Bosch Reiheneinspritzpumpe

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    • Bosch Reiheneinspritzpumpe

      Hallo,
      da die Frage nach Mehrleistung immer häufiger an mich gestellt wurde, habe ich da mal was zusammengestellt. Es betrifft nur die Reiheneinspritzpumpen von Bosch.
      Bei Deutz wurden verschiedene Schlepper mit teilweise gleichen Motoren gebaut. So ist z.B. der Motor im 55 06 der gleiche wie im 72 06(F4L912). Jetzt wurde aber im 72 06 nicht die gleiche Einspritzpumpe wie im 55 06 verbaut. Viele meinen wenn ihr 55 06 aufgedreht wird hat er die gleiche Leistung wie ein 72 06. Wenn er dann aufgedreht wurde ist der Motor unter Last stark am qualmen. Ein 72 06 mit normal eingestellter Pumpe wird lange nicht so stark qualmen.
      Ein aufdrehen des Vollastanschlages bewirkt nur, das länger Diesel eingespritzt wird. Die Menge vergrößert sich und der Motor hat mehr Leistung. Allerdings ist dies nicht unbegrenzt möglich. Normal ist die Rauchgrenze auch die größtmögliche Leistung. Der Spielraum ist nur sehr begrenzt, ca. eine halbe Umdrehung. Wenn der Motor also schon tiefschwarz qualmt ist er an seiner Leistungsgrenze mit seiner Einspritzpumpe angelangt. Mit einer anderen Pumpe die größere Pumpenelement hat ist unter Umständen noch wesentlich mehr an Leistung zu erzielen. Jetzt kommt natürlich die Frage: Wieso?
      Ein Dieselmotor hat unter normalen Vorraussetzungen einen Förderbeginn von so und soviel Grad vor OT. Wenn nun der Vollastanschlag nach rechts verstellt wurde habe ich ja geschrieben dass die Einspritzzeit verlängert wird. Wenn er also mit Normaleinstellung bei z.B. 30° anfängt einzuspritzen hört er vielleicht bei 20° wieder auf. Bei aufgedrehten Motoren hört er dann vielleicht erst bei 10° auf. Die Folge ist, der Motor kann nicht allen Kraftstoff verbrennen.
      Das allergrößte Problem ist aber: Der Schlepper verliert seine ABE und ist somit rein rechtlich nicht mehr zugelassen.
      Also sollte jeder überlegen ob er an seiner Einspritzpumpe herumspielt.
      Weiterhin wird der Motor thermisch höher belastet und wird schneller zu heiß.

      In den nachfolgenden Bildern habe ich mal dargestellt wo die einzelnen Schrauben des Reglers sitzen. Man kann einige legal verstellen andere sind für jeden nicht autorisierten Tabu.
      Legal sind die Regelschraube und die Standgasschraube in Bild 1 und Bild 2
      Absolut Tabu sind: Vollastanschlagschraube und Vollgasanschlagschraube in Bild 1 und Bild 3
      In Bild 4 sieht man wie ein verplombter Deckel aussehen sollte.
      Dieser Beitrag soll nicht als Anleitung gesehen werden wie man Pumpen aufdreht sondern soll nur aufzählen was man an Reihenpumpen machen darf und was nicht.

      Gruß, Achim
      Bilder
      • Pumpenregler.jpg

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      • Standgasschraube 1.jpg

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      • Vollgasschraube 1.jpg

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      • Verplombte Pumpe.jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ölhand ()

    • Hallo,
      mit der Regelschraube wird die empfindlichkeit des Reglers eingestellt.
      Wenn der Motor z.B. im Standgas sägt kann mit dieser Schraube meistens das sägen verbessert oder gar beseitigt werden. An dieser Schraube braucht im Regelfall nichts verstellt werden. Auch an den anderen Schrauben sollte ein Laie nicht drehen und vor allem nicht an denen die Tabu sind.
      Gruß, Achim
    • Hallo Ölhand,

      2 fragen, passen Einspritzpumpen vom 912er auch an den 812er Motor und sind 60 PS beim 812er die Höchstgrenze gewesen oder gab es die Motoren auch mit noch mehr Leistung? Ach ja ich spreche von F4L Motoren. Mit freundlichen Grüßen Pille
      Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur!
    • Hallo Pille,
      die Pumpen vom 812er und 912er würden untereinander passen. Sie haben aber keine Zulassung untereinander, da die Einstellungen der Leistung unterschiedlich sind.
      Wie hoch der F4L812 geht, weiß ich nicht. Ich kann mir aber vorstellen das die 60 PS schon im oberen Bereich sind. Das Hauptproblem wird die Temperatur und Kühlung sein.
      Gruß, Achim
      PS: Ich gehe jetzt davon aus, das du nur rein theoretisch oder für einen Standmotor gefragt hast.
    • Hallo Achim
      Aber der 812er ist doch ein Vorkammermotor und der 912er ist doch ein Direkteinspritzer arbeiten die Pumpen denn nicht mit ganz anderen Drücken ??
      Oder wie verhält sich das ? Sind das wirklich die gleichen Pumpen ??

      Gruß Jürgen
      Gott bewahre uns vor Eis und Schnee und vorm Schlepper IHC. :D

      Deutz 5006 Allrad mit Frontlader Bj74. Deutz D30 Bj63. Unimog 406 Bj70. Nissan Pick up, Suzuki sj 413, VwT3 Campingbus, Vw Buggy, Ktm Lc4,
    • Hallo,
      die Pumpen haben kein DBV oder ähnliches und bauen einen sehr hohen Druck auf wenn die Leitung dichtgemacht würde. Die Düsen haben unterschiedliche Abspritzdrücke, aber die Pumpen können wesentlich höhere Drücke erzeugen, egal ob 812 oder 912er Motor.
      Gruß, Achim
    • Hallo Öhland.
      Ich weiß es ist ein leidiges Thema mit dem Ölwechsel an der EP,hab auch schon Viel darüber hier gelesen,hört sich auch unheimlich einfach an!!!! Aber beim meinem D50 mit 712er Motor finde ich diese VERDAMMTE Ablaßschraube nicht!!!

      Bei der Suche nach ihr hab ich halt die Stellschraube für die Empfindlichkeit in der hand gehabt. X( Ne art Werk oder grundeistellung gibt es dafür nicht oder??
      :D Freie Fahrt für freie Bürger :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Pruefi ()

    • Moin Sascha
      Ich hab hier mal zwei Bilder, sind zwar vom 812er, aber beim 712er den ich mir am WE angesehen hab hat der Regler genauso ausgesehen, hatte nur die Kamera vergessen. Nochmal hinfahren wollte ich nicht, also hab ich meinen geknippst. Hoffentlich klappt das hochladen.
      mfg Jens
      Bilder
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      • ESP1.jpg

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    • Hallo Jens. Super das du dir die Mühe gemacht hast mit den Bildern,Aber die Ablaßschraube gibts bei mir nicht.Ist vieleicht möglich das bei mir ein anderer Deckel nachträglich verbaut worden ist aber immerhin ist er Verplomt. :evil:
      :D Freie Fahrt für freie Bürger :D
    • Hallo Jens.
      Hier mal ein paar Bilder.
      Bilder
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      :D Freie Fahrt für freie Bürger :D
    • Hallo,
      dann nimm erstmal die Alternativmethode, hinteren Deckel lösen und darüber das alte Öl ablassen. Deckel wieder feste und Öl auffüllen. Aber daran denken das es etwas dauert bis sich das Öl kpl. verteilt hat.
      Gruß, Achim

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ölhand ()