bearbeitet und in Stellen, wo ich gar nicht rankam, haben wir die Teile auch gesandstrahlt.

      Zur Frage, wie war die Oberfläche danach: Naja, wie halt die Oberfläche mit ner Flex eben wird. Nicht völlig glatt, aber auch nicht übelst rau. Gleiches auch beim Sandstrahlen.
      Danach, d.h., nach Fertan und Abwaschen, alles noch mit Entfetter bzw. Silikonentferner aus dem Lackierbedarf abgewischt. Sollte daher fettfrei sein....

      Gruß,
      Markus

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Deutz5506 ()

    • Warum hast du nicht komplett Gesandstrahlt? Das ist zum lackieren die beste Vorbereitung, dann stimmt die Rauheit, damit der Lack gut hält und du hast alles Rost und Fettfrei. Zu dem halte ich von Kunstharzlacken nicht viel, habe damit auch keiner Erfahrung. Nicht um sonst wird heutzutage in der Bau- und Lastwagenindustrie 2K PU Lack verarbeitet, der ist Strapazierfähig und behält seine Farbe, er bleicht nicht so aus wie Kunstharz. Nun ist es aber wohl zu Spät. 15° finde ich auch ziemlich Frisch zum lackieren. Wir lackieren immer um die 25° zum Trocknen dann um die 40° Klar hat nicht jeder die Möglichkeiten, aber über 15° kann man ja schon kommen.

      Gruß
    • Die Leistung bei unserem Strahlgerät ist etwas knapp ausgelegt, sodass Ecken und Winkel ganz gut entlackt werden können, aber größere Flächen einfach ewig dauern. Daher die Kombi aus Strahlen und Flexen.

      Auf die Wahl von KH-Lack kam ich auch erst, weil ich hier im Forum mal ganz zu Beginn verschiedenste Beiträge durchgegangen bin und da wurde halt KH sehr häufig erwähnt, ebenso die Firma Büchner mit dem Erbedol-Lack.

      Wie ist denn die Verarbeitung des 2K PU Lacks? Bin ja kein Profi - KH ist halt auch recht einfach zu verarbeiten. Und wie sieht die preisliche Situation aus?

      Ich denke mal, dass dann die von mir erwähnte Ackerschiene mit diesem LKW-Lack lackiert wurde, denn da geht nix ab, trotz Belastung...

      Gruß,
      Markus
    • Hallo,
      die 2K Lack lässt sich ähnlich verarbeiten, muss halt vorher entsprechend gemischt werden. Was da das Kilo kostet weiß ich nicht, aber hier gilt wohl auch "was nix kost is auch nix." Meine Trecker sind alle damit lackiert, allerdings vorher auch komplett Sandgestrahlt. Ich schreibe es hier daher nochmal, wenn ihr die Möglichkeiten nicht habt, dann gebt die Sachen zum Strahlen weg, die Kosten lohnen sich in jedem fall. Nicht umsonst lassen mittlerweile fast alle Firmen vor dem Lackieren ihre Sachen strahlen.

      Ob der von dir verwendete Lack etwas taugt kann ich auch nicht sagen, da ich das Produkt nicht kenne. Wir verarbeiten Lack von Osnatol oder Lechler. Lässt sich beides sehr gut verarbeiten.
      Ich bin selber auch kein Profi auf dem Gebiet, lackiere halt nur hin und wieder mal, aber ich bekomme damit immer sehr gute Ergebnisse hin. Mein Vater hat da mehr Übung, der macht das Täglich.

      Gruß
    • Moin

      Ich kann von dem Kunstharzlack von Erbedohl nichts Schlechtes berichten.
      Wir jetzt schon mehrere Sachen damit lackiert und hatten nie Probleme mit Lackabplatzen. selbst beim Anhängerboden nicht.

      Hast du den KH Lack mit Härterverdünner gemischt?

      Natürlich ist der Lack nach 2 Wochen nicht vollständig ausgehärtet und schon gar nicht bei den 15 C

      Gruß Johannes
    • Ich hatte schon beides versucht: Härterverdünner und auch "nur" Kunstharzverdünner. Interessanterweise bei beiden Teilen das gleiche Phänomen.

      Da ich meine Hobbywerkstatt noch nicht gescheit heizen kann, d.h., mehr als 15°C, dürfte es wahrscheinlich daran liegen.

      Werde dann mal versuchen, alles zu berücksichtigen:
      - komplett strahlen
      - mehr Temperatur
      - und vielleicht auch mal den von Schleppergott erwähnten 2K-Lack

      Denn unseren 5506 wollte ich eigentlich nur einmal alle 35 Jahre neumachen müssen... ;)

      Gruß,
      Markus
    • Hallo,

      Also diese Kunstharzhärterverdünnung ist auch nur für die physische Trocknung dienlich. Das heißt die Trocknung und Aushärtung wird beschleunigt. Sie hat keinen Einfluss auf die chemische Beständigkeit.
      Hast du die Bauteile vom Kalten ins Warme gebracht und dann lackiert? Wenn ja, dann wäre der Taupunkt ein Faktor, das heißt es hat sich Wasser auf der Oberfläche als Trennschicht gebildet. Ansonsten die Grundierungen passen.
      Wann hast du lackiert nach der Grundierung? Die Grundierung bindet, wenn sie zu lange unbeschichtet steht, ab.
      Wie ist die Schichtdicke? Ist sie zu hoch so dauert die Trocknung sehr lange.
      Bei 15°C dauert die Trocknung sowieso sehr lange deutlich länger als 2 Wochen. Bei normalen Verhältnissen ist eine vollständige chemisch und physische Belastbarkeit bei Kunstharzlacken nach ungefähr 4 Wochen erreicht.
      Das alles können Faktoren sein. Mein Gefühl sagt mir aber es benötigt noch Trockenzeit.

      Gruß Baumflüsterer
    • Guten Morgen!

      Die Teile hingen alle in der Hobbywerkstatt, die ich dann morgens angeheizt habe. Zugegebenermaßen komm ich auf Arbeitshöhe auf max. 15°C, die Teile waren aber immer trocken, darauf hatte ich schon geachtet.

      Die Lackierung kam spätestens ein Tag später drauf, da mir auch aufgefallen war, dass die Trocknung schon länger dauert als im Sommer. Die Schichtstärke? Naja, eben soviel, dass die Oberfläche gleichmäßig mit Farbe voll war. Also nicht zu viel. Eigentlich erst mal eine Schicht, kurz warten, bis es etwas angezogen hatte, und dann noch mal drüber.

      Könnte also schon an der Temperatur und an der Trocknungszeit liegen. Naja, Hauptsache mir ist da vom Ablauf her gesehen, kein grober Fehler unterlaufen...

      Gruß,
      Markus
    • Moin Markus,

      Du schreibst:
      Schon die kleinste mechanische Belastung führt dann schon zu Lackabplatzern.


      Ich als Laie denke, dass ein Lack, der noch nicht trocken ist(nicht ausgehärtet) sicherlich nicht abplatzt.

      Also, ist entweder der Lack keine Verbindung mit der Grundierung eingegangen, zu dick aufgetragen, oder zu schnell ausgehärtet oder zu hart geworden.
      Gruss

      Reiner


      -------------------------------------------------------------------
      Faulheit ist der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit
    • Moin

      Eine dünne Schicht reicht zur Grundierung, und sollte gut durchtrocknen... Aber habt Ihr sie vor der Decklackierung bearbeitet? Angeschliefen, oder einfach mit einem Topfschwamm (Die dunkelgrüne Seite) übergewischt? Kann mir das einfach nicht erklären... Beim Holz abladen, sind mir schon richtig große Stücke gegen die Felgen, vom Kipper gefallen (Schlüter-Silber), da ist vom Erbedol-Lack nix abgesprungen!

      Gruß Frank
    • Original von D_4006
      Wie lange lasst ihr die Grundierung trocknen bis ihr die Decklackierung auftragt?

      Gruß
      Maximilian


      Das würde mich auch interessieren.
      Manche lassen sie immer aushärten und dann erst den Lack.
      Andere sprechen fast von einer Nass-in-Nass-Arbeit.

      MfG
      Felix
      Stolzer Besitzer
      D 7006 AS mit Frontlader
      Güldner G 30, Allgaier A 111

      Ein Leben ohne Traktor ist möglich, aber langweilig.
    • Hi,

      die KH Lacke von Erbedol brauchen gut eine Woche bis sie meachnisch belastbar sind.
      Zwar kannst sie schon nach 24 H anfassen und deine Finger bleiben sauber aber bis die Endhärte vergeht dauert es.

      Ich habe 2 Schichten grundiert, nach 12 H waren diese immer endfest.

      Hab nach dem grundieren also 12h gewartert, dann den Endlack aufgetragen.

      Wenn du auf eine "nasse" Grundierung den Endlack aufträgtst, dann "blubbert" das stellenweise wieder hoch.

      Ich denke bei dir waren die 15C einfach zu wenig, nicht umsonst arbeitet der Lackierer mit der Heizkabine.

      PS. Kannst ja vorsichtig! mit dem Werkstattfön die Teile erwärmen um dem Trocken nachzuhelfen

      Gruß